Die Höhlen von Matala

Wohnhöhlen von Matala
Dass die Insel Kreta ein beliebtes und interessantes Reiseziel ist, ist ja allgemein bekannt. Auch jetzt im September bis in den Oktober hinein, liegen sowohl die Luft- als auch Wassertemperatur noch über 20° C. Selbst im Winter ist die Insel eine Reise wert (s. Blogartikel vom 22.11.2011 „Winterreisetipp – die Insel Kreta“). Man kann hier nicht nur die berühmten minoischen Paläste von Knossos und Festos besichtigen, sondern auch die zugegebenermaßen weniger spektakulären Wohnhöhlen von Matala. Es ist trotzdem interessant, sich diese Höhlen einmal anzusehen. An der Südküste Kretas liegt dieses kleine Dorf mit knapp 100 Einwohnern. Nach der griechischen Mythologie soll sich hier auch der olympische Gott Zeus aufgehalten haben. Wie auf dem Foto ersichtlich, wird die Bucht von einem Felsen umgeben. Das Gestein ist sehr weich und so wurden schon vor Jahrtausenden Wohnhöhlen in den Fels gegraben. Später wurden sie auch als Grabstätten genutzt. In den 1960er Jahren entstand in den USA die Jugendbewegung der Hippies. Es war eine Kultur, die sich für den Frieden einsetzte und gegen den damaligen Vietnamkrieg gewandt war. Hier in Matala bildeten die jungen Leute ein Kommune, die für ihren Aufenthalt die Felshöhlen ausgewählt hatte. Auch Bob Dylan und Cat Stevens sollen hier gelebt haben.

Athen und das Symbol der Eule

Schmuckstück mit dem Symbol der Eule
Die Eule ist ein Tier, welches die Menschen seit altersher fasziniert.
Sie ist nachtaktiv und unterscheidet sich in ihrem Äußeren grundsätzlich von anderen Vogelarten – große runde unbewegliche Augen, stark gekrümmter Schnabel, große Ohren. Um die Eule ranken sich viele Aberglauben – einerseits soll sie Unglücksbote, andererseits Glücksbringer sein. Und sie soll besonders klug sein, ein Vogel der Weisheit.
In der Antike war die Eule der griechischen Göttin Athena zugeordnet. Athena war die Göttin der Weisheit, der Kunst, und sie war die Schutzgöttin Athens, daher auch der Name der griechischen Hauptstadt. Die Athener bildeten die Eule auf ihren Münzen ab und gleichzeitig, wie auch auf dem Foto zu sehen, einen Olivenzweig. Denn auch der Olivenbaum war der Göttin Athene gewidmet. Nun war Athen in der Antike eine reiche Stadt, in der auch viele Wissenschaftler lebten. Warum also die Eule – in Form der Münzen – nach Athen tragen, wo es hier bereits Reichtum und Klugheit gab? Daher der Spruch „Eulen nach Athen tragen“?

Das Kloster des Heiligen Dionysios

Kloster des Heiligen Dionysios
Der höchste Berg Griechenlands, der Olymp, ist das Ziel vieler Bergsteiger und Wanderer. Im Blogartikel “Das Tempe-Tal in Thessalien” vom 26.8.2014 wurde die Autobahn A 1 als Hauptverkehrsweg zum Olymp-Massiv erwähnt. Nachdem man das Tempe-Tal durchquert hat, kann man in das Städtchen Litochoro abzweigen. Es ist eine Kleinstadt mit etwas über 7000 Einwohnern. In der Nähe, auf dem Weg zum Olymp, kreuzt der Europäische Fernwanderweg
E 4. Eine asphaltierte Straße führt ab Litochoro durch dichte Wälder zum Fuß des Olymp-Massivs. Am Ende dieser Straße befindet sich ein Parkplatz, ab dem dann der Aufstieg zum Olymp möglich ist. Bevor man diesen Parkplatz jedoch erreicht, bietet es sich an, die Ruinen des Klosters des Heiligen Dionysios zu besichtigen. Wie einer dort angebrachten Gedenktafel zu entnehmen ist, wurde das Kloster 1542 vom Heiligen Dionysios selbst errichtet. Während seiner langen Geschichte wurde das Kloster mehrfach geplündert und beschädigt. So wurde es 1821 von den Türken niedergebrannt. Die schlimmsten Zerstörungen wurden dem Kloster jedoch 1943 durch deutsche Truppen zugefügt. Die dann folgenden 60 Jahre war das Kloster eine Ruine, ein Zustand, der noch heute zu erkennen ist. Nunmehr hat man begonnen, mit ersten Maßnahmen das Kloster wieder zu rekonstruieren. Es wird wohl noch Jahre dauern, bis das Kloster wieder in alter Schönheit zum Leben erstanden ist.

Das Tempe-Tal in Thessalien

Tempe-Tal
Fährt man von Athen über Volos auf der Autobahn A1 in das Olymp-Massiv, wird das Tempe-Tal durchquert. Dieses Tal ist etwa 8 Km lang, beidseitig grün bewaldet und an der schmalsten Stelle nur ca. 40 m breit. Es wird von dem 65 Km langen Fluss Peneios durchflossen. Er mündet im Ionischen Meer.
Von einem Parkplatz auf der A1 erreicht man über eine Hängebrücke die Höhlenkirche Agias Paraskevi. Dieses Tal ist die wichtigste Verbindung von Athen, Thessalien nach Makedonien. Das betrifft sowohl die hier verlaufende Schienenverbindung zwischen Athen und Thessaloniki als auch die Straßenverbindung. Die Straße ist zwar in einwandfreiem Zustand, aber sehr schmal. Der gesamte nach Nordgriechenland führende Fahrzeugverkehr zwängt sich durch die Schlucht. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten.
Landschaftlich ist die Gegend sehr reizvoll. Um dieses Tal, wie übrigens auch um viele andere Orte in Griechenland, ranken sich Mythen um Apollon und Eurydike.
Ein Stopp im Tempe-Tal ist auf jeden Fall zu empfehlen!

City Break – Kavala

Bereits in dem Blogartikel „City Break – Athen“ vom 13. Juli 2013 wurde auf das wachsende Interesse an Städtereisen hingewiesen. Aus besonderem Anlass wird sich in Kürze für geschichtsinteressierte Touristen eine Städtereise nach Kavala/Amfipolis empfehlen.
Kavala ist eine Hafenstadt in Nordgriechenland, Ostmakedonien, mit etwa 70000 Einwohnern. Sie schmiegt sich an den 694 m hohen Mt. Symvolo, einen Gebirgszug, der zu den West-Rhodopen gehört und liegt am Golf von Thasos. Erreichbar ist Kavala per Schiff, Flugzeug und natürlich auch per Auto über die Nationalstraße 2 und die Europastraße 90. Die Geschichte Kavallas geht bis in das 7. Jahrhundert vor Christi zurück. Die Stadt besitzt viele touristische Sehenswürdigkeiten – das alte Türkenviertel, ein Kastell, ein römisches Äquadukt, das Tabakmuseum, den alten Leuchtturm. Ideal für einen City Break ist Kavala neben diesen Sehenswürdigkeiten auch deshalb, weil der Mt. Symvolo interessante Mountain Bike Routen bietet und die langen Sandstrände zwischen Kavala und Amfipolis zum Baden einladen – also sind vielfältige touristische Möglichkeiten vorhanden. Wie eingangs angedeutet, wird es aber in Kürze möglich sein, die touristischen Attraktionen zu erweitern.
Einem gestern in der Leipziger Volkszeitung veröffentlichten Pressebericht ist zu entnehmen, dass Archäologen in der Ortschaft Amfipolis einen außerordentlich bedeutsamen Grabungsfund gemacht haben – es wurde ein mazedonisches Königsgrab entdeckt. Fachleute glauben, dass es sich um eine Grabstätte für Mitglieder der Familie Alexander des Großen handelt. Vielleicht sogar um Alexander den Großen selbst oder um seine Frau Roxane. Die Bedeutsamkeit, die dem Fund zugemessen wird, kann man auch daraus ablesen, dass der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras seinen Unrlaub unterbrochen und der Grabungsstelle einen Besuch abgestattet hat. Die Archäologen wollen zunächst weiter in das Innere des Grabes vordringen und sich erst äußern, wenn endgültige Gewissheit besteht.

Griechenlands versunkene Geheimnisse

Tropfsteinhöhle Pyrgos Dirou
Griechenland ist ein Land voller Kontraste zwischen Antike und Moderne. Vieles ist jedem Besucher offensichtlich – eine interessante Bergwelt, abwechslungsreiche Küstenlandschaft mit zahllosen Inseln, inzwischen wieder freigelegte Schätze der Antike. Aber so manches Geheimnis ist noch immer verborgen und nicht gelüftet, sowohl zu Lande als auch zu Wasser. Viele Ausgrabungen auf dem Land werden weitergeführt und bringen ständig neue Erkenntnisse über die gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und philosophischen Verhältnisse vergangener Jahrhunderte. Aber auch unter Wasser, z. B. in Piräus, werden Forschungen durchgeführt. Die geborgenen Antiquitäten kann man im Museum für Unterwasserantiquitäten in Piräus betrachten ( s. Blogartikel vom 10.Juli 2012). In dem Zusammenhang soll an den bekannten Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau erinnert werden. Er erforschte mit seinem Schiff „Calypso“ die Gewässer um die Insel Santorini im Zusammenhang mit der These, ob es sich bei Santorini um die Überbleibsel des versunkenen Atlantis handeln könnte. Ein schlüssiger Beweis konnte nicht erbracht werden.
Auch viele der über 7500 Höhlen Griechenlands warten noch auf ihre Erforschung. Hierzu wird auf das eBook “Faszination Griechenland” verwiesen. Zu den bekanntesten noch nicht erforschten Höhlen gehört die Höhle Franchthi, die am Argolischen Golf in der Nähe des kleinen Fischerdorfes Kilada liegt. Wie die Zeitung „Die Welt“ in ihrer Ausgabe vom 28.7.2014 berichtete, war diese Höhle 35000 Jahre bewohnt. Morgen, also am 11. August 2014, sollen die Forschungsaufgaben aufgenommen werden. Es wird vermutet, dass damals an dieser Stelle ein Dorf errichtet wurde, welches heute unter Wasser liegt. Es soll eine der ältesten bewohnten Stätten Europas gewesen sein. Die Forschungsarbeiten werden von dem weltgrößten Solarschiff, dem Katamaran „PlanetSolar“ aus durchgeführt.

Gortys – antike Stadt in Arkadien

Asklepieion in Gortys
Es ist immer wieder beeindruckend und in gewisser Weise auch beklemmend, an den ehrwürdigen antiken Stätten menschlicher Vergangenheit zu stehen. Hier in Gortys, einer einmaligen Landschaft in Arkadien auf dem Peloponnes, war dies besonders zu spüren – unberührte stille Natur, die über 2000 m hohe Gebirgslandschaft des Peloponnes, die Lousios-Schlucht, die an und in die Berge gebauten Felsenklöster. Von Dimitsana aus fährt man auf einer schmalen Straße und erreicht am Ende der Schlucht Gortys – nicht zu verwechseln mit Gortyn auf der Insel Kreta. Berühmt wurde Gortys durch das Asklepieion, die nach dem altgriechischen Gott der Heilkunst, Asklepios, benannte Heilstätte. Man findet heute dort neben dem Asklepeion auch noch die recht gut erhaltene Kirche des Heiligen Andreas (s. Blogseite „Fotos“). Den Besuch von Gortys kann man verbinden mit einer Wanderung durch die Lousios-Schlucht. Die Länge der Schlucht beträgt etwa 5 km.

Das Akropolis-Museum in Athen (2/2)

Akropolis-Museum
Obwohl schon ein Artikel zum Akropolis-Museum erschien, ist es mir wert, noch einmal darauf einzugehen.
Athen besitzt zahlreiche interessante Museen, die die Geschichte des Landes darstellen und Fundstücke aus seiner jahrhundertealten Geschichte präsentieren. Einen Überblick bietet das eBook “Faszination Griechenland”. Das markanteste Wahrzeichen Athens ist zweifelsohne die Akropolis. Der Besuch der Akropolis, der antiken Stadtfestung des Landes, ist ein Muß für jeden Touristen. Die baulichen Überreste der Tempelanlagen, wie z. B. Nike- und Parthenontempel kann man direkt auf dem Burgberg besichtigen. Die Grabungsfunde jedoch im neuen Akropolis-Museum. Die Geschichte dieses Museums reicht bis ins Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Die Funde der ersten Ausgrabungen wurden in einem kleinen extra errichteten Gebäude auf dem Gelände der Akropolis ausgestellt. Da jedoch auch dieses bald den Anforderungen nicht mehr entsprach, wurde 1937 ein neues größeres Museum gebaut, ebenfalls im Gelände der Akropolis. Viele Grabungsfunde konnten jedoch auch hier nicht ausgestellt werden und mußten in Magazinen gelagert werden. Der nunmehr notwendige dritte Museumsbau fand auf der Akropolis keinen Platz mehr. Auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne und eines Militärkrankenhauses wurde 2002 mit dem Neubau begonnen, die feierliche Eröffnung erfolgte 2009. Interessant ist schon das Betreten des Museums – man überläuft auf dicken Glasplatten ein Grabungsfeld. Künftig soll es auch für Besucher begehbar sein. Auf drei Etagen und einer Ausstellungsfläche von 25000 m² kann man tausende von Ausstellungsstücken besichtigen.
Ständig finden auch spezielle Veranstaltungen statt. So wird z. B. am Sonntag, 10. August 2014, der August-Vollmond gefeiert mit der „Hellenic Air Force Band“, die klassische Opernmelodien und bekannte griechische Lieder spielt. Das Museum ist aus diesem Anlaß von 8 Uhr bis 24 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Die Herrenhäuser Griechenlands

Herrenhaus in Litochoro, Pilion-Gebirge
Die Stätten menschlichen Lebens in Griechenland bieten den Touristen die unterschiedlichsten architektonischen Merkmale. Inseln wie z. B. Mykonos, sind bekannt für die weißgetünchten kubischen Häuser. In Athen findet man, abgesehen von den Häusern in der Altstadt, der Plaka, viele Bauten im klassizistischen Stil. Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden dann Appartmenthäuser, die noch heute das Stadtbild prägen. In den bergigen Regionen Griechenlands trägt die Architektur wiederum andere Züge. Hier begeistern den Touristen die liebevoll restaurierten steinernen historischen Herrenhäuser, Arxontiko, die im 19. Jahrhunderts errichtet wurden (s.auch eBook Faszination Griechenland).
Im Rahmen der Förderung des Tourismus hatte Griechenland bereits 2011/2012 Förderprogramme aufgelegt, mit denen die Restaurierung der alten Herrenhäuser und deren Umbau in Hotels gefördert wurde. Die so in altem Ambiente entstandenen kleinen Hotels bieten jeden möglichen modernen Komfort. Die Hotels befinden sich entweder in privatem oder staatlichem Besitz und sind beliebte Ziele von Individualtouristen. Durch die Lage der Herrenhäuser in malerischen kleinen Bergdörfern mit engen gepflasterten Gassen, den Kalderimia, kann man den Aufenthalt in diesen Hotels mit interessanten Wanderungen, Kletter- oder Raftingtouren verbinden. Sehr schöne Arxontiko findet man z. B. auf dem Peloponnes in dem Dorf Dimitsana oder auch im Pilion-Gebirge in Litochoro.

Die Berge um Athen

Blick vom Hymettos auf AthenWer einmal auf dem Lykabettus, einem 277 m hohen Berg in Athen gestanden und von dort einen Blick auf die Metropole geworfen hat, sah ein Häusermeer vor sich. Schon beim Anflug auf Athen kann man die kesselartige Lage der Stadt erkennen.
Im Süden öffnet sich die Stadt zum Saronischen Golf, und man kann den Hafen von Piräus sehen.
In nördlicher Richtung ist die Stadt von hohen Gebirgszügen umgeben. Bedingt durch diese Lage erreichen die Temperaturen in der Stadt im Sommer über 40° C. Im Winter hingegen kommt es zu Kaltlufteinbrüchen mit Schneefall. Für die Athener ein besonderes Erlebnis. Die Zufahrt zu den Bergen um Athen wird für die Autofahrer dann so geregelt, dass die Zufahrtsstraßen zu Einbahnstraßen erklärt werden – am Vormittag bergwärts, am Nachmittag talwärts.
Jeder dieser Gebirgszüge ist es wert, einmal besucht zu werden.
Mit 1413 m ist der Parnes mit seinem Skigebiet der höchste Berg.
Der Pendeli hat eine Höhe von 1107 m, er ist bekannt wegen seines weißen Marmors, der auch für den Bau der Akropolis verwendet wurde.
Der Hymettos erreicht eine Höhe von 1027 m. Auf dem Hymettos wird ein bläulich-grauer Marmor abgebaut. Interessant ist dieser Gebirgszug auch wegen seiner zahlreichen Höhlen, so z. B. der Koutouki-Höhle. Sehenswert das Kloster Kaisariani, gelegen an der Nordseite des Gebirges.
Obwohl durch die Feuerbrünste der vergangenen Jahre mancher Hektar Wald vernichtet wurde, bleiben die Berge um Athen interssante Touristikziele.

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Kategorie: Reisen Griechenland