Gortyn und die Gesetzestexte



Nur etwa 40 Km entfernt von Iraklion, dem Hauptort der größten griechischen Insel Kreta, befindet sich die Ausgrabungsstätte Gortyn.

Es ist eine Insel, die eigentlich zu jeder Jahreszeit eine Reise wert ist.
Selbst jetzt im Oktober kann man noch mit Wassertemperaturen von bis zu 24° C rechnen.

Abgesehen von herrlichen Sandstränden und über 2000 m hohen Gebirgen, bietet die Insel viele Sehenswürdigkeiten –

den minoischen Palast von Knossos, die Lassithi-Hochebene mit ihren Windmühlen, die venezianische Festung Spinalónga, die 16 Km lange Samaria – Schlucht,
den Palmenhain Vái, die Ausgrabungsstätte Gortyn (manchmal auch „Gortys“) und weitere.

Die Stadt wird bereits bei Homer erwähnt. Als die Römer 69 v. Chr. die Insel besetzten, wurde sie zur Hauptstadt der römischen Provinz Kreta.

Wie man noch heute aus den Ruinen der einst prächtigen Bauten schließen kann, war es eine wohlhabende Stadt.

Eine der bedeutendsten noch heute zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten sind die Gesetze von Gortyn. Sie sind die ältesten bekannten europäischen Gesetze. Es ist beeindruckend, die auf Stein gemeißelten Inschriften auf den halbrunden Wänden zu betrachten.

Hauptsächlicher Gegenstand der Texte sind Strafrecht, Erbrecht, Familienrecht und Prozessrecht.
Entdeckt wurden die Gesetzestafeln bei Ausgrabungen 1884 durch italienische Archäologen.

Bezüglich der Insel Kreta wird auch auf das eBook „Faszination Griechenland“ verwiesen.

Das Wirken Heinrich Schliemanns in Griechenland



Zahlreiche Archäologen beschäftigten und beschäftigen sich mit der antiken Geschichte Griechenlands (s. auch
eBook „Faszination Griechenland“).

Ihrem Wirken haben wir die Kenntnis so berühmter Ausgrabungen wie Olympia, Delphi, Akrotiri auf der Insel Santorini und natürlich auch in Mykene und Tiryns auf dem Peloponnes zu verdanken.

Einige dieser Erforschungen, wie z.B. in Tiryns, laufen ja selbst heute noch fort (Deutsches Archäologisches Institut).
Der wohl bekannteste Forscher, der sich mit den Werken des griechischen Dichters Homer befasste, war der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann.
Er glaubte an den Trojanischen Krieg und die Mykenische Kultur in Griechenland.

Mit 47 Jahren heiratete Schliemann eine siebzehnjährige Griechin und nahm seinen Wohnsitz in Athen.
In der Panepistimiou Straße (Universitätsstraße) im Zentrum der griechischen Hauptstadt baute er sein Haus. Er selbst bezeichnete es als „Palast von Troja“.
Ein repräsentatives Gebäude, welches heute das Numismatische Museum behergergt.

1876 begann Schliemann in Mykene mit den Ausgrabungen.
In der Zeit zwischen 1600 – 1400 v. Chr. hatten sich große mykenische Zentren entwickelt – so auch Mykene und Tiryns.
Es entstanden Burgen, Paläste, Kuppelgräber.
Den beeindruckenden Eingang zur Burg von Mykene, das Löwentor sowie das Gräberrund der Königsgräber, kann man heute noch besichtigen.
Der bedeutendste Fund ist wohl die Goldmaske des Agamemnon.

Man sollte Mykene einmal besuchen. Von Athen erreicht man Mykene nach etwa 120 km.

Die Altstadt von Rhodos

Auch im Monat Oktober ist die Insel Rhodos durchaus eine Reise wert.

Man sagt ja, es gibt auf Rhodos eigentlich nur zwei Jahreszeiten – Frühjahr und Sommer.
Der Sommer beginnt im Mai und endet im Oktober/November.
In diesen Monaten kann man noch mit Lufttemperaturen um die 20° C rechnen.

Die Insel zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Touristen (s.auch ebook „Faszination Griechenland“).

In der Regel ist der Ausgangspunkt für alle Aktivitäten auf der Insel die Stadt Rhodos selbst.
Sie ist das touristische Zentrum.

Das Stadtgebiet wird heute in die Altstadt und Neustadt geteilt.

Von den etwa 50000 Einwohnern leben 6000 Menschen in der Altstadt.

Die Altstadt besteht aus zwei Teilen – der nördliche Teil mit der Burg der Kreuzritter, und der südliche Teil, der Chora, der von Griechen bewohnt war.
Es ist ein malerisches Viertel – uralte Bauwerke, enge Gassen, gemütliche Tavernen.

Was sind die interessantesten Sehenswürdigkeiten im nördlichen Teil:

– Palast der Großmeister
– vom Hafen Mandraki kommend die Ruinen des Tempels der Aphrodite
– Herbergen der Kreuzritter, z. B. die Herberge der „tongue“ der Auvergne
– Straße der Kreuzritter
– Kirche des Hl. Johannes
– Suleiman Moschee

Sehenswürdigkeiten in Chora:

– türkische Ahmed Hasuf Bibliothek
– Kirche des Hl. Georg aus dem 15. Jahrhundert
– Palast des Admirals
– verschiedene Moscheen

Das sind natürlich nur einige der Sehenswürdigkeiten.

Bei einem gemütlichen Bummel durch die Altstadt, den man auf der Platia Ippokratous mit einem Kaffee beginnt, eröffnen sich weitere zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten.

Die Altstadt von Rhodos ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Das Bolschoi – Ballet in Athen

Nicht nur für badehungrige Touristen ist Griechenland ein Mekka, auch Kultur- und Kunstliebhaber kommen voll auf ihre Kosten.
In dem Blogartikel „Das Festival von Athen“ vom 29. Mai 2015 wurde auf die vielen Festivals, die an den verschiedensten Orten in Griechenland stattfinden, hingewiesen.
Die bekannteste antike Festspielstätte in Athen ist das altehrwürdige Odeon des Herodes Attikus am Fuße der Akropolis.
Es ist ein einmaliges Ereignis in diesem Theater, das einstmals 5000 Zuschauer aufnahm, ein Konzert zu erleben.
Wer sich im Zeitraum September/Oktober in Athen oder nahe der Hauptstadt aufhält, sollte unbedingt versuchen, für eine der Veranstaltungen im Odeon des Herodes Attikus Karten zu bekommen.
So finden demnächst folgende Veranstaltungen statt:
19.9. und 20.9.2017 Aufführung des Bolschoi-Balletts
21.9. und 22.9.2017 Classic-Rock mit dem Prager Symphonie Orchester
05.10.2017 Vanessa Mae Konzert
10.10.2017 Carmen

Das Kloster Kaisariani


Gemäß der griechischen Verfassung ist das Orthodoxe Christentum Staatsreligion.
Etwa 98 % der griechischen Bevölkerung sind orthodox.

So ist es erklärlich, dass die Klöster eine bedeutende Rolle in der Geschichte des Landes spielen.
Und das nicht nur als gemeinschaftliche Wohn-, Gebets- und Arbeitsräume für die Mönche bzw. Nonnen.
Sondern auch im täglichen Leben als Orte der Besinnung und Zuflucht für die Bevölkerung.

Herausragende Bedeutung erlangten Klöster wie z.B. in Kalavryta/Peloponnes auch im Zusammenhang mit den griechischen Befreiungskämpfen gegen die Osmanische Herrschaft und die Besetznung durch deutsche Truppen 1943.

Viele der Klöster sind heute nicht mehr bzw. nur von wenigen Mönchen/Nonnen bewohnt.
Sehenswert sind aber sowohl die Ruinen als auch die noch bewohnten Klöster.

Eines der beliebtesten Ausflugsziele der Athener ist das Kloster Kaisariani.

Das Kloster Kaisariani ist 7 km vom Stadtzentrum entfernt. Es ist eines der ältesten und wichtigsten Klöster Attikas. Erbaut wurde es im 11. Jahrhundert .

Zu dem Kloster gehören neben dem Refektorium noch eine Mühle, ein Bad und ein Backhaus.
In der Kirche findet man sehenswerte Wandmalereien.

Das Kloster liegt am Hang des 1027 m hohen Berges Hymettos inmitten von Zypressen und Platanen.

Eine herrliche Landschaft, die ausserdem noch einen schönen Blick auf die Stadt bietet.
Bei guter Sicht kann man im Westen bis nach Piräus schauen, im Norden bis zum Parnis-Gebirge und im Osten sieht man die Penteli- Berge.

Einen interessanten Überblick kann man auch dem eBook „Faszination Griechenland“entnehmen.

Loutraki-Reiseführer

Die griechische Stadt Loutraki liegt weniger als 8 km nordöstlich von Korinth. Der Ort ist vor allem bei Touristen äußerst beliebt. Innerhalb von Griechenland ist Loutraki für sein reines Quellwasser berühmt. Klares Wasser, grüne Berge und sowohl historische als auch moderne Kulturhighlights machen Loutraki zu einem hervorragenden Urlaubsziel. Außerdem hat man auch Athen in etwas über einer Stunde mit dem Auto erreicht. Wir stellen Ihnen einige der schönsten Attraktionen der Küstenstadt vor.

Die Strände

Die meisten Besucher kommen wegen der wunderschönen Sandstrände der Region nach Loutraki. Entspannen Sie in einem der vielen Strandcafés, genießen Sie ein warmes Sonnenbad, gehen Sie schwimmen oder schnorcheln, oder lernen Sie eine neue Wassersportart wie zum Beispiel Windsurfing, Jetskifahren oder Segeln.

Die Wasserqualität am Strand von Loutraki wird regelmäßig mit dem Gütesiegel “Blaue Flagge” ausgezeichnet. Mit etwas Glück können Sie vielleicht sogar den einen oder anderen Delfin im Wasser beobachten. Auch der schöne Sonnenuntergang, der den Strand abends in den schönsten Rot- und Orangetönen färbt, ist nicht zu verachten.

Der Water-Fun-Park

Unterhaltung für die ganze Familie bietet der Park Water Fun in Loutraki. Pools und Wasserrutschen sorgen für Spaß, Unterhaltung und eine willkommene Abkühlung von den heißen Sommertemperaturen. Der Park öffnete im Jahre 1996 seine Pforten und ist seitdem ein sehr beliebtes Ausflugsziel im Sommer.

Er umfasst eine Fläche von ca 20.000 Quadratmetern und es gibt Schwimmbecken und Rutschen für Besucher jeden Alters. Natürlich kann man hier auch Getränke und einige Snacks kaufen, damit man seine Energiereserven nach dem vielen Rutschen wieder aufladen kann.

Die Casinos

Loutraki wacht, nachdem die Sonne untergegangen ist, erst richtig auf. Von Bars und Diskotheken bis hin zu Restaurants und erstklassigen Casinos bietet die Stadt nächtliche Unterhaltung vom Feinsten. Das Club Hotel Casino von Loutraki hat 24 Stunden am Tag geöffnet und ist mit über 80 Spieltischen und 1.000 Glücksspielautomaten eines der führenden Casinos Europas. Wer sich vorher etwas vorbereiten möchte, der kann vor dem Besuch im traditionellen Casino von zu Hause aus online üben.

Historisches und Kulturelles

Wer sich für Geschichte und Kultur interessiert, der ist in Loutraki genau richtig. Begeben Sie sich im Isthmian Museum zum Beispiel auf die Spuren der antiken Griechen oder besuchen Sie die Ausgrabungen der antiken Stadt Korinth. Das antike Korinth ist nicht mit dem heutigen Korinth zu verwechseln. Die alte Stadt lag ca. 5 km südlich vom heutigen Korinth am Burgfelsen Akrokorinth.

Ebenfalls sehr sehenswert ist auch ein Besuch beim Centre For Hellenism Damianos Foundation am Fuße der Gerania-Bergkette. Zu besichtigen gibt es in dem Zentrum unter anderem eine Bibliothek, ein Amphitheater, eine Kirche, eine Windmühle, Weinberge, einen Olivenhain und einen Zitronenwald.

Laut der Legende kamen bereits spartanische Krieger nach Loutraki, um sich in den heißen Quellen zu erholen. Auch heute noch boomt der Tourismus in der schönen Stadt. Bei dem großen Unterhaltungs- und Kulturangebot ist das auch nicht weiter verwunderlich.

Peloponnes – das Feneos Festival

Auf dem Peloponnes befindet sich etwa 100 Km südöstlich von Patras Feneos, eine ehemals antike Stadt.
Die Stadt an sich bietet keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Wer jedoch jetzt mit dem Auto auf dem Peloponnes unterwegs ist, sollte an diesem Wochenende einen Abstecher nach Feneos machen.

Hier findet nämlich am 4. und 5. August 2017 das sogenannte Fenefest statt. Es ist das zweite Fenefest, das erste fand 2016 statt.

Gefeiert wird am Lake Doxa. Der See wurde als Wasserreservoir 1990 künstlich angelegt und ist von einer herrlichen Waldlandschaft umschlossen.

Die Veranstaltung zielt darauf ab, die Gegend und Ihre Produkte dem Tourismus zu erschließen.

Die Organisatoren haben Musikgruppen und DJ´s der unterschiedlichsten Musikgattungen, Theateraufführungen, sowie Veranstaltungen in der Natur für alle Altersgruppen organisiert.

Ausgrabungen in Athen


Die Geschichte Athens reicht Jahrtausende zurück.

Wer aber heute die Stadt besucht, findet eine moderne Großstadt mit einem interessanten und fußläufig gut zu durchsteifenden Stadtzentrum.

Trotzdem ist es ein riesiges Häusermeer, dessen Anblick sich am besten von dem Hügel Lykabettos aus bietet.

Sehr gut läßt sich die Stadt zunächst mit einem der kleinen Touristenzüge erkunden – man fährt durch das Zentrum, die Altstadt Plaka, vorbei an eleganten Geschäften, Souvenirläden, Museen und durch das Szeneviertel Psirri.

Es gibt aber auch viel Interessantes und im gewissen Sinn Verborgenes zu entdecken.
Ich meine damit die vielen Funde aus Ausgrabungen.

Bei der tausendjährigen Geschichte der Stadt ist es nicht verwunderlich, dass bei fast jedem Bauvorhaben Reste der Vergangenheit entdeckt werden.

So z. B. im Stadtteil Kerameikos, wo das einzige bekannte Orakelheiligtum des Apollon in Athen gefunden wurde. Oder die zu besichtigenden Grabungsfunde beim Bau der U-Bahnstation Syntagma.

Sehr interessant die Grabungsfunde vom Bau des neuen Akropolis-Museums. Und natürlich die Ausgrabungen auf der Akropolis.

Es könnten viele weitere Beispiele für die Ausgrabungen in Athen aufgezählt werden.
Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, sich beim Touristischen Informationsbüro in der Amalia Straße zu erkundigen.

Die Ruinenstadt Mystrás



Nordwestlich von Sparta, der Hauptstadt von Lakonien auf dem Peloponnes, findet man die Ruinen der ehemaligen byzantinischen Stadt Mystrás.

Dieser südliche Teil des Peloponnes ist ab Athen nach ca. 250 Km über die E 94 günstig zu erreichen.

Das gesamte Gebiet bietet neben Mystrás viele weitere interessante Ausflugsziele – Burgbefestigung der Hafenstadt Methoni, Kloster Kalogreon bei Kalamata, Tropfsteinhöhle Pyrgos Dirou (s.auch Blogartikel „Die griechische Höhlenwelt“
vom 4. Juni 2013).

Mystrás liegt nur 5 Km von Sparta entfernt.
Die Besichtigung der toten Stadt ist wie ein Ausflug in die byzantinische Vergangenheit Griechenlands.
Die Entstehungsgeschichte der Stadt geht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück.
Unterhalb der Burg entstanden Ritterpaläste, mehrstöckige Bürgerhäuser, Kirchen, Klöster und Kapellen.
Mehrere zehntausend Einwohner soll die Stadt, die sich zum kulturellen Zentrum der Region entwickelt hatte, gezählt haben.
Im griechischen Freiheitskampf gegen die Herrschaft der Osmanen wurde die Stadt 1825 völlig zerstört.

Heute kann man durch die engen verwinkelten Gassen bis hinauf zur Oberburg wandern – überall findet man Ruinen. Es ist malerisch, aber fast auch etwas beklemmend.

Das Nonnenkloster Pantanassa ist das einzige noch bewohnte Gebäude.

Eine Besichtigung der Ruinenstadt Mystrás ist eine lohnenswerte Bereicherung der Urlaubsreise!

Ein Ausflug zum Kap Sunion

Einen schönen Tagesausflug kann man von Athen aus mit dem Auto zum Kap Sounion machen. Das Kap liegt etwa 69 Km von Athen entfernt.

Von Athen verkehren zwei Buslinien. Die eine führt auf der Küstenstraße über Varkiza nach Sounion, die andere durch das Binnenland.

Empfehlenswerter ist die Route über die Küstenstraße.

Sie führt durch bekannte Badeorte wie Glyfada oder Vouliagmeni immer mit Blick auf den Saronischen Golf. Man bezeichnet diese Küste auch als attische Riviera. Das Kap ist der südlichste Punkt von Attika.
Auf der Landspitze steht der dem Meeresgott Poseidon gewidmete Marmortempel auf einem Plateau 60 m über dem Meer.
Der Tempel wurde 440 v. Chr. errichtet.
Nach der Sage erbaten im Tempel die Seeleute bevor sie auf Fahrt gingen die Gunst des Meeresgottes.
Wunderschön ist der Panoramablick vom Tempelplateau auf die Inseln der Ägäis, und sehr eindrucksvoll sind die Sonnenuntergänge.
Da das Gebiet um den Tempel zu einem Nationalpark erklärt wurde (es gibt in Griechenland insgesamt 10 Nationalparks), ist es glücklicherweise nicht möglich, große Tourismusbaumassnahmen durchzuführen.
Hinweise für weitere Ausflüge ab Athen findet man auch in dem eBook „Faszination Griechenland“.

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Kategorie: Reisen Griechenland