Archiv für die Kategorie „antike Stätten“

Ein Streifzug durch Delphi (II/II)

Delphi, Tempelsäule mit Kapitell

Empfehlenswert ist es, sich vor dem Besuch von Delphi mit der Geschichte und Bedeutung des Heiligtums zu befassen, da es ansonsten schwer ist, die einzelnen Grabungsfunde zuzuordnen.
Es ist beeindruckend, die Vielfalt der Relikte vergangener Jahrhunderte vor sich zu erblicken.
Betritt man das Heiligtum durch das Haupttor, hat man einen Gesamtblick auf das Ausgrabungsgelände, was sich auf übereinanderliegenden Terrassen erstreckt.

Vom Haupteigang führt die Heilige Straße zum Apollontempel.

An der Heiligen Straße befanden sich zahlreiche Schatzhäuser. Das noch am besten erhaltene ist das „Schatzhaus der Athener“(s. Griechenland-Urlaub-Blog/Fotos). Dieses Schatzhaus wurde von Athen 1903-1906 wiederhergestellt.
Insgesamt gab es in Delphi 32 Schatzhäuser. Gebaut wurden sie von einzelnen Kommunen. So z. B. das Schatzhaus der Siphnier, welches von den Bürgern der Insel Sifnos errichtet wurde. Aufbewahrt wurden in diesen Gebäuden wertvolle Weihegeschenke.

Geht man weiter bergauf, kommt man zu dem großen Tempel des Apollon. Apollon war der Sonnengott und gleichzeitig auch der Gott der Weissagung. In diesem Tempel befand sich auch das berühmte Orakel von Delphi.

Dem Weg weiter folgend erreicht man schließlich das einst etwa 5000 Zuschauer fassende Theater und das Stadion.
Kleine Details, die man schnell übersieht, findet man vielerorts. Z. B. im Stadion Vertiefungen, in denen die Läufer beim Start die Füße stützen konnten, Löcher für die Speere, Inschriften etc.

Vom ehemaligen Gymnasion, dem Ort sportlicher Wettkämpfe, sind nur noch einige Bruchstücke erhalten. Es war auf zwei Ebenen angelegt. Die obere diente den Laufwettkämpfen, die untere den Ringern.

Etwas unterhalb des o.e. Haupteingangs befindet sich ein weiteres Ausgrabungsfeld, nämlich das Heiligtum der Athena Pronaia, Göttin der Weisheit. Charakteristisch ist der marmorne Rundtempel (Tholos) mit den drei verbliebenen (rekonstruierten) Säulen aus dem 4. Jahrhundert v. Christi.

Viele Fundstücke kann man im Archäologischen Museum besichtigen.
Dieses Museum liegt unmittelbar am Ausstellungsgelände.
Der erste Bau von 1903 wurde ständig erweitert und verfügt jetzt über 14 Ausstellungsräume mit einer Fläche von etwa 2300 m².
Die bekanntesten Ausstellungsstücke sind die Bronzestatue des Wagenlenkers und die Sphinx der Naxier.

Ein Streifzug durch Delphi (I/II)

Delphi, Halle der Athener
Wem ist nicht Delphi – zumindest vom Namen her – bekannt?
Das Apollon-Heiligtum und die Orakelstätte liegen an den steilen Hängen des fast 2500 m hohen Parnass-Gebirgszuges in Mittelgriechenland.

Delphi ist eines der bedeutendsten Heiligtümer Griechenlands, sahen doch die Griechen in der Antike das Apollon-Heiligtum als Nabel der Welt.

Heute gehört es zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Tausende Touristen besuchen jährlich Delphi.

Das antike Delphi ist auf verschiedenen Wegen erreichbar:
– mit dem Auto von Athen, knapp 200 Km
– bei Nutzung der Fährverbindung Italien-Patras mit dem Auto von Patras über die Brücke    Rio-Antirrio, etwa 120 Km
– Kreuzfahrtschiffe legen im Hafen Itea an und befördern die Touristen von hier mit dem Bus nach    Delphi, etwa 20 Km

Westlich der Ausgrabungsstätte liegt die heutige Kleinstadt Delfi.

Für eine Übernachtung wird allerdings empfohlen, ein Hotel in dem malerischen Bergdorf Arachova zu buchen, die Entfernung zur Ausgrabungsstätte beträgt nur 10 Km.

Mit Delphi verbinden wir heute oftmals zuerst das berühmte Orakel (s. Blogartikel vom 6. Mai 2013
„Die Orakel Griechenlands“) und das Amphitheater (s. Blogartikel vom 16. Juli 2012
„Amphitheater von Delphi wird wiedereröffnet“).

Aber wie man auf einem Rundgang durch die Ausgrabungsstätte feststellen kann, bietet Delphi weitaus mehr.

Wie die 1892 begonnenen Ausgrabungen griechischer und französischer Archäologen zeigen, geht die Gründung von Delphi etwa auf das 14. bis 11. Jhdt. v. Chr. zurück.
Zunächst der Göttin Gaia, der Mutter aller Götter gewidmet, wurde es später dem Gott Apollon, dem Gott des Lichts und der Künste, gewidmet.

Delphi durchlebte turbulente Jahrhunderte – Brände 548 v. Chr., Erdbeben im Jahr 373 v. Chr., die den Apollontempel zerstörten, vier Heilige Kriege, Belagerungen durch die Gallier, Kaiser Nero entwandt 67 v. Chr. 500 Statuen aus dem Apollonheiligtum.

Die Ruinen des heutigen Delphi und die im Museum ausgestellten Fundstücke nötigen uns Achtung und Respekt vor den in der Antike erbrachten Leistungen ab.

Das Heiligtum ist am Abhang eines Felsens erbaut, und zu seiner Besichtigung sind etwa 300 m Höhe zu überwinden.
Von der heutigen Straße 48 Arachova – Delphi kann man durch das Haupttor das Heiligtum betreten.
Was kann man besichtigen?

Das antike Theater von Megalopolis

In der griechischen Antike spielten die Theater eine wesentliche Rolle.
Die Aufführungen dienten der Unterhaltung der Menschen und hatten religiöse aber auch gesellschaftliche Themen zum Inhalt.
Das Griechenland-Urlaub-Blog hat sich in verschiedenen Artikeln mit den antiken Theatern von Griechenland befasst – Theater von Epidaurus, Amphitheater Delphi, Odeon des Herodes Attikus Athen, das antike Theater von Mieza in Naoussa. Auch in dem eBook „Faszination Griechenland“ kann man hierzu nachlesen.
Megalopolis ist eine Stadt in Arkadien auf dem Peloponnes, die u.a. durch große Tagebaue und zwei Kohlekraftwerke bekannt ist.
Nun wurde auf dem Peloponnes eine interessante Sehenswürdigkeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – das antike Theater von Megalopolis.
Das antike Megalopolis wurde bereits im vierten Jahrhundert v. Chr. gegründet. Aus dieser Zeit stammen auch die heute zu besichtigenden Ausgrabungen, zu deren Freilegung Jahre gebraucht wurden.
Man geht davon aus, dass das Theater das zur damaligen Zeit Größte war und etwa 20000 Besucher fasste, die auf 37 Sitzreihen Platz fanden. Der Durchmesser des halbrund angeordneten Zuschauerbereichs betrug 145 m, der der Bühne etwa 30 m.
Neben dem Theater gibt es jedoch noch weitere interessante Ausgrabungen, so z.B. den ehemaligen Versammlungsraum, das sogenannte Bouleuterion, Überbleibsel des alten Marktes sowie Reste der Stadtmauern.

Ägina – Insel vor den Toren Athens

Es ist eine kleine hügelige Insel mit einer Fläche von etwas über 83 Km², die im Saronischen Golf liegt.
Da die Küsten steil abfallen, gibt es nur wenige Strände. Für Touristen interessant ist der Badeort Agia Marina, der an der Ostküste der Insel liegt.
Ägina ist jedoch sehr günstig gelegen. Denn in weniger als eine Stunde mit dem Schiff hat man den Hafen Piräus erreicht.
Das ist übrigens auch der Grund für viele Athener, diese Insel als ein Wochenendziel auszuwählen.

Die Nähe zu Athen ist für die Touristen wiederum ein unbestreitbarer Vorteil.
Hat man doch so die Möglichkeit, im Rahmen eines Tagesausfluges die sich in der Hauptstadt befindlichen kulturellen und archäologischen Sehenswürdigkeiten anzusehen.
Aber auch andere Inseln sind nicht weit entfernt, so z. B. Angistri.
Diese Insel wurde im Blogartikel vom 6. Oktober 2014 unter dem Titel „Angistri – eine Insel im Saronischen Golf“ vorgestellt.
Wer sich auf Ägina Zeugen der Vergangenheit ansehen will, dem wären der Aphaia-Tempel und die Ruinenstadt Paleóchora, die früher einstmals die Inselhauptstadt war, zu empfehlen.

Reiseziele auf der Insel Kreta (I/II)

Palast von Knossos, Thron des Königs Minos
Die Insel Kreta ist eines der beliebtesten griechischen Reiseziele.
Dieser hohe Beliebtheitsgrad hat vielerlei Ursachen.
Die Insel, gelegen zwischen der Ägäis und dem Libyschen Meer, bietet einen Reichtum an Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung wie wohl kaum eine andere der tausenden griechischer Inseln.
Von West nach Ost durchzieht eine mehr als 2000 m hohe Gebirgskette die Insel. Der höchste Berg ist mit 2456 m der Psiloritis (s. auch eBook „Faszination Griechenland“).
Während an der Ostküste der Massentourismus Fuß gefasst hat, ist die Südküste davon noch weitgehend verschont.
Der Urlauber hat die Qual der Wahl bei der Festlegung der Art seines Aufenthalts – Baden, Bootsausflüge, Wandern, Bergsteigen, Besichtigung antiker Stätten und alter Dörfer.
Nach meiner Erfahrung ist eine Kombination all dieser Möglichkeiten auf einer Rundreise die effektivste Möglichkeit, die Insel kennenzulernen.
Reist man von Piräus kommend mit dem Auto per Fähre nach Kreta ist man nach einer Fahrzeit von etwa 9 Stunden am frühen Morgen gegen 6 Uhr in Iraklion. Iraklion ist aber natürlich auch per Flug ab Athen erreichbar.
Es ist die viertgrößte Stadt Griechenlands und insofern interessant, als in einer Entfernung von nur etwa 5 Km der

Palast von Knossos

des legendären Königs Minos zu besichtigen ist.
Die Besichtigung dieser Ausgrabungsstätte ist ein MUSS!
Es ist eine sehr weitläufige Anlage, und man schätzt, dass sie bis zu 1400 Räumen gehabt haben muß.
Dieser Palast war Zentrum einer Stadt mit ca. 100000 Einwohnern.

Von Iraklion aus bieten sich weitere interessante Ausflüge an:

Festos

spielte im minoischen Kreta ebenfalls eine wichtige Rolle. Es soll der Sitz des Bruders von König Minos gewesen sein. Wie auch Knossos wurde es um 1400 v. Chr. durch ein gewaltiges Erdbeben zerstört. Im Gegensatz zur Ausgrabungsstätte von Knossos findet man hier nur noch Grundmauern. Er ähnelte jedoch dem Palast von Knossos im Hinblick auf die Größe und technischen Anlagen.

Ein drittes empfehlenswertes Reiseziel ab Iraklion ist

Gortys.

Gortys konkurrierte einst mit Knossos und Festos um die Vorherrschaft auf Kreta.
Hier kann man die „Große Inschrift“ besichtigen. Es ist das Stadtrecht von Gortys und soll das bekannteste und älteste europäische Gesetz sein. Die Buchstaben wurden in Steinblöcke gehauen.

Viele Ausstellungsstücke der Grabungen kann man auch im archäologischen und historischen Museum in Iraklion besichtigen.

Das Festival von Athen

Athen, Odeon des Herodes Attikus
In den Sommermonaten ist Griechenland für die Touristen ein wahres Mekka – kilometerlange Strände, verschwiegene Buchten, urige Bergdörfer, antike Stätten und vieles mehr.
Aber auch bemerkenswerte kulturelle Ereignisse ziehen viele Urlauber an. Dazu gehört das Festival von Athen.
In diesem Jahr findet es vom 1.6. bis 31.8.2015 statt.
Auch in anderen Orten Griechenlands finden derartige Festivals in antiken Theatern statt, so z. B. in Epidaurus.
Das bedeutendste ist jedoch das Festival in Athen.
Das Odeon des Herodes Attikus liegt am Fuss der Akropolis, neben dem nur noch als Ruine erhaltenen Dionysos-Theater, ebenfalls ein Bauwerk der griechischen Antike.
Aufgeführt werden griechische Dramen, Musikstücke, Tänze.
Das Theater wurde 161 n. Chr. erbaut. In 32 Sitzreihen haben etwa 5000 Zuschauer Platz.
Es ist außerordentlich beeindruckend, in einer Sommernacht vor der altehrwürdigen Kulisse des antiken Bauwerks eine Aufführung zu erleben.
Zu empfehlen ist eine rechtzeitige Kartenreservierung.

Frühlingsziele in Griechenland

Kloster Prodromou, Peloponnes
Wie schon im eBook „Faszination Griechenland“ dargelegt, liegt Griechenland zwischen der gemäßigten Zone und den Tropen, d.h., es herrscht subtropisches Klima, also Mittelmeerklima.
Bedingt durch die starke Strukturierung der Oberfläche im Landesinneren und die Lage am Meer ist das Klima auf dem griechischen Territorium sehr unterschiedlich. Es gibt deutliche Klimaunterschiede zwischen West- und Ostgriechenland sowie Festland und den Inseln.
Demzufolge ist auch zu überlegen, welche Reiseziele man sich im Frühling aussucht.
Wenn wir von Frühling sprechen, bezeichnet man in Griechenland diese Zeit als Blüte- und Reifezeit, die von März bis Mai dauert. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 18° C und 22° C.
Es ist also nicht die Zeit für einen Badeurlaub, es ist eine ideale Zeit für Wandern, Bergsteigen, Fahrradfahren und Sightseeing.
Je nach Reiseziel lässt sich vieles miteinander verbinden.
Kreta
– Wanderung durch die längste Schlucht Europas, die Samaria-Schlucht
– Besichtigung von Knossos, dem größten minoischen Palast Kretas
Pilion-Gebirge
– zahlreiche Wanderrouten (unterstützt durch GPS-Daten) durch idyllische Bergdörfer, wie z.B.    Milies und Makrinitsa
– Besuch von Volos, Hafenstadt und Tor zum Pilion
Peloponnes
– Bergdorf Dimitsana im Hochland von Arkadien
– Wanderung zum Kloster Prodromou und Besichtigung
Insel Santorini
– Besichtigung der Ausgrabungsstätte Akrotiri
– botanische Wanderung zum Fotografieren der blühenden Anemonen, Orchideen, Chrysanthemen
City-Tour Athen
– Wanderung in den Athen umgebenden Gebirgen Pendeli (1107 m) und Hymettos (1027 m)
– Besuch der Museen
– Besichtigung Akropolis
– Bummel in den Szenevierteln Plaka, Psirri und Gazi
Halbinsel Chalkidiki
– Besuch der orthodoxen Mönchsrepublik Athos und Besichtigung der Klöster (beachten–Frauen    haben keinen  Zutritt)
Aber auch Inseln wie Rhodos oder Kos sind zu der Blüte- und Reifezeit interessante Reiseziele!

Kalamata – Ausgangspunkt für die Erkundung des Peloponnes

Zahnradbahn Diakopto-Kalavrita

Kalamata liegt nicht direkt im Zentrum des Peloponnes, sondern im Süden am Ionischen Meer. Es ist eine Hafenstadt, die auch über einen internationalen Flughafen verfügt. Bekannt wurde sie u.a. auch durch die schwarzen Kalamata-Oliven.
Die Stadt ist deshalb für den Tourismus interessant, weil sie gut erreichbar ist – Fährverbindungen, Fernbusse der Gesellschaft KTEL, gut ausgebautes Straßennetz nach Athen (240 Km) und Patras (220 Km) und ein auch von internationalen Gesellschaften angeflogener Flughafen.
Allein in diesem Jahr wird der „Captain Vassilis Constantakopoulos Airport“ über 18 neue Charterflugverbindungen erreichbar sein. So z.B. Frankfurt, München, Hamburg, Prag, Wien und weiteren europäischen Städten. Auch Thessaloniki wird fünfmal wöchentlich von Kalamata aus angeflogen.

Von Kalamata aus kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Peloponnes erkunden.
Der Peloponnes sollte ohnehin der Schwerpunkt einer Griechenland-Rundreise sein.
Im Rahmen dieses Artikels kann man nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nennen – Mykene und die Ausgrabungen Heinrich Schliemanns, Nafplio die erste Hauptstadt Griechenlands, Olympia, Mystras, Korinth, das Lousios-Tal und natürlich die eigenwilligste Kulturlandschaft Griechenlands, die Mani.

Sehr interessant ist auch eine Fahrt mit der Zahnradbahn von Diakopto nach Kalavrita.
Weitere Informationen finden sich auch in dem eBook Faszination Griechenland.
Bezogen auf das Klima sind Kalamata und der Peloponnes am besten in den Monaten April/Mai (Tagestemperatur 20°C-24°C) und Oktober/November (Tagestemperatur 24°C-20°C) zu bereisen.

Peloponnes – die Ruinenstadt Mykene

Mykene, Grabanlage

Etwa um 500 v. Chr. war Mykene eine der bedeutendsten Städte Griechenlands.
Die Ausgrabungen dieser Stadt, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, kann der Tourist auf dem Peloponnes besichtigen. Etwa 120 Km von Athen entfernt, erreicht man die Ausgrabungsstätte per Pkw über die A 8 / E 94.

Der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann, der 1876 mit den Ausgrabungen von Mykene begann, legte die heutige Ruinenstadt frei. Besichtigen kann man das Löwentor, den Hauptzugang zur Burg und zwei Grabanlagen mit Schachtgräbern. Gefunden bei den Ausgrabungen wurde auch die goldene Maske des Königs Agamemnon, die im Archäologischen Museum in Athen ausgestellt ist.

Bis zum heutigen Tag hat sich am Fuß der Anlage ein kleines Dorf erhalten.
Den Besuch Mykenes kann man verbinden mit einem Aufenthalt in der nahegelegenen ehemaligen Hauptstadt Griechenlands – Nafplion. Auch Korinth und die Burg Akrokorinth sind einen Besuch wert.

Meteora-Klöster in Thessalien ( III/III )

Meteorafelsen, Einsiedlerhöhle
Es ist erfreulich, zu lesen, dass der 1991 gegründete Verband der griechischen Touristik-Unternehmen S.E.T.E. ermittelt hat, dass bis Ende Oktober bereits über 21 Millionen Touristen nach Griechenland eingereist sind. Bis Jahresende rechnet man mit mehr als 23 Millionen.
Zu den von Touristen vielbesuchten Destinationen gehören auch die Meteora-Klöster in Thessalien.

In der heutigen Artikelfolge sollen drei weitere Klöster vorgestellt werden.

Kloster Aghios Nikolaos Anapafsas

Dieses Kloster steht zwischen den Klöstern Metamorphosis und Vaarlam. Wenn man mit dem Auto die Tiefebene verlässt und nach oben fährt, fällt dieses Kloster als erstes ins Auge. Es wurde um 1527 errichtet und in den letzten Jahren renoviert, daduch wurden auch die wertvollen Wandmalereien erhalten. Interessant ist, dass man von dieser Straße aus die in die Felswand gemeißelten Höhlen der Einsiedler sehen kann.

Kloster Aghias Triádos

Es ist das Kloster der Heiligen Dreifaltigkeit.
Von diesem Kloster hat man einen besonders schönen Blick in die Thessalische Tiefebene, den dort fließenden Fluss Peneios und die im Hintergrund liegende Gebirgskette des Pindos.
400 m unterhalb des Klosters liegt der Ort Kalambaka. Wann genau das Kloster erbaut wurde, ist nicht bekannt. Man geht von der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts aus. Wie auch in den anderen Klöstern findet man in der Kapelle interessante Fresken. Die Mönche erreichten das Kloster mittels der traditionellen Strickleiter, erst 1925 wurde eine richtige Treppe gebaut.

Kloster Rousanou

Dieses Kloster steht auf einem einzelnen Felsen. Bei dessen Anblick fragt man sich, wie und unter welchen Bedingungen die Mönche das Kloster errichten konnten. Aus alten Schriften konnte man entnehmen, dass es etwa 1380 n. Chr. errichtet wurde. Auch hier wurde die traditionelle Strickleiter 1930 durch den Bau einer Treppe abgelöst. Die Kapelle wurde im byzantinischen Stil errichtet. Auffallend ist, dass sich die wertvollen Wandfresken in einem hervorragenden Zustand befinden.

Die Meteora-Felsen mit ihren Klöstern sind auf jeden Fall eine Reise wert!

Man muss Zeit mitbringen, um die Klöster zu besichtigen. Eine Unterkunftsmöglichkeit in der Stadt Kalambaka zu finden, ist kein Problem. Was man jedoch nicht tun sollte, ist, die Felsen zu besteigen, auf denen sich Klosteranlagen befinden, die geschlossen und nicht zu besichtigen sind!

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Kategorie: Reisen Griechenland