Athen – der Omonia-Platz und seine Wandlung


Omonia-Platz Athen

Athen hat zwei bekannte Plätze von denen man sagt, dass sie die Stadt in zwei Welten „teilen“ – den Omonia-Platz, Platz der Einheit, der für das Morgenland steht und den Syntagma-Platz, Platz der Verfassung, der für das Abendland steht. Beide Plätze werden durch die fast parallel verlaufenden Einbahnstrassen Panepistimiou und Stadiou verbunden. Beide Straßen haben auch ihre Sehenswürdigkeiten – die Panepistimiou die ehemalige Villa Heinrich Schliemanns
(s. Blogartikel Die antiken Schätze Griechenlands vom 20. Juni 2012), die Stadiou das ehemalige Parlamentsgebäude.

Der Omonia-Platz

Unter dem Omonia-Platz befindet sich die 1895 in Betrieb genommene Station der Metro. Ende der 1960er Jahre habe ich den Omonia mit seinem Kreisverkehr erstmals befahren. Ein quirliger Betrieb, der nicht immer nach nachvollziehbaren Verkehrsregeln ablief, gestaltete die Fortbewegung sowohl als Kraftfahrer wie auch als Fußgänger schwierig. In nordwestlicher Richtung vom Omonia und damit in Richtung Plaka verläuft die Straße Athinás. Eine stark frequentierte Einkaufsstraße mit zahllosen kleinen Geschäften und Handwerksbetrieben aller Art. Sehenswert sind hier auch heute noch die Markthallen. Der Omonia strotzte vor Lebendigkeit – Geschäfte, Restaurants, Cafés, Zeitungsstände, Hotels, Büros. Tag und Nacht konnte man hier bedenkenlos bummeln! Während meiner letzten Besuche in Athen mußte ich jedoch leider gravierende Veränderungen feststellen. Das ehemals unbeschwerte Leben gibt es am Omonia nicht mehr. Viele Geschäfte und auch große Hotels sind geschlossen. Der wirtschaftliche und kulturelle Niedergang ist nicht zu übersehen. Heute sind es kaum noch Touristen, die sich hierher wagen. Straßenhändler, Kleinkriminelle, Bettler, Drogenabhängige und Prostituierte frequentieren den Omonia – ein schöner Abendbummel? Auch architektonisch hat sich der Platz geändert. Früher befand sich in der Mitte des Kreisverkehrs eine Grünfläche mit einem Wasserspiel. Heute gibt es den Kreisverkehr nicht mehr und auf der ehemaligen Grünfläche befindet sich eine große Betonplatte. Leider ist ein Stück Athen verschwunden!

1 Kommentar zu „Athen – der Omonia-Platz und seine Wandlung“

Kommentieren

Bitte die Rechnung vervollständigen (Spamschutz)!

Werbung
Link-Empfehlung
Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland