Archiv für Juni 2017

Die Ruinenstadt Mystrás



Nordwestlich von Sparta, der Hauptstadt von Lakonien auf dem Peloponnes, findet man die Ruinen der ehemaligen byzantinischen Stadt Mystrás.

Dieser südliche Teil des Peloponnes ist ab Athen nach ca. 250 Km über die E 94 günstig zu erreichen.

Das gesamte Gebiet bietet neben Mystrás viele weitere interessante Ausflugsziele – Burgbefestigung der Hafenstadt Methoni, Kloster Kalogreon bei Kalamata, Tropfsteinhöhle Pyrgos Dirou (s.auch Blogartikel „Die griechische Höhlenwelt“
vom 4. Juni 2013).

Mystrás liegt nur 5 Km von Sparta entfernt.
Die Besichtigung der toten Stadt ist wie ein Ausflug in die byzantinische Vergangenheit Griechenlands.
Die Entstehungsgeschichte der Stadt geht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück.
Unterhalb der Burg entstanden Ritterpaläste, mehrstöckige Bürgerhäuser, Kirchen, Klöster und Kapellen.
Mehrere zehntausend Einwohner soll die Stadt, die sich zum kulturellen Zentrum der Region entwickelt hatte, gezählt haben.
Im griechischen Freiheitskampf gegen die Herrschaft der Osmanen wurde die Stadt 1825 völlig zerstört.

Heute kann man durch die engen verwinkelten Gassen bis hinauf zur Oberburg wandern – überall findet man Ruinen. Es ist malerisch, aber fast auch etwas beklemmend.

Das Nonnenkloster Pantanassa ist das einzige noch bewohnte Gebäude.

Eine Besichtigung der Ruinenstadt Mystrás ist eine lohnenswerte Bereicherung der Urlaubsreise!

Ein Ausflug zum Kap Sunion

Einen schönen Tagesausflug kann man von Athen aus mit dem Auto zum Kap Sounion machen. Das Kap liegt etwa 69 Km von Athen entfernt.

Von Athen verkehren zwei Buslinien. Die eine führt auf der Küstenstraße über Varkiza nach Sounion, die andere durch das Binnenland.

Empfehlenswerter ist die Route über die Küstenstraße.

Sie führt durch bekannte Badeorte wie Glyfada oder Vouliagmeni immer mit Blick auf den Saronischen Golf. Man bezeichnet diese Küste auch als attische Riviera. Das Kap ist der südlichste Punkt von Attika.
Auf der Landspitze steht der dem Meeresgott Poseidon gewidmete Marmortempel auf einem Plateau 60 m über dem Meer.
Der Tempel wurde 440 v. Chr. errichtet.
Nach der Sage erbaten im Tempel die Seeleute bevor sie auf Fahrt gingen die Gunst des Meeresgottes.
Wunderschön ist der Panoramablick vom Tempelplateau auf die Inseln der Ägäis, und sehr eindrucksvoll sind die Sonnenuntergänge.
Da das Gebiet um den Tempel zu einem Nationalpark erklärt wurde (es gibt in Griechenland insgesamt 10 Nationalparks), ist es glücklicherweise nicht möglich, große Tourismusbaumassnahmen durchzuführen.
Hinweise für weitere Ausflüge ab Athen findet man auch in dem eBook „Faszination Griechenland“.

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Kategorie: Reisen Griechenland