Das Tempi Tal in Thessalien

Wenn man von Athen in Richtung Norden auf der Autobahn A 1 unterwegs ist, führt der Weg durch das Tempi-Tal.
Auch die Eisenbahnlinie Athen – Thessaloniki führt durch dieses Tal.

Es ist ein etwa 8 Km langes tiefeingeschnittenes Tal im nordwestlichen Teil des Ossa Gebirgskomplexes Höhlenkirche Agia Paraskevi, Tempi-Talund eine sehr reizvolle und immergrüne Strecke.

Das Tal wird vom Fluß Pinios durchzogen. Der Pinios ist mit 217 Km der zweitlängste Fluß Griechenlands.

Beim Befahren ist aber besondere Vorsicht geboten. Zum Einen da es im Tal je Fahrtrichtung nur eine Spur gibt und zum Anderen da sehr hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen ist.

Auf Grund der geologischen Situation war das Tal seit jeher von wichtiger strategischer Bedeutung. Sowohl im antiken Griechenland als auch im zweiten Weltkrieg fanden hier Kämpfe statt.
Es gibt nur eine Stelle, wo sich ein Parkplatz befindet.
Von diesem Parkplatz erreicht man über eine Hängebrücke die Höhlenkirche Agia Paraskevi.

Ein Stopp an dieser reizvollen Stelle des Tempi-Tals lohnt sich auf jeden Fall!

Die Strände Athens

Endstelle in Voula
Athen ist nach drei Seiten von Gebirgszügen umgeben, und auf der vierten Seite öffnet sich die Ebene zum Saronischen Golf (s. auch eBook „Faszination Griechenland“).

Natürlich hat man von Piräus aus viele Möglichkeiten mit schnellen Booten nahegelegene Inseln zu erreichen, so z. B. Ägina, Salamis oder auch Hydra.

Aber auch Athen selbst hat naheliegende Badestrände – in dem noblen Vorort Glyfada, in Voula, Vouliagmeni und Lagonissi.

Sauberes klares Wasser und Auszeichnungen mit der Blauen Flagge sind kennzeichnend für diese Strände.

Die Strände reihen sich bis zum Kap Sunion aneinander.

Es ist eine sehr interessante Fahrt entlang der Küstenstraße bis zum Kap Sunion (Marmortempel des Meeresgottes Poseidon mit einem aufsehenerregenden Sonnenuntergang!) mit spektakulären Ausblicken auf das blaue Wasser des Saronischen Golfs (etwa 70 Km).

Wer sich jedoch mit einer Fahrt bis zum Strand des Vorortes Voula begnügt, dem sei auf jeden Fall die Benutzung der modernen Straßenbahn angeraten.
Die Fahrt beginnt im Zentrum Athens, führt an der Küste entlang durch zahlreiche Vororte und endet direkt am Strandbad von Voula.

Fahrtdauer etwa eine Stunde.

So sind auch die Strände von Athen interessante und erholsame Ausflugsorte!

Erste Gourmet Oliven – Ausstellung

Peloponnes, Olivenbaum

Peloponnes, Olivenbaum


Griechenland ist in Europa einer der Hauptproduzenten von Olivenöl.
Und so gehören die Oliven und das aus ihnen gewonnene Olivenöl untrennbar zum griechischen Leben und zur griechischen Küche.

Schon in der Antike spielte der Olivenbaum oder auch Ölbaum, eine wichtige Rolle.

Er galt als Symbol der Weisheit und des Friedens (s. auch Blogartikel „Die Zeit der Olivenernte in Griechenland“ vom 13. Dezember 2014).

Der Olivenbaum ist ein verzweigtes knorriges Gewächs und kann mehrere hundert Jahre alt werden.

Die bekanntesten griechischen Oliven sind die Kalamata-Oliven. Sie wachsen auf dem Peloponnes in einer Höhe von etwa 500 m.
Sie sind doppelt so groß wie die anderen Olivensorten, können aber natürlich nicht direkt vom Baum gepflückt und gegessen werden.
Dazu ist erst noch ein Entbitterungsprozeß erforderlich.

Bis die Oliven die gesamte Bearbeitungsprozedur hinter sich haben und dann verzehrt werden können, vergehen etwa 10 Monate.

In diesem Jahr findet nun erstmalig in Thessaloniki die „Gourmet Olive Exhibition & Delicacies“ statt.
Vom 20.5. – 22.5.2016 öffnen sich die Türen im Kulturzentrum
Lab’Attoir.
Teilnehmer aus 17 Ländern sind gelistet.

Zahlreiche Gourmetprodukte und Rezepte werden präsentiert, begleitet von diversen Veranstaltungen.

So widerspiegelt die „Erste Gourmet Oliven – Ausstellung“ einen wichtigen Faktor der griechischen Wirtschaft.

Die Ermou Straße in Athen

Kapnikarea Kirche, Athen
Eine der geschäftigsten und wohl auch teuersten Einkaufsstraßen im Zentrum Athens ist die
Ermou Straße (s. auch Blogartikel „Szeneviertel Athens“ vom 7. Juli 2014).

Über etwa einen Kilometer Länge durchzieht sie das Stadtzentrum in Richtung Ost – West vom Syntagma-Platz bis zum Keramikos-Museum, welches sich auf einem der bedeutendsten antiken Friedhöfe Athens befindet.

Nur wenige Meter weiter findet man den Stadtteil Gazi, ein angesagtes Szeneviertel.

Die Ermou ist eine den Fußgängern vorbehaltene Straße. Deshalb läßt es sich hier besonders gut bummeln.

Man findet zahlreiche große und kleine Geschäfte mit einem breiten Angebotssortiment – Schmuck, Pelze, Stoffe, Schreibwaren, Geschenkartikel, Mode uvm.

Straßenkünstler beleben das Bild.

Für Touristen ist die Ermou Straße besonders auch wegen ihrer Lage interessant.
Geht man die Ermou in westlicher Richtung trifft man in der Straßenmitte auf die Kapnikarea-Kirche, inmitten der Wohnhäuser ein ungewöhnlicher Anblick.
Auf Grund ihrer geschichtlichen Bedeutung – sie wurde im 11.Jahrhundert auf den Fundamenten eines alten Tempels errichtet – wurde sie beim Bau der Ermou nicht abgerissen. Die Straße wurde um die Kirche herumgebaut.

Von der Ermou aus sind viele Sehenswürdigkeiten zu erreichen, z.B. die Szeneviertel Psirri und Thissio und natürlich die Altstadt Athens, die Plaka.
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Der Kanal von Korinth

Kanal von Korinth, Dia von 1973
In verschiedenen Blogartikeln wurde schon mehrfach über die Halbinsel Peloponnes geschrieben ( z.B. im Blogartikel vom 16. Februar 2015 „Kalamata – Ausgangspunkt für die Erkundung des Peloponnes“).

Wieso aber wurde diese im Süden Griechenlands gelegene Landschaft eine Halbinsel?

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verband eine schmale Landzunge, die von beiden Seiten von Wasser umspült wurde, den Peloponnes mit dem griechischen Festland.

Für den Warentransport natürlich ein Problem.

Denn die per Schiff transportierten Waren mußten samt Schiff auf Karren über die schmale Landenge gezogen werden.

Deshalb hatte man sich entschieden, diese Landenge zu durchbrechen und damit einen schiffbaren Weg herzustellen.
Von 1881 bis 1893 wurde ein über 6 Km langer Kanal gegraben.

Damit wurde der Saronische Golf mit dem Golf von Korinth verbunden.
Für größere Schiffe ist der Kanal auf Grund seiner Wasserbreite von nur 21 m nicht passierbar.

Am häufigsten wird er benutzt von Fähren und Yachten.

An verschiedenen Stellen spannen sich Brücken über den Kanal.

Den Kanal überquerend erreicht man dann auch Korinth und das sehenswerte Altkorinth.
Von Athen aus über die Autobahn A 8 (etwa 82 Km) oder mit dem Schmalspurzug der griechischen Eisenbahn.

Olympiastadion Athen

Olympiakomplex Athen

Am 6. April 1896 wurden im Panathinaiko-Stadion von Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit eröffnet.

Aber dieses Stadion war nicht das erste olympische Stadion.

Das erste Stadion wurde 330 v.Chr. am Ardittos-Hügel in Athen gebaut.

Es war zunächst nur eine einfache Laufbahn ohne Sitzreihen für die Zuschauer. Zwischen 139 und 144 n. Chr. ließ dann Herodes Atticus ein neues Stadion bauen. Der weiße Marmor für die Sitzreihen wurde aus dem nahegelegenen Berg Penteli gebrochen.
50000 Zuschauer fanden Platz.

Jahrhunderte wurde das Stadion nicht genutzt, die Natur überwucherte es.

Erst 1870 begann Ernst Ziller das Stadion wieder freizulegen.
Es wurde vermessen und für die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 hergerichtet, die hier auf Vorschlag des Franzosen Pierre de Coubertin durchgeführt wurden.

Heute ist dieses Stadion als Sportstätte nicht mehr in Betrieb – aber hier findet nach wie vor die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele statt, egal, in welchem Land die eigentlichen Spiele dann durchgeführt werden (s. Blogartikel „Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Athen“ vom 28. Januar 2016 sowie eBook „Faszination Griechenland“).

Eine Bewerbung Griechenlands um die Durchführung olympischer Spiele konnte jedoch nur Erfolg haben, wenn geeignete moderne Sportstätten zur Verfügung stehen.
Also wurde ein neuer Sportkomplex gebaut, benannt nach dem ersten Marathonsieger der Olympischen Spiele – Spyridon Louis.
Er wurde 1982 eröffnet und von 2002 bis 2004 umfassend renoviert.

Hier fanden dann die Olympischen Spiele 2004 statt.
Mit fast 70000 Zuschauerplätzen, ist es eines der größten Stadien der Welt.

Das Stadion liegt etwa 9 Km nördlich des Stadtzentrums im Vorort Marousi und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Insgesamt gibt es 5 verschiedene Wettkampfstätten.

Obwohl die Anlage heute noch genutzt wird für Fußballspiele, Leichtathletikveranstaltungen und Konzerte, ist der Verfall nicht mehr zu übersehen.

Ferientage auf der Insel Euböa

Fähre Erithrea - Oropos
Wenn man von Athen auf der E 75 Richtung Norden fährt, erreicht man nach etwas mehr als 110 Km die Insel Euböa.
Sie ist mit einer Fläche von 3700 Km² nach Kreta die zweitgrößte griechische Insel und wird durch den Golf von Euböa vom griechischen Festland getrennt.
Von Oropos kann man mit einer Fähre nach Erithrea übersetzen oder aber über zwei Straßenbrücken auf die Insel fahren.
Eine dieser Brücken überspannt mit nur 40 m Breite die schmalste Meerenge der Welt.
Es ist interessant, an dieser Stelle die starke Strömung der Gezeiten zu beobachten.
Aber auch ab Rafina, einer kleinen Hafenstadt an der Ostküste der Halbinsel Attika, ist die Insel per Fährschiff zu erreichen.
Die Insel wird in ihrer gesamten Länge von einer Bergkette durchzogen, mit 1745 m ist der Dirphys die höchste Erhebung.
Euböa bietet vielfältige Möglichkeiten, interessante Urlaubstage zu verbringen – Wandern, Bergsteigen, Tauchen, Mountenbiking, Schwimmen etc.
Aber auch Ausflüge zu Zielen, wie z. B. das alte Bergdorf Stropones, die Wasserfälle in Drymona, die Arapi-Schlucht, der Wallfahrtsort Prokopi oder der Kurort Loutra Aidipsos ( s. Blogartikel
„Griechenland und der medizinische Tourismus“ vom 21. Oktober 2012) um nur einige zu nennen.
Der Massentourismus hat Euböa noch nicht erfasst.
Die Insel ist deshalb für die Urlauber interessant, die am ursprünglichen griechischen Leben teilhaben wollen.

Ein Ausflug nach Daphni

Neben den vielen Sehenswürdigkeiten, die Athen selbst bietet, locken auch zahlreiche interessante Ausflugsziele.

So auch drei Klosteranlagen (s. eBook „Faszination Griechenland“).

Eines davon ist das Kloster Daphni.

Nur etwa 10 Km vom Zentrum Athens entfernt, liegt es an der Straße nach Korinth, der ehemaligen antiken „Heiligen Straße“, die damals zum Demeter-Heiligtum nach Eleusis führte.
Heute ist es ein Vorort von Athen unter dem Namen Elefsina.

Die Klosteranlage wurde im 6. Jahrhundert auf den Ruinen des Tempels des Apollon Daphnephoros errichtet.
Die jetzige Anlage wurde 1080 gebaut.

In der wechselvollen Geschichte der Klosteranlage wurde manches vernichtet, so z.B. der ursprüngliche Fussbodenbelag und die marmornen Wandtäfelungen.
Im 11. Jahrhundert wurde eine bis heute erhaltene Kirche errichtet.
Neben dieser Kirche kann man noch Kreuzgang, Mönchszellen, Sarkophage und zum Teil antike Funde der „Heiligen Straße“ sehen.

Besichtigt man das Kloster im Herbst, kann man dies mit einem Besuch des berühmten Weinfestes von Daphni verbinden.
Wein aus allen bekannten Weinanbaugebieten Griechenlands wird angeboten, umrahmt von folkloristischen Darbietungen.
1990 wurde das Kloster auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

Sommerfestivals in Griechenland

Museum in Dion
Griechenland ist bekannt für seine noch aus der Antike herrührenden architektonischen Schätze – Ausgrabungen von Tempeln, ehemaligen Herrschersitzen, olympischen Sportstätten und eben auch Theatern.
„Das antike Theater von Megalopolis“In verschiedenen Blogartikeln wurden einige der antiken Theater vorgestellt, so z. B. der Artikel vom 20. August 2015 „Das antike Theater von Megalopolis“.
Es ist ein besonderes Ereignis, in einer warmen Sommernacht eine Theateraufführung oder ein Konzert zu erleben.
  
In der Regel finden die Festivals in den Monaten Juni bis August statt.

Die bekanntesten Sommerfestivals sind:

Athens and Epidaurus Festival
im Herodes Atticus Theater Athen, bzw. in dem antiken Theater von Epidaurus

Olympos Festival
in Dion, Zentralmakedonien
die Überbleibsel des griechischen Theaters der Antike werden heute für Aufführungen genutzt. Der Ort wurde im 4. Jahrhundert n. Chr. durch Erdbeben zerstört

Filippoi and Thassos Festival
in den antiken Theatern von Filippoi (Region Kavala/Ostmazedonien) und Thassos (Insel in der nördlichen Ägäis).

Über den Details zu den einzelnen Festivals sollte man sich beim Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr in Frankfurt am Main informieren.

Athen und seine Architektur

Athen, das Hadrianstor, eingeweiht 132
Wenn man einen Gesamtüberblick über die Stadt Athen haben will, sollte man sich auf den Gipfel des Berges Lykabettus begeben – entweder zu Fuß oder mit der durch den Berg verlaufenden Standseilbahn.
Der Lykabettus liegt im Herzen der Stadt und ist 277 m hoch.
Von hier aus betrachtet, ist die Stadt ein riesiges Häusermeer, der Blick reicht bis zum Saronischen Golf.
Im Prinzip kann man die Architektur der Stadt in vier Phasen einteilen:

– Architektur der Antike, z. B. Akropolis, Hadrianstor

– Bauwerke des Mittelalters, Kirche Kapnikarea

– Architektur des Osmanischen Reichs,    Tzisdaraki-Moschee

– Architektur aus der Zeit der Gründung des griechischen Staates, Syntagma-Platz

– Architektur des 20. Jahrhunderts, Flughafen Ellinikon

Details dazu kann man in dem eBook „Faszination Griechenland“ nachlesen.

Wenn man die Stadt vom Lykabettus aus betrachtet, fällt auf, dass keine Hochhäuser zu sehen sind.

Das ist damit begründet, dass die Dominanz der Akropolis nicht durch andere Bauten beeinträchtigt werden sollte.

Mit einer Ausnahme ist das auch so geblieben. Es ist der sogenannte Athens Tower an der Leoforos Mesogion. Das Gebäude ist 103 m hoch und wurde 1971 fertiggestellt.

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Kategorie: Reisen Griechenland