Archiv für Dezember 2015

Die unbekannten Inseln der Dodekanes (II/III)

Wie auch bei den in Teil I angeführten Inseln, gehören zu den folgenden mehrere kleine unbewohnte inseln, die in ihrer Gesamtheit dann eine Gemeinde bilden.

Halki

Nur etwa 500 Einwohner leben auf der Insel. Sie ist karg, bergig und dem Verfall heimgegeben. Es gibt nur einen Ort mit vielen leerstehenden Häusern, den Hafenort Emborios. Die einzige Einnahmequelle ist der Tourismus durch die von Rhodos kommenden Tagesausflügler.

Nissyros

Der Hauptort dieser Insel ist Mandraki mit vielen verwinkelten Gassen. Interessant ist bei Nissyros, dass es eine vulkanisch gebildetet Insel ist, in deren Zentrum sich ein Krater mit fast 4 km Durchmesser befindet. Vom Kraterrand kann man in den Vulkan hinabsteigen.
Mandraki ist eine wasserarme Insel, deshalb verfügen viele Haushalte über Zisternen zur eigenen Wasserversorgung. Inzwischen verfügt die Insel aber auch über eine Meerwasserentsalzungsanlage.
Erreichbar ist die Insel über Fähren von Piräus (Sommer zweimal pro Woche, Winter einmal pro Woche), Rhodos und Kos.
Interessant zu besichtigen ist im Dorf Nikia das Vulkanologische Museum.

Leros

Das imposante an Leros ist eine Festung aus dem 14. Jahrhundert, die über der Stadt thront, die Burg von Leros.
Weiterhin findet man sehenswerte Kirchen, Klöster und die Ruinen eines antiken Tempels auf dem Meeresgrund.
Die Liebhaber des Badevergnügens finden schöne naturstrände in Agia Marina und der Bucht von Gourna.
Leros ist sehr günstig über einen Flughafen und tägliche Fährverbindungen mit Piräus und anderen Inseln wie Kos und Rhodos zu erreichen.

Die unbekannten Inseln der Dodekanes (I/III)

Rathaus von Rhodos
    
Die Inselgruppe der Dodekanes liegt in der östlichen Ägäis vor der Küste der Türkei.

Diese Inseln sind Touristenmagnete und über Flughafen und regelmäßige Fährverbindungen günstig zu erreichen.

Wer kennt z. B. nicht Rhodos (s. Blogartikel „Urlaub auf der Insel Rhodos“
vom 13. Oktober 2011), die größte Insel dieser Gruppe. Seine mittelalterliche Altstadt, Kreuzritterburg, byzantinische Kirchen, aber auch Massentourismus.

Darüberhinaus gibt es aber noch eine Reihe kleinerer, zum Teil weitgehend unbekannter Inseln, die zu den Dodekanes gehören und hier einmal kurz vorgestellt werden sollen.

Karpathos

mit über 6000 Einwohnern die zweitgrößte Insel der Dodekanes.

Diese Insel war Jahrhunderte vom Osmanischen Reich, aber auch von Italien besetzt. Erst 1948 wurde sie mit Griechenland vereinigt.

Vom Norden bis zur Inselmitte durchzieht ein Gebirge bis über 1200 m Höhe das Land.

Ein Flughafen und ein Fährhafen sind Garanten einer guten Erreichbarkeit ab Athen/Piräus und anderen Orten.
Dadurch ist die Insel auch ein beliebtes Pauschalreiseziel.
Der Süden bietet gute Bademöglichkeiten und besonders ideale Möglichkeiten für Windsurfing. Hier weht der Meltemi im Sommer oft wochenlang ohne Pause.

Interessant ist, dass in dem traditionsreichen Dorf Olimbos die Frauen die alten Trachten nicht nur an Feiertagen sondern auch im Alltag tragen.

Kássos

Es ist die südlichste der Inseln, 7 Km südwestlich von Karpathos.
Die Insel ist karg, verfügt aber über ausgedehnte grüne Terrassenfelder.
Die Strände sind nicht nennenswert. Da über Landwirtschaft und Fischfang nicht mehr genügend Ertrag erwirtschftat werden kann, wird verstärkt auf Individualtourismus gesetzt.
Viele der Häuser wurden deshalb im traditionellen Baustil restauriert.

Agathonissi

Agathonissi ist die nördlichste Insel bewohnte Insel der Dodekanes.
Es ist eine noch ursprüngliche Insel mit einer Fläche von lediglich 13Km².
Nur knapp 200 Einwohner bevölkern die Insel.
Auch hier werden Landwirtschaft und Fischfang immer mehr durch den sich entwickelnden Individualtourismus verdrängt.
Die Insel ist durch Fährverbindungen von der nur 20 Km entfernten Insel Samos zu erreichen.

Werbung
Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland