Archiv für Dezember 2014

Griechenland – ein Reiseziel für den Winter?


Athen im Schnee

Aber natürlich, warum nicht?
Die geographische Lage Griechenlands hat im Bereich der Küsten und Inseln milde Winter (aber auch hier kann man manchmal wie auf diesem Foto von Athen – wenn auch selten – schneebedeckte Palmen sehen) und trockene, heiße Sommer mit jährlich bis zu 3000 Sonnenstunden zur Folge. Im Landesinneren hingegen hat das Klima einen kontinentalen Charakter mit strengen Wintern in den Gebirgsregionen.

Diese Aussage wird auch in dem eBook „Faszination Griechenland“ getroffen.

Diese geographische Situation bietet sowohl die Möglichkeit, in den griechischen Wintersportgebieten dem Wintersport zu frönen, als auch auf ausgewählten Inseln entspannte und ruhige Tage zu verbringen.
Die Wintersportgebiete befinden sich in den Regionen Peloponnes, Zentralgriechenland, Thessalien, Epirus, Thrakien und Makedonien und werden überwiegend von den Griechen selbst besucht.

Was die Inseln betrifft, wären hier in erster Linie Kreta, Rhodos und Kos zu erwähnen. Die Tagestemperaturen erreichen im Zeitraum Januar-März/April bis zu 21° C, bis zu
8 Sonnenstunden und Wassertemperaturen bis zu 18° C.
Natürlich muss man beim Besuch der Inseln Zugeständnisse machen – viele Tavernen, Souvenirshops, Museen, soweit vorhanden, sind geschlossen. Aber auch diese Situation hat ihre Reize. Es gibt keine Hektik, wie sie der Massentourismus im Sommer mitsichbringt, alles läuft entspannt und geruhsam ab.

Für Touristen, die Stille und Beschaulichkeit lieben, ist Griechenland also auch ein Reiseziel für den Winter!

Athen – das Stadtviertel Kolonaki

Athen ist eine Stadt mit vielen Facetten. Das unmittelbare Stadtzentrum ist sowohl von Elementen des Okzident als auch des Orient bestimmt.
Ersichtlich an der Struktur der Stadtviertel – ihrer Architektur, ihrem Lebensrhythmus.
Ein interessantes Stadtviertel ist Kolonaki, nordöstlich vom Syntagma-Platz.
Der Platz bekam seinen Namen nach einer kleinen Säule („Säule“ auf griechisch heißt „Kolonaki“), die auf einer Rasenfläche steht.

Es war früher das Botschaftsviertel Athens. Am berühmten Vasilissis-Sofias-Boulevard findet man viele klassizistische Prachtbauten und Botschaftsgebäude.

Es ist ein Wohnviertel mit gehobenen Ansprüchen.
Die Wohnhäuser sind meist im neoklassizistischen Stil gebaut. Es gibt aber auch die für das Athen der 1920er-/1930er Jahre bekannten Apartmenthäuser, die das Straßenbild prägen.

In den vielen Restaurants und Cafés mit gehobenen Ansprüchen trifft man Politiker, Künstler, Schauspieler und auch so manchen Sonderling ( s. auch eBook „Faszination Griechenland“).

Da Kolonaki nicht weit vom Lykabettos-Hügel entfernt ist, lohnt es sich, nach einem Rundblick von diesem Hügel über das Häusermeer Athens, einen Abstecher nach Kolonaki zu machen.

Die Zeit der Olivenernte in Griechenland


Olivenbaum auf dem Peloponnes

Wie beim Ernten jeder Frucht, muss auch bei der Olive der beste Reifegrad abgewartet werden. Das ist dann der Fall, wenn sich die Olive von Grün in Violett verfärbt. In der Regel ist das der Zeitraum Ende Oktober bis Anfang Dezember, manchmal sogar bis in den März.
Entscheidend für die Qualität des später aus der Olive gewonnenen Öls sind zwei Faktoren – der richtige Erntezeitpunkt und die Art und Weise der Ernte.

In Europa ist Griechenland neben Italien und Spanien eines der Hauptproduzenten von Olivenöl.
Die Ernte und Verarbeitung der Oliven ist mit einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Griechenlands.
Die größten Anbaugebiete findet man auf dem Peloponnes, der Insel Kreta, der Halbinsel Chalkidiki sowie in vielen anderen Gebieten.

Schon in der Antike spielte der Olivenbaum oder auch Ölbaum, eine wichtige Rolle. Er galt als Symbol der Weisheit und des Friedens.

Neben der Verwendung als Nahrungsmittel ( s. Blogartikel vom 26. Februar 2012 „Spezialitäten der griechischen Küche – Oliven“ ) wird das Olivenöl auch für Wellnessanwendungen und die Körperpflege genutzt.

Die Ernte der Oliven kann auf verschiedene Art erfolgen – manuell oder maschinell.

Die manuelle Ernte, d.h. das Pflücken der Oliven, ist zwar die schonendste Art der Ernte, gleichzeitig aber auch die aufwendigste. Der Vorteil besteht darin, dass die Früchte nicht verletzt und gleich beim Erntevorgang auch aussortiert werden. Diese aufwändige Art erfolgt in der Regel nur für die Herstellung eines besonders wertvollen Öls bzw. für die Herstellung von Tafeloliven. Sind die Oliven schon sehr reif, werden sie auch mit Stöcken von den Bäumen geschlagen.

Die überwiegend angewendete Art ist jedoch die maschinelle Ernte.
Dabei kommen Rüttelmaschinen zum Einsatz, die von Traktoren gezogen werden. Ein Greifarm umfasst den Stamm des Baumes und erreicht durch rüttelnde Bewegungen, dass sich die Olive vom Stamm löst und in die auf dem Erdboden ausgebreiteten Netze fällt. Eine Beschädigung der Frucht tritt dabei nicht ein. Diese Methode ist natürlich nur auf ebenem Gelände anwendbar.

Da auch im Spätherbst Griechenland viele interessante Reiseziele bietet, lohnt es sich, einmal bei der Olivenernte und der folgenden Verarbeitung zuzusehen.

Griechenlands ländliche Unterkünfte


Herrenhaus Deligianni, Dimitsana, Peloponnes

Dass Griechenland eines der beliebtesten Reiseziele im Süden Europas ist, ist allseitig bekannt.

Auch die Rekordgästezahlen des Jahres 2014 beweisen das. Seit inzwischen 42 Jahren fasziniert mich dieses Land, kenne ich die Sitten und Gebräuche, verfolge ich die Entwicklung. Besonders das Hotel- und Gaststättengewerbe hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Auch das kann man aus verschiedenen Blickwinkeln sehen, weil leider oftmals das typisch Griechische dabei verloren ging. Eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, ist heute in keinem Gebiet Griechenlands ein Problem. Es gibt zahlreiche Angebote vom 5-Sterne Hotel bis zur gemütlichen Pension.

Ich möchte jedoch die Aufmerksamkeit auf die ländlichen Unterkünfte lenken.

Es gibt den Europäischen Verband für Landtourismus, dem sich auch griechische Hoteliers unter dem Namen „Guest Inn – The Greek Network of Rural Accomodation“ angeschlossen haben. Die Unterkünfte findet man in besonders interessanten ländlichen Gegenden – in den Bergen, an der See, in Wein- oder Olivenanbaugebieten. Oftmals handelt es sich um uralte rekonstruierte Herrenhäuser, die jeden modernen Komfort aufweisen. Strikte Qualitätsstandards sind einzuhalten. In der Küche werden besonders traditionelle Gerichte zubereitet, denen die heimischen Produkte zugrundeliegen. In der Regel findet man die Unterkünfte in Gebieten, die noch nicht vom Massentourismus überflutet sind – im Piliongebirge oder auf dem Peloponnes, z.B. in dem Bergdorf Dimitsana.

Wenn man eine Reise nach Griechenland plant und diese Reise vielleicht noch auf eigene Faust mit dem Pkw durchführt, ist es durchaus empfehlenswert, nach diesen ländlichen Unterkünften Ausschau zu halten!

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Kategorie: Reisen Griechenland