Archiv für November 2015

Das Kloster Mega Spileon

Kloster Mega Spileon
Es gibt in Griechenland hunderte Klöster
(s. eBook „Faszination Griechenland“).

Viele davon mit spektakulären Standorten, wie z.B. die Meteora-Klöster in Thessalien oder die Felsenklöster Prodromou und Philosophou in Arkadien (s. den Blogartikel vom 23. März 2012 „Dimitsana – ein Bergdorf in Arkadien“).

Eines der berühmtesten Klöster Griechenlands befindet sich im Hochland der Region Achaia auf dem Peloponnes.
Es ist das Kloster Mega Spileon, was soviel wie große Höhle bedeutet.

Das Kloster wurde 362 von Mönchen in eine Felshöhle und an eine Felswand des über 2300 m hohen Felsmassivs Aroania gebaut – ein faszinierender Anblick!
Das Hauptgebäude besteht aus acht Stockwerken.
Die Klosterkirche mit schönen Bodenmosaiken und Wandmalereien stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im Museum findet man jahrhundertealte handgeschnitzte Kruzifixe und Handschriften.

Um das Kloster zu erreichen, gibt es zwei Möglichkeiten – zum Einen mit dem Auto (vor dem Kloster ist ausreichende Parkmöglichkeit vorhanden) und zum Anderen mit der Zahnradbahn ab Diakofto.

Die Fahrt mit dieser Schmalspurbahn ist spektakulär, führt sie doch ständig ansteigend von
10 m ü.NN auf 712 m ü.NN.

Die Bahnstrecke wurde 1896 in Betrieb genommen, mehrfach saniert und wurde 2009 nach einer zweijährigen Außerbetriebsetzung wieder eröffnet.
Endstation in 750 m Höhe ist die Kleinstadt Kalavryta.

Hier begann 1821 der Griechische Unabhängigkeitskrieg gegen die Herrschaft der Osmanen.

Christoph Maria Herbst – großes Kino auf der Insel Tinos

Highway to Hellas
Die griechischen Inseln sind immer wieder beliebte Urlaubsziele.

Tausende Urlauber besuchen sie jährlich und genießen das besondere Flair dieser Inselwelten.
Enge Gassen, weiße kubische Häuschen, sonnige Strände, urige Tavernen und zu allem die Untermalung durch die Musik der Bouzouki.

Um sich in diese Atmosphäre zu versetzen ist es nicht unbedingt erforderlich, gleich eine Reise nach Griechenland,
z. B. auf die Insel Tinos, zu buchen.

Man sollte sich den Film „Highway to Hellas“ ansehen, der ab 26.November in unseren Kinos läuft und auf der Insel Tinos gedreht wurde.
Im Film trägt die Insel allerdings den fiktiven Namen „Paladiki“.

Worum geht es in „Highway to Hellas“?

Ein deutscher Finanzmanager, Jörg Geissner, verkörpert von Christoph Maria Herbst, soll auf Paladiki die Bonität alter Kreditnehmer seiner Bank prüfen.
Doch als die Inselbewohner mitbekommen, welchen Auftrag Geissner zu erfüllen hat, kommt es unausweichlich zu Streit und Spannungen.
Seine Reise in ein vermeintliches Paradies entwickelt sich symbolisch zu einem „Highway to Hell (as)“.

Doch – Ende gut, alles gut, so unterschiedlich sind sich die Streithähne dann doch nicht!
Ein zu empfehlendes Filmspektakel.

Peloponnes – die Rio-Andirrio-Brücke

Peloponnes, Brücke Rio-Andirrio
In verschiedenen Blogartikeln, z. B.„Peloponnes – Landschaft und Sehenswürdigkeiten“ wie auch in dem eBook „Faszination Griechenland“, wurde der Peloponnes als herausragendes Reiseziel dargestellt.

Es ist eine Halbinsel, die am besten auf einer Autorundreise zu erkunden ist.

Vom italienischen Hafen Ancona sollte man mit der Fähre bis zum griechischen Hafen Igoumenitsa fahren. Ab da auf der E 55 bis Andirrio.
Es ist eine schöne Strecke, die größtenteils an der Küste verläuft.

Nach etwa 260 km erreicht man Andirrio.
Ab hier verbindet eine fast 2900 m lange Schrägseilbrücke das griechische Festland mit der Halbinsel Peloponnes.

Erste Ideen zum Bau einer Brückenverbindung zwischen dem Peloponnes und dem griechischen Festland gab es bereits 1880. Sie waren damals jedoch aus technischen Gründen nicht umsetzbar.

Erst 1998 wurde dann mit dem Bau der Brücke begonnen.

Es entstand eine beeindruckende Konstruktion. Nach einer Bauzeit von fünf Jahren wurde die Brücke 2004 von Otto Rehagel, deutscher Trainer der griechischen Fußballnationalmannschaft, für den Verkehr freigegeben.
Es ist die längste Brücke dieser Bauart in Europa.

Der Bau der Brücke stellte an die Konstruteure und Baufirmen große Anforderungen – Wassertiefe bis 65 m, nicht tragfähiger Boden, Erdbebengebiet, jährliche tektonische Verschiebungen des Peloponnes vom Festland. Aber das Meisterwerk ist gelungen.

Die bisherige Verbindung des Peloponnes mit dem Festland mittels Schiffen wurde nunmehr durch diese Brücke ersetzt. Fährüberfahrten sind aber trotzdem noch möglich.
Die Fahrt über die Brücke (Mautpflichtig) ist ein Erlebnis. Nach Überfahren der Brücke erreicht man Rio, östlicher Vorort von Patras.

So ist der Peloponnes heute an zwei Orten mit dem griechischen Festland verbunden – in Patras und in Korinth.
Ab Patras kann man dann den Peloponnes erkunden.
Über die E 65/E 94 überquert man den Kanal von Korinth und erreicht nach etwas mehr als 200 Km Athen.

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Kategorie: Reisen Griechenland