Archiv für Mai 2015

Das Festival von Athen

Athen, Odeon des Herodes Attikus
In den Sommermonaten ist Griechenland für die Touristen ein wahres Mekka – kilometerlange Strände, verschwiegene Buchten, urige Bergdörfer, antike Stätten und vieles mehr.
Aber auch bemerkenswerte kulturelle Ereignisse ziehen viele Urlauber an. Dazu gehört das Festival von Athen.
In diesem Jahr findet es vom 1.6. bis 31.8.2015 statt.
Auch in anderen Orten Griechenlands finden derartige Festivals in antiken Theatern statt, so z. B. in Epidaurus.
Das bedeutendste ist jedoch das Festival in Athen.
Das Odeon des Herodes Attikus liegt am Fuss der Akropolis, neben dem nur noch als Ruine erhaltenen Dionysos-Theater, ebenfalls ein Bauwerk der griechischen Antike.
Aufgeführt werden griechische Dramen, Musikstücke, Tänze.
Das Theater wurde 161 n. Chr. erbaut. In 32 Sitzreihen haben etwa 5000 Zuschauer Platz.
Es ist außerordentlich beeindruckend, in einer Sommernacht vor der altehrwürdigen Kulisse des antiken Bauwerks eine Aufführung zu erleben.
Zu empfehlen ist eine rechtzeitige Kartenreservierung.

Rafting im Epirus

Vikos-Schlucht
Griechenlands Flüsse bieten zahlreiche Möglichkeiten für Wassersportler. Viele sind nur kurz und oftmals auch wasserarm, wie z. B. der Ilisos, der die Ebene von Athen durchfließt. Die längsten Flüsse sind der Aliakmon mit 322 Km und der Acheloos mit 255 Km. Aber viele Flüsse sind gut geeignet für Kanufahrten oder Rafting.

Einer davon ist der Voidomatis River. Er ist nur 15 Km lang, durchfließt aber eine der reizvollsten Landschaften in der Region Epirus.
Die Quelle liegt in einem Bergmassiv im nördlichen Pindus-Gebirge, er mündet in den Fluss Aoos.
Der Reiz dieses Flusses liegt für den Wassersportler darin, dass er die Vikos-Schlucht (s. auch den Blogartikel vom 5. Juni 2014 „Bedeutende Schluchten Nordgriechenlands“) mit Kanu oder Schlauchboot durchqueren kann.
Damit durchfährt man auch den Vikos-Aoos-Nationalpark – schroffe Felswände, Klosteranlagen und alte Steinbrücken.
Die Gegend ist auch bekannt für die alten Zagoria-Dörfer, die eine besondere Sehenswürdigkeit sind. Als Ausgangspunkt für Wanderungen kann man Monodendri empfehlen. Der Ort liegt auf einer Höhe von ca. 1100 m.

Kos – Insel des Hippokrates

Gasse in Mykonos

Bekannt durch seine langen Sandstrände und vielen Buchten, die für Badeurlauber und Wassersportler ein Paradies sind, ist Kos die nach Rhodos drittgrößte Insel der Dodekanes (s.eBook „Faszination Griechenland“).
Die Insel ist für Touristen ein Paradies.
Kos, so auch der Name der heutigen Hauptstadt, wurde im 4. Jahrhundertv.Chr. gegründet und war für 100000 Einwohner geplant. 2011 lebten hier lt.Ergebnis der Volkszählung des Griechischen Statistischen Amtes 33388 Einwohner.

Die Architektur der Altstadt erinnert an die Gassen von Mykonos – eng, verwinkelt mit kubischen Häusern.
Aus der langen Geschichte der Insel gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten – Reste alter Festungen, eine Thermalquelle im Meer, das Geisterdorf Agios Dimitrios und natürlich als Hauptanziehungspunkt das Asklepieion, ein antikes Sanatorium, welches etwa 4 Km außerhalb der Stadt liegt. 1901 wurde es durch den deutschen Archäologen Herzog entdeckt und danach freigelegt. Die ehemalige Terrassenmauer wurde rekonstruiert, aber Säulen und Reste des Versammlungshauses sind noch erhalten.
Der bekannteste Bürger der Insel war Hippokrates, der 460 v. Chr. auf Kos geboren wurde. Hippokrates war der berühmteste Arzt der Antike, er gilt als Begründer der Medizin als Wissenschaft. Er hat aber nicht im Asklepieion gelehrt, er soll unter einer Platane in der Stadt gelehrt haben.
Erst seine Schüler wirkten nach seiner Methode im Asklepieion.
Die Monate Juni bis September sind ideal für einen Badeurlaub, es gibt kaum Regentage und die maximalen Tagestemperaturen können mehr als 30° C erreichen.
An der Nordküste gibt es kilometerlange flache Strände, die besonders für Familien mit Kindern gut geeignet sind, Wassersport ist in vielen Arten möglich. Wer es vorzieht, Gebirgswanderungen zu machen, hat die Möglichkeit, das Dikeos-Gebirge (850 m) im Südosten der Insel zu ersteigen.
Ist man an einem interessanten Nachtleben interessiert, so braucht man in Kos auf nichts zu verzichten – Restaurants, Bars, Diskotheken – sind zahlreich vorhanden.
Gleichfalls Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Ferienhäuser.

Griechenlands einsame Inseln

Wie ein Kranz umgeben einige tausend Insel bzw. Inselgruppen das zerklüftete griechische Festland.
Sie liegen im Ägäischen Meer, Kretischen Meer oder Ionischen Meer.
Jeder hat seine eigenen Vorstellungen von einem Inselurlaub – Betriebsamkeit, vielfältiges Nachtleben, touristischer Trubel, wie z. B. in Mykonos oder Santorini.
Ruhe und Beschaulichkeit, ausgedehnte Strände findet man hingegen auf diesen Inseln, die in der südlichen Ägäis östlich von Naxos liegen:
Donoussa
Koufonissi
Schinoussa
Es sind kleine Inseln mit 200 – 400 Einwohnern. Die Bevölkerung lebt überwiegend von Fischfang, Landwirtschaft und einem sich langsam entwickelnden Tourismus.
Obwohl auch auf diesen Inseln eine Besiedlung bereits im 3. Jahrtausend vor Chr. nachgewiesen werden konnte, sind antike Nachweise nicht zu besichtigen.
Es gibt nur wenige Hotels und Privatpensionen und keinen oder kaum Autoverkehr.
Die Vegetation ist spärlich aber die Strände sind ausgedehnt und bieten beste Voraussetzungen für einen erholsamen Badeaufenthalt.
Wer hier einen Urlaub plant, sollte sich in Vorbereitung bei einem Reiseveranstalter über Unterkunftsmöglichkeiten und Erreichbarkeit der Insel informieren. Fährverbindungen gibt es ab Piräus aber auch von Syros.

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Kategorie: Reisen Griechenland