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Der Marathonlauf von Nafplio


Folgt man der geschichtlichen Darstellung, so hat der Marathonlauf seinen Ursprung in der Verkündung des Sieges der Athener über die Perser in der Schlacht bei Marathon im Jahr 490 v.Chr.

Der Läufer überbrachte die Siegesnachricht von dem Dorf Marathon in das 40Km entfernte Athen (s. auch eBook „Faszination Griechenland“).

Es ist vielen vielleicht nicht bekannt, dass in Griechenland außer dem Athener Marathonlauf, der in diesem Jahr am 10. November stattfindet, auch noch in Nafplio, der ersten Hauptstadt Griechenlands ein Marathonlauf stattfindet.

In diesem Jahr ist es der 6. Lauf, am 3. März.

Die Veranstaltung umfasst den eigentlichen Lauf, einen Halb-Marathonlauf, einen 5Km-Lauf und einen 2,5Km „Spaßlauf“.

Die Teilnehmer und Besucher sollten es sich nicht entgehen lassen, den Aufenthalt in Nafplio mit einem Besuch naheliegender Sehenswürdigkeiten zu verbinden.

So z.b. Mykene und Epidaurus, beide Orte weniger als 30Km von Nafplio entfernt.

Kalamata – Ausgangspunkt für die Erkundung des Peloponnes


Zahnradbahn Diakopto - Kalavrita

Kalamata liegt nicht direkt im Zentrum des Peloponnes, sondern im Süden am Ionischen Meer. Es ist eine Hafenstadt, die auch über einen internationalen Flughafen verfügt. Bekannt wurde sie u.a. auch durch die schwarzen Kalamata-Oliven.
Die Stadt ist deshalb für den Tourismus interessant, weil sie gut erreichbar ist – Fährverbindungen, Fernbusse der Gesellschaft KTEL, gut ausgebautes Straßennetz nach Athen (240 Km) und Patras (220 Km) und ein auch von internationalen Gesellschaften angeflogener Flughafen.

Der Kalamata International Airport wird hauptsächlich während der Sommermonate genutzt.
Ganzjährig bbesteht wöchentlich eine Verbindung nach Thessaloniki.

Von Kalamata aus kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Peloponnes erkunden.
Der Peloponnes sollte ohnehin der Schwerpunkt einer Griechenland-Rundreise sein.

Im Rahmen dieses Artikels kann man nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nennen – Mykene und die Ausgrabungen Heinrich Schliemanns, Nafplio die erste Hauptstadt Griechenlands, Olympia, Mystras, Korinth, das Lousios-Tal und natürlich die eigenwilligste Kulturlandschaft Griechenlands, die Mani.

Sehr interessant ist auch eine Fahrt mit der Zahnradbahn von Diakopto nach Kalavrita.
Weitere Informationen finden sich auch in dem eBook „Faszination Griechenland“
.
Bezogen auf das Klima sind Kalamata und der Peloponnes am besten in den Monaten April/Mai (Tagestemperatur 20°C-24°C) und Oktober/November (Tagestemperatur 24°C-20°C) zu bereisen.

Die Lousios-Schlucht in Arkadien

Lousios-Schlucht

Arkadien – eine Berglandschaft im Zentrum der Halbinsel Peloponnes, dicht bewaldet und mit etwa 35 Einwohnern pro Km² auch relativ dünn besiedelt.

Die Hauptstadt Tripoli ist von Athen nach ca. 160 Km über die Autobahn A 8 erreichbar.

Kloster Prodromou

Unsere Autorundreise führte uns u.a. auch in dieses herrliche Stückchen Land (s. auch eBook „Faszination Griechenland“ ).

Neben interessanten Städten wie z.B. Demitsana und Stemnitsa, wo allein schon die Unterkunft in einem der renovierten Herrenhäuser, den Archontiko, ein Erlebnis ist ,hat uns besonders die Lousios-Schlucht begeistert.

Thermen des Asklepeion

Unser Ausgangspunkt zu dieser nahegelegenen Schlucht war Dimitsana.

Die Schlucht ist tief in die bewaldete Bergwelt eingeschnitten und wird von dem Fluss Lousios durchflossen, nach dem das Tal auch benannt wurde.

Die Länge der Schlucht beträgt 5 km, und man kann sie gut durchwandern.

In die Felsen eingebaut findet man auch noch bewohnte Klöster, die besichtigt werden können. So z. B. das Kloster Prodromou (s. Foto).

Der Ort Dimitsana befindet sich am oberen Ende und der Ort Stemnitsa am unteren Ende der Schlucht.

Hier liegt übrigens auch Gortys mit den antiken Resten des Heiligtums „Asklepios“.

Athen – der Syntagma-Platz – vorgestern, gestern und heute!


Athen, Syntagma-Platz

Athen, Syntagma-Platz


Athen, Syntagma-Platz 2009

Athen, Syntagma-Platz 2009

Der zentrale Platz Athens und gleichzeitig ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt ist der

Syntagma-Platz, der Platz der Verfassung.

Dabei darf man das Wort „zentral“ heute, da Athen eine Millionenstadt ist, nicht mehr im Sinne seiner eigentlichen Bedeutung verstehen.

Wohl aber zum Zeitpunkt seiner Entstehung.
Denn als er 1837 angelegt wurde, hatte Athen gerade einmal etwa 40000 Einwohner.

Im 19. Jahrhundert begann eine rege Bautätigkeit – König Otto hatte 1834 Athen als Hauptstadt festgelegt.
Viele klassizistische Bauten entstanden.

So auch als beherrschendes Gebäude am Syntagma das Schloss (erbaut 1836-1842) für den ersten griechischen König Otto von Bayern.

Seit 1924 ist dieses Gebäude der Sitz des griechischen Parlaments.

Auf dem Platz vor dem Parlament findet immer Sonntags der Aufmarsch der Evzonen, der ehemaligen königlichen Leibgarde, statt – ein sehenswertes Schauspiel.

Gegenüber an der Nordseite des Platzes entstand das jetzige HOTEL GRANDE BRETAGNE, ein prächtiger Luxusbau.

Zahlreiche internationale Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur haben hier residiert.

1958 wurde das Gebäude aufgestockt und 2003 komplett renoviert.

Vor dem Bau dieses Hotels wurden die ebenfalls an der Nordseite gelegenen Patrizierhäuser und auch das links im alten Bild ersichtliche Grand Hotel abgerissen.

Die letzten baulichen Aktivitäten am Syntagma begannen 1992 mit dem Aushub der U-Bahnstation. Es ist die Station der Linie 3, die im Jahr 2000 in Betrieb genommen wurde.
Zahlreiche antike Grabungsfunde sind in dieser Station ausgestellt.

Bekannte Straßen (s. Blogartikel „Die bekanntesten Straßen Athens“) führen zum Syntagma, und auch die berühmte Altstadt „Plaka“ ist fußläufig nur wenige Minuten entfernt.

Das Theater von Epidaurus


Mit dem Peloponnes, der Halbinsel im Süden Griechenlands, verbinden sich klangvolle Namen wie Olympia, Mykene, Mistras und der Kanal von Korinth.

Mehrere Blogartikel haben diese Orte beschrieben.

Der Peloponnes ist günstig mit Schiff, Auto und auch Flugzeug (ab Athen täglich im Linienverkehr) zu erreichen.

Der bereits erwähnten Vielzahl der Sehenswürdigkeiten soll nun noch eine weitere hinzugefügt werden – das Theater von Epidaurus.

Es liegt in der Region Argolis, dessen Hauptstadt Nafplion bis 1834 die erste Hauptstadt Griechenlands war.

Epidaurus ist etwa 30 Km von Nafplion entfernt.

Die Griechische Archäologische Gesellschaft begann bereits Ende des 19. Jh. mit den Ausgrabungen der antiken Stadt Epidaurus.
So wurde neben dem Theater auch das berühmte Asklepios-Heiligtum freigelegt – eine weitere Sehenswürdigkeit, die man bei seiner Reise unbedingt mit einbeziehen sollte!

Das Theater liegt eingebettet in einer hügeligen Landschaft.

Erbaut wurde es in halbkreisförmiger Form im 4. Jh. v. Chr. Für etwa 6000 Besucher.
Nach später vorgenommenen Erweiterungen durch zusätzliche Sitzreihen soll es heute zwischen 12000-14000 Besucher fassen.

Dieses Theater ist das besterhaltene und auch bekannteste Theater der Antike Griechenlands.
Man betritt das Theater durch zwei große Tore und gelangt so auf die Bühne, die sog. Orchestra.

Vor einem erhebt sich dann im Halbrund das gewaltige Theater, d.h. die Sitzreihen.
Neben dem visuellen Eindruck ist besonders die Akustik bemerkenswert.

Aus eigener Erfahrung kann bestätigt werden, dass in der Orchestra selbst leise gesprochene Worte in den oberen Sitzreihen verständlich sind!

Neben dem Odeon des Herodes Atticus in Athen ist das Theater von Epidaurus das bedeutendste noch in Betrieb befindliche Amphitheater Griechenlands.

Jährlich finden hier die „Festspiele von Epidaurus“ statt.
So auch im Juni 2019.

Am 22.6.2019 wird z.B. Ödipus aufgeführt.

Wer also die Gelegenheit hat, sollte sich das Theater von Epidaurus ansehen!

Athen – Turm der Winde



Das alte Zentrum der griechischen Hauptstadt, die Plaka, war ja bereits Gegenstand einiger Blogartikel – und trotzdem finden sich immer noch verschiedene Objekte, die einer Darstellung wert sind.

So z. B. der Turm der Winde.

Der Turm steht am westlichen Rand der Plaka. Er ist achteckig, 12 m hoch und wird durch einen umlaufenden Marmorfries mit geflügelten männlichen Gestalten gekrönt.
Diese Gestalten symbolisieren die wichtigsten Winde, die Athen heimsuchen – angefangen von eiskalten Winden aus dem Norden bis hinzu den heißen Winden, die von Afrika kommen.

Erbaut im 1. Jh. v. Chr. diente er als Wasser- und Sonnenuhr.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Turms gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, die man sich ansehen sollte.

So z. B. Die römische Agora, der zentrale Versammlungsort im antiken Athen (1862 – 1966 ausgegraben), die Hadriansbibliothek, den Monastiraki-Platz mit der U-Bahnstation und dem Eingang zum Flohmarkt.

Ein weiteres Relikt aus der Vergangenheit ist ein reichverzierter Torbogen, dahinter ein mit Unkraut überwachsenes Gelände. Es war die ehemalige türkische Schule. Das Terrain ist nicht zugänglich.

Also nutzen Sie die Besichtigung des Turms der Winde, um auch weitere interessante antike Zeitzeugen kennenzulernen.

Die Akropolis – das Wahrzeichen Athens (III/III)


Er fällt ins Auge, betritt man durch die Propyläen das Gelände der Akropolis – der im Ionischen Stil aus Marmor erbaute Tempel Erechtheion.

Er wurde nach dem Ende des Peloponnesischen Krieges 406 v.Chr. fertiggestellt.
Dieser Tempel hat einen sehr eigenartigen Grundriss, weil hier verschiedene vorhandene altehrwürdige Kultmale unter einem Dach vereint werden sollten. So z.B. die Altare verschiedener Götter, der Ölbaum der Athene, Gräber der Urkönige.

Außerdem musste man den unebenen Untergrund beachten.
Der Tempel wurde deshalb auch nicht auf einem Niveau gebaut, der westliche Teil liegt 3m unterhalb des östlichen Teils.

Bei einem Besuch der Akropolis zieht es den Touristen in der Regel zunächst zum Parthenon, dem beeindruckendsten Gebäude.
Geht man dann von dort zum Erechtheion gelangt man zur Südwand und blickt direkt auf die Karyatiden. Und damit auf die 6 Mädchenstatuen.

Sie tragen das Dach der Korenhalle und ersetzen somit die Säulen.
Übrigens wurde das Erechtheion während der Zeit der türkischen Besetzung Wohnsitz des Harems des damaligen türkischen Befehlshabers.

Die Karyatiden sind leider nicht mehr vollständig im Original vorhanden.
Eine der Figuren wurde aus Gips nachgefertigt, da Lord Elgin, Botschafter im Osmanischen Reich, 1811 die Figur nach Großbritannien gebracht hat, wo sie sich bis heute im Britischen Museum befindet.

Die restlichen 5 Originalsäulen kann man heute im Akropolis-Museum besichtigen. Sie wurden in der Korenhalle durch Nachbildungen ersetzt.

Die Akropolis – das Wahrzeichen Athens (II/III)


Wie schon im vorigen Artikel erwähnt, betritt man den Komplex der Akropolis durch die Propyläen – das imposante Eingangstor.

Der sicher für alle Touristen beeindruckendste Moment ist der Anblick des gewaltigen Tempels, des Parthenon.
Seine Grundfläche nimmt etwas über 2000 m² ein.

Der Marmor für den Tempel wurde im Gebirgsmassiv des Penteli am nordöstlichen Außenbezirk von Athen abgebaut und mit Maultieren auf den Akropolisfelsen transportiert.

Der blendendweiße Marmor wurde mit Mineral- und Pflanzenfarben getüncht, um das strahlende Weiß etwas zu dämpfen.

Der Tempel ist der Stadtgöttin Pallas Athene geweiht.
Im Tempel soll eine große Statue der Göttin Athene gestanden haben.
Für diese Statue sollen mehr als 1000 Kg reines Gold verarbeitet worden sein. Der Verbleib der Statue ist bis heute unklar.

Der Tempel wurde 447 – 438 v.Chr. erbaut. Als die Perser Athen erobert hatten wurde er zerstört und in den Jahren 361 – 363 v.Chr. wieder aufgebaut.

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts geriet Athen unter die Osmanische Herrschaft, die den Parthenon als Pulverlager nutzte.
Im Krieg mit den Venezianern wurde der Tempel beschossen, das Pulverlager explodierte und beschädigte den Tempel schwer.

Als Griechenland dan 1832 unabhängig wurde, begann man dann mit dem Wiederaufbau des Parthenon.

Ein Stück vom Fries in der inneren Säulenhalle ist heute noch erkennbar – ein Meisterwerk griechischer Bildhauerkunst.

Man muß hinzufügen, dass sich viele Skulpturen und Reliefs des Parthenon im Britischen Museum in London sowie im Louvre befinden. Vieles jedoch auch in dem 2009 eröffneten Akropolismuseum in Athen.

Der Besuch der Akropolis gleicht einer Reise in die Antike und sollte bei einem Aufenthalt in Athen unbedingt eingeplant werden!

Die Akropolis – das Wahrzeichen Athens (I/III)


Hoch über der Millionenmetropole und mitten im Herzen der Stadt thront das Wahrzeichen Athens auf einem 156 m hohen felsigen Hügel – die Akropolis, die ehemalige Stadtfestung Athens.

Jährlich zieht sie tausende Touristen in ihren Bann.

Es ist ein faszinierender Komplex einmaliger Bauwerke der Antike aus der Zeit etwa 500 v. Chr.

Die bekanntesten Bauwerke sind der Parthenon, das Erechtheion und der Niketempel.

Über die Propyläen, das imposante Eingangstor zur Akropolis, betritt man das Heiligtum.

In den folgenden Blogartikeln werden Details dieser Bauwerke vorgestellt.

Die Lage der Akropolis ist für die Touristen auch deshalb interessant, weil unterhalb der Akropolis die Altstadt „Plaka“ liegt ( s. Blogartikel „Die Plaka – Athens Altstadt““ vom 22. Februar 2017) und auch die bekanntesten Straßen Athens fußläufig gut erreichbar sind ( s. Blogartikel „Die bekanntesten Straßen Athens““ vom 9. März 2018).

Ebenfalls unterhalb der Akropolis und angeschmiegt an deren Felsen sind die steinernen Reste des Dionysostheaters und das Odeon des Herodes Atticus zu besichtigen.

Das eBook „Faszination Griechenland“ ist eine hilfreiche Lektüre zu den Sehenswürdigkeiten Athens.

Die bekanntesten Straßen Athens – Athinas Straße (II/IV)


Eine der buntesten und interessantesten Straßen im Athener Stadtzentrum ist die Odos Athinas.
Sie beginnt am Omonia-Platz und führt in gerader Linie auf einer Länge von etwa 1 Km bis zur Ermou Straße (s. Blogartikel „Die Ermou Straße in Athen“ vom 10.Juni 2018).
Diese Straße ist der ganze Gegensatz zur Panepistimiou-Straße, die im vorhergehenden Artikel beschrieben wurde.
Wenn man über die Einmündung zur Ermou hinaus geht, erreicht man den Monastiraki Platz mit dem Eingang zum Flohmarkt und die berühmte Plaka, das Altstadtviertel von Athen – ein absoluter Touristenmagnet.

In der Athinas findet man ein buntes Gewimmel größerer und kleiner Geschäfte und Händler aller Branchen.
An dieser Straße liegt auch die berühmte Athener Markthalle, ein „Muß“ für jeden Athen-Touristen. Naheliegend auch Psirri, das Szeneviertel Athens, wo das Leben erst in den späten Abendstunden beginnt.

Vom Omonia bis Monasteraki gibt es übrigens auch eine U-Bahnverbindung – die Linie 1 unterquert die gesamte Athinas.

Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland