Archiv für September 2012

Die Flora Griechenlands

Akropolis, April 2009

Es ist natürlich verwegen,sich in einem kurzen Blogartikel zur Pflanzenwelt Griechenlands zu äußern. Aber der Tourist kann sich bei seinen Reisen selbst einen Überblick verschaffen
(s. auch eBook Faszination Griechenland).
Wer einen Urlaub in Griechenland verbringt und eine subtropische Pflanzenwelt erwartet, wird enttäuscht sein, denn die gibt es nicht. Fliegt man z.B. Mykonos an oder erreicht per Schiff die Insel Hydra hat man den Eindruck einer kahlen Landschaft. Das ist jedoch nur der erste Eindruck, denn bei näherem Betrachten stellt man fest, auch hier ist eine vielfältige Pflanzenwelt entstanden.
Durch den hohen Anteil an Gebirgen, Tälern, Meeresbuchten und Inseln konnten sich zahlreiche Pflanzen ungestört entwickeln. Man hat ermittelt, dass es heute in Griechenland mehr als sechstausend Pflanzenarten gibt. Will man diese Pflanzenwelt entdecken, ist der Frühling die schönste Jahreszeit – für einige Wochen sind die Wiesen grün und mit einem bunten Blütenteppich versehen.
In den Gebirgen, wie dem Parnass, hat sich eine alpine Flora erhalten.
Bereits in der Antike spielte die Pflanzenwelt eine wichtige Rolle für die Menschen. Besonders die Kraft der Heilkräuter wurde als göttliches Geschenk angesehen.
Der Waldbestand – leider durch zahlreiche Brände vielerorts dezimiert – war Voraussetzung für den Bau von Häusern, Palästen (so wurde festgestellt, dass die Palastbauten von Knossos auf der Insel Korfu, Holzsäulen gehabt hatten), Arbeitsgeräten und Kriegsschiffen.
Philosophen, Ärzte und Naturwissenschaftler des antiken Griechenland beschäftigten sich eingehend mit der Natur und den Wechselbeziehungen zum menschlichen Leben.
Zum Beispiel Hippokrates. Er wurde auf der Ägäisinsel Kos geboren und war der berühmteste Arzt des Altertums. Intensiv befasste er sich mit der Verwendung von Pflanzen für die Heilung von Krankheiten.
Oder Theophrast von Eressos, der sich in seinem Buch „Naturgeschichte der Gewächse“ mit der Pflanzenwelt beschäftigte.
Frühzeitig erkannte man, dass viele der Gewächse den Menschen als Nahrung dienen können:
– Früchte des Johannisbrotbaumes
– Lupinien
– Feigen, Wein, Oliven
Aber auch fremdländische Kulturen aus anderen Erdteilen haben in Griechenland Fuß gefasst – Agaven, Palmen, Eukalyptus.
Griechenlands reiche Pflanzenwelt – ein Erlebnis für die Sinne!

Kreta – Sonniger Urlaub im Mittelmeer

Willkommen auf der zweitgrößten Insel des Mittelmeeres – auf Kreta! Die Insel liegt rund 160 Kilometer vom griechischen Festland entfernt und fasziniert durch ihren bergige Inselwelt, lange Sandstrände und ein sehr warmes Mittelmeerklima. Als einzige Insel im Mittelmeer ist nur Zypern noch größer.

Kreta – Sonne pur!

Bis zu 300 Sonnentage im Jahr verwöhnen hier die Urlauber – kaum ein Ort im Mittelmeer ist sonniger. Besonders an den Südküsten werden im Hochsommer durchaus Temperaturen von 40 Grad erreicht. Nur hartgesottene Sonnenanbeter zieht es an dann an den Strand, alle anderen weichen auf die weniger heißen Monate wie Mai und September aus. Auch an der Nordküste der Insel ist es meist einige Grad weniger heiß. Die hohen Berge im Zentrum der Insel sorgen für deutlich unterscheidbare Klimazonen: so herrscht in den fast 2.500 Meter hohen Bergen ein feuchteres alpines Klima.

Der Nordwesten Kretas

Die bei Touristen beliebteste Region auf Kreta ist der Nordwesten. Hier liegt u.a. Chania, einer der größten Urlaubsorte der Insel. Zugleich gibt es hier schöne Sandstrände, kleine Buchten und viele Sehenswürdigkeiten. Chania selbst hat eine hübsche Altstadt, Cafés und Kneipen laden zum Verweilen ein. Auch Kretas Hauptstadt Heraklion bzw. Iraklio ist ein attraktives Reiseziel. Bei vielen Ausflügen im Rahmen einer Pauschalreise steht die Hauptstadt auf dem Programm. Besonders der Hafen mit der alten Festung wird gerne besucht. Interessant ist auch ein Gang über den Marktplatz – das Angebot an frischen Früchten ist schier endlos, dazu spürt man hautnah die mediterrane Lebensfreude.

Unterkünfte auf Kreta

Generell ist das Angebot an Hotels auf Kreta sehr groß und vielfältig. Alle Preiskategorien sind vertreten, weiterhin sehr beliebt sind Pauschalurlaube mit All-inclusive-Arragements. Wer mehr Flexibilität möchte, kann sich seine Reise natürlich auch selbst zusammenstellen oder sich gleich für einen Urlaub im Ferienhaus auf Kreta entscheiden. Ein solches Domizil ist die ideale Ausgangsbasis, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden, zum Beispiel mit einem Mietwagen oder dem sehr gut ausgebauten Bus-Netz. Lassen Sie sich dann abends in einem Restaurant von der guten kretischen Küche verwöhnen. Ganzjährig landet hier viele frisches Gemüse, frischer Fisch und Käse auf dem Teller. Stets mit im Spiel ist natürlich auch das kretische Olivenöl.

Wandern im Pindos-Gebirge

Griechenland bietet auf Grund seiner Eigenschaft als Gebirgsland zahlreiche Möglichkeiten für ausgedehnte Wander- und Klettertouren. Fast 78% der Landfläche sind gebirgig. Zahlreiche Berge sind über 2000m. Ein ausgedehntes Gebirgsmassiv befindet sich im Norden des Landes – das Pindos-Gebirge (s. eBook „Faszination Griechenland“. Mit einer Länge von 160Km erstreckt es sich bis nach Süd-Albanien. Der höchste Berg ist mit 2637m der Mount Smolikas. Im Pindos gefriert im Winter förmlich das Leben. In einigen Dörfern, wie z.B. den Dörfern Spileo und Smixi, bleiben nur noch Wächter zurück. Bären, Wildkatzen und Wölfe sind dann keine Seltenheit. Einige Gästehäuser sind jedoch für die Touristensaison, die man bis Oktober rechnen kann, auch hier vorhanden. Inmitten des Pindos liegt die Hochebene von Ioannina, die von der westlich liegenden Hafenstadt Igoumenitsa über die neue Autobahn A 2, die Egnatia Odos (führt weiter bis Istanbul), erreichbar ist. Für Wander- und Klettertouren ist die Gegend ideal. Es gibt eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt, uralte steinerne Bogenbrücken. Besonders der Vikos Nationalpark eignet sich für ausgedehnte Wandertouren. Die Vikos-Schlucht soll lt. Guiness Buch der Rekorde die tiefste Schlucht der Welt sein. In diesem Gebiet liegen auch die Dörfer der Zagoria, deren Entstehung teilweise bis ins 10. Jh. zurückgehen soll.
Trekkingtouren werden von vielen Veranstaltern angeboten. Man kann sowohl eigene Touren machen oder sich aber – was weniger geübten Wanderern zu empfehlen ist – geführten Wanderungen anschließen. Die Schwierigkeitsgrade können entsprechend den eigenen Möglichkeiten gewählt werden. Entsprechend der verfügbaren Zeit ist es auch empfehlenswert, die Trekkingtour auf den Olymp und die Meteoraklöster auszudehnen. Informationen zu Trekkingrouten und -anbietern und Listen der Wanderführer kann man sich beim Griechischen Bergsteiger-Verband EOOA (Hellenic Federation of Mountaineering and Climbing) oder den Tourismusbüros vor Ort einholen. Zum Wandern auf dem Olymp wird auf den Blog-Artikel vom 4. Mai 2012
Ein Reisetipp-Wandern auf dem Olymp verwiesen.

Wichtige Hinweise für Griechenland-Urlauber

Auch in der in Kürze beginnenden Herbstsaison ist Griechenland ein zu empfehlendes Reiseziel.
Die Maximaltemperaturen liegen in den Monaten September/Oktober noch über 20°C, und das Wasser hat auch noch eine angenehme Badetemperatur. Von der Klimaperiode her geht die sogenannte Trockenzeit zu Ende (s. eBook „Faszination Griechenland“). Eine schöne Reisezeit also besonders für sportliche Aktivitäten wie z.B. Klettern, Wandern, Cycling oder Sightseeing. Viele Museen und Ausgrabungsstätten haben verlängerte Öffnungszeiten.
Die gegenwärtige schwierige Situation in Griechenland führt jedoch leider auch im öffentlichen Leben zu Turbulenzen, Streiks, Demonstrationen, die u.U. spürbare Auswirkungen auf Urlauber haben können. Gezielte Anschläge auf Urlauber hat es aber bisher nicht gegeben.
Das Auswärtige Amt sowie die Deutsche Botschaft in Athen machen auf mögliche Konfliktpunkte aufmerksam (Stand 14.9.2012).
Obwohl Griechenland als sicheres Urlaubsland eingeschätzt wird, sollte man sich vor allen Dingen in Ballungsgebieten wie Athen, Piräus und Thessaloniki von Streiks und Demonstrationen fernhalten und auf persönliche Wertgegenstände achten. Für die Urlaubsplanung wird empfohlen, sich bei den Reiseveranstaltern oder in der Urlaubsunterkunft zur aktuellen Lage auf dem Laufenden zu halten. Mit kurzfristig organisierten Streiks bei Zoll, Hafenpersonal, Taxi, Bahngesellschaft, Flughafenpersonal muß gerechnet werden.
Neben der Deutschen Botschaft in Athen und dem Generalkonsulat in Thessaloniki gibt es in Griechenland in folgenden Orten Generalkonsuln, an die man sich in Problemsituationen wenden kann:
Chania
Iraklion
Igoumenitsa
Komotini
Korfu
Patras
Rhodos
Samos
Volos.
Das Auswärtige Amt weist außerdem darauf hin, dass besonders in den Fährhäfen Igoumenitsa und Patras irreguläre Migranten versuchen, oftmals mit Hilfe von Schleusern, in die EU einzudringen.

Kultur und Entspannung – Insel Hydra

Vor den Toren Athens liegt die Insel Hydra. Die autofreie Insel ist ein beliebtes Ausflugziel der Einwohner Athens, die dort Ruhe vor dem hektischen Stadtleben suchen. Nicht einmal Fahrräder sind auf Hydra erlaubt. Die vielen Strände laden ebenso zum Entspannen ein, wie die zahlreiche Cafés in den kleinen Gassen der Inselhauptstadt.

Autos sucht man auf Hydra vergebens

Die griechische Insel Hydra gehört zu den Saronischen Inseln und liegt gut 60 Kilometer westlich von der griechischen Hauptstadt Athen. Früher war Hydra sehr fruchtbar und wasserreich. Aus dieser Zeit stammt auch der Name der Insel. Heute ist die Insel sogar von täglichen Trinkwasserlieferungen abhängig. Da die Insel autofrei ist, ist es dort sehr ruhig. Das Straßenbild ist von Eseln und Maultieren geprägt, die auf der Insel zum Transport benutzt werden. Einzelne Orte sind nur mit Booten zu erreichen. Viele reiche Griechen haben Häuser und Wohnungen auf Hydra und schätzen die erholsame Ruhe der Insel.

Viele Künstler lassen sich von Hydra inspirieren

Hydra gilt als eine der prägendsten Künstlerinseln Griechenlands. Die Maler Nikolos Vokos, Nikos Nikolaou und Panayiotis Tetsis stammen von dort und haben der Insel durch ihre Werke zu überregionaler Bekanntheit verholfen. Die vielen Kunstgalerien in der Inselhauptstadt stellen Werke einheimischer Künstler aus. Auch viele Schriftsteller, unter ihnen der kanadische Schriftsteller und Sänger Leonard Cohen, leben und lebten auf der Insel uns lassen sich durch sie inspirieren. Touristen haben in dem seit 1918 bestehenden historischen Museum Hydras die Möglichkeit, vieles über Kultur und Geschichte der Insel zu erfahren.

Hydra bietet vielfältige Möglichkeiten zur Erholung

Auf Hydra ist der Bau großer Hotelanlagen aus Lärmschutzgründen ebenso verboten, wie Diskotheken ( Tipp: Ferienwohnungen findet man bei www.atraveo.de). Diese erholsame Ruhe ist für viele Urlauber der Hauptgrund für den Besuch der beschaulichen Insel. Viele kleine Buchten bilden auf Hydra den perfekten Rahmen für erholsame Tage. Sandstrände gibt es auf Hydra allerdings kaum. Meistens finden Urlauber feine Kieselstrände vor. Des Weiteren laden viele kleine Cafés und Restaurants an der Hafenpromenade der Inselhauptstadt zum Verweilen ein. Urlauber, die die absolute Ruhe suchen, können eines der vielen kleinen Klöster auf der Insel besuchen und sich dort unter ganz besonderen Voraussetzungen entspannen. Hier gilt es, besondere Kleiderordnungen und Zugangsbeschränkungen zu beachten.

Schmalspurbahnen in Griechenland

Kloster Iera Moni Megalou Spilaioun

Wer seinen Urlaub in Griechenland verbringt, denkt nicht unbedingt daran, dort mit dem Zug zu fahren. Aber es gibt zwei Bahnstrecken, die auch für Touristen sehr interessant sind.
Die Eisenbahntransporte liegen in den Händen des Staatsunternehmens TRAINOSE AG. Das gesamte Schienennetz umfaßt 2450 Km. Das Normalspurnetz erstreckt sich geographisch bedingt hauptsächlich in Nord-Süd-Richtung. Verbindungen existieren zu den Ländern Türkei, Serbien, Rumänien und Bulgarien.
Im innergriechischen Bahnverkehr gibt es interessante Schmalspurstrecken. Und zwar auf dem Peloponnes und in Thessalien.
Die Schmalspurbahnen sind besonders in gebirgigen Gegenden wichtig – auf Grund der geringeren Spurweite können engere Kurvenradien gefahren werden.

Peloponnes

Die Strecke Athen-Korinth wurde inzwischen auf Normalspur umgebaut. Auf dem Peloponnes aber verkehrt auf der Strecke Diakopto-Kalavrita durch die Vouraikos-Schlucht eine Schmalspurbahn mit Spurweite 750 mm. Die 22 Km lange Trasse wurde bereits 1896 in Betrieb genommen. Ausgangspunkt ist die Hafenstadt Diakopto am Golf von Korinth, Endstelle die in etwa 750 m Höhe liegende Stadt Kalavrita. Die Fahrt mit dieser Bahn ist eine beeindruckende Touristenattraktion. In einer romantischen Bergwelt geht es zwischen den Felsen steil bergauf, vorbei am Kloster Iera Moni Megalou Spilaiou. Einige Kilometer erfolgt der Antrieb der Bahn mit Zahnrädern. Die engste Stelle mißt etwa zwei Meter. In Kalvrita kann man das griechische Nationalheiligtum, das Kloster Agia Lávra besichtigen. Es ist eine Gedenkstätte des griechischen Freiheitskampfes.

Thessalien

Eine weitere 28 Km lange interessante Schmalspurstrecke ist die Pilionbahn. Die Spurweite beträgt 600 mm. Auch diese Bahn wurde 1896 in Betrieb genommen. Sie verbindet die Hafenstadt Volos mit dem Ort Milies und überwindet einen Höhenunterschied von ca. 450 m. Die Bahn wurde in den 1970er Jahren aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt. Seit 1996 werden in den Sommermonaten Museumsfahrten durchgeführt. Die Fahrt führt durch eine herrliche Waldlandschaft. Der Ort Milies ist denkmalgeschützt und sehenswert.
(s.auch eBook Faszination Griechenland)

Was wird aus Tatoi – ehemalige Residenz des Königs von Griechenland?

Tatoi - ehemalige Residenz der griechischen Königsfamilie, 1985

Nordwestlich von Athen liegt das Parnis-Gebirge. Die mit 1413m höchste Erhebung ist der Karavola-Gipfel. Die dichte Bewaldung des Gebiets wurde leider durch die starken Waldbrände 2007 erheblich reduziert. Hier in Tatoi befindet sich die ehemalige Residenz der griechischen Könige.
Griechenland war Königreich von 1832-1924 und von 1935-1974. Als 1832 König Otto von Bayern zum ersten König Griechenlands ausgerufen wurde, war Nafplion auf dem Peloponnes die erste Hauptstadt des Landes und somit auch gleichzeitig Wohnsitz der königlichen Familie
(s. eBook Faszination Griechenland).
Bald zeigte sich jedoch, dass die Stadt den Anforderungen einer modernen Hauptstadt nicht entsprechen konnte. Deshalb wurde 1834 Athen als Hauptstadt Griechenlands ausgerufen. König Otto ließ im Zentrum der Stadt, am heutigen Syntagma-Platz das Stadtschloß erbauen. Es wurde von der Königsfamilie bis 1910 genutzt und ist heute Sitz des griechischen Parlaments. Nach einem Brand wurde dann in Tatoi die Sommerresidenz als königlicher Wohnsitz genutzt. Bereits 1871 hatte die königliche Familie hier Grundbesitz erworben, der Ende der 1870er Jahre 4500 Hektar betragen haben soll. Als Schloß oder gar Palast konnte man das Bauwerk jedoch kaum bezeichnen. Es mutete eher wie der Sitz eines Landadeligen an. Was auch noch dadurch unterstrichen wurde, dass neben dem eigentlichen Wohngebäude bäuerliche Gehöfte vorhanden waren und Landwirtschaft betrieben wurde. In der Nähe befindet sich der königliche Friedhof mit Gräbern von Mitgliedern der Königsfamilie. Als die Militärjunta unter Georgios Papadopoulos 1967 an die Macht kam, ging die Königsfamilie ins Exil. Seitdem ist Tatoi verschlossen, ungenutzt und dem Verfall preisgegeben. Eine Volksabstimmung 1974 ergab eine deutliche Ablehnung der Monarchie. Infolgedessen wurde das königliche Grundeigentum verstaatlicht und die Königsfamilie in einem gewissen Rahmen entschädigt.
Die heutige wirtschaftliche Situation zwingt Griechenland dazu, zur Verbesserung der Zahlungsbilanz Staatseigentum zu verkaufen und in Privateigentum zu wandeln. Neben Staatsbetrieben wie z.B. Eisenbahngesellschaft, Gas- und Wasserversorger und Häfen der Inseln Rhodos, Mykonos, Zakynthos soll nun auch über den Verkauf von Tatoi nachgedacht werden. Erste Überlegungen sehen einen Hotelbau und eine Wiederbelebung der Landwirtschft vor
(s. Griechenland Zeitung vom 5.9.2012).
Die Investitionssumme wird auf 4 Mio. Euro geschätzt.

Insel Spetses – das Armata-Festival 2012

Die Insel Spetses gehört zu den Saronischen Inseln des Argolischen Golfes. Es ist eine grüne Insel, die noch nicht vom Massentourismus überflutet ist und kaum Autoverkehr hat.
Die Insel spielte im griechischen Unabhängigkeitskrieg gegen die Türken 1821-1829 eine bedeutende Rolle. Hier fand am 8. September 1822 die entscheidende Seeschlacht gegen die türkische Flotte statt, die mit einer Niederlage der Türken endete. Interessant sind die alten Kapitänsvillen. Eine dieser Villen, heute ein kleines Museum, gehörte Laskarina Bouboulina, einer Kapitänin. Bouboulina wurde durch ererbtes Vermögen reich. Diesen Reichtum setzte sie zum Kampf gegen die türkische Fremdherrschaft ein – sie kaufte Waffen, ließ ihr Flaggschiff Agamemnon bauen und besoldete Soldaten. Vermögenslos starb sie 1825 in Spetses.
Zur Erinnerung an die Seeschlacht hatte Kapitän Ioannis Koutsis in Spetses die Kirche Panagia Armata (Jungfrau Armata) bauen lassen. Dort befindet sich auch eine Statue des Helden Babatis, der während der Kämpfe die türkische Flagge angezündet hatte.
Wie in jedem Jahr findet auch 2012 vom 3.-9. September das Armata-Festival in Gedenken und Ehrung der geschichtlichen Vorgänge von 1822 statt. Es gibt zahlreiche Veranstaltungen – eine Darstellung des Schlachtverlaufs, Ausstellungen, Musik und Tänze (Festival Armata).
Spetses würdigt damit die Vergangenheit.

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Kategorie: Reisen Griechenland