Archiv für die Kategorie „Athen“

Athen – Turm der Winde



Das alte Zentrum der griechischen Hauptstadt, die Plaka, war ja bereits Gegenstand einiger Blogartikel – und trotzdem finden sich immer noch verschiedene Objekte, die einer Darstellung wert sind.

So z. B. der Turm der Winde.

Der Turm steht am westlichen Rand der Plaka. Er ist achteckig, 12 m hoch und wird durch einen umlaufenden Marmorfries mit geflügelten männlichen Gestalten gekrönt.
Diese Gestalten symbolisieren die wichtigsten Winde, die Athen heimsuchen – angefangen von eiskalten Winden aus dem Norden bis hinzu den heißen Winden, die von Afrika kommen.

Erbaut im 1. Jh. v. Chr. diente er als Wasser- und Sonnenuhr.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Turms gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, die man sich ansehen sollte.

So z. B. Die römische Agora, der zentrale Versammlungsort im antiken Athen (1862 – 1966 ausgegraben), die Hadriansbibliothek, den Monastiraki-Platz mit der U-Bahnstation und dem Eingang zum Flohmarkt.

Ein weiteres Relikt aus der Vergangenheit ist ein reichverzierter Torbogen, dahinter ein mit Unkraut überwachsenes Gelände. Es war die ehemalige türkische Schule. Das Terrain ist nicht zugänglich.

Also nutzen Sie die Besichtigung des Turms der Winde, um auch weitere interessante antike Zeitzeugen kennenzulernen.

Die Akropolis – das Wahrzeichen Athens (III/III)


Er fällt ins Auge, betritt man durch die Propyläen das Gelände der Akropolis – der im Ionischen Stil aus Marmor erbaute Tempel Erechtheion.

Er wurde nach dem Ende des Peloponnesischen Krieges 406 v.Chr. fertiggestellt.
Dieser Tempel hat einen sehr eigenartigen Grundriss, weil hier verschiedene vorhandene altehrwürdige Kultmale unter einem Dach vereint werden sollten. So z.B. die Altare verschiedener Götter, der Ölbaum der Athene, Gräber der Urkönige.

Außerdem musste man den unebenen Untergrund beachten.
Der Tempel wurde deshalb auch nicht auf einem Niveau gebaut, der westliche Teil liegt 3m unterhalb des östlichen Teils.

Bei einem Besuch der Akropolis zieht es den Touristen in der Regel zunächst zum Parthenon, dem beeindruckendsten Gebäude.
Geht man dann von dort zum Erechtheion gelangt man zur Südwand und blickt direkt auf die Karyatiden. Und damit auf die 6 Mädchenstatuen.

Sie tragen das Dach der Korenhalle und ersetzen somit die Säulen.
Übrigens wurde das Erechtheion während der Zeit der türkischen Besetzung Wohnsitz des Harems des damaligen türkischen Befehlshabers.

Die Karyatiden sind leider nicht mehr vollständig im Original vorhanden.
Eine der Figuren wurde aus Gips nachgefertigt, da Lord Elgin, Botschafter im Osmanischen Reich, 1811 die Figur nach Großbritannien gebracht hat, wo sie sich bis heute im Britischen Museum befindet.

Die restlichen 5 Originalsäulen kann man heute im Akropolis-Museum besichtigen. Sie wurden in der Korenhalle durch Nachbildungen ersetzt.

Die Akropolis – das Wahrzeichen Athens (II/III)


Wie schon im vorigen Artikel erwähnt, betritt man den Komplex der Akropolis durch die Propyläen – das imposante Eingangstor.

Der sicher für alle Touristen beeindruckendste Moment ist der Anblick des gewaltigen Tempels, des Parthenon.
Seine Grundfläche nimmt etwas über 2000 m² ein.

Der Marmor für den Tempel wurde im Gebirgsmassiv des Penteli am nordöstlichen Außenbezirk von Athen abgebaut und mit Maultieren auf den Akropolisfelsen transportiert.

Der blendendweiße Marmor wurde mit Mineral- und Pflanzenfarben getüncht, um das strahlende Weiß etwas zu dämpfen.

Der Tempel ist der Stadtgöttin Pallas Athene geweiht.
Im Tempel soll eine große Statue der Göttin Athene gestanden haben.
Für diese Statue sollen mehr als 1000 Kg reines Gold verarbeitet worden sein. Der Verbleib der Statue ist bis heute unklar.

Der Tempel wurde 447 – 438 v.Chr. erbaut. Als die Perser Athen erobert hatten wurde er zerstört und in den Jahren 361 – 363 v.Chr. wieder aufgebaut.

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts geriet Athen unter die Osmanische Herrschaft, die den Parthenon als Pulverlager nutzte.
Im Krieg mit den Venezianern wurde der Tempel beschossen, das Pulverlager explodierte und beschädigte den Tempel schwer.

Als Griechenland dan 1832 unabhängig wurde, begann man dann mit dem Wiederaufbau des Parthenon.

Ein Stück vom Fries in der inneren Säulenhalle ist heute noch erkennbar – ein Meisterwerk griechischer Bildhauerkunst.

Man muß hinzufügen, dass sich viele Skulpturen und Reliefs des Parthenon im Britischen Museum in London sowie im Louvre befinden. Vieles jedoch auch in dem 2009 eröffneten Akropolismuseum in Athen.

Der Besuch der Akropolis gleicht einer Reise in die Antike und sollte bei einem Aufenthalt in Athen unbedingt eingeplant werden!

Die Akropolis – das Wahrzeichen Athens (I/III)


Hoch über der Millionenmetropole und mitten im Herzen der Stadt thront das Wahrzeichen Athens auf einem 156 m hohen felsigen Hügel – die Akropolis, die ehemalige Stadtfestung Athens.

Jährlich zieht sie tausende Touristen in ihren Bann.

Es ist ein faszinierender Komplex einmaliger Bauwerke der Antike aus der Zeit etwa 500 v. Chr.

Die bekanntesten Bauwerke sind der Parthenon, das Erechtheion und der Niketempel.

Über die Propyläen, das imposante Eingangstor zur Akropolis, betritt man das Heiligtum.

In den folgenden Blogartikeln werden Details dieser Bauwerke vorgestellt.

Die Lage der Akropolis ist für die Touristen auch deshalb interessant, weil unterhalb der Akropolis die Altstadt „Plaka“ liegt ( s. Blogartikel „Die Plaka – Athens Altstadt““ vom 22. Februar 2017) und auch die bekanntesten Straßen Athens fußläufig gut erreichbar sind ( s. Blogartikel „Die bekanntesten Straßen Athens““ vom 9. März 2018).

Ebenfalls unterhalb der Akropolis und angeschmiegt an deren Felsen sind die steinernen Reste des Dionysostheaters und das Odeon des Herodes Atticus zu besichtigen.

Das eBook „Faszination Griechenland“ ist eine hilfreiche Lektüre zu den Sehenswürdigkeiten Athens.

Die bekanntesten Straßen Athens – Athinas Straße (II/III)


Eine der buntesten und interessantesten Straßen im Athener Stadtzentrum ist die Odos Athinas.
Sie beginnt am Omonia-Platz und führt in gerader Linie auf einer Länge von etwa 1 Km bis zur Ermou Straße (s. Blogartikel „Die Ermou Straße in Athen“ vom 10.Juni 2018).
Diese Straße ist der ganze Gegensatz zur Panepistimiou-Straße, die im vorhergehenden Artikel beschrieben wurde.
Wenn man über die Einmündung zur Ermou hinaus geht, erreicht man den Monastiraki Platz mit dem Eingang zum Flohmarkt und die berühmte Plaka, das Altstadtviertel von Athen – ein absoluter Touristenmagnet.

In der Athinas findet man ein buntes Gewimmel größerer und kleiner Geschäfte und Händler aller Branchen.
An dieser Straße liegt auch die berühmte Athener Markthalle, ein „Muß“ für jeden Athen-Touristen. Naheliegend auch Psirri, das Szeneviertel Athens, wo das Leben erst in den späten Abendstunden beginnt.

Vom Omonia bis Monasteraki gibt es übrigens auch eine U-Bahnverbindung – die Linie 1 unterquert die gesamte Athinas.

Die bekanntesten Straßen Athens – Panepistimiou-Straße (I/III)


Athen ist eine Stadt mit vielen Gesichtern, geprägt von jahrhundertealter Geschichte.

Details kann man in dem eBook „Faszination Griechenland“ nachlesen

Wenn man das heutige Stadtzentrum besichtigt, so ist es in einer Distanz von weniger als zwei Kilometern möglich, vom Okzident zum Orient zu kommen – vom Platz der Verfassung, dem Syntagma, zum Omonia. An diesem Platz beginnen drei wichtige Straßen, die Panepistimmiou, die Stadiou und die Athinas.

Die Odos Panepistimiou wurde nach der dort ansässigen Universität benannt. Vor dem Universitätsgebäude stehen die Denkmale der berühmten Philosophen Platon und Sokrates.

Seit 1980 ist es offiziell aber die Eleftherios-Venizelos-Avenue, benannt nach dem ehemaligen griechischen Premierminister Eleftherios Venizelos.

Vom Syntagma kommend führt der breite mehrspurige Boulevard zum Omonia. Auf Grund der relativ kurzen Entfernung ist ein Spaziergang empfehlenswert.

Neben mondänen Geschäften kommt man auch am Schliemann-Haus vorbei.
Schliemann selbst bezeichnete es als „Palast von Troja“.

(s. Blogartikel „Das Wirken Heinrich Schliemanns in Griechenland“ vom 1. Oktober 2017).
Weiter unten findet man dann Gold- und Juweliergeschäfte.

Mehrere Passagen führen zu der parallelverlaufenden Stadioustraße.

Schließlich erreicht man den Omonia-Platz, von dem in nördlicher Richtung die Stadioustraße abzweigt.

Griechenlandreise im November?


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Die Frage mag seltsam erscheinen, verbindet man doch mit Griechenland meist zuerst warme und sonnige Urlaubstage an ausgedehnten Stränden und auf einer der zahllosen Inseln.
Aber Griechenland bietet auch im November interessante Reiseziele.
Diese Reisezeit hat zwei Vorteile – zum Einen ist der große Touristenandrang vorüber und zum Anderen bieten ausgewählte Destinationen immer noch genügend Sonnenschein und warmes Wasser.
Zwei interessante Ziele sollen erwähnt werden:
Athen
Im November liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen bei 19° C, und es gibt 5 Sonnenstunden.
Die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt lassen sich bei einem gemütlichen Stadtbummel, der in der sommerlichen Hauptsaison kaum zu empfehlen ist, erkunden – Akropolis, Plaka, Museen, Szeneviertel Psirri und vieles mehr.
Bei schönem Wetter lohnt sich auch eine Fahrt zum Kap Sunion oder mit dem Boot auf die naheliegende Insel Salamis.

Kreta
Die Urlaubsbedingungen kann man fast noch als ideal bezeichnen – durchschnittliche Tagestemperaturen 19° C, Wasser durchschnittlich
20° C und 9 Sonnenstunden.

Über Kreta sind schon mehrere Blogartikel erschienen, z. B.„Reiseziele auf der Insel Kreta“, sodass es sich erübrigt, hier nochmals auf Einzelheiten einzugehen.

Also, auch im November lohnt sich Griechenland!

Das Bolschoi – Ballet in Athen

Nicht nur für badehungrige Touristen ist Griechenland ein Mekka, auch Kultur- und Kunstliebhaber kommen voll auf ihre Kosten.
In dem Blogartikel „Das Festival von Athen“ vom 29. Mai 2015 wurde auf die vielen Festivals, die an den verschiedensten Orten in Griechenland stattfinden, hingewiesen.
Die bekannteste antike Festspielstätte in Athen ist das altehrwürdige Odeon des Herodes Attikus am Fuße der Akropolis.
Es ist ein einmaliges Ereignis in diesem Theater, das einstmals 5000 Zuschauer aufnahm, ein Konzert zu erleben.
Wer sich im Zeitraum September/Oktober in Athen oder nahe der Hauptstadt aufhält, sollte unbedingt versuchen, für eine der Veranstaltungen im Odeon des Herodes Attikus Karten zu bekommen.
So finden demnächst folgende Veranstaltungen statt:
19.9. und 20.9.2017 Aufführung des Bolschoi-Balletts
21.9. und 22.9.2017 Classic-Rock mit dem Prager Symphonie Orchester
05.10.2017 Vanessa Mae Konzert
10.10.2017 Carmen

Das Kloster Kaisariani


Gemäß der griechischen Verfassung ist das Orthodoxe Christentum Staatsreligion.
Etwa 98 % der griechischen Bevölkerung sind orthodox.

So ist es erklärlich, dass die Klöster eine bedeutende Rolle in der Geschichte des Landes spielen.
Und das nicht nur als gemeinschaftliche Wohn-, Gebets- und Arbeitsräume für die Mönche bzw. Nonnen.
Sondern auch im täglichen Leben als Orte der Besinnung und Zuflucht für die Bevölkerung.

Herausragende Bedeutung erlangten Klöster wie z.B. in Kalavryta/Peloponnes auch im Zusammenhang mit den griechischen Befreiungskämpfen gegen die Osmanische Herrschaft und die Besetznung durch deutsche Truppen 1943.

Viele der Klöster sind heute nicht mehr bzw. nur von wenigen Mönchen/Nonnen bewohnt.
Sehenswert sind aber sowohl die Ruinen als auch die noch bewohnten Klöster.

Eines der beliebtesten Ausflugsziele der Athener ist das Kloster Kaisariani.

Das Kloster Kaisariani ist 7 km vom Stadtzentrum entfernt. Es ist eines der ältesten und wichtigsten Klöster Attikas. Erbaut wurde es im 11. Jahrhundert .

Zu dem Kloster gehören neben dem Refektorium noch eine Mühle, ein Bad und ein Backhaus.
In der Kirche findet man sehenswerte Wandmalereien.

Das Kloster liegt am Hang des 1027 m hohen Berges Hymettos inmitten von Zypressen und Platanen.

Eine herrliche Landschaft, die ausserdem noch einen schönen Blick auf die Stadt bietet.
Bei guter Sicht kann man im Westen bis nach Piräus schauen, im Norden bis zum Parnis-Gebirge und im Osten sieht man die Penteli- Berge.

Einen interessanten Überblick kann man auch dem eBook „Faszination Griechenland“entnehmen.

Ausgrabungen in Athen


Die Geschichte Athens reicht Jahrtausende zurück.

Wer aber heute die Stadt besucht, findet eine moderne Großstadt mit einem interessanten und fußläufig gut zu durchsteifenden Stadtzentrum.

Trotzdem ist es ein riesiges Häusermeer, dessen Anblick sich am besten von dem Hügel Lykabettos aus bietet.

Sehr gut läßt sich die Stadt zunächst mit einem der kleinen Touristenzüge erkunden – man fährt durch das Zentrum, die Altstadt Plaka, vorbei an eleganten Geschäften, Souvenirläden, Museen und durch das Szeneviertel Psirri.

Es gibt aber auch viel Interessantes und im gewissen Sinn Verborgenes zu entdecken.
Ich meine damit die vielen Funde aus Ausgrabungen.

Bei der tausendjährigen Geschichte der Stadt ist es nicht verwunderlich, dass bei fast jedem Bauvorhaben Reste der Vergangenheit entdeckt werden.

So z. B. im Stadtteil Kerameikos, wo das einzige bekannte Orakelheiligtum des Apollon in Athen gefunden wurde. Oder die zu besichtigenden Grabungsfunde beim Bau der U-Bahnstation Syntagma.

Sehr interessant die Grabungsfunde vom Bau des neuen Akropolis-Museums. Und natürlich die Ausgrabungen auf der Akropolis.

Es könnten viele weitere Beispiele für die Ausgrabungen in Athen aufgezählt werden.
Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, sich beim Touristischen Informationsbüro in der Amalia Straße zu erkundigen.

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Kategorie: Reisen Griechenland