Die Ermou Straße in Athen

Kapnikarea Kirche, Athen
Eine der geschäftigsten und wohl auch teuersten Einkaufsstraßen im Zentrum Athens ist die
Ermou Straße (s. auch Blogartikel „Szeneviertel Athens“ vom 7. Juli 2014).

Über etwa einen Kilometer Länge durchzieht sie das Stadtzentrum in Richtung Ost – West vom Syntagma-Platz bis zum Keramikos-Museum, welches sich auf einem der bedeutendsten antiken Friedhöfe Athens befindet.

Nur wenige Meter weiter findet man den Stadtteil Gazi, ein angesagtes Szeneviertel.

Die Ermou ist eine den Fußgängern vorbehaltene Straße. Deshalb läßt es sich hier besonders gut bummeln.

Man findet zahlreiche große und kleine Geschäfte mit einem breiten Angebotssortiment – Schmuck, Pelze, Stoffe, Schreibwaren, Geschenkartikel, Mode uvm.

Straßenkünstler beleben das Bild.

Für Touristen ist die Ermou Straße besonders auch wegen ihrer Lage interessant.
Geht man die Ermou in westlicher Richtung trifft man in der Straßenmitte auf die Kapnikarea-Kirche, inmitten der Wohnhäuser ein ungewöhnlicher Anblick.
Auf Grund ihrer geschichtlichen Bedeutung – sie wurde im 11.Jahrhundert auf den Fundamenten eines alten Tempels errichtet – wurde sie beim Bau der Ermou nicht abgerissen. Die Straße wurde um die Kirche herumgebaut.

Von der Ermou aus sind viele Sehenswürdigkeiten zu erreichen, z.B. die Szeneviertel Psirri und Thissio und natürlich die Altstadt Athens, die Plaka.

Der Kanal von Korinth

Kanal von Korinth, Dia von 1973
In verschiedenen Blogartikeln wurde schon mehrfach über die Halbinsel Peloponnes geschrieben ( z.B. im Blogartikel vom 16. Februar 2015 „Kalamata – Ausgangspunkt für die Erkundung des Peloponnes“).

Wieso aber wurde diese im Süden Griechenlands gelegene Landschaft eine Halbinsel?

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verband eine schmale Landzunge, die von beiden Seiten von Wasser umspült wurde, den Peloponnes mit dem griechischen Festland.

Für den Warentransport natürlich ein Problem.

Denn die per Schiff transportierten Waren mußten samt Schiff auf Karren über die schmale Landenge gezogen werden.

Deshalb hatte man sich entschieden, diese Landenge zu durchbrechen und damit einen schiffbaren Weg herzustellen.
Von 1881 bis 1893 wurde ein über 6 Km langer Kanal gegraben.

Damit wurde der Saronische Golf mit dem Golf von Korinth verbunden.
Für größere Schiffe ist der Kanal auf Grund seiner Wasserbreite von nur 21 m nicht passierbar.

Am häufigsten wird er benutzt von Fähren und Yachten.

An verschiedenen Stellen spannen sich Brücken über den Kanal.

Den Kanal überquerend erreicht man dann auch Korinth und das sehenswerte Altkorinth.
Von Athen aus über die Autobahn A 8 (etwa 82 Km) oder mit dem Schmalspurzug der griechischen Eisenbahn.

Olympiastadion Athen

Olympiakomplex Athen

Am 6. April 1896 wurden im Panathinaiko-Stadion von Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit eröffnet.

Aber dieses Stadion war nicht das erste olympische Stadion.

Das erste Stadion wurde 330 v.Chr. am Ardittos-Hügel in Athen gebaut.

Es war zunächst nur eine einfache Laufbahn ohne Sitzreihen für die Zuschauer. Zwischen 139 und 144 n. Chr. ließ dann Herodes Atticus ein neues Stadion bauen. Der weiße Marmor für die Sitzreihen wurde aus dem nahegelegenen Berg Penteli gebrochen.
50000 Zuschauer fanden Platz.

Jahrhunderte wurde das Stadion nicht genutzt, die Natur überwucherte es.

Erst 1870 begann Ernst Ziller das Stadion wieder freizulegen.
Es wurde vermessen und für die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 hergerichtet, die hier auf Vorschlag des Franzosen Pierre de Coubertin durchgeführt wurden.

Heute ist dieses Stadion als Sportstätte nicht mehr in Betrieb – aber hier findet nach wie vor die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele statt, egal, in welchem Land die eigentlichen Spiele dann durchgeführt werden (s. Blogartikel „Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Athen“ vom 28. Januar 2016 sowie eBook „Faszination Griechenland“).

Eine Bewerbung Griechenlands um die Durchführung olympischer Spiele konnte jedoch nur Erfolg haben, wenn geeignete moderne Sportstätten zur Verfügung stehen.
Also wurde ein neuer Sportkomplex gebaut, benannt nach dem ersten Marathonsieger der Olympischen Spiele – Spyridon Louis.
Er wurde 1982 eröffnet und von 2002 bis 2004 umfassend renoviert.

Hier fanden dann die Olympischen Spiele 2004 statt.
Mit fast 70000 Zuschauerplätzen, ist es eines der größten Stadien der Welt.

Das Stadion liegt etwa 9 Km nördlich des Stadtzentrums im Vorort Marousi und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Insgesamt gibt es 5 verschiedene Wettkampfstätten.

Obwohl die Anlage heute noch genutzt wird für Fußballspiele, Leichtathletikveranstaltungen und Konzerte, ist der Verfall nicht mehr zu übersehen.

Ferientage auf der Insel Euböa

Fähre Erithrea - Oropos
Wenn man von Athen auf der E 75 Richtung Norden fährt, erreicht man nach etwas mehr als 110 Km die Insel Euböa.
Sie ist mit einer Fläche von 3700 Km² nach Kreta die zweitgrößte griechische Insel und wird durch den Golf von Euböa vom griechischen Festland getrennt.
Von Oropos kann man mit einer Fähre nach Erithrea übersetzen oder aber über zwei Straßenbrücken auf die Insel fahren.
Eine dieser Brücken überspannt mit nur 40 m Breite die schmalste Meerenge der Welt.
Es ist interessant, an dieser Stelle die starke Strömung der Gezeiten zu beobachten.
Aber auch ab Rafina, einer kleinen Hafenstadt an der Ostküste der Halbinsel Attika, ist die Insel per Fährschiff zu erreichen.
Die Insel wird in ihrer gesamten Länge von einer Bergkette durchzogen, mit 1745 m ist der Dirphys die höchste Erhebung.
Euböa bietet vielfältige Möglichkeiten, interessante Urlaubstage zu verbringen – Wandern, Bergsteigen, Tauchen, Mountenbiking, Schwimmen etc.
Aber auch Ausflüge zu Zielen, wie z. B. das alte Bergdorf Stropones, die Wasserfälle in Drymona, die Arapi-Schlucht, der Wallfahrtsort Prokopi oder der Kurort Loutra Aidipsos ( s. Blogartikel
„Griechenland und der medizinische Tourismus“ vom 21. Oktober 2012) um nur einige zu nennen.
Der Massentourismus hat Euböa noch nicht erfasst.
Die Insel ist deshalb für die Urlauber interessant, die am ursprünglichen griechischen Leben teilhaben wollen.

Ein Ausflug nach Daphni

Neben den vielen Sehenswürdigkeiten, die Athen selbst bietet, locken auch zahlreiche interessante Ausflugsziele.

So auch drei Klosteranlagen (s. eBook „Faszination Griechenland“).

Eines davon ist das Kloster Daphni.

Nur etwa 10 Km vom Zentrum Athens entfernt, liegt es an der Straße nach Korinth, der ehemaligen antiken „Heiligen Straße“, die damals zum Demeter-Heiligtum nach Eleusis führte.
Heute ist es ein Vorort von Athen unter dem Namen Elefsina.

Die Klosteranlage wurde im 6. Jahrhundert auf den Ruinen des Tempels des Apollon Daphnephoros errichtet.
Die jetzige Anlage wurde 1080 gebaut.

In der wechselvollen Geschichte der Klosteranlage wurde manches vernichtet, so z.B. der ursprüngliche Fussbodenbelag und die marmornen Wandtäfelungen.
Im 11. Jahrhundert wurde eine bis heute erhaltene Kirche errichtet.
Neben dieser Kirche kann man noch Kreuzgang, Mönchszellen, Sarkophage und zum Teil antike Funde der „Heiligen Straße“ sehen.

Besichtigt man das Kloster im Herbst, kann man dies mit einem Besuch des berühmten Weinfestes von Daphni verbinden.
Wein aus allen bekannten Weinanbaugebieten Griechenlands wird angeboten, umrahmt von folkloristischen Darbietungen.
1990 wurde das Kloster auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

Sommerfestivals in Griechenland

Museum in Dion
Griechenland ist bekannt für seine noch aus der Antike herrührenden architektonischen Schätze – Ausgrabungen von Tempeln, ehemaligen Herrschersitzen, olympischen Sportstätten und eben auch Theatern.
„Das antike Theater von Megalopolis“In verschiedenen Blogartikeln wurden einige der antiken Theater vorgestellt, so z. B. der Artikel vom 20. August 2015 „Das antike Theater von Megalopolis“.
Es ist ein besonderes Ereignis, in einer warmen Sommernacht eine Theateraufführung oder ein Konzert zu erleben.
  
In der Regel finden die Festivals in den Monaten Juni bis August statt.

Die bekanntesten Sommerfestivals sind:

Athens and Epidaurus Festival
im Herodes Atticus Theater Athen, bzw. in dem antiken Theater von Epidaurus

Olympos Festival
in Dion, Zentralmakedonien
die Überbleibsel des griechischen Theaters der Antike werden heute für Aufführungen genutzt. Der Ort wurde im 4. Jahrhundert n. Chr. durch Erdbeben zerstört

Filippoi and Thassos Festival
in den antiken Theatern von Filippoi (Region Kavala/Ostmazedonien) und Thassos (Insel in der nördlichen Ägäis).

Über den Details zu den einzelnen Festivals sollte man sich beim Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr in Frankfurt am Main informieren.

Athen und seine Architektur

Athen, das Hadrianstor, eingeweiht 132
Wenn man einen Gesamtüberblick über die Stadt Athen haben will, sollte man sich auf den Gipfel des Berges Lykabettus begeben – entweder zu Fuß oder mit der durch den Berg verlaufenden Standseilbahn.
Der Lykabettus liegt im Herzen der Stadt und ist 277 m hoch.
Von hier aus betrachtet, ist die Stadt ein riesiges Häusermeer, der Blick reicht bis zum Saronischen Golf.
Im Prinzip kann man die Architektur der Stadt in vier Phasen einteilen:

– Architektur der Antike, z. B. Akropolis, Hadrianstor

– Bauwerke des Mittelalters, Kirche Kapnikarea

– Architektur des Osmanischen Reichs,    Tzisdaraki-Moschee

– Architektur aus der Zeit der Gründung des griechischen Staates, Syntagma-Platz

– Architektur des 20. Jahrhunderts, Flughafen Ellinikon

Details dazu kann man in dem eBook „Faszination Griechenland“ nachlesen.

Wenn man die Stadt vom Lykabettus aus betrachtet, fällt auf, dass keine Hochhäuser zu sehen sind.

Das ist damit begründet, dass die Dominanz der Akropolis nicht durch andere Bauten beeinträchtigt werden sollte.

Mit einer Ausnahme ist das auch so geblieben. Es ist der sogenannte Athens Tower an der Leoforos Mesogion. Das Gebäude ist 103 m hoch und wurde 1971 fertiggestellt.

Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Athen

Eröffnung der Olympischen Spiele 1976
Die Idee des sportlichen Kräftemessens in Disziplinen wie z. B. Laufen, Ringen und Boxen geht bis in das zweite Jahrtausend vor Christi zurück.
Nach dem Austragungsort Olympia auf der Halbinsel Peloponnes bezeichnete man diese Wettkämpfe als Olympische Spiele.
Heute nimmt man an, dass sie vermutlich im Jahr 393 letztmalig stattfanden.

Die Sport- und Tempelanlagen verfielen.

Es gab verschiedene Versuche, diese Spiele später wiederzubeleben, so z. B. in England im 17. Jahrhundert und später in Frankreich im 18. Jahrhundert.

Aber es war schließlich Baron Pierre de Coubertin, der den olympischen Gedanken 1894 wieder zum Leben erweckte.
Auf seine Anregung hin wurde beschlossen, die ersten olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen auszutragen.

Das dafür vorgesehene Stadion liegt am Rand des heutigen unmittelbaren Stadtzentrums von Athen.

Es diente im antiken Athen als Austragungsort der Panathenäischen Spiele, war über Jahrhunderte regelrecht zugewachsen und wurde dann wieder freigelegt.

1896 fanden hier die ersten olympischen Spiele der Neuzeit statt.
Das Stadion hat eine Hufeisenform und bietet etwa 50000 Zuschauern Platz.

Obwohl in diesem Stadion heute natürlich keine olympischen Wettkämpfe mehr stattfinden, spielt es eine wichtige Rolle bei der Eröffnung der Olympischen Spiele.

Die olympische Flamme wird im antiken Olympia entzündet und dann durch Läufer in dieses Stadion getragen.
Der Schlußläufer trägt die Fackel ins Stadion und entzündet damit ein Feuer welches in das Land übertragen wird, in welchem die Olympiade stattfindet.
Es ist eine beeindruckendes Erlebnis, diese Veranstaltung in dem vollbesetzten Stadion mitzuerleben.
Das abgebildete Dokument ist vierzig Jahre alt und bezieht sich auf die Zeremonie zur Eröffnung und Durchführung der Olympischen Spiele in Montreal/Kanada 1976.

Die Plaka – Athens Altstadt

Plaka - Altstadt Athen
Das alte Zentrum großer Städte ist für den Touristen in der Regel immer ein magischer Anziehungspunkt.

So auch die Altstadt Athens, die Plaka, die unmittelbar an das Stadtzentrum angrenzt. Sie war früher der Kern der Stadt Athen.

Erst als König Otto im 19. Jahrhundert Athen als Hauptstadt festlegte und eine rege Bautätigkeit einsetzte, verlor die Plaka ihre zentrale Funktion als Wohngebiet der städtischen Bevölkerung.

Vom Syntagma-Platz aus ist man in wenigen Minuten zu Fuß in der Plaka.

Sie liegt im Prinzip zwischen der Innenstadt, der Akropolis, dem Stadtviertel Anafiotika (s. Blogartikel vom 15. Oktober 2015 Anafiotika – das „Insel“-Stadtviertel Athens) und ist ausserdem auch noch mit der U-Bahn, Station Monastiraki, günstig zu erreichen.
Berühmte Bauwerke aus der Antike, wie z. B. die Akropolis oder das Odeon des Herodes Attikus sind allen bekannt. Aber kaum jemand weiß, dass auch viele Häuser in der Plaka auf Grundmauern der Antike errichtet wurden.
Viele der alten Häuser wurden inzwischen restauriert und erstrahlen in alter Schönheit.

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts war die Plaka ein beliebtes Amüsierviertel, Taverne reihte sich an Taverne und Disco an Disco mit ohrenbetäubender Musik.

Inzwischen hat sich jedoch auch hier das Leben geändert. Die Discos sind verschwunden, viele Souvenirläden sind entstanden und in den Tavernen wird griechische Volksmusik gespielt.
Besonders schön ist ein abendlicher Bummel durch die erleuchtete und belebte Plaka.

Die unbekannten Inseln der Dodekanes (III/III)

Osterlamm
Das Brauchtum hat in Griechenland seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung

(s. auch eBook „Faszination Griechenland“).

Mehr als 95% der griechischen Bevölkerung gehören der griechisch-orthodoxen Religion an. Diese Konfession widerspiegelt sich auch in der griechischen Verfassung.
Es ist deshalb also nicht verwunderlich, dass die religiösen Festtage im Leben der Griechen eine große Rolle spielen.
Die Feierichkeiten sind in der Regel auch immer damit verbunden, die jeweils lokal unterschiedlichen Trachten zu tragen.
An solchen Feierlichkeiten teilzunehmen ist für die Touristen ein besonderes Erlebnis.

Die bedeutendste Feierlichkeit in Griechenland ist das Osterfest mit dem lukullischen Höhepunkt des auf Holzkohle gegrillten Osterlamms.

Besonderer Wert auf Tradition wird in dem Dorf Olimbos auf der Dodekanes-Insel Karpathos gelegt. Hier ist es üblich, dass die Frauen auch im Alltag ihre Trachtenkleidung tragen.

Das Osterfest in Olimbos zu erleben, bleibt unvergesslich.

Aber auch altes Handwerk ist interessant.

Olimbos ist ein kleiner Ort mit gerade einmal knapp 600 Einwohnern, der an einen Berghang gebaut wurde.
Malerisch sind die engen und verwinkelten Gassen sowie die an Mykonos erinnernden Windmühlen. Hier kann man übrigens eine der letzten noch betriebenen Windmühlen besichtigen (was in Mykonos nicht der Fall ist).
Sehenswert in Olimbos ist die im 15. Jahrhundert erbaute Pfarrkirche.

Anzeige


Hier geht es zum eBook Faszination GriechenlandeBook über Griechenland


 

ADAC Mitgliedschaft und Leistungen

Kategorien
Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland