Archiv für die Kategorie „antike Stätten“

Der griechische Marmor

Akropolis, Parthenon

Bei einem Besuch Griechenlands wird man mit vielen Bauwerken der Antike konfrontiert. Was immer wieder in Erstaunen versetzt, ist das dafür verwendete Baumaterial – der Marmor.

Marmor

ist ein Kalkgestein, normalerweise von weißer Farbe, oft aber gefärbt durch die Einlagerung von Metalloxiden und Kohle. Neben Frankreich, Italien und Portugal ist auch Griechenland bedeutender Produzent und Exporteur von Marmor. Die Gewinnung des Marmors erfolgt in der Regel im Tagebau. Aus der Antike ist jedoch auch ein unterirdischer Abbau bekannt, z.B. der Parische Marmor. Der griechische Marmor ist für seine weiße und harte Struktur bekannt. Marmor ist ein wichtiges Exportgut der griechischen Wirtschaft.
Bedeutende Bauwerke aber auch Statuen und Grabreliefs der Antike wurden aus Marmor gefertigt. Marmor ist nach wie vor ein attraktiver Baustoff, sowohl bei der Außengestaltung der Gebäude aber auch im Innenausbau, z.B. für Bodenbeläge und Fliesen.
Die bekanntesten griechischen Marmor-Arten:

Thassos-Marmor

Thassos ist eine Insel der Nördlichen Ägäis. Der Marmorabbau ist hier seit dem 5. Jahrhundert vor Christi belegt. Die Jahresproduktion liegt bei etwa 65000m³. Thassos-Marmor macht 80% der griechischen Marmorproduktion aus.

Pentelischer Marmor

Der pentelische Marmor wird im Penteli Gebirge im Nodrosten Athens abgebaut. Der Weg zu den antiken Steinbrüchen ist streckenweise auch heute noch zu begehen. Dieser Marmor wurde beim Bau der Akropolis verwendet, z.B. für das Parthenon, aber auch für das 2007 errichtete Akropolis-Museum.

Tinos Marmor

Auf dieser Kykladeninsel entwickelten sich im 18./19. Jahrhundert der Marmoabbau sowie dessen Verarbeitung. Tinos-Marmor wurde z.B. beim Bau des Louvre in Paris und des Buckingham-Palastes in London eingesetzt.

Parischer Marmor

Der Abbau von Marmor ist auf der Kykladeninsel Paros bereits seit dem 6. Jahrhundert vor Christi nachgewiesen. Es ist ein feiner weißer Marmor, der noch bis zu einer Steindicke von 3,5 cm das Licht durchschimmern läßt.

Weitere bedeutende Marmorbrüche findet man in Drama/Ostmakedonien und Kavala/Nordgriechenland.

Der griechische Marmor ist nach wie vor ein begehrtes Baumaterial.

Ein Wort zu Chania

Ausgrabungsstätte Gortys/Kreta

Griechenlands größte Insel

Kreta

liegt zwischen der Ägäis und dem Libyschen Meer und ist eines der häufigsten Ziele ausländischer Touristen. Und das ist auch kein Wunder, gibt es doch auf dieser Insel zahllose interessante Reiseziele. Man kann die minoischen Paläste von Knossos, Phaistos, Káto Zákros und die antike Stadt Górtys besichtigen, die Hochebene von Lassithi mit ihren Windmühlen besuchen, durch die Samariá-Schlucht wandern und den Palmenstrand von Vai aufsuchen.
Die Insel hat drei Hafenstädte, die auch von internationalen Schifffahrtsgesellschaften angelaufen werden – Iraklion, Chania und Rethymnon.

Chania

ist die zweitgrößte Stadt der Insel. Über den Hafen besteht eine tägliche Fährschiff-Verbindung nach Piräus. Außerdem verfügt Chania über einen internationalen Flughafen.
Hier in Chania endet auch die Europastraße E65, die in Malmö/Schweden beginnt. Von Chania führt die neue Autobahn A 60 in westliche Richtung nach Kissamos, von wo wiederum eine Fährschiffverbindung nach Gythio/Peloponnes führt.
Der Tourismus hat sich inzwischen neben der Landwirtschaft zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.
Viele Touristen bezeichnen Chania als die schönste Stadt der Insel. Sehenswert ist die venezianische Altstadt mit ihren engen Gassen, zahllosen Tavernen, Lederhändlern und Geschäften. Viele Häuser der Altstadt wurden in kleine Hotels umgewandelt.
Kirchen, Museen, Denkmäler und Bauwerke wie die Markthalle und Moscheen und Badebuchten sind Garant für eine interessante Urlaubsgestaltung.
Es verwundert deshalb nicht, dass die griechische Internetplattform „Travelling News“ am 8. Mai 2013 feststellen konnte, dass über die griechischen Osterfeiertage mit Fähren und Inlandsflügen 14000 Besucher und mit Charterflügen 9200 Besucher die Stadt bereisten.
Chania ist also auf jeden Fall eine Reise wert!

Die Orakel Griechenlands

Insel Delos, Ausgrabungen
Im antiken Griechenland spielten die Orakel, Wahrsager und Seher im privaten wie öffentlichen Leben eine große Rolle und waren hoch angesehen. Besonders die Orakel, also Wahrsagungen der Götter, wurden zu wichtigen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Entscheidungen herangezogen. Die größte Bedeutung hatte Apollon, der Gott des Lichts , der Künste und der Wahrsagungen.
So ist Delphi als wichtigster Kultort des Gottes Apollon auch in unserer Wahrnehmung das berühmteste Orakel des antiken Griechenland.

Es gab in Griechenland mehrere

Orakelstätten

deren antike Reste noch heute besichtigt werden können. So z.B.
Delphi/Mittelgriechenland
Dodona/Epirus, Nordwestgriechenland
Olympia/Peloponnes
Delos/Ägäisches Meer
um nur die wichtigsten zu nennen.
Interessant ist, dass selbst heute noch Ausgrabungen durchgeführt werden, die die Reste antiker Orakelstätten ans Tageslicht bringen – Opfergegenstände aus Keramik und Bronze.
So berichtete „Die Welt“ in ihrer Ausgabe vom 12. Mai 2011 unter der Überschrift „Wer zerstörte das Orakel von Abai“ über die Grabungserfolge eines internationalen Archäologenteams unter deutscher Leitung von der sensationellen Freilegung der Reste des Orakelheiligtums Apollo. Bei dem in Mittelgriechenland liegenden Ort Kalapodi wurden zwei Tempel freigelegt, in denen über mehr als zweitausend Jahre Orakel prophezeit wurden.

Orakelprozedur

Das Orakel war eine Priesterin oder ein Priester, die in einem Trancezustand Antworten auf gestellte Fragen gaben und so einen Blick in die Zukunft warfen. Über die Priesterin bzw. den Priester glaubten die Menschen Kontakt zu Gott aufnehmen zu können. Sowohl die Tempelanlagen als auch die heilige Handlung sowie deren Ergebnisse bezeichnet man heute gemeinhin als Orakel.
Der Ablauf einer Orakelprozedur wird meistens am Beispiel des Orakels von Delphi geschildert.
Hier war das Orakel eine Priesterin, die Pythia. Nur an bestimmten festgelegten Tagen konnte das Orakel befragt werden.
Nach Reinigung an einer heiligen Quelle ging die Pythia in Begleitung von Priestern in den Apollontempel und trat vor den Altar. Hier sollen aus einer Quelle Dämpfe ausgetreten sein, die die Pythia in einen Trancezustand versetzten.
Die Antworten waren oft rätselhaft und mehrdeutig.
Die griechischen antiken Dichter sollen übrigens geteilter Meinung zu der Wahrhaftigkeit der Orakel Griechenlands gewesen sein – Sophokles hat den Wahrheitsgehalt der Sprüche verteidigt, Euripides hat sie bezweifelt, Aristophanes hat sie verspottet.

Sommeröffnungszeiten der griechischen Museen

Delphi, Schatzhaus der Athene

Es gibt wohl kaum einen Touristen, der Griechenland besucht und nicht seinen Aufenthalt mit dem Besuch eines Museums oder einer archäologischen Stätte verbindet. Griechenland hat mehr als 1000 Museen und Ausgrabungen. Die bedeutendsten findet man in Athen – die Akropolis, Olympia, Knossos, Mykene und Mystras. Die Führer haben alle ihr Diplom an einer der Fremdenführerschulen der Nationalen Organisation für Tourismus erworben.
Für die Sommerzeit gelten nunmehr u.a. folgende neue

Öffnungszeiten:

Akropolis 8-19 Uhr
Olympia 8-17 Uhr
Knossos 8-17 Uhr
Mykene 8-19 Uhr
Mystras 8-20 Uhr
Die Öffnungszeiten der dazugehörigen Museen, soweit vorhanden, weichen teilweise geringfügig von denen der Ausgrabungsstätten ab. Außerdem ergeben sich an Sonntagen/Feiertagen auch abweichende Zeiten. Es ist deshalb ratsam sich für die eigene Zeitplanung vor ort vor einem beabsichtigten Besuch zu informieren.

Ein Inselurlaub in Griechenland

Santorini, Ausgrabung Akrotiri

Eine Griechenland Reise ist immer ein besonderes Erlebnis. Nicht nur Destinationen auf dem Festland sind Garant für interessante Urlaubstage, sondern auch ein Inselurlaub bietet unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse.
Einige tausend Inseln bilden etwa ein Fünftel des griechischen Festlands, und nur ein Bruchteil dieser Inseln ist bewohnt. Nach unterschiedlichen Quellen variiert die Zahl der bewohnten Inseln zwischen 115 und167. Manche Inseln spielen im internationalen Tourismus eine untergeordnete Rolle, wie z.B. Limnos in der Nord-Ägäis. Andere wiederum sind Hochburgen des internationalen Tourismus, wie z.B. Rhodos.
Welche Insel sollte man also für einen Urlaub wählen?
Zunächst einmal sollte man sich darüber im Klaren sein, ob der Urlaub nur der reinen Entspannung und Unterhaltung dienen soll oder ob man neben der Entspannung auch Bekanntschaft mit der Antike Griechenlands machen will.
Zwei Insel-Beispiele sollen vorgestellt werden.

Insel Hydra

Hydra ist eine kleine Insel im Saronischen Golf und von Athen nur etwa 50 Seemeilen entfernt. Regelmäßige Fährverbindungen bestehen nach Athen und den umliegenden Inseln. Die Insel ist gebirgig und unfruchtbar. Deshalb spielt die Landwirtschaft hier keine Rolle.
Das Leben spielt sich tagsüber geruhsam am Strand nahegelegener Buchten und am Abend in den zahllosen gemütlichen Tavernen ab. Autos verkehren auf Hydra nicht. Die Nordseite der Insel ist bebaut, während der Osten der Insel unbesiedelt und mit dichten Pinienwäldern bedeckt ist. Obwohl Hydra bereits in prähistorischer Zeit besiedelt wurde, finden sich keine Ausgrabungen aus dieser Zeit. Einige Klöster sind noch in Betrieb und können besichtigt werden.
Hydra ist kein Ziel des Massentourismus, es ist eher ein internationales Kulturzentrum. Im Bereich des Hafens findet man verschiedene Kunstgalerien. Bekannte Schriftsteller und Maler haben auf der Insel gelebt.
Ein extensives Nachtleben in Bars und Discos gibt es nicht.
Unterkunft findet der Tourist in Privatpensionen oder z.B. dem Hotel Hydroussa.

Insel Santorini

Man sagt, dass Santorini eine der teuersten Inseln im ägäischen Meer ist. Ich kann das nicht beurteilen, aber mir ging es wie tausenden anderen Besuchern dieser einzigartigen Insel ebenfalls – Santorini (Thira) ist nicht vergleichbar mit anderen Inseln. Santorini ist ein internationaler Touristenmagnet. Hunderte Kreuzfahrtschiffe laufen jährlich den Hafen an.
Die heutige geologische Beschaffenheit der Insel geht auf einen vor etwa 3500 Jahren erfolgten Vulkanausbruch zurück. Der Hauptort Thira sowie der benachbarte Ort Oia liegen am Rand eines ca. 300m steil abfallenden Kraters. Die Strände sind schwarz durch das Lavagestein. In der Caldera liegen die Inseln Nea Kameni und Palea Kameni, die man mit Booten erreicht. Noch heute sind auf diesen Inseln schwefelhaltige Dämpfe und heiße Quellen aktiv. Nicht belegte Meinungen behaupten, dass das Erdbeben und der Vulkanausbruch in Santorini mit dem Untergang von Atlantis in Verbindung stehen.
Der größte Touristenmagnet ist die Ausgrabungsstätte von Akrotiri, die nach jahrelanger Schließung nun wieder für Touristen geöffnet ist.
Neben dieser Ausgrabungsstätte gibt es mehrere Museen und Kirchen zu besichtigen. Ein interessanter Wanderweg führt entlang der Steilküste von Thira nach Oia (12 Km). Oia ist noch immer gekennzeichnet von dem verheerenden Erdbeben 1956.
Zahlreiche Tavernen, Bars und Diskotheken laden zum Bummeln und Entspannen ein.
Garant für eine gute Reisevorbereitung ist der Reiseveranstalter tropo.

Ein Sommerurlaub in Milos

Viele tausend Inseln säumen die Küsten Griechenlands. Jedoch nur ein paar hundert sind bewohnt und werden von Touristen besucht. Regelrechte Touristenhochburgen sind Inseln wie Rhodos, Mykonos, Santorini. Natürlich haben auch diese Inseln ihren Charme und bieten neben der reinen Erholung auch viele Möglichkeiten, sich mit der griechischen Geschichte vergangener Jahrhunderte zu befassen.
Reizvoll für einen Individualurlaub sind aber die zahllosen kleinen Inseln, die noch nicht vom Massentourismus überlaufen sind.

Milos

ist eine dieser Inseln. Sie ist vulkanischen Ursprungs und gehört zu den Kykladen der Ägäis. Auf ihrer Fläche von 160 Km² leben etwa 5000 Menschen, deren hauptsächlicher Broterwerb der Abbau von Bodenschätzen wie Bimsstein, Kaolin und Bentonit ist. Allmählich entwickelt sich der Tourismus, was auch durch die gute Erreichbarkeit per Flugzeug und Schiff ab Athen bzw. Piräus begünstigt wird. Hauptort ist Plaka, oberhalb des Hafens Adamas. Von der ehemaligen antiken Stadt sind die Katakomben und Ruinen des Theaters übriggeblieben. Im Archäologischen Museum wird eine Kopie der Venus von Milo ausgestellt. Das Original, was hier gefunden wurde, befindet sich im Pariser Louvre.
Hauptanziehungspunkt für die Touristen sind aber die fast 80 Strände mit ihren weißen Felsen und das türkisfarbene Wasser. Bereits im Mai beträgt die Wassertemperatur ca. 19°C. Die Tageshöchsttemperaturen liegen im Monat August bei ca. 28°C, was aber durch den kühlenden Wind Meltemi, der aus nördlichen Richtungen kommend in den Sommermonaten in der Ägäis weht, nicht so belastend empfunden wird.

Aktive Freizeit

ist in vielfältiger Form möglich.
Surfen und Höhlentauchen sind z.B. sehr beliebt. Aber auch für das Wandern auf antiken Pfaden und für off-road-Abenteuer bestehen günstige Voraussetzungen. Im Hafen Apollonia können Boote gechartert werden, um eine Inselumrundung oder eine Überfahrt zur Nachbarinsel Kimolos zu machen. Sehenswert auch die bereits erwähnten Katakomben und das Archäologische Museum.

Wanderurlaub in der Mani

Mani, Peloponnes

Wandern in Griechenland heißt im Prinzip auch immer Begegnung mit der Geschichte des Landes. So auch bei Wanderungen in der Mani. Es ist eine wilde Gebirgslandschaft auf dem Peloponnes, schwer zugänglich und auch heute noch nur über unzählige Serpentinen und schroffe Gebirge zu erreichen (s. Foto). Die Mani liegt auf dem „Mittelfinger“ des Peloponnes und gehört zum Verwaltungsgebiet Lakonien. Sie endet am Kap Tenaro, dem südlichsten Punkt des europäischen Festlands. Geprägt wird das Gebiet durch das Taygetos-Gebirge mit dem 2407m hohen Berg Profitis Ilias.
Die Mani ist ein geschichtlich sehr interessantes Gebiet. Hier befindet sich die Stadt Sparta, in der Antike für ihre militärische Macht bekannt und Mystras, die ehemalige Bergfestung und heutige Ruinenstadt. Aber auch die Dörfer und Höhlen sind touristisch sehenwerte Orte. So z.B. das Dorf Pirgos Dirou mit seinen Wohntürmen und die Tropfsteinhöhle Dirou, die man mit einem Boot erkunden kann (s. eBook “Faszination Griechenland”). Es gibt zahlreiche Wanderrouten durch die Mani. Empfehlenswert ist die Wanderung z.B. von Gerolimenas zum Dorf Ochio mit seinen Wohntürmen. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt etwa 6 Km.
Detaillierte Informationen zu Wanderrouten bietet die Webseite von GPS-Tour.
Der Wanderer kann in Ruhe die Landschaft und Architektur vergangener Jahrtausende besichtigen und als Erinnerung auf Fotos festhalten. Die Fotos richtig in Szene setzt Prentu. Prentu bietet ein reichhaltiges Produktfolio exclusiver Fotoalben, Fotos auf Acrylglas, fertigt Wanddekorationen und Fotogeschenke an.
Die schönen Erinnerungen an die Mani werden so daheim wieder lebendig!

Entdecken Sie die wahre Schönheit Griechenlands

Makrinitsa im Pilion-Gebirge

Die Gestaltungsmöglichkeiten eines griechischen Urlaubs sind ausserordentlich vielfältig. Das ist zum Einen durch die natürlichen Gegebenheiten bedingt – zahllose Inseln, kilometerlange Sandstrände, hohe Gebirge und zum Anderen durch die unendliche Vielfalt antiker Stätten und interessanter Ausgrabungen.
Dass der Tourismus einer der bedeutendsten griechischen Wirtschaftszweige ist, ist allgemein bekannt. Die griechische Regierung ist deshalb bestrebt, alles zu tun, um möglichst vielen Touristen den Aufenthalt im Land so interessant und angenehm wie möglich zu gestalten – die Infrastruktur wird verbessert, Hotelkapazitäten werden erweitert und modernisiert, und neue spezielle Tourismusformen werden entwickelt. So z.B. der Religionstourismus, der medizinische Tourismus (s. Blogartikel vom 21. Oktober 2012 Griechenland und der medizinische Tourismus) und nunmehr der Landtourismus. Diese Tourismusform wendet sich mehr an den Individualurlauber. Sie zielt nicht auf den Massentourismus, den man in solchen Hochburgen wie Mykonos, Rhodos, Santorini vorfindet.
Es ist ein neues Konzept, welches in Griechenland eingeführt wird. Ausgewählt wurden traditionelle griechische Unterkünfte in besonders schöner landschaftlicher Umgebung – in Gebirgen, an der See, alten Dörfern, Olivenplantagen oder Weinanbaugebieten. Hier lernt man die traditionelle griechische Gastfreundschaft und das ursprüngliche Leben kennen. Die angebotene Kost ist typisch griechische Hausmannskost, hergestellt nach alten Rezepten.
Die Organisation, die dieses Konzept ins Leben gerufen hat und umsetzt, ist „Guest Inn“. Es ist ein Netz ausgewählter traditioneller griechischer Beherbergungsbetriebe. Die Mitglieder, die sich diesem Netzwerk angeschlossen haben, müssen spezifischen Qualitätsstandards bezogen auf Gastfreundlichkeit, Komfort und besondere landschaftliche Lage entsprechen. Für die Buchung einer Unterkunft in einem der Gästehäuser sollten sich die Urlauber an das elektronische Reservierungssystem Guest Inn wenden.
Guest Inn ist seit 2004 Mitglied im European Federation of Farm and Village Tourism.

Griechischer Goldschmuck

Eule in Goldelfenbeintechnik

Eine Reise nach Griechenland ist immer ein Erlebnis. Das interessante Land, die herrliche Natur und die jahrtausendealte Kultur hinterlassen bei dem Urlauber die vielfältigsten Eindrücke. Warum also nicht ein Souvenir mitnehmen? Die Angebote sind kaum zu überschauen – Keramik, Pelz- oder Lederwaren, Nachbildungen antiker Funde, deren Originale in den Museen ausgestellt sind oder Goldschmuck.
Als

Juweliere

weisen die Griechen eine große Tradition auf. Die Geschichte des griechischen Goldschmucks geht bis weit in die Antike zurück.
Bekannt ist die goldene Totenmaske des Königs Agamemnon von Mykene aus dem 16.Jahrhundert v.Chr., die der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann 1876 bei seinen Grabungen in Mykene auf dem Peloponnes ans Tageslicht gebracht hatte (s. eBook Faszination Griechenland).
Diese Maske kann man heute in dem bedeutendsten griechischen Museum, dem Nationalmuseum Athen, besichtigen.
Leider nicht mehr zu besichtigen ist dagegen die Goldelfenbeinstatue der Athena Parthenos. Diese Statue hatte einen 12m hohen Holzkern, der mit 1200Kg Gold überzogen war, Arme und Gesicht bestanden aus Elfenbein. Die Statue befand sich auf der Akropolis in Athen. Leider ist sie um 550 v.Chr. verbrannt. Die Goldelfenbeintechnik war damals nur der Anfertigung von Götterstatuen vorbehalten.
In der Zeit des Hellenismus, also etwa ab 350 v.Chr. blühten in Griechenland Kunsthandwerk und Juweliergeschäfte auf (s. „Kulturgeschichte der Antike“, Akademie-Verlag, Berlin 1977).
Heute findet man überall in den Touristenzentren Juweliergeschäfte.
In dem eleganten Athener Stadtbezirk Kolonaki sowie im unmittelbaren Stadtzentrum in der Panepistimiou-Straße und der Stadiou-Straße haben bekannte Juweliere ihren Sitz – Ilias Lalaounis und Zolotas. Weltweite Niederlassungen repräsentieren die Geschicklichkeit und Kunst griechischer Juweliere.
Die Angebote sind vielfältig und haben oft Bezug zur Antike. So, wie z.B. der abgebildete Anhänger – eine goldene Eule mit Elfenbein, Verkörperung der antiken Goldelfenbeintechnik. Dieses Schmuckstück ist auch deshalb interessant, weil die Eule in der griechischen Mythologie als Symbol der Weisheit angesehen wurde.

Dezember in Griechenland verbringen?

Gästezimmer in Makrinitsa
Im Blog-Artikel Die griechischen Wintersportgebiete – ein Reiseziel vom 27. November 2012 wurden einige der interessantesten Reiseziele vorgestellt. Aber in Griechenland findet man nicht nur Möglichkeiten für Ski-Langlauf und Abfahrtsski, es gibt auch reizvolle Gegenden, in denen man in Gebirgen und Wäldern herrliche Wanderungen durchführen kann. Neben urigen und komfortablen Gästehäusern sind auch die in vielen Bergregionen wieder hergerichteten ehemaligen Herrenhäuser als Unterkunft zu empfehlen. In mehreren Blog-Artikeln aber auch im eBook Faszination Griechenland wurde der Ort Makrinitsa im Pilion-Gebirge, auch bezeichnet als „Balkon von Volos“, vorgestellt. Ein sehr stimmungsvolles Weihnachts- und Silvesterfest haben wir hier in einem solchen Haus verlebt.
Die topographische Situation Griechenlands hat zwangsläufig zur Folge, dass viele Orte in Gebirgsregionen liegen und als Winterurlaubsziele interessant sind – hier zwei Beispiele.
Das Dorf Kadros liegt im Bereich der Tzoumerka Bergkette auf 920m Seehöhe im District von Arta, Region Epirus im Nordwesten Griechenlands. Die Gegend, die zum Pindos-Gebirge gehört, ist von der modernen Zivilisation unberührt und besonders deshalb interessant. In der Nähe befinden sich die traditionellen Siedlungen Kalaritas, Syrrako und das Bergdorf Katarraktis. Hier findet man allgemeine Informationen und Hinweise zu Unterkunftsmöglichkeiten.
Ein weiteres interessantes Ziel ist das Dorf Arachova, gelegen im Regionalbezirk Fokida in Mittelgriechenland. Der Ort liegt in knapp1000m Seehöhe am Südhang des Parnassos-Gebirges. Von hier aus erreicht man das bekannteste Wintersportgebiet Griechenlands. Auch hier findet man gut ausgestattete und gemütliche Gästehäuser.
Meistens kann man den Urlaubsaufenthalt auch mit der Besichtigung antiker Stätten verbinden. So ist z.B. von Arachova aus das Heiligtum von Delphi günstig zu erreichen.
Also, interessante Möglichkeiten, auch im Dezember schöne Urlaubstage in Griechenland zu verbringen und gleichzeitig das Weihnachtsfest zu feiern!

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Kategorie: Reisen Griechenland