Archiv für Juni 2014

Nafplio – die alte Hauptstadt Griechenlands

Nafplio, Pelopponnes
Die Gründung dieser Hafenstadt am Argolischen Golf geht bis in die Antike zurück. In ihrer langen Geschichte war sie sowohl unter venezianischer als auch türkischer Herrschaft, bis sie schließlich 1822 Griechenland angegliedert wurde ( s. auch eBook „Faszination Griechenland“).
Im Londoner Protokoll vom 3.2.1830 wurde von Russland, Frankreich und Großbritannien festgelegt, das Königreich Griechenland unter einem eigenen König als unabhängigen Staat zu gründen.
Otto I. von Bayern (1832) wird der erste König Griechenlands und Nafplion bis 1834 die erste Hauptstadt Griechenlands.
Die eigentliche Stadt zählte 2011 etwas über 14000 Einwohner, mit den zwischenzeitlich vorgenommenen Eingemeindungen etwas über 33000 Einwohner. Wirtschaftlich bedeutungsvoll ist heute in erster Linie der Tourismus. Zum Einen ist die Stadt mit der hochgelegenen Palamidi-Festung und der kleinen in der Hafeneinfahrt liegenden Bourtzi-Festung sehenswert und zum Anderen sind die berühmten Ausgrabungsstätten von Mykene in einer guten halbstündigen Autofahrt zu erreichen. Hierzu wird auf den Blogartikel vom 7. Oktober 2013 „Die Ausgrabungen von Mykene auf dem Peloponnes“ verwiesen. Kirchen, Museen und das etwas ausserhalb liegende Nonnenkloster Agia Moni, sind ebenfalls interessante touristische Ziele. Auf einem zentralen Platz der Stadt Nafplio steht das Denkmal von Ioannis Kapodistrias, dem ersten Präsidenten Griechenlands (1831 ermordet).

Bedeutende Schluchten Nordgriechenlands


Kloster Prodromou

Viele Touristen verbinden mit Griechenland oft nur Inseln, Strände, glasklares Wasser und unbegrenztes Badevergnügen. Aber das Land bietet viel mehr – eine herrliche Bergwelt mit einzigartiger Pflanzen- und Tierwelt. Beeindruckend sind die berühmten Schluchten.
Es soll die Bemerkung vorangestellt werden, dass diese Reiseziele nach meinen Erfahrungen im Prinzip Individualtouristen vorbehalten sind. Große Reisebüroketten organisieren derartige Reisen nicht. Zum Einen weil keine großen Hotels vorhanden sind und zum Anderen auch deshalb, weil die schmalen Straßen und Gassen der Bergdörfer der Passage großer Reisebusse Grenzen setzen.
Lousios-Schlucht
Diese Schlucht befindet sich auf dem Peloponnes, im Regionalbezirk Arkadien. Mit einer Länge von 5 Kilometern ist sie zwar nur halb so lang wie die Vikos-Schlucht, aber deshalb nicht minder interessant. Von dem Bergdorf Dimitsana (ca. 1100 m Seehöhe) fährt man in Richtung Stemnitsa, zweigt dann von dieser Straße ab und kommt zu den Ausgrabungen der antiken Stadt Gortys. Zwei bedeutende, noch von Mönchen bewohnte Klöster, sind sehenswert. Das in die Felsen gebaute Kloster Prodromou (s. Foto) und das Kloster Philosophou. Die Klamm selbst kann auf einem Wanderweg durchlaufen werden.
Vikos-Schlucht
Es ist eine Schlucht im Pindus-Gebirge in der Region Epirus im nordwestlichen Griechenland. Die Schlucht ist etwa 10 Kilometer lang und soll bis zu 1000 m tief sein. So ist es jedenfalls im Guiness-Buch der Rekorde festgehalten. Man erreicht die Schlucht am besten von dem in über 1000 m Höhe liegenden Bergdorf Monodendri aus. Der Ort liegt im Vikos-Aóos-Nationalpark und ist Ausgangspunkt für interessante Trekking-Touren. Will man die Schlucht von oben einsehen, bietet sich die Möglichkeit auf einer schmalen aber gut asphaltierten Straße bis zu einem kleinen Parkplatz zu fahren und dann ab dort zu Fuß weiterzulaufen. Auf dieser Straße durchfährt man den sogenannten „Steinernen Wald“, interessanten Felsformationen.
(Leider war es wegen Bauarbeiten zum Zeitpunkt unseres Besuches am 5. Mai 2014 nicht möglich, dem Fußweg bis zur Aussichtskanzel oberhalb der Schlucht zu folgen)
In diesem Zusammenhang wird auf den Blogartikel vom 14. Mai 2014
„Ein Streifzug durch den nördlichen Pindos-Nationalpark“ verwiesen.

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Kategorie: Reisen Griechenland