Archiv für Dezember 2013

Freier Besuch der archäologischen Stätten Athens

Im Rahmen der zahlreichen Massnahmen, die Stadt Athen attraktiver für Besucher zu machen, wurde jetzt beschlossen, kostenlose Touren archäologischer Stätten im ersten Quartal 2014 zu ermöglichen. Die Touren werden von ausgebildeten Führern geleitet.
Die erste Tour findet am 5. Januar 2014 durch das Nationale Archäologische Museum Athens statt, die letzte dann am 30. März 2014 am Olympion.
Da man sich zur Teilnahme an den Touren anmelden muss, ist es zu empfehlen, wegen der Formalitäten zuvor Kontakt mit der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr – GZF aufzunehmen.
Sitz in Deutschland ist:
Neue Mainzer Str. 22
60311 Frankfurt am Main
Hessen
Telefon:
(069) 25 78 27 0

Peloponnes – Landschaft und Sehenswürdigkeiten (II/II)

Die Sehenswürdigkeiten des Peloponnes

Kalavrita, Kloster Mega Spileo
Wie bereits aus im vorigen Artikel erwähnt, ist der Peloponnes reich an Sehenswürdigkeiten. Wem sind nicht Namen wie Olympia, Sparta, Mykene oder Korinth bekannt (s. eBook „Faszination Griechenland“)? In diesem Artikel sollen aber einige Sehenswürdigkeiten vorgestellt werden, die etwas abseits von den großen Touristenströmen liegen. Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, den Peloponnes zu erreichen – von Athen kommend ist Korinth das „Eingangstor“, vom Norden kommend ist Patras, also die Präfektur Achaia, der Ausgangspunkt für die Erkundung des Peloponnes.
So auch bei der Beschreibung der folgenden Sehenswürdigkeiten.

Kalavrita

Die Präfektur ist überwiegend gebirgig. So liegt das Reiseziel Kalavrita auf einer Höhe von 750 m. Kalvrita ist mit dem Fahrzeug erreichbar oder mit der Zahnradbahn von Diakofto. Wir nutzten die Zahnradbahn und waren begeistert von der Fahrt durch zunächst eine tiefe Schlucht bis wir schließlich an der Endstelle der Bahn ankamen. Sehenswert sind die beiden berühmtesten Klöster Griechenlands. Das Kloster Mega Spileo wurde in eine Felshöhlung des Gebirges Helmos gebaut. Die Klosterkirche mit schönen Wandmalereien stammt aus dem 17. Jahrhundert. Etwa 5 Km von Kalavrita entfernt ist das Kloster Agia Lavra. Das Kloster wurde 961 gegründet. Von dem damaligen Kloster ist
allerdings nur noch die Kirche erhalten, die anderen Klostergebäude stammen aus dem Jahr 1689. Dieses Kloster ist eine der bedeutendsten Gedenkstätten Griechenlands. Hier begann 1821 der Kampf der Griechen gegen die osmanische Herrschaft. Auch das Wintersportzentrum im Helmos-Gebirge ist von Kalavrita aus zu erreichen.
Fährt man von Kalavrita in südlicher Richtung weiter kommt man nach etwas mehr als 80 Km zu dem Bergdorf

Dimitsana

.
Dieser Ort hat uns beeindruckt, es ist ein einsam gelegenes Bergdorf im Bergland von Arkadien der Mitte des Peloponnes auf einer Seehöhe von 1000 m. Nur etwa 600 Einwohner bevölkern dieses Dorf. Wie in vielen Dörfern ist es auch hier so, dass die Jugend wegzieht und die Alten bleiben. In den letzten Jahren hat sich jedoch auch hier ein Wandel vollzogen – immer mehr Menschen kehren zurück, sanieren die alten Häuser und nutzen sie als Wochenenddomizil. Dimitsana ist in mehrerlei Hinsicht interessant. Zum Einen wegen seiner Lage oberhalb der imposanten Lousios-Schlucht und zum Anderen wegen des Klosters Johannes des Täufers welches an den Fels gebaut ist. In diesem Kloster kann man auch in den Zellen übernachten.
Wenn man Arkadien in südlicher Richtung verlässt und die Präfektur Lakonien durchfährt, erreicht man nach etwa 200 Km die

Halbinsel Mani

Die Hauptstadt von Mani ist Sparta, bekannt durch seine spartanische Militärmacht. Die südlichste Spitze der Mani ist das Kap Tenaro, der südlichste Festlandspunkt Europas. Auch auf der Mani findet man zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten.
Die Mani ist eigentlich eine unwirtliche Landschaft – geprägt durch karges Land, nackten Fels und steinerne Wohntürme.
Besonders zwei Sehenswürdigkeiten sollen hervorgehoben werden.
In Südost-Lakonien befindet sich Monemvassia, der ehemalige Burgberg der Byzantiner. Festungsmauern und Reste der Burgen, enge gepflasterte Gassen und Herrenhäuser prägen das Bild des Ortes.
Die bedeutungsvollste Sehenswürdigkeit ist aber die Ruinenstadt Mistras in Zentral-Lakonien. Mistras war zwei Jahrhunderte die Hauptstadt des Peloponnes. Man kann hier durch die engen und verwinkelten Gassen der toten Stadt laufen. Man geht vorbei an ehemaligen Wehrtürmen, verfallenen Herrenhäusern, Kirchen und Klöstern.
Um die Sehenswürdigkeiten des Peloponnes zu besichtigen, sollte man etwas mehr Zeit einplanen – es lohnt sich aber auch!

Peloponnes – Landschaft und Sehenswürdigkeiten (I/II)

Peloponnes, Präfektur Arkadien

Die Landschaft des Peloponnes

Im Süden des griechischen Festlandes liegt eines der interessantesten und abwechslungsreichsten Urlaubsgebiete Griechenlands – die Halbinsel Peloponnes. Die Spuren der Antike, wie z.B. das Heiligtum der Hera, der Zeustempel in Korinth oder die Burgfestung auf Akrokorinth sind ein Beweis dafür, dass der Peloponnes schon in prähistorischer Zeit von Menschen besiedelt war. Etwa 1500 v. Chr. wurden die ersten Funde zum Nachweis menschlichen Lebens gemacht.
Der Peloponnes wird auf drei Seiten vom Meer umspült und hat zahllose Strände.
Vom Festland ist die Halbinsel durch den 1893 in Betrieb genommenen Kanal von Korinth getrennt.
Aufgeteilt ist der Peloponnes in sieben Präfekturen.
Die Landschaft des Peloponnes ist sehr unterschiedlich strukturiert. Die Präfektur Arkadien z.B. ist ein bergiges Hochland mit landwirtschaftlich genutzten Tiefebenen, die Präfektur Lakonien hingegen eine fruchtbare Tiefebene, die ringsum von hohen Gebirgszügen geschützt ist.
Von den mehr als 60 Gebirgen Griechenlands mit einer Höhe von über 2000 m befinden sich
5 Gebirge auf der Halbinsel Peloponnes. Der höchste Berg ist mit 2407 m der Profitis Elias im Gebirgszug des Taygetos-Gebirges.
Die gebirgigen Regionen sind eigentlich auch das Bestimmende, was den Peloponnes charakterisiert. Diese Regionen sind unwirtlich und schwer zugänglich. Tiefe Schluchten wie z.B. das Lousios-Tal, in Arkadien, sind kennzeichnend. Allerdings bieten die Gebirgsregionen auch Wintersportmöglichkeiten. So im Helmos Gebirge das Skigebiet von Kalavrita auf etwa 1700 m Höhe.
In den wenigen vorhandenen Ebenen dominiert der Weinanbau. Bekannt ist der Wein von Nemea in der Präfektur Korinth.
Das Schwemmland um die Mündungen der Flüsse Alfios (110 Km Länge, Arkadien) und Neda (45 Km Länge) ist sehr fruchtbar. Hier findet man Olivenhaine, Gemüsegärten, Maispflanzungen und große Kornfelder.
Das Klima des Peloponnes ist gekennzeichnet durch einen milden Winter und einen heißen trockenen Sommer. Die Frühlings- und Herbstmonate sind deshalb die beste Reisezeit für den Peloponnes.
Obwohl die wichtigsten Orte auf dem Peloponnes gut per Bahn, Bus, Flugzeug und Schiff zu erreichen sind, empfiehlt es sich doch, die herrliche Landschaft mit ihren Sehenswürdigkeiten mit dem Pkw zu erkunden!

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Kategorie: Reisen Griechenland