Archiv für Juli 2014

Das Akropolis-Museum in Athen (2/2)


Akropolis-Museum in Athen

Obwohl schon am 17. April 2011 ein Artikel zum „Akropolis-Museum“ erschien, ist es mir wert, noch einmal darauf einzugehen.
Athen besitzt zahlreiche interessante Museen, die die Geschichte des Landes darstellen und Fundstücke aus seiner jahrhundertealten Geschichte präsentieren. Einen Überblick bietet das eBook „Faszination Griechenland“. Das markanteste Wahrzeichen Athens ist zweifelsohne die Akropolis. Der Besuch der Akropolis, der antiken Stadtfestung des Landes, ist ein Muß für jeden Touristen. Die baulichen Überreste der Tempelanlagen, wie z. B. Nike- und Parthenontempel kann man direkt auf dem Burgberg besichtigen. Die Grabungsfunde jedoch im neuen Akropolis-Museum. Die Geschichte dieses Museums reicht bis ins Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Die Funde der ersten Ausgrabungen wurden in einem kleinen extra errichteten Gebäude auf dem Gelände der Akropolis ausgestellt. Da jedoch auch dieses bald den Anforderungen nicht mehr entsprach, wurde 1937 ein neues größeres Museum gebaut, ebenfalls im Gelände der Akropolis. Viele Grabungsfunde konnten jedoch auch hier nicht ausgestellt werden und mußten in Magazinen gelagert werden. Der nunmehr notwendige dritte Museumsbau fand auf der Akropolis keinen Platz mehr. Auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne und eines Militärkrankenhauses wurde 2002 mit dem Neubau begonnen, die feierliche Eröffnung erfolgte 2009. Interessant ist schon das Betreten des Museums – man überläuft auf dicken Glasplatten ein Grabungsfeld. Künftig soll es auch für Besucher begehbar sein. Auf drei Etagen und einer Ausstellungsfläche von 25000 m² kann man tausende von Ausstellungsstücken besichtigen.
Ständig finden auch spezielle Veranstaltungen statt. So wird z. B. am Sonntag, 10. August 2014, der August-Vollmond gefeiert mit der „Hellenic Air Force Band“, die klassische Opernmelodien und bekannte griechische Lieder spielt. Das Museum ist aus diesem Anlaß von 8 Uhr bis 24 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Die Berge um Athen


Blick vom Hymettos auf Athen

Wer einmal auf dem Lykabettus, einem 277 m hohen Berg in Athen gestanden und von dort einen Blick auf die Metropole geworfen hat, sah ein Häusermeer vor sich. Schon beim Anflug auf Athen kann man die kesselartige Lage der Stadt erkennen.
Im Süden öffnet sich die Stadt zum Saronischen Golf, und man kann den Hafen von Piräus sehen.
In nördlicher Richtung ist die Stadt von hohen Gebirgszügen umgeben. Bedingt durch diese Lage erreichen die Temperaturen in der Stadt im Sommer über 40° C. Im Winter hingegen kommt es zu Kaltlufteinbrüchen mit Schneefall. Für die Athener ein besonderes Erlebnis. Die Zufahrt zu den Bergen um Athen wird für die Autofahrer dann so geregelt, dass die Zufahrtsstraßen zu Einbahnstraßen erklärt werden – am Vormittag bergwärts, am Nachmittag talwärts.
Jeder dieser Gebirgszüge ist es wert, einmal besucht zu werden.
Mit 1413 m ist der Parnes mit seinem Skigebiet der höchste Berg.
Der Pendeli hat eine Höhe von 1107 m, er ist bekannt wegen seines weißen Marmors, der auch für den Bau der Akropolis verwendet wurde.
Der Hymettos erreicht eine Höhe von 1027 m. Auf dem Hymettos wird ein bläulich-grauer Marmor abgebaut. Interessant ist dieser Gebirgszug auch wegen seiner zahlreichen Höhlen, so z. B. der Koutouki-Höhle. Sehenswert das Kloster Kaisariani, gelegen an der Nordseite des Gebirges.
Obwohl durch die Feuerbrünste der vergangenen Jahre mancher Hektar Wald vernichtet wurde, bleiben die Berge um Athen interssante Touristikziele.

Szeneviertel Athens

Athener Szeneviertel Thissio
Das eBook „Faszination Griechenland“ beschreibt die vielfältigen und interessanten Möglichkeiten, die sich dem Besucher Athens bieten, wenn er die Stadt erkunden will. In den letzten Jahren haben sich besonders zwei Stadtviertel entwickelt, deren Besuch sich lohnt, die sogenannten Szeneviertel Athens:
Psirri
Unweit der Plaka, zwischen der Athinas und Evripidou befindet sich der Stadtteil Psirri. In der Mitte des 19. Jahrhunderts siedelten sich hier kleine Werkstätten und Gewerbebetriebe an. Auch heute kann man tagsüber noch Handwerkern bei derArbeit zusehen. Aber zwischenzeitlich hat sich Psirri zu einem beliebten
Vergnügungsviertel entwickelt. Zahlreiche kleine Restaurants, Tavernen mit griechischer Folkloremusik, Galerien und Antiquariate haben sich etabliert. Besonders am Abend ist es interessant, in den engen Gassen zu bummeln.
Thission
Nordwestlich der Ermou Straße und unweit der Agora befindet sich ein weiterer interessanter Stadteil-Thission. Auch hier hat sich in den letzten Jahren ein Szene-Viertel entwickelt. Die alten Pferdeställe König Ottos wurden in das bekannte Cafè Stavlos umgewandelt. In einer alten Hutfabrik ist das Melina-Mercouri-Kulturzentrum untergebracht, und aus einem alten Gaswerk wurde ein industriegeschichtliches Museum. Ein Synonym für dieses sich entwickelnde Viertelist der Begriff „GAZY“. Das ehemalige Gaswerk entstand in der Zeit, als auch inGriechenland die industrielle Revolution ihren Einzug hielt. Eine französische Gesellschaft begann 1867 mit dem Bau. Das Gaswerk war bis 1984 in Betrieb (s. Blogartikel Industriemuseum im Athener Stadtteil Thissio“ vom 12. Januar 2013).

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Kategorie: Reisen Griechenland