Peloponnes – die „Höhle der Seen“

Nur durch den Kanal von Korinth getrennt, erreicht man die Halbinsel Peloponnes. Es gibt kaum eine andere Landschaft in Griechenland, die den Peloponnes in seiner Vielseitigkeit übertrifft. Es gibt sieben historische Landschaften. Eine davon ist die im Norden liegende Landschaft Achaia, zu der die Gemeinde Kalavrita gehört. Interessant ist hier nicht nur das an eine steile Felswand gebaute Kloster Mega Spileon, sondern auch die „Höhle der Seen“. In dem eBook “Faszination Griechenland” findet man Ausführungen zur griechischen Höhlenwelt. Die Höhle befindet sich in der Nähe des Dorfes Kastria, knappe 20 Km von Kalavrita entfernt. Das Besondere an dieser Höhle ist die Lage von insgesamt 13 Seen auf drei verschiedenen Ebenen. Die Höhle wird durch einen künstlich angelegten Tunnel betreten und kann auf einer Länge von etwa zwei Kilometern durchlaufen werden. Neben zahlreichen Stalaktiten und Stalagmiten findet man menschliche und tierische Fossilien.

Reiseziele im Pilion-Gebirge

Gasse in Makrinitsa
Die griechische Region Thessalien ist eine Landschaft voller Abwechslung, gekennzeichnet durch üppige Vegetation und ein angenehmes mildes Klima. Nirgendwo in Griechenland findet man so ausgedehnte Baumwollfelder wie hier in der thessalischen Tiefebene.
Zu dieser Region gehört auch das Pilion-Gebirge, dessen Hänge von dichten Wäldern besetzt sind. Mit 1.624 m ist der Pourianos Stavros der höchste Berg. Der Pilion lässt sich am besten bei einer Rundfahrt erkunden. Vielfach wird auch die ganze Halbinsel, an deren Ostküste sich die Ägäis befindet als Pilion bezeichnet. Das eigentliche Pilion-Gebirge erreicht man von der Hafenstadt Volos aus nach etwa 15 Km. Es ist eine interessante Strecke auf einer stetig ansteigenden Straße bis man zum Ort Portaria kommt. Von hier aus sind viele interessante Ziele erreichbar. Mehr als vierzig Dörfer bieten in restaurierten Herrenhäusern komfortable Unterkunftsmöglichkeiten.
Ein touristischer Höhepunkt ist das Bergdorf Makrinitsa. Man sagt auch, es sei der Balkon von Volos, weil man von hier einen schönen Panoramablick auf Volos hat.
Aber auch andere Dörfer wie z.B. Zagora und Milies sind sehenswerte Ziele. Milies erreicht man von Volos ( Kato Lechonia) mit der Pilion-Bahn, die jedoch nur in der Sommersaison verkehrt.
Von Frühjahr bis zum Herbst ist der Pilion ein beliebtes Wandergebiet. Wintersportmöglichkeiten bietet das Skigebiet bei Chania.
Heimatmuseen, alte Kapellen, ein Spaziergang durch jahrhundertealte gepflasterten Gassen und der entspannte Tagesausklang unter alten Platanen im Dorfzentrum runden das Urlaubserlebnis ab.

Eine Checkliste für den Griechenland-Urlaub

Tempel Erechtheion auf der AkropolisAuf Grund seiner Lage am Mittelmeer, zahlreicher Inseln und Strände, interessanter Gebirgsformationen, seiner reichen Flora und Fauna und natürlich seiner jahrtausendealten Geschichte und den noch vorhandenen Relikten der Antike, bietet Griechenland für jeden Touristen einmalige Reiseziele. Klöster, Höhlen, Seen, urige Bergdörfer – es gibt viel zu entdecken!
Eine flexible Urlaubsgestaltung mit einer gut durchdachten und vorbereiteten Reise bietet beste Voraussetzungen für abwechslungsreiche und interessante Urlaubstage.
Am Besten ist man beraten, sich zur Planung der Urlaubstage eine Checkliste anzulegen.
An einigen Beispielen soll das verdeutlicht werden.
Reisezeit und Reiseziel sind die bestimmenden Faktoren.
Man sollte sich auch erkundigen, ob in der beabsichtigten Zeit eventuell griechische Feiertage mit ihrem Brauchtum liegen.
In diesem Jahr fällt z. B. unser Osterfest mit dem orthdoxen griechischen Osterfest zusammen. Und so ist es besonders günstig, im April in Griechenland zum Einen eine erblühende Landschaft zu erleben und zum Anderen gleichzeitig am griechischen Osterfest vom 18.4. bis 21.4. 2014 teilzunehmen. Um diese Jahreszeit bieten sich Ziele in den Gebirgsregionen an. Das Bergdorf Arachova in Böotien ist bekannt für seine gastfreundliche Einbeziehung von Touristen in die Osterzeremonie.
Griechenland ist jedoch auch zu jeder anderen Jahreszeit eine Reise wert. Auf Grund der trockenen und heißen Sommermonate bleibt diese Zeit den Badelustigen vorbehalten. Hunderte von Inseln und eine Küstenlänge von mehr als 13000 Kilometern bieten die besten Voraussetzungen. Auch für die Wintersportler kann Griechenland mit über zwanzig Skigebieten ein interessantes Reiseziel sein.
Reisezeit und Reiseziel wollen also gut ausgesucht sein.
Hat man sich auf das Reiseziel festgelegt, ist es auch kein Problem, eine geeignete Unterkunft zu finden – von der gemütlichen Ferienwohnung bis zum Luxushotel ist alles verfügbar. Ein kleiner Tipp – in den Gebirgsregionen, z. B. auf dem Peloponnes oder im Pilion-Gebirge gibt es wunderschöne alte Herrenhäuser, sog. Archontiko, die als kleine Hotels eingerichtet wurden.
Sollte man mehrere Orte besuchen wollen, empfiehlt sich die Buchung eines Mietwagens bereits vor Abreise. Es gibt zwar ein inländisches Busnetz, die Gebirgsregionen sind aber günstiger und flexibler mit dem Pkw zu erreichen.
Die ärztliche Versorgung ist in Griechenland auf dem Festland aber auch den Inseln grundsätzlich gewährleistet. Eine Auslandskrankenversicherung sollte trotzdem vorhanden sein und im Rahmen des Urlaubschecks auf ihre Gültigkeit überprüft werden.
Und noch ein Hinweis – vor Reiseantritt sollte man sich auf der Homepage des Auswärtigen Amtes der BRD zu Reise- und Sicherheitsinformationen erkundigen und auch informieren, wo sich im Land konsularische Vertretungen der BRD befinden.
Natürlich können das nur einige Schwerpunkte des Urlaubschecks sein, mehr Details finden Sie auf der o. e. Checkliste.

Geotourismus in Griechenland

In verschiedenen Blogartikeln wurde schon darauf hingewiesen, dass Griechenland bestrebt ist, den Tourismus durch den Ausbau spezieller alternativer Tourismusarten auf einen Ganzjahrestourismus auszuweiten.
Die Formen sind vielfältig – Religionstourismus, Tauchtourismus etc. und nunmehr auch den Geotourismus. Das Land ist prädestiniert für diese Tourismusform.
Im Kern zielt der Geotourismus darauf, eine unberührte Natur zu erkunden. Naturschutzgebiete, Schluchten, Höhlen (s. eBook Faszination Griechenland) sind in großer Zahl vorhanden.
Die Griechische Nationale Tourismusorganisation (GNTO) empfiehlt folgende interessante Geoparks in Griechenland:
Lesbos
der versteinerte Wald auf der Mittelmeerinsel
vor etwa 15-20 Millionen Jahren wurde der Wald durch vulkanische Aktivitäten versteinert, er befindet sich im Gebiet Sigri-Eressos-Antissa
Kreta
Mt. Psiloreitis Natural Park – Schluchten, Höhlen und interessante Wanderwege erwcken den Eindruck eines natürlichen historischen Museums
Peloponnes
Mt. Chelmos – Vouraikos National Park
es ist mit 2355 m der dritthöchste Berg des Peloponnes
Epirus
Vikos-Aoos Nationalpark nördlich von Ioannina
man sagt, dass dies der ort der eindrucksvollsten geologischen Formationen Griechenlands sei
Laconia
versteinerter Palmenwald von Kavomalias vor zwei bis drei Millionen Jahren herrschte hier subtropisches Klima, der Meersespiegel stieg an
Detailliertere Auskünfte zu den Geoparks erteilt die Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Frankfurt/Main.

Einige Aspekte zum griechischen Tourismus 2014

Gegenwärtig findet in Berlin die ITB 2014 statt. Es ist die weltgrößte Messe auf dem Gebiet des Tourismus. Unter den zahlreichen Teilnehmern ist auch Griechenland.
Der Präsident der griechischen Touristikunternehmen SETE, Herr Andreas Andreadis, machte in seiner Erklärung deutlich, dass sich die griechische Tourismusbranche auf dem weiteren Weg der Stabilisierung befindet. Die Branche ist bestrebt, durch höhere Standards und bessere Qualität den Tourismus nachhaltig zu fördern. Damit werden die 2013 erzielten Einnahmen aus dem Tourismus in Höhe von etwa 11,6 Milliarden Euro weiter gesteigert.
Er schätzte ein, dass 2014 bis zu 2,7 Millionen Touristen aus Deutschland erwartet werden. Zahlreiche Einzelmassnahmen wurden festgelegt,
So z. B. sind die wichtigsten Museen und archäologischen Stätten vom April bis 31. Oktober 2014 von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Modernisierungsmassnahmen touristischer Anlagen werden vorgenommen – ab 1. April wird das in dem mehr als 2000 m hohen Gebirgsmassiv des Parnass gelegene Ski-Center umfangreich modernisiert und ausgebaut. Fast 30 Millionen Euro sollen bis zur Fertigstellung im November 2014 investiert werden. Auch die großen Reiseveranstalter wie TUI haben das im griechischen Markt schlummernde Potential erkannt. Ein Treffen mit der grichischem
Tourismusministerin Frau Olga Kefalogianni in Berlin im Rahmen der Tourismusmesse ITB bestätigte den beabsichtigten Ausbau der Zusammenarbeit.
Interessant ist auch das Angebot von Ryan-Air, im April und Mai 2014 mehrmalige Flüge pro Woche ab Athen nach Rhodos, Chania/Kreta und Thessaloniki zu einem absoluten Billigpreis von 15 Euro für den Einwegflug anzubieten.

Ökotourismus im griechischen Frühling

Frühling auf dem Peloponnes

Schon seit längerem ist Griechenland bemüht, einen Jahrestourismus zu entwickeln. Es entstand das Konzept des Thementourismus – Religionstourismus, Wandertourismus, Tauchtourismus und eben auch Ökotourismus. 80 % der Landschaft sind bergig mit Schluchten, Höhlen Seen, es gibt tausende Inseln, 16000 Km Küstenlänge, 6000 Pflanzenarten, zahlreiche geschützte Tierarten – eine seltene geomorphologische Einzigartigkeit in Europa.
Sowohl klimatisch als auch von den natürlichen Gegebenheiten her, sind also alle Voraussetzungen auch für einen Ökotourismus vorhanden. Gerade in der Frühjahrszeit sind die Bedingungen für einen erlebnisreichen Aufenthalt in der erwachenden Natur einmalig.
Aus der Vielzahl der möglichen Aktivitäten sollen vier interessante Ziele dargestellt werden.

Feuchtgebiete

Die bedeutendsten Feuchtgebiete sind durch die Ramsar-Konvention von 1971 geschützt. Hier kann man seltene Fische und Vögel in ihrem natürlichen Umfeld beobachten.
So z. B. an diesen Orten
- Delte des Flusses Axios, Regionalbezirk Thessaloniki
- Kerkini See, drittgrößter Stausee Griechenlands, Zentralmakedonien
- Kleiner Prespa-See, Florina

Naturschutzgebiete

Insgesamt sind 15 Naturschutzgebiete erfasst, so hier:
- Wald von Kafalanthiro, Iraklion, Kreta
- Olivenbäume von Nafplion
- versteinerter Wald auf der Insel Lesbos
- Zedernwald in Kyrunia, Peloponnes Ostküste

Vogelbeobachtungsgebiete

450 Vogelarten gibt es in Griechenland, so u. a. in
- Evros-Delta, bei Alexandropoulis
- Kerkini See, Zentralmakedonien
- Wald von Kaisariani, Athen

Schmetterlinge

in Griechenland wurden 236 Schmetterlingsarten gezählt, viele davon gibt es nur hier. Interessant sind diese Gebiete
- Samothraki, Ägäis
- Mount Psiloritis, Kreta

Ergänzt werden sollte, dass es bereits seit der Antike zwischen der griechischen Natur, ihrer Pflanzenwelt und den Menschen eine enge Beziehung gab. Man wusste schon damals die Kraft der Natur zu schätzen und sie zum Wohle der Menschen zu nutzen. Das berühmteste Beispiel ist die von Hippokrates, dem größten Arzt der Antike, entwickelte Heilkunde.

Griechische Inseln – abseits vom Massentourismus (III/III)

Die großen Reiseveranstalter rechnen damit, dass sich die positive Entwicklung des Tourismus in Griechenland auch im Jahr 2014 fortsetzt. Sie haben dabei allerdings solche Inseln in ihre Einschätzungen einbezogen wie Rhodos, Korfu, Santorini oder auch Kos. Man kann aber sicher davon ausgehen, dass auch der Individualtourismus gute Zuwachsraten erzielen wird. Gerade die griechische Inselwelt bietet dafür beste Voraussetzungen. In den beiden vorherigen Blogartikeln wurden ja bereits drei Inseln vorgestellt, die sich bestens für den individuellen Tourismus eignen. Auch die beiden folgenden Inseln gehören zu den Inseln, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben.

Koufonisi

Koufonisi ist gleichzeitig auch der Name des Hauptortes. Es ist eine kleine Kykladeninsel, die nur etwa 4 Km südöstlich von Naxos liegt und zur Inselgruppe der Ostkykladen gehört. Neben Fährverbindungen von Piräus verbindet eine Fährlinie auch beide Inseln. Die Inselfläche beträgt etwa 6 Km², und auf ihr leben ca. 400 Menschen. Es ist eine Fischerinsel, auf der sich langsam auch der Tourismus entwickelt. Hier werden von den Fischern die Kaíkia zum Fischfang eingesetzt. Auf Samos gibt es noch Bootswerften, die diese traditionellen und seegängigen Holzboote bauen. Interessant für den Touristen ist auch eines der größten Gräberfelder der Kykladenkultur bei Agrilia.

Tilos

Mit einer Fläche von 65 Km² und knapp 800 Einwohnern ist die Dodekanes-Insel flächenmäßig zwar größer, aber dünner besiedelt als Koufonisi. Jedoch wie diese ein Refugium für Abgeschiedenheit und Ruhe suchende Touristen. Die Inselbewohner leben von Ackerbau und Viehzucht. Tilos liegt vor der türkischen Küste und ist mit Fähren von Piräus aus zu erreichen. Auf Grund der Entfernung beträgt die Fahrzeit allerdings fast 16 Stunden bis zum Hafen Livadia. Obwohl in Livadia fast zwei Drittel der Bevölkerung leben, ist Hauptort und Sitz der Inselverwaltung Megalo Chorio. Wie bei fast allen bewohnten griechischen Inseln lässt sich die Geschichte auch in Tilos bis in die Antike zurückverfolgen. Zeugnisse sind die Reste der Johanniter-Festung, Zisternen und der antike Friedhof. Neben diesen Besichtigungsmöglichkeiten bieten sich Frühjahr und Herbst für interessante Wanderungen an.

Griechische Inseln – abseits vom Massentourismus (II/III)

Windmühlen auf der Insel Mykonos

Die kleineren und unbekannteren Inseln Griechenlands, die jedoch oftmals wahre Juwelen sind, findet man nicht in den Katalogen der großen Reiseveranstalter. Sie sind deshalb auch das Ziel der Individualtouristen. Mehrmals werden aber auch diese Inseln wöchentlich in der Saison von Fährschiffen von Athen/Piräus oder Rafina, einer kleinen Stadt an der Ostküste der Halbinsel Attika, angelaufen. Teilweise gibt es sogar Flugplätze, die von Olympic Air angeflogen werden, so wie die nachfolgend dargestellten Inseln:

Astypálea

Es ist eine kleine Insel von etwa 110 Km² Fläche und ca. 1400 Einwohnern ( 2011). Sie ist die westlichste Insel der Dodekanes und von Amorgos (s. Blogartikel vom 12. Februar 2014 Griechische Inseln – abseits vom Massentourismus) nur 44 Km entfernt. Leider gibt es zwischen den beiden Inseln keine Fährschiffverbindungen. Die Insel ist bergig, höchste Erhebung ist der Berg Vardia mit 482 m. Oberhalb des Ortes Astypalea mit seinen weißen Kubushäusern liegt ein venezianisches Kastell, dessen Ruinen besichtigt werden können. Zu besichtigen ist auch die Kirche „Maria Himmelspförtnerin“. Wie auch in Mykonos findet man hier die typischen Windmühlen. Aber die wenigen Urlauber, die hierherkommen, zieht es an die schönen Strände von Kaminakia und Vatses. Kleine Boote an diese Strände legen in Pera Yalos und Maltezana ab. In Pera Yalos, dem alten Hafen, befindet sich auch ein moderner Yachthafen.

Ikaria

Mit 255 Km² und mehr als 8000 Einwohner ist die in der nördlichen Ägäis vor der türkischen Küste liegende Insel größer und bevölkerter als die Insel Astypalea. Wie Astypálea ist Ikaria per Fährschiff und Flugzeug erreichbar. Die Besiedelung der Insel ist bis ins 8. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar. Der Sage nach soll Ikarus bei seiner Flucht von Kreta hier ins Meer gestürzt sein. Ein Wermutstropfen in der reichen Geschichte der Insel ist die Tatsache, dass Ikaria 1947 Verbannungsort war (wie übrigens auch die Ägäis-Insel Gyáros, s. eBook „Faszination Griechenland). Die Insel wird wegen ihrer abwechslungsreichen Natur und der Ursprünglichkeit ihrer Landschaft geschätzt – ein von West nach Ost verlaufender 1000 m hoher Gebirgszug, grüne Täler und schöne Strände und eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 19° C. Für die Touristen interessant sind die bis zu 60° C heißen Thermalquellen, die Fischerdörfer Armenistis und Gialiskari und die dazwischenliegenden Sandstrände. Die Fundamente eines Tempels sowie ein Kloster im Inselinneren können besichtigt werden.

Griechische Inseln – abseits vom Massentourismus (I/III)

Griechenland ist bekannt für seine abwechslungsreiche und vielfältige Inselwelt- mehr als 2500 Inseln, nur ein Bruchteil davon, nämlich etwa 115 Inseln, sind bewohnt (s. eBook Faszination Griechenland). Diese Vielfalt bietet ideale Voraussetzungen für Tourismusformen aller Art.
Zig-tausende Urlauber besuchen jährlich Inseln wie z.B. Rhodos, Kos, Korfu, Kreta, Santorini, um nur einige zu nennen. Das sind Inseln, die einerseits den Urlaubern jeglichen Komfort und mannigfache Urlaubsmöglichkeiten bis hin zu einem ausgedehnten Nachtleben bieten, andererseits aber als Konsequenz nicht das normale griechische Leben widerspiegeln. Wer aber das wirkliche Leben abseits großer Hotels und lärmenden Nachtlebens entdecken will, muss sich etwas näher mit der griechischen Inselwelt befassen. Oftmals sind es die kleinen und unbekannten Inseln, die einen eigenen Charme besitzen und ideale Voraussetzungen für einen erholsamen und dennoch interessanten Urlaub bieten. Fünf dieser kleinen Juwele sollen hier vorgestellt werden.

Amorgós

Nur etwa 2000 Einwohner leben auf dieser östlichsten kleinen Kykladeninsel mit weißgetünchten Häusern und engen Gassen. Es ist keine Insel, die man mit dem Auto besucht. Straßen findet man wenige, dafür aber Eselspfade. Die Insel liegt zwischen Naxos und Ios. Man kann sie also ohne weiteres in einen Inselhopping-Urlaub mit einplanen.
Fährverbindungen gibt es aber auch von Piräus und an bestimmten Wochentagen von Rafina.
Kleine Buchten mit Stränden und Bademöglichkeiten findet man im Westen der Insel. Welche Freizeitaktivitäten bieten sich neben Schwimmen und Sonnen an – Wandern, Tauchen zum Wrack eines vor der 35 Km entfernten Insel Kinaros 1981 gesunkenen Frachtschiffs und der Besuch des Felsenklosters Panagia Chozoviotissa. Die Insel ist teilweise bewaldet und bekannt für die große Zahl wildwachsender Kräuter, wie z. B. dem auch bei uns bekannten griechischen Oregano.
Vom 10. – 15. April 2014 findet auf Amorgos der 12. Internationale Kongress für nachhaltigen Tourismus und Schutz des Kulturellen Erbes statt (Yperia). Zusammen mit diesem Kongress läuft das 5. Internationale Kurzfilmfestival.

Eine Hochzeitsreise nach Korfu

Insel Korfu
Wie kann man perfekter in eine glückliche Ehe starten als mit einer gut vorbereiteten und interessanten Hochzeitsreise? Und wohin sollte die Reise gehen? Griechenland bietet für diese schönen Urlaubswochen viele Ziele. Ein attraktives Reiseziel für die Flitterwochen ist die Insel Korfu im Ionischen Meer.
Korfu ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert – die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei etwas über 20° C. Verglichen mit vielen anderen griechischen Inseln, wie z. B. Mykonos oder Hydra, ist Korfu eine „grüne“ Insel. Mehr als 4 Millionen Olivenbäume sowie Eichen und Zypressen charakterisieren die Vegetation. Der Hauptort der Insel ist die Stadt Korfu.
Die wechselvolle Geschichte Korfus kann bis 1200 v. Chr. zurückverfolgt werden, wie Keramikfunde bewiesen haben. 400 Jahre Besetzung durch Venedig haben ihre Spuren hinterlassen, die noch heute sichtbar sind, besonders in dem mittelalterlichen Stadtzentrum. Enge Gassen mit hohen Häusern sind charakteristisch. Aber auch Beispiele englischer Architektur findet man in Korfu, so den 1816 von den Engländern als Residenz der britischen Gouverneure erbauten ehemaligen Königspalast an der Esplanade, davor das Denkmal für Reichsgraf Matthias von der Schulenburg. Es fällt auf, dass noch viele mittelalterliche Gebäude erhalten sind. Das liegt daran, dass im Gegenteil zu manchen anderen Inseln Korfu nicht durch Erdbeben wie z. B. in Kreta oder Santorini verwüstet wurde.
Die Stadt Korfu hat viele Sehenswürdigkeiten aufzuweisen. So z. B. die 1589 erbaute Kirche Agios Spyridon mit den Reliquien des heiligen Spyridon, dem Schutzpatron der Insel. Viermal im Jahr werden die Reliquien in feierlicher Prozession durch die Stadt getragen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die im 16. Jahrhundert von den Venezianern erbaute Alte Festung. Sie liegt – wie der ehemalige Königspalast – an der Esplanade, einem der größten Plätze Korfus. Heute beherbergt der Komplex das Museum für asiatische Kunst.
Aber nicht nur die Stadt ist interessant.
Auf Tagesausflügen sollte man sich unbedingt das Achilleion ansehen.
Das Achilleion, 7 Km von Korfu-Stadt entfernt, war das Sommerschloß der österreichischen Kaiserin Elisabeth, genannt Sissi. Sie war die berühmteste Bewohnerin der Insel Corfu. Die Kaiserin nannte das Schloß “Achillion”, nach Achilles, dem unverwundbaren Helden der Griechen. Eine ehemalige venezianische Villa ließ sie von 1889 bis 1891 in ein Schloß umbauen.
Fährt man 24 Km der Westküste entlang, kommt man nach Paleokastritsa, einer Landschaft, die viele als die schönste von Korfu ansehen. Mehrere Buchten laden zum Baden ein. Aber auch in Glifada und Agios Stefanos findet man herrliche Strände.
Für Wanderfreudige ist die Wanderung zum Bergdorf Lakones zu empfehlen.
Zu erreichen ist Korfu per Flugzeug von nationalen und vielen internationalen Flughäfen aus oder aber auch – wer mit dem eigenen Fahrzeug anreisen will – mit dem Fährschif von den italienischen Häfen Ancona und Venedig aus.
Unterkunftsmöglichkeiten gibt es auf der Insel in allen Hotelkategorien und natürlich auch Ferienwohnungen.
Eine Hochzeitsreise nach Korfu ist Garant für interessante und abwechslungsreiche Flitterwochen!

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Kategorie: Reisen Griechenland