Archiv für die Kategorie „antike Stätten“

Peloponnes – das Feneos Festival

Auf dem Peloponnes befindet sich etwa 100 Km südöstlich von Patras Feneos, eine ehemals antike Stadt.
Die Stadt an sich bietet keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Wer jedoch jetzt mit dem Auto auf dem Peloponnes unterwegs ist, sollte an diesem Wochenende einen Abstecher nach Feneos machen.

Hier findet nämlich am 4. und 5. August 2017 das sogenannte Fenefest statt. Es ist das zweite Fenefest, das erste fand 2016 statt.

Gefeiert wird am Lake Doxa. Der See wurde als Wasserreservoir 1990 künstlich angelegt und ist von einer herrlichen Waldlandschaft umschlossen.

Die Veranstaltung zielt darauf ab, die Gegend und Ihre Produkte dem Tourismus zu erschließen.

Die Organisatoren haben Musikgruppen und DJ´s der unterschiedlichsten Musikgattungen, Theateraufführungen, sowie Veranstaltungen in der Natur für alle Altersgruppen organisiert.

Ausgrabungen in Athen


Die Geschichte Athens reicht Jahrtausende zurück.

Wer aber heute die Stadt besucht, findet eine moderne Großstadt mit einem interessanten und fußläufig gut zu durchsteifenden Stadtzentrum.

Trotzdem ist es ein riesiges Häusermeer, dessen Anblick sich am besten von dem Hügel Lykabettos aus bietet.

Sehr gut läßt sich die Stadt zunächst mit einem der kleinen Touristenzüge erkunden – man fährt durch das Zentrum, die Altstadt Plaka, vorbei an eleganten Geschäften, Souvenirläden, Museen und durch das Szeneviertel Psirri.

Es gibt aber auch viel Interessantes und im gewissen Sinn Verborgenes zu entdecken.
Ich meine damit die vielen Funde aus Ausgrabungen.

Bei der tausendjährigen Geschichte der Stadt ist es nicht verwunderlich, dass bei fast jedem Bauvorhaben Reste der Vergangenheit entdeckt werden.

So z. B. im Stadtteil Kerameikos, wo das einzige bekannte Orakelheiligtum des Apollon in Athen gefunden wurde. Oder die zu besichtigenden Grabungsfunde beim Bau der U-Bahnstation Syntagma.

Sehr interessant die Grabungsfunde vom Bau des neuen Akropolis-Museums. Und natürlich die Ausgrabungen auf der Akropolis.

Es könnten viele weitere Beispiele für die Ausgrabungen in Athen aufgezählt werden.
Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, sich beim Touristischen Informationsbüro in der Amalia Straße zu erkundigen.

Die Ruinenstadt Mystrás



Nordwestlich von Sparta, der Hauptstadt von Lakonien auf dem Peloponnes, findet man die Ruinen der ehemaligen byzantinischen Stadt Mystrás.

Dieser südliche Teil des Peloponnes ist ab Athen nach ca. 250 Km über die E 94 günstig zu erreichen.

Das gesamte Gebiet bietet neben Mystrás viele weitere interessante Ausflugsziele – Burgbefestigung der Hafenstadt Methoni, Kloster Kalogreon bei Kalamata, Tropfsteinhöhle Pyrgos Dirou (s.auch Blogartikel „Die griechische Höhlenwelt“
vom 4. Juni 2013).

Mystrás liegt nur 5 Km von Sparta entfernt.
Die Besichtigung der toten Stadt ist wie ein Ausflug in die byzantinische Vergangenheit Griechenlands.
Die Entstehungsgeschichte der Stadt geht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück.
Unterhalb der Burg entstanden Ritterpaläste, mehrstöckige Bürgerhäuser, Kirchen, Klöster und Kapellen.
Mehrere zehntausend Einwohner soll die Stadt, die sich zum kulturellen Zentrum der Region entwickelt hatte, gezählt haben.
Im griechischen Freiheitskampf gegen die Herrschaft der Osmanen wurde die Stadt 1825 völlig zerstört.

Heute kann man durch die engen verwinkelten Gassen bis hinauf zur Oberburg wandern – überall findet man Ruinen. Es ist malerisch, aber fast auch etwas beklemmend.

Das Nonnenkloster Pantanassa ist das einzige noch bewohnte Gebäude.

Eine Besichtigung der Ruinenstadt Mystrás ist eine lohnenswerte Bereicherung der Urlaubsreise!

Ein Ausflug zum Kap Sunion

Einen schönen Tagesausflug kann man von Athen aus mit dem Auto zum Kap Sounion machen. Das Kap liegt etwa 69 Km von Athen entfernt.

Von Athen verkehren zwei Buslinien. Die eine führt auf der Küstenstraße über Varkiza nach Sounion, die andere durch das Binnenland.

Empfehlenswerter ist die Route über die Küstenstraße.

Sie führt durch bekannte Badeorte wie Glyfada oder Vouliagmeni immer mit Blick auf den Saronischen Golf. Man bezeichnet diese Küste auch als attische Riviera. Das Kap ist der südlichste Punkt von Attika.
Auf der Landspitze steht der dem Meeresgott Poseidon gewidmete Marmortempel auf einem Plateau 60 m über dem Meer.
Der Tempel wurde 440 v. Chr. errichtet.
Nach der Sage erbaten im Tempel die Seeleute bevor sie auf Fahrt gingen die Gunst des Meeresgottes.
Wunderschön ist der Panoramablick vom Tempelplateau auf die Inseln der Ägäis, und sehr eindrucksvoll sind die Sonnenuntergänge.
Da das Gebiet um den Tempel zu einem Nationalpark erklärt wurde (es gibt in Griechenland insgesamt 10 Nationalparks), ist es glücklicherweise nicht möglich, große Tourismusbaumassnahmen durchzuführen.
Hinweise für weitere Ausflüge ab Athen findet man auch in dem eBook „Faszination Griechenland“.

Euböa – der Wallfahrtsort Prokopi



Unsere Fahrt führte diesmal mit dem Auto von Arachova nach dem Kurort Loutra Edipsou auf die Insel Euböa.
Eine Strecke, die etwa 100 Km von West nach Ost quer durch das Land führt. Landschaftlich reizvoll, aber auch besonders deshalb, weil man dabei durch alte Bauerndörfer kommt, die man als Tourist sonst nicht berührt.

Euböa ist unter dem Aspekt des Wellness-Urlaubs besonders interessant.
Darauf wurde ja bereit in dem Artikel vom 22. Juli 2011 „Wellness – Urlaub in Griechenland“ hingewiesen.

Auf unserer Route kommend, erreicht man dann Loutra Edipsou günstig ab Arkitsa. Denn ab hier verkehrt eine Autofähre direkt zum Zielort – Fahrtdauer 40 Minuten.
Neben den hervorragenden Kurmöglichkeiten bietet die insel auch interessante Ausflugsziele, so den Wallfahrtsort Prokopi.

In Griechenland gibt es zahlreiche Pilgerstätten.
Eine der bekanntesten ist die Kirche von Prokopi. Hier sind die Gebeine des Heiligen Ioannis Rossos in einem silbernen Sarg beigesetzt.
Der 27. Mai ist sein Gedenktag. Tausende Pilger strömen dann nach Prokopi.

Das Tempi – Tal in Thessalien


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Wenn man von Athen in Richtung Norden auf der Autobahn A 1 unterwegs ist, führt der Weg durch das Tempi-Tal.
Auch die Eisenbahnlinie Athen – Thessaloniki führt durch dieses Tal.

Es ist ein etwa 8 Km langes tiefeingeschnittenes Tal im nordwestlichen Teil des Ossa Gebirgskomplexes und eine sehr reizvolle und immergrüne Strecke.

Beim Befahren ist aber besondere Vorsicht geboten. Zum Einen da es im Tal je Fahrtrichtung nur eine Spur gibt und zum Anderen da sehr hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen ist.

Auf Grund der geologischen Situation war das Tal seit jeher von wichtiger strategischer Bedeutung. Sowohl im antiken Griechenland als auch im zweiten Weltkrieg fanden hier Kämpfe statt.

Es gibt nur eine Stelle, wo sich ein Parkplatz befindet.
Von diesem Parkplatz erreicht man über eine Hängebrücke die Höhlenkirche Agia Paraskevi.

Das Tal wird vom Fluß Pinios durchzogen.
Der Pinios ist mit 217 Km der zweitlängste Fluß Griechenlands.

Die Olympiasportstätten Athens


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Am 6. April 1896 wurden im Panathinaiko-Stadion von Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit eröffnet.

Aber dieses Stadion war nicht das erste olympische Stadion.

Das erste Stadion wurde 330 v.Chr. am Ardittos-Hügel in Athen gebaut. Es war zunächst nur eine einfache Laufbahn ohne Sitzreihen für die Zuschauer.

Zwischen 139 und 144 n. Chr. ließ dann Herodes Atticus ein neues Stadion bauen. Der weiße Marmor für die Sitzreihen wurde aus dem nahegelegenen Berg Penteli gebrochen.
50000 Zuschauer fanden Platz.

Jahrhunderte wurde das Stadion nicht genutzt, die Natur überwucherte es.

Erst 1870 begann Ernst Ziller das Stadion wieder freizulegen.
Es wurde vermessen und für die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 hergerichtet, die hier auf Vorschlag des Franzosen Pierre de Coubertin durchgeführt wurden.

Heute ist dieses Stadion als Sportstätte nicht mehr in Betrieb – aber hier findet nach wie vor die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele statt, egal, in welchem Land die eigentlichen Spiele dann durchgeführt werden (s. Blogartikel „Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Athen“ vom 22. Februar 2017 sowie eBook „Faszination Griechenland“).

Eine Bewerbung Griechenlands um die Durchführung olympischer Spiele konnte jedoch nur erfolg haben, wenn geeignete moderne Sportstätten zur Verfügung stehen.

Also wurde ein neuer Sportkomplex gebaut, benannt nach dem ersten Marathonsieger der Olympischen Spiele – Spyridon Louis.

Er wurde 1982 eröffnet und von 2002 bis 2004 umfassend renoviert.

Hier fanden dann die Olympischen Spiele 2004 statt.
Mit fast 70000 Zuschauerplätzen, ist es eines der größten Stadien der Welt.

Das Stadion liegt etwa 9 Km nördlich des Stadtzentrums im Vorort Marousi und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
Insgesamt gibt es 5 verschiedene Wettkampfstätten.

Obwohl die Anlage heute noch genutzt wird für Fußballspiele, Leichtathletikveranstaltungen und Konzerte, ist der Verfall nicht mehr zu übersehen.

Ein Ausflug nach Daphni

Neben den vielen Sehenswürdigkeiten, die Athen selbst bietet, locken auch zahlreiche interessante Ausflugsziele.

So auch drei Klosteranlagen (s. eBook „Faszination Griechenland“).

Eines davon ist das Kloster Daphni.

Nur etwa 10 Km vom Zentrum Athens entfernt, liegt es an der Straße nach Korinth, der ehemaligen antiken „Heiligen Straße“, die damals zum Demeter-Heiligtum nach Eleusis führte.
Auf der Straße nach Korinth erreicht man den Ort nach ca. 13 Km.

Heute ist es ein Vorort von Athen unter dem Namen Elefsina.

Die Klosteranlage wurde im 6. Jahrhundert auf den Ruinen des ehemaligen Tempel des Apollon Daphnephoros errichtet.
Die jetzige Anlage wurde 1080 gebaut.

In der wechselvollen Geschichte der Klosteranlage wurde manches vernichtet, so z.B. der ursprüngliche Fussbodenbelag und die marmornen Wandtäfelungen.
Im 11. Jahrhundert wurde eine bis heute erhaltene Kirche errichtet.
Neben dieser Kirche kann man noch Kreuzgang, Mönchszellen, Sarkophage und zum Teil antike Funde der „Heiligen Straße“ sehen.

Besichtigt man das Kloster im Herbst, kann man dies mit einem Besuch des berühmten Weinfestes von Daphni verbinden.

Wein aus allen bekannten Weinanbaugebieten Griechenlands wird angeboten, umrahmt von folkloristischen Darbietungen.
1990 wurde das Kloster auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

Die zweite Auflage des eBooks „Faszination Griechenland“ ist erschienen!


2. Auflage des eBooks

Nach einer Analyse des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist in Deutschland ein kontinuierlicher Anstieg des Umsatzes verkaufter eBooks zu verzeichnen. So wurden 2016 27 Millionen eBooks verkauft.
Damit hat sich der Anteil von eBook-Käufern seit 2010 mehr als verfünffacht. Den höchsten Anteil hat dabei die Warengruppe Belletristik.

Insofern ist auch das eBook „Faszination Griechenland“ in seiner zweiten Auflage ein interessantes Steinchen im eBook-Markt!

Neben einer Aktualisierung der im eBook angeführten Info-Adressen, Internet-Adressen, Preise liegt das Hauptaugenmerk vor allen Dingen auf der darstellung einer vierwöchigen Pkw-Rundreise.

Die Anreise zum Ausgangsort der Rundreise, dem Bergdorf Arachova im Regionalbezirk Böotien/Mittelgriechenland, erfolgte per Autofähre von Ancona nach Igoumenitsa und ab da mit dem Pkw entlang der griechischen Westküste bis nach Arachova.

Weitere sehr interessante Ziele waren Dimitsana – Bergdorf auf dem Peloponnes, Athen, die Inseln Mykonos und Santorini, Volos, die antike Stadt Dion, Ausgrabungsstätten, der Pindos-Nationalpark, um nur einige zu nennen.

Angaben zu Streckenrouten, Entfernungen, Hotels, Geschichte werden durch zahlreiches Bildmaterial ergänzt.
Wenn man einen Griechenlandurlaub plant, lohnt sich ein Blick in dieses
eBook auf jeden Fall.
Das eBook ist in den Formaten ePub und Mobipocket erschienen.

Der download ist über alle Buchhandlungen sowie natürlich auch über Google Books, Amazon.

Sommerfestivals in Griechenland

Griechenland ist bekannt für seine noch aus der Antike herrührenden architektonischen Schätze – Ausgrabungen von Tempeln, ehemaligen Herrschersitzen, olympischen Sportstätten und eben auch Theatern.
In verschiedenen Blogartikeln wurden einige der antiken Theater vorgestellt, so z. B. im Artikel vom 20. August 2015 „Das antike Theater von Megalopolis“.

Es ist ein besonderes Ereignis, in einer warmen Sommernacht eine Theateraufführung oder ein Konzert zu erleben.
In der Regel finden die Festivals in den Monaten Juni bis August statt.
Die bekanntesten Sommerfestivals sind:

Athens and Epidaurus Festival
im Herodes Atticus Theater Athen, bzw. in dem antiken Theater von Epidaurus

Olympos Festival
in Dion, Zentralmakedonien
die Überbleibsel des griechischen Theaters der Antike werden heute für Aufführungen genutzt. Der Ort wurde im 4. Jahrhundert n. Chr. durch Erdbeben zerstört

Filippoi and Thassos Festival
in den antiken Theatern von Filippoi (Region Kavala/Ostmazedonien) und Thassos (Insel in der nördlichen Ägäis).

Über den Details zu den einzelnen Festivals sollte man sich beim Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr in Frankfurt am Main informieren.

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Kategorie: Reisen Griechenland