Archiv für Mai 2013

Reisen nach Griechenland 2013 im Aufwind!

Bereits im April dieses Jahres hatte der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras seinen Optimismus darüber ausgedrückt, dass sich die Zeichen mehren, dass die jahrelange Rezession einem Ende entgegengeht. Ein Zeichen sei u.a. die Tatsache, dass im März erstmals die Zahl der Neueinstellungen von Beschäftigten über der der Entlassungen lag.
Auch die international tätige Rating Agentur „Fitch Ratings“, die die Kreditwürdigkeit von Unternehmen aber auch Staaten, beurteilt, hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands um eine Stufe erhöht.
Die Haupterwartungen liegen dabei auf dem Tourismussektor, dem zweitgrößten Wirtschaftssektor des Landes.
Die Anstrengungen der griechischen Regierung durch nationale wie auch internationale Massnahmen zeigen positive Wirkungen. So wird im Jahr 2013 mit einer deutlichen Zunahme von Touristen gerechnet – Chinesen, Inder und auch wieder Deutsche. In einem vom ZDF am 29. Mai 2013 ausgestrahlten Beitrag über Rhodos im Rahmen der Sendereihe „Auslandsjournal – Der Sommer der Hoffnung, Griechenland setzt auf deutsche Urlauber“ ist die Rede davon, dass 2013 etwa 15% mehr deutsche Urlauber als 2012 das Land bereisen werden.
Insgesamt soll der Tourismus 12 Milliarden Euro in die Staatskasse spülen.
Neben verbessertem Service und weiter ausgebauter Infrastruktur bieten auch die günstigen Hotelpreise erhebliche Anreize. In 4- und 5-Sterne-Hotels sind die Preise zwischen 15% und 20% gesunken.
Etwa 50000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.
Im Rahmen des Thementourismus (z.B. Religions-, Wander- und Tauchtourismus) entwickelt sich auch der Hochzeitstourismus.
Ein besonderes Augenmerk legt das Ministerium für Tourismus auf die Entwicklung des maritimen Tourismus, hier wiederum auf den Yachttourismus. Da besteht noch ein großes Entwicklungspotenzial. Obwohl Griechenland für diese Tourismusart über beste Voraussetzungen verfügt, liegt es bezüglich der Infrastruktur weit hinter anderen Ländern zurück. Auf dem Posidonia See Tourismus Forum in Athen stellte der Präsident der Hellenic Chambre of Shipping folgende Zahlen gegenüber:
– Küstenlänge Griechenland 16000 Km,        14400 Liegeplätze
– Küstenlänge Frankreich       6300 Km,      226000 Liegeplätze.
Allein diese Zahlen machen das noch vorhandene Potenzial deutlich (s.Internetportal „Travelling News“ vom 30.5.2013).
Beliebteste Reiseziele sind natürlich Inseln wie Rhodos, Mykonos, Kreta, Kos, denen auch die ARD und Sat1 Beiträge widmen werden (Info s. oben).
Das wachsende Interesse deutscher Urlauber an Reisen nach Griechenland nimmt auch die Fluggesellschaft Germanwings zur Kenntnis und eröffnet 2013 neue Flugrouten ab Hamburg nach Kos, Iraklion und Korfu sowie ab Hannover nach Thessaloniki.

Der griechische Marmor

Tempel des Hephaistos

Bei einem Besuch Griechenlands wird man mit vielen Bauwerken der Antike konfrontiert. was immer wieder in Erstaunen versetzt, ist das dafür verwendete Baumaterial – der Marmor.

Marmor

ist ein Kalkgestein, normalerweise von weißer Farbe, oft aber gefärbt durch die Einlagerung von Metalloxiden und Kohle. Neben Frankreich, Italien und Portugal ist auch Griechenland bedeutender Produzent und Exporteur von Marmor. Die Gewinnung des Marmors erfolgt in der Regel im Tagebau. Aus der Antike ist jedoch auch ein unterirdischer Abbau bekannt, z.B. der Parische Marmor. Der griechische Marmor ist für seine weiße und harte Struktur bekannt. Marmor ist ein wichtiges Exportgut der griechischen Wirtschaft.
Bedeutende Bauwerke aber auch Statuen und Grabreliefs der Antike wurden aus Marmor gefertigt. Marmor ist nach wie vor ein attraktiver Baustoff, sowohl bei der Außengestaltung der Gebäude aber auch im Innenausbau, z.B. für Bodenbeläge und Fliesen.
Die bekanntesten griechischen Marmor-Arten:

Thassos-Marmor

Thassos ist eine Insel der Nördlichen Ägäis. Der Marmorabbau ist hier seit dem 5. Jahrhundert vor Christi belegt. Die Jahresproduktion liegt bei etwa 65000m³. Thassos-Marmor macht 80% der griechischen Marmorproduktion aus.

Pentelischer Marmor

Der pentelische Marmor wird im Penteli Gebirge im Nodrosten Athens abgebaut. Der Weg zu den antiken Steinbrüchen ist streckenweise auch heute noch zu begehen. Dieser Marmor wurde beim Bau der Akropolis verwendet, z.B. für das Parthenon, aber auch für das 2007 errichtete Akropolis-Museum.

Tinos Marmor

Auf dieser Kykladeninsel entwickelten sich im 18./19. Jahrhundert der Marmoabbau sowie dessen Verarbeitung. Tinos-Marmor wurde z.B. beim Bau des Louvre in Paris und des Buckingham-Palastes in London eingesetzt.

Parischer Marmor

Der Abbau von Marmor ist auf der Kykladeninsel Paros bereits seit dem 6. Jahrhundert vor Christi nachgewiesen. Es ist ein feiner weißer Marmor, der noch bis zu einer Steindicke von 3,5 cm das Licht durchschimmern läßt.

Weitere bedeutende Marmorbrüche findet man in Drama/Ostmakedonien und Kavala/Nordgriechenland.

Der griechische Marmor ist nach wie vor ein begehrtes Baumaterial.

Ein Wort zu Chania


Gortys, Kreta


Griechenlands größte Insel

Kreta

liegt zwischen der Ägäis und dem Libyschen Meer und ist eines der häufigsten Ziele ausländischer Touristen. Und das ist auch kein Wunder, gibt es doch auf dieser Insel zahllose interessante Reiseziele. Man kann die minoischen Paläste von Knossos, Phaistos, Káto Zákros und die antike Stadt Górtys besichtigen, die Hochebene von Lassithi mit ihren Windmühlen besuchen, durch die Samariá-Schlucht wandern und den Palmenstrand von Vai aufsuchen.
Die Insel hat drei Hafenstädte, die auch von internationalen Schifffahrtsgesellschaften angelaufen werden – Iraklion, Chania und Rethymnon.

Chania

ist die zweitgrößte Stadt der Insel. Über den Hafen besteht eine tägliche Fährschiff-Verbindung nach Piräus. Außerdem verfügt Chania über einen internationalen Flughafen.
Hier in Chania endet auch die Europastraße E65, die in Malmö/Schweden beginnt. Von Chania führt die neue Autobahn A 60 in westliche Richtung nach Kissamos, von wo wiederum eine Fährschiffverbindung nach Gythio/Peloponnes führt.
Der Tourismus hat sich inzwischen neben der Landwirtschaft zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.
Viele Touristen bezeichnen Chania als die schönste Stadt der Insel. Sehenswert ist die venezianische Altstadt mit ihren engen Gassen, zahllosen Tavernen, Lederhändlern und Geschäften. Viele Häuser der Altstadt wurden in kleine Hotels umgewandelt.
Kirchen, Museen, Denkmäler und Bauwerke wie die Markthalle und Moscheen und Badebuchten sind Garant für eine interessante Urlaubsgestaltung.
Es verwundert deshalb nicht, dass die griechische Internetplattform „Travelling News“ am 8. Mai 2013 feststellen konnte, dass über die griechischen Osterfeiertage mit Fähren und Inlandsflügen 14000 Besucher und mit Charterflügen 9200 Besucher die Stadt bereisten.
Chania ist also auf jeden Fall eine Reise wert!

Die Orakel Griechenlands


Haus des Dionysos, Delos

Im antiken Griechenland spielten die Orakel, Wahrsager und Seher im privaten wie öffentlichen Leben eine große Rolle und waren hoch angesehen. Besonders die Orakel, also Wahrsagungen der Götter, wurden zu wichtigen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Entscheidungen herangezogen. Die größte Bedeutung hatte Apollon, der Gott des Lichts , der Künste und der Wahrsagungen.
So ist Delphi als wichtigster Kultort des Gottes Apollon auch in unserer Wahrnehmung das berühmteste Orakel des antiken Griechenland.

Es gab in Griechenland mehrere

Orakelstätten

deren antike Reste noch heute besichtigt werden können. So z.B.
Delphi/Mittelgriechenland
Dodona/Epirus, Nordwestgriechenland
Olympia/Peloponnes
Delos/Ägäisches Meer
um nur die wichtigsten zu nennen.
Interessant ist, dass selbst heute noch Ausgrabungen durchgeführt werden, die die Reste antiker Orakelstätten ans Tageslicht bringen – Opfergegenstände aus Keramik und Bronze.
So berichtete „Die Welt“ in ihrer Ausgabe vom 12. Mai 2011 unter der Überschrift „Wer zerstörte das Orakel von Abai“ über die Grabungserfolge eines internationalen Archäologenteams unter deutscher Leitung von der sensationellen Freilegung der Reste des Orakelheiligtums Apollo. Bei dem in Mittelgriechenland liegenden Ort Kalapodi wurden zwei Tempel freigelegt, in denen über mehr als zweitausend Jahre Orakel prophezeit wurden.

Orakelprozedur

Das Orakel war eine Priesterin oder ein Priester, die in einem Trancezustand Antworten auf gestellte Fragen gaben und so einen Blick in die Zukunft warfen. Über die Priesterin bzw. den Priester glaubten die Menschen Kontakt zu Gott aufnehmen zu können. Sowohl die Tempelanlagen als auch die heilige Handlung sowie deren Ergebnisse bezeichnet man heute gemeinhin als Orakel.
Der Ablauf einer Orakelprozedur wird meistens am Beispiel des Orakels von Delphi geschildert.
Hier war das Orakel eine Priesterin, die Pythia. Nur an bestimmten festgelegten Tagen konnte das Orakel befragt werden.
Nach Reinigung an einer heiligen Quelle ging die Pythia in Begleitung von Priestern in den Apollontempel und trat vor den Altar. Hier sollen aus einer Quelle Dämpfe ausgetreten sein, die die Pythia in einen Trancezustand versetzten.
Die Antworten waren oft rätselhaft und mehrdeutig.
Die griechischen antiken Dichter sollen übrigens geteilter Meinung zu der Wahrhaftigkeit der Orakel Griechenlands gewesen sein – Sophokles hat den Wahrheitsgehalt der Sprüche verteidigt, Euripides hat sie bezweifelt, Aristophanes hat sie verspottet.

Sommeröffnungszeiten der griechischen Museen

Es gibt wohl kaum einen Touristen, der Griechenland besucht und nicht seinen Aufenthalt mit dem Besuch eines Museums oder einer archäologischen Stätte verbindet. Griechenland hat mehr als 1000 Museen und Ausgrabungen. Die bedeutendsten findet man in Athen – die Akropolis, Olympia, Knossos, Mykene und Mystras. Die Führer haben alle ihr Diplom an einer der Fremdenführerschulen der Nationalen Organisation für Tourismus erworben.
Für die Sommerzeit gelten nunmehr u.a. folgende neue

Öffnungszeiten:

Akropolis 8-19 Uhr
Olympia 8-17 Uhr
Knossos 8-17 Uhr
Mykene 8-19 Uhr
Mystras 8-20 Uhr
Die Öffnungszeiten der dazugehörigen Museen, soweit vorhanden, weichen teilweise geringfügig von denen der Ausgrabungsstätten ab. Außerdem ergeben sich an Sonntagen/Feiertagen auch abweichende Zeiten. Es ist deshalb ratsam sich für die eigene Zeitplanung vor ort vor einem beabsichtigten Besuch zu informieren.

Ein Inselurlaub in Griechenland

Eine Griechenland Reise ist immer ein besonderes Erlebnis. Nicht nur Destinationen auf dem Festland sind Garant für interessante Urlaubstage, sondern auch ein Inselurlaub bietet unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse.
Einige tausend Inseln bilden etwa ein Fünftel des griechischen Festlands, und nur ein Bruchteil dieser Inseln ist bewohnt. Nach unterschiedlichen Quellen variiert die Zahl der bewohnten Inseln zwischen 115 und167. Manche Inseln spielen im internationalen Tourismus eine untergeordnete Rolle, wie z.B. Limnos in der Nord-Ägäis. Andere wiederum sind Hochburgen des internationalen Tourismus, wie z.B. Rhodos.
Welche Insel sollte man also für einen Urlaub wählen?
Zunächst einmal sollte man sich darüber im Klaren sein, ob der Urlaub nur der reinen Entspannung und Unterhaltung dienen soll oder ob man neben der Entspannung auch Bekanntschaft mit der Antike Griechenlands machen will.
Zwei Insel-Beispiele sollen vorgestellt werden.

Insel Hydra

Hydra ist eine kleine Insel im Saronischen Golf und von Athen nur etwa 50 Seemeilen entfernt. Regelmäßige Fährverbindungen bestehen nach Athen und den umliegenden Inseln. Die Insel ist gebirgig und unfruchtbar. Deshalb spielt die Landwirtschaft hier keine Rolle.
Das Leben spielt sich tagsüber geruhsam am Strand nahegelegener Buchten und am Abend in den zahllosen gemütlichen Tavernen ab. Autos verkehren auf Hydra nicht. Die Nordseite der Insel ist bebaut, während der Osten der Insel unbesiedelt und mit dichten Pinienwäldern bedeckt ist. Obwohl Hydra bereits in prähistorischer Zeit besiedelt wurde, finden sich keine Ausgrabungen aus dieser Zeit. Einige Klöster sind noch in Betrieb und können besichtigt werden.
Hydra ist kein Ziel des Massentourismus, es ist eher ein internationales Kulturzentrum. Im Bereich des Hafens findet man verschiedene Kunstgalerien. Bekannte Schriftsteller und Maler haben auf der Insel gelebt.
Ein extensives Nachtleben in Bars und Discos gibt es nicht.
Unterkunft findet der Tourist in Privatpensionen oder z.B. dem Hotel Hydroussa.

Insel Santorini

Man sagt, dass Santorini eine der teuersten Inseln im ägäischen Meer ist. Ich kann das nicht beurteilen, aber mir ging es wie tausenden anderen Besuchern dieser einzigartigen Insel ebenfalls – Santorini (Thira) ist nicht vergleichbar mit anderen Inseln. Santorini ist ein internationaler Touristenmagnet. Hunderte Kreuzfahrtschiffe laufen jährlich den Hafen an.
Die heutige geologische Beschaffenheit der Insel geht auf einen vor etwa 3500 Jahren erfolgten Vulkanausbruch zurück. Der Hauptort Thira sowie der benachbarte Ort Oia liegen am Rand eines ca. 300m steil abfallenden Kraters. Die Strände sind schwarz durch das Lavagestein. In der Caldera liegen die Inseln Nea Kameni und Palea Kameni, die man mit Booten erreicht. Noch heute sind auf diesen Inseln schwefelhaltige Dämpfe und heiße Quellen aktiv. Nicht belegte Meinungen behaupten, dass das Erdbeben und der Vulkanausbruch in Santorini mit dem Untergang von Atlantis in Verbindung stehen.
Der größte Touristenmagnet ist die Ausgrabungsstätte von Akrotiri, die nach jahrelanger Schließung nun wieder für Touristen geöffnet ist.
Neben dieser Ausgrabungsstätte gibt es mehrere Museen und Kirchen zu besichtigen. Ein interessanter Wanderweg führt entlang der Steilküste von Thira nach Oia (12 Km). Oia ist noch immer gekennzeichnet von dem verheerenden Erdbeben 1956.
Zahlreiche Tavernen, Bars und Diskotheken laden zum Bummeln und Entspannen ein.
Garant für eine gute Reisevorbereitung ist der Reiseveranstalter tropo.

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Kategorie: Reisen Griechenland