Archiv für Dezember 2012

Silvesterbräuche in Griechenland

Wenn die wichtigsten Feiertage Griechenlands aufgeführt werden, steht das Osterfest natürlich an erster Stelle. In dieser Hinsicht sind die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel weitaus weniger spektakulär. Im Vergleich zu Deutschland gibt es z.B. keinen Run auf Feuerwerkskörper und Knallbonbons, gleich ob man sich in Athen, Thessaloniki oder auf einer der zahllosen Ferieninseln wie Kos, Rhodos, Zakynthos etc. aufhält. Der Jahreswechsel spielt sich mehr im familiären Kreis ab – der Weihnachtsmann bringt die Geschenke nämlich erst in der Silvesternacht, anschließend wird mit Karten- oder Glücksspielen „festgestellt“, ob das neue Jahr Glück oder Pech bringt.
Der dann folgende Neujahrstag ist das Fest des „Heiligen Wassilios“. Er ist das Omen für den Verlauf des neuen Jahres.
Für viele Griechen fast noch bedeutungsvoller ist jedoch der 6. Januar, das „Epiphaniafest“ oder „Fest der Heiligen Drei Könige“, welches sich auf die Taufe Jesu bezieht. An diesem Tag erfolgt die Weihung der Gewässer. Der Geistliche wirft ein Kreuz in das Gewässer (Meer, Fluß, See), wonach die Gläubigen ebenfalls hineinspringen und damit symbolisch die Taufe Jesu feiern!

Griechischer Goldschmuck

Eule in Goldelfenbeintechnik

Eine Reise nach Griechenland ist immer ein Erlebnis. Das interessante Land, die herrliche Natur und die jahrtausendealte Kultur hinterlassen bei dem Urlauber die vielfältigsten Eindrücke. Warum also nicht ein Souvenir mitnehmen? Die Angebote sind kaum zu überschauen – Keramik, Pelz- oder Lederwaren, Nachbildungen antiker Funde, deren Originale in den Museen ausgestellt sind oder Goldschmuck.
Als

Juweliere

weisen die Griechen eine große Tradition auf. Die Geschichte des griechischen Goldschmucks geht bis weit in die Antike zurück.
Bekannt ist die goldene Totenmaske des Königs Agamemnon von Mykene aus dem 16.Jahrhundert v.Chr., die der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann 1876 bei seinen Grabungen in Mykene auf dem Peloponnes ans Tageslicht gebracht hatte (s. eBook Faszination Griechenland).
Diese Maske kann man heute in dem bedeutendsten griechischen Museum, dem Nationalmuseum Athen, besichtigen.
Leider nicht mehr zu besichtigen ist dagegen die Goldelfenbeinstatue der Athena Parthenos. Diese Statue hatte einen 12m hohen Holzkern, der mit 1200Kg Gold überzogen war, Arme und Gesicht bestanden aus Elfenbein. Die Statue befand sich auf der Akropolis in Athen. Leider ist sie um 550 v.Chr. verbrannt. Die Goldelfenbeintechnik war damals nur der Anfertigung von Götterstatuen vorbehalten.
In der Zeit des Hellenismus, also etwa ab 350 v.Chr. blühten in Griechenland Kunsthandwerk und Juweliergeschäfte auf (s. „Kulturgeschichte der Antike“, Akademie-Verlag, Berlin 1977).
Heute findet man überall in den Touristenzentren Juweliergeschäfte.
In dem eleganten Athener Stadtbezirk Kolonaki sowie im unmittelbaren Stadtzentrum in der Panepistimiou-Straße und der Stadiou-Straße haben bekannte Juweliere ihren Sitz – Ilias Lalaounis und Zolotas. Weltweite Niederlassungen repräsentieren die Geschicklichkeit und Kunst griechischer Juweliere.
Die Angebote sind vielfältig und haben oft Bezug zur Antike. So, wie z.B. der abgebildete Anhänger – eine goldene Eule mit Elfenbein, Verkörperung der antiken Goldelfenbeintechnik. Dieses Schmuckstück ist auch deshalb interessant, weil die Eule in der griechischen Mythologie als Symbol der Weisheit angesehen wurde.

Kastoria – Zentrum der griechischen Pelzwirtschaft

Gedanken an Griechenland verbindet man in der Regel zunächst mit Sonne, Strand, Inseln, antiken Heiligtümern – wohl kaum aber mit Pelzen! Und trotzdem ist die Pelzwirtschaft in Griechenland ein nicht unbedeutender Wirtschaftsfaktor.
Bereits im 14./15. Jahrhundert hat sich in Kastoria, einer Stadt mit heute etwa 39000 Einwohnern in der Region Makedonien, die Pelz- und Lederwirtschaft entwickelt. In den Folgejahrzehnten sicherten staatliche Massnahmen der Stadt ihre Sonderstellung als Zentrum des Kürschnerhandwerks. Schwerpunkt ist dabei die Pelzresteverwertung, d.h. die Verarbeitung von Fellstücken, die bei der Verarbeitung der Felle anfallen. Die Pelzstückeproduktion umfasst mehr als zwei Drittel der Weltproduktion.
Die griechischen Pelzkaufleute waren und sind auch noch heute international tätig. Die damaligen Leipziger Messen wurden von ihnen regelmäßig besucht. Um ihre Interessen zu schützen, gründeten sie 1915 die „Kastorian Fur Association“. Sie hat 362 Mitglieder und ist die offizielle Vereinigung der Pelzhändler Griechenlands.
In der großen Zeit des Pelzbooms in den 1980er Jahren gab es in Kastoria über 2500 Pelzbetriebe mit etwa 10000 Beschäftigten.
Jährlich findet in Kastoria eine internationale Pelzmesse statt. Die Besucherzahlen unterstreichen die Bedeutung Kastorias für den Pelzhandel. An der 37. Messe 2012 waren 4550 Besucher aus
36 Ländern beteiligt.
Die 38. International Fur Fair of Kastoria findet vom 4. bis 7. April 2013 im neuerbauten
Ausstellungszentrum in Kastoria statt.
Die in Kastoria gefertigten Pelzwaren sind natürlich auch in Athen käuflich zu erwerben – kostbare Mäntel und Jacken aus Nerz, Fuchs, Zobel findet man in der vom Syntagma-Platz abgehenden Straße Mitropoleos; Jacken aus der Pelzstückeproduktion in den Souvenirgeschäften der Plaka.

Piräus und seine Reeder

Hafen Piräus

Griechenland

ein Land auf drei Seiten von Meer umgeben, besitzt tausende Inseln und tausende Kilometer Küstenlänge. Schon in der Antike war es deshalb notwendig, sowohl zur Versorgung des Festlandes als auch der Inseln geeignete Transportmittel und Transportwege zu entwickeln. Die Schifffahrtsrouten befanden sich – auch aus navigatorischen Gründen – in Küstennähe.
Am Anfang der griechischen Schifffahrt stand deshalb der Bau von Handelsschiffen, erst später wurde der Bau von Kriegsschiffen zum Schutz des Landes und der Transportwege erforderlich. Einstmals in der Antike bedeutende Häfen, sind heute beliebte Touristenziele. So z.B. die Insel Delos, Nachbarinsel von Mykonos, Insel der Kykladen im Ägäischen Meer.
Delos wurde 168 v.Chr. zum Freihafen und war ein bedeutendes Handelszentrum. Auf vielen Inseln findet man noch heute prächtige Kapitänshäuser, die in Hotels umgebaut wurden. Die Touristikunternehmen bieten diese Unterkunftsmöglichkeiten an.
Im Lauf der Jahrhunderte hat sich dann Piräus, Hafen der Hauptstadt Athen, als Haupthafen entwickelt (s. auch eBook Faszination Griechenland).
Griechenland kontrolliert etwa 15% des Weltseehandels.

Piräus

ist mit jährlich 20 Millionen Passagieren der größte Passagierhafen Europas und bezogen auf den Containerumschlag einer der zehn größten Container-Häfen in Europa. Hier haben fast alle bedeutenden griechischen Reedereien ihren Sitz. Bekannte Personen wie Onassis, Niarchos sind Stellvertreter für große Reedereien. Zu den größten Tanker-Reedereien der Welt gehört die 1970 in Piräus gegründete Tsakos Shipping Trading S.A. (TST), eine weitere große Reederei ist die 1947 gegründete und in Piräus ansässige Angelicoussis Shipping Group Limited.
Vielen Touristen bekannt sind auch Reedereien wie ANEK-Lines, Minoan-Lines und Superfast-Ferries, die sowohl auf innergriechischen routen als auch im Ausland fahren.
Die Schaltzentrale all dieser Reedereien ist Piräus.
Einige beeindruckende (ca.-)Zahlen – es gibt in Griechenland 700 Reederfamilien, 3800 Schiffe, von denen nur 900 Schiffe unter griechischer Flagge fahren und insgesamt 200000 Beschäftigte. Daraus wird ersichtlich, dass neben dem Tourismus der Seehandel einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist. Abgesehen von den unter griechischer Flagge fahrenden Schiffen sind die Gewinne aus der internationalen Schifffahrt steuerfrei – ein mögliches großes Potenzial für Steuereinnahmen des Staates! Diese Steuerbefreiung rührt übrigens aus einer Verfassungsfestlegung her, die von den Putschisten 1967 getroffen wurde.
Zum weiteren Ausbau des Hafens Piräus wurde ein Investmentplan für die Jahre 2012 bis 2016 erarbeitet.
Details sind hier ersichtlich: Investmentplan 2012 – 2016.

.

Dezember in Griechenland verbringen?

Gästezimmer in Makrinitsa
Im Blog-Artikel Die griechischen Wintersportgebiete – ein Reiseziel vom 27. November 2012 wurden einige der interessantesten Reiseziele vorgestellt. Aber in Griechenland findet man nicht nur Möglichkeiten für Ski-Langlauf und Abfahrtsski, es gibt auch reizvolle Gegenden, in denen man in Gebirgen und Wäldern herrliche Wanderungen durchführen kann. Neben urigen und komfortablen Gästehäusern sind auch die in vielen Bergregionen wieder hergerichteten ehemaligen Herrenhäuser als Unterkunft zu empfehlen. In mehreren Blog-Artikeln aber auch im eBook Faszination Griechenland wurde der Ort Makrinitsa im Pilion-Gebirge, auch bezeichnet als „Balkon von Volos“, vorgestellt. Ein sehr stimmungsvolles Weihnachts- und Silvesterfest haben wir hier in einem solchen Haus verlebt.
Die topographische Situation Griechenlands hat zwangsläufig zur Folge, dass viele Orte in Gebirgsregionen liegen und als Winterurlaubsziele interessant sind – hier zwei Beispiele.
Das Dorf Kadros liegt im Bereich der Tzoumerka Bergkette auf 920m Seehöhe im District von Arta, Region Epirus im Nordwesten Griechenlands. Die Gegend, die zum Pindos-Gebirge gehört, ist von der modernen Zivilisation unberührt und besonders deshalb interessant. In der Nähe befinden sich die traditionellen Siedlungen Kalaritas, Syrrako und das Bergdorf Katarraktis. Hier findet man allgemeine Informationen und Hinweise zu Unterkunftsmöglichkeiten.
Ein weiteres interessantes Ziel ist das Dorf Arachova, gelegen im Regionalbezirk Fokida in Mittelgriechenland. Der Ort liegt in knapp1000m Seehöhe am Südhang des Parnassos-Gebirges. Von hier aus erreicht man das bekannteste Wintersportgebiet Griechenlands. Auch hier findet man gut ausgestattete und gemütliche Gästehäuser.
Meistens kann man den Urlaubsaufenthalt auch mit der Besichtigung antiker Stätten verbinden. So ist z.B. von Arachova aus das Heiligtum von Delphi günstig zu erreichen.
Also, interessante Möglichkeiten, auch im Dezember schöne Urlaubstage in Griechenland zu verbringen und gleichzeitig das Weihnachtsfest zu feiern!

Tauchreisen nach Griechenland

Eine aufregende, kunterbunte Welt unter Wasser
Tauchreisen ins mythische Griechenland, die Heimat der Heroen und der Götter, führen nach Kreta, nach Korfu und Zakynthos. In Kreta, am südlichen Ende Europas, versuchten Menschen schon vor langer Zeit, sich in die Luft zu erheben, hier entstand das Labyrinth der Frühgeschichte, hier graben Menschen heute noch nach den Zeugnissen vergangener Hochkulturen. In Kreta abzutauchen, kommt dem Eindringen in die Geheimnisse der Geschichte gleich, doch zunächst einmal heißt es, den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren. Von Elounda aus, einem malerischen Fischerort im Westen, an dem man problemlos das Begleitpersonal für eine Weile zurücklassen kann, soll die Reise unter Wasser losgehen. Eine gute Möglichkeit bieten hierfür
die Tauchreisen Angebote auf RCF-Tauchreisen.de.
Behutsam in die Unterwasserwelt eindringen
Wer vorher noch eine gehörige Portion aufmunternden Nachtlebens kosten möchte, muss nach Agios Nikolaos. In der direkten Umgebung finden sich nicht zuletzt auch Meerwassserpools, damit man sich vorab schon einmal an die andere Chemie gewöhnen kann. Vom zauberhaften Strand am Golf von Mirabello aus ist die Insel Spinalonga gut zu sehen. Blühende Gärten verschaffen einen vorerst letzten Eindruck vom Leben an Land, die Basisstation ist binnen Minuten zu Fuß erreichbar. Hier haben die Pioniere Tauchsportgeschichte geschrieben, die schönsten Plätze sind auch heute noch so schön wie damals.
Muränen schlängeln sich an Poseidons Tisch
Nach professioneller Vorbereitung steht dem Ausflug in Tiefen von zehn bis 23 Meter nicht mehr im Wege. Der Artenreichtum am Riff ist biologisch gepflegt und deshalb nach wie vor in seiner ganzen Pracht zu bewundern. Das Gerätetauchen in Kretas Unterwasserwelt ist in homöopathisch verträglichen Dosen Schritt für Schritt etabliert worden. Um Poseidons versunkenen Tisch herum tummeln sich Oktopus und Muränen, Zackenbarsche von beachtlichem Ausmaß, Drachenköpfe, Nacktschnecken und Langusten. Mit etwas Glück schaut auch ein Delfin vorbei und vielleicht sogar ein Furcht einflößender Stachelrochen. Wer Zeus‘ Bucht gesehen hat, der kennt das Wrack des Segelschiffs noch nicht.

Austrian Airlines – 2013 neue Direktflüge nach Griechenland

Die neuen Hilfszahlungen für Griechenland wurden bewilligt und schaffen damit die Voraussetzungen, Wirtschaft und Tourismus wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Die Einschätzungen der Tourismusexperten gehen davon aus, dass für 2013 mit einem Zugang von Buchungen zu rechnen ist. So sind weitere Direktflugverbindungen von den USA, Kanada und den skandinavischen Ländern nach Griechenland vorgesehen. Im Ergebnis der Teilnahme der General Hellenic Federation of Tourism Enterprises an der Tourismus-Ausstellung in Shanghai zeigt auch China gesteigertes Interesse an griechischen Tourismuszielen.
So weit bekannt, sind die Bemühungen zum Ausbau der Flugverbindungen mit Griechenland offensichtlich in Österreich weit gediehen.
Austrin Airlines gab folgende neue Ziele in Griechenland im Zeitraum Mai bis September 2013 an:
Graz – Thira (Santorini) jeweils Montag, Hin- und Rückflug
Wien – Patras, jeweils Sonntag, Hin-und Rückflug
Wien – Chios, jeweils Sonntag, Hin-und Rückflug
Linz – Kos, jeweils Montag, Hin-und Rückflug
Damit werden touristisch interessante Urlaubsorte direkt erreicht. Wer Patras wählt, hat außerdem die Möglichkeit, den Peloponnes per Leihwagen zu bereisen und die dortigen Highlights zu besichtigen.

Werbung
Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland