Archiv für die Kategorie „Bergdörfer“

Monodendri – ein Gebirgsdorf im Pindos – Gebirge

Gebirgsdorf Monodendri

Gebirgsdorf Monodendri

Das Pindos-Gebirge ist mit 2637 m das zweithöchste Gebirgsmassiv Griechenlands.

Hier findet man uralte Dörfer, uralte Handelswege und interessante steinerne Bogenbrücken.
Es ist eine einmalig schöne Region.

Monodendri selbst liegt auf einer Höhe von knapp 1100 m und wird dadurch charakterisiert, dass die traditionelle Bauweise der Gebäude in Steinarchitektur erhalten ist.

Geht man durch die alten Gassen, überquert die steinernen Bogenbrücken und läuft durch den „steinernen Wald“, fühlt man sich in längst vergangene Jahrhunderte versetzt.
Sehenswert ist auch das Kloster Aghia Paraskevi aus dem 15. Jahrhundert.

In geringer Entfernung empfiehlt sich noch die Besichtigung weiterer Sehenswürdigkeiten.
So liegt z.B. Monodendri am Eingang der berühmten Vikos-Schlucht, es soll die tiefste Schlucht der Welt sein. Sie ist 10 Km lang.

Interessant ist übrigens auch, dass sich in den letzten Jahren die Population der Braunbären auch in den Dörfern der Zagorochia stark entwickelt haben soll und den Dorfbewohnern zunehmend Probleme bereitet.

Monodendri erreicht man ab Flughafen Ioannina nach knapp 40 Kilometern und sofern man per Auto über den Fährhafen Igoumenitsa anreist über die A2 nach etwa 120 Kilometern.

Ein Besuch in Metsovo – Region Epirus

Bergdorf Metsovo, Region Epirus

Bergdorf Metsovo, Region Epirus

In verschiedenen Blogartikeln, wie aber auch im eBook „Faszination Griechenland“ wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Griechenland als Reiseziel nicht nur im Sommer interessant ist, sondern auch im Winter eine Vielzahl von aktiven Erholungsmöglichkeiten bietet.

Dazu zählt auch das Bergdorf Metsovo.

Es ist ein uriges Bergdorf im Pindos-Gebirge und liegt auf etwa 1100 m.

Wir haben es, mit der Fähre aus Ancona in Igoumenitsa ankommend, auf der Egnatia Odos nach ca. 110 km erreicht.

Wie in vielen Orten Griechenlands geht auch hier die Geschichte bis in die vorchristliche Zeit zurück.

 

Heute ist Metsovo ein Ort mit 6000 Einwohnern in einer märchenhaften Berglandschaft.

Der Ort ist vom internationalen Tourismus bisher verschont geblieben.
Trotzdem findet man zahlreiche kleine Hotels und Pensionen, die sich in alten Natursteinhäusern etabliert haben und modern ausgestattet sind.

Metsovo ist – wie bereits erwähnt – ein Reiseziel für jede Jahreszeit – selbst im Juli/August liegen die Temperaturen nur bei angenehmen 27° C. Und im Winter lockt bis zum März das Anilio-Ski-Center auf einer Höhe zwischen 1700m und 1900m. Zu dieser Anlage gehören 6 Pisten und 5 Lifte.

Ein Bummel durch die alten historischen Gassen ist interessant. Ebenso der Besuch des Klosters Agios Nikolaos oder der Averoff-Galerie, die moderne griechische Kunst zeigt.

Für Käse-Gourmets noch ein Hinweis – empfehlenswert ist der Metsovane, ein geräucherter Käse aus Rohmilch.

Und weitere interessante Ausflugsziele sind gar nicht so weit entfernt, z.B. die Meteora-Klöster in Kalabaka (60 Km).

Hier möchte ich auf den Blogartikel vom 3. November 2014 „Meteora-Klöster in Thessalien“ verweisen.

Kalamata – Ausgangspunkt für die Erkundung des Peloponnes


Zahnradbahn Diakopto - Kalavrita

Kalamata liegt nicht direkt im Zentrum des Peloponnes, sondern im Süden am Ionischen Meer. Es ist eine Hafenstadt, die auch über einen internationalen Flughafen verfügt. Bekannt wurde sie u.a. auch durch die schwarzen Kalamata-Oliven.
Die Stadt ist deshalb für den Tourismus interessant, weil sie gut erreichbar ist – Fährverbindungen, Fernbusse der Gesellschaft KTEL, gut ausgebautes Straßennetz nach Athen (240 Km) und Patras (220 Km) und ein auch von internationalen Gesellschaften angeflogener Flughafen.

Der Kalamata International Airport wird hauptsächlich während der Sommermonate genutzt.
Ganzjährig bbesteht wöchentlich eine Verbindung nach Thessaloniki.

Von Kalamata aus kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Peloponnes erkunden.
Der Peloponnes sollte ohnehin der Schwerpunkt einer Griechenland-Rundreise sein.

Im Rahmen dieses Artikels kann man nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nennen – Mykene und die Ausgrabungen Heinrich Schliemanns, Nafplio die erste Hauptstadt Griechenlands, Olympia, Mystras, Korinth, das Lousios-Tal und natürlich die eigenwilligste Kulturlandschaft Griechenlands, die Mani.

Sehr interessant ist auch eine Fahrt mit der Zahnradbahn von Diakopto nach Kalavrita.
Weitere Informationen finden sich auch in dem eBook „Faszination Griechenland“
.
Bezogen auf das Klima sind Kalamata und der Peloponnes am besten in den Monaten April/Mai (Tagestemperatur 20°C-24°C) und Oktober/November (Tagestemperatur 24°C-20°C) zu bereisen.

Die Lousios-Schlucht in Arkadien

Lousios-Schlucht

Arkadien – eine Berglandschaft im Zentrum der Halbinsel Peloponnes, dicht bewaldet und mit etwa 35 Einwohnern pro Km² auch relativ dünn besiedelt.

Die Hauptstadt Tripoli ist von Athen nach ca. 160 Km über die Autobahn A 8 erreichbar.

Kloster Prodromou

Unsere Autorundreise führte uns u.a. auch in dieses herrliche Stückchen Land (s. auch eBook „Faszination Griechenland“ ).

Neben interessanten Städten wie z.B. Demitsana und Stemnitsa, wo allein schon die Unterkunft in einem der renovierten Herrenhäuser, den Archontiko, ein Erlebnis ist ,hat uns besonders die Lousios-Schlucht begeistert.

Thermen des Asklepeion

Unser Ausgangspunkt zu dieser nahegelegenen Schlucht war Dimitsana.

Die Schlucht ist tief in die bewaldete Bergwelt eingeschnitten und wird von dem Fluss Lousios durchflossen, nach dem das Tal auch benannt wurde.

Die Länge der Schlucht beträgt 5 km, und man kann sie gut durchwandern.

In die Felsen eingebaut findet man auch noch bewohnte Klöster, die besichtigt werden können. So z. B. das Kloster Prodromou (s. Foto).

Der Ort Dimitsana befindet sich am oberen Ende und der Ort Stemnitsa am unteren Ende der Schlucht.

Hier liegt übrigens auch Gortys mit den antiken Resten des Heiligtums „Asklepios“.

Die Pilionbahn – eine Touristenattraktion im Gebirgszug des Pilion

Pilionbahn Anfang des 20. Jahrhunderts

Pilionbahn Anfang des 20. Jahrhunderts

Pilionbahn 2009

Pilionbahn 2009

Pilionbahn und ihre Bedeutung

Pilionbahn und ihre Bedeutung

Man kann nicht sagen, dass Volos, die Stadt am Fuße des Piliongebirges in der Region Thessalien, ein Touristenmagnet ist.

Die Stadt ist jedoch ein idealer Ausgangspunkt für zahlreiche interessante touristische Ausflüge.

Auf Inseln wie z.B. Skiathos, Skopelos, Skyros und Alonissos die in kurzer Fahrt mit der Fähre erreichbar sind und natürlich in das Piliongebirge.

Um Letzteres zu erreichen ist natürlich ein gut ausgebautes Straßennetz vorhanden.

Empfehlenswert ist aber eine Fahrt mit der Pilionbahn ab Volos bis zum Bergdorf Milies.

Hier verkehrt auf 28 Km eine Schmalspurbahn, die 1904 in Betrieb genommen und 1971 wegen mangelnder Rentabilität stillgelegt wurde.

Geschichte und damalige Bedeutung der Bahn kann man (bei Vergrößerung) dem Foto entnehmen.
Seit 1985 ist sie in den Monaten Juli bis Oktober als Museumsbahn in Betrieb.

Heute allerdings wird die Bahn durch Diesellokomotiven betrieben, die jedoch als Dampflokomotiven gestaltet sind.

 

Eine Fahrt mit der Pilionbahn ist auf jeden Fall zu empfehlen – die Fahrt führt durch eine herrliche Landschaft, durch Schluchten und über Brücken.

 

 

 

 

 

 

 

Kreta – die Höhlen von Matala



Bereits in mehreren Artikeln wurden die Sehenswürdigkeiten dieser größten Insel Griechenlands beschrieben.
Eine langgestreckte und außerordentlich gebirgige Insel. In der Mitte das Psiloritis-Massiv mit dem höchsten Gipfel von 2456 m.

Viele der kretischen Gebirgszüge sind von uralten Kulthöhlen durchzogen.

Etwa 60 Km entfernt von Iraklion, Hafenstadt und zugleich Hauptstadt von Kreta, findet man die beeindruckenden Ruinen der Paläste von Phästos und weitere 11 Km entfernt, die Höhlen von Matala.
Sie befinden sich in hohen Sandsteinklippen.

Diese Höhlen haben mehrere miteinander verbundene Innenräume, die als Wohnstätten genutzt wurden.
Insbesondere in den 60er – 70er Jahren entwickelte sich hier ein buntes Leben von Aussteigern aus aller Welt – eine Gemeinschaft von Hippies.
Eine sehenswerte Anlage!

Wintersport im südlichen Pindos – Gebirge



Oftmals bezeichnet man den Norden Griechenlands ja auch als „das andere Griechenland“ – das Land der Gebirge und Wälder, der unberührten Natur, die noch von Bären und Wölfen durchstreift wird.
In einigen Dörfern des Pindos-Hochgebirges, die ohnehin nur dünn besiedelt sind, bleiben im Winter dann nur einige Wächter zurück.
Und doch hat auch diese Region Reize für Wintersportler.

In dem Blogartikel „Die griechischen Wintersportgebiete – ein Reiseziel“ vom 27. November 2012 sind die bekanntesten Regionen der Wintersportgebiete angeführt.

Das beste Skigebiet befindet sich auf dem Mount Parnassos, knappe 40 km von dem interessanten Bergdorf Arachova in Mittelgriechenland entfernt.

Aber abseits dieser Gebiete findet man für einen Winteraufenthalt auch herrliche malerische Bergdörfer wie z. B. die Dörfer Pertouli und Elati.

Pertouli liegt auf einer Höhe von etwa 1100 m an den Hängen des Mount Koziakas.
Dichte Wälder und grüne Felder umgeben das Dorf. In der Nähe befindet sich das gleichnamige Skigebiet.
Es ist ein kleines Skigebiet, die längste Abfahrt ist 1500 m lang.
Pertouli hat eine gut ausgebaute Infrastruktur, malerische ehemalige Herrenhäuser und ist eines der beliebtesten griechischen Bergdörfer.

Elati ist das größte Dorf im Bezirk Trikala. Es liegt in einer Entfernung von 34 Km zu Trikala. Im Gegensatz zu Pertouli liegt es allerdings nur auf einer Höhe von 950 m. Charakteristisch ist auch für dieses Dorf eine herrliche Landschaft und bemerkenswerte Architektur der Vergangenheit.
Aber neben den erwähnten Dörfern sind auch die Dörfer Dessi ( nur 45 Einwohner), Pyrra und Doliana sehenswert.

Griechenlands verlassene Dörfer


Unsere Rundreise im Jahr 2014 – s. eBook „Faszination Griechenland“ führte uns von Volos auf der A1/E75 durch das Tempe – Tal zu der Kleinstadt Litochoro am Fuß des Olymp.

Von hier ging es dann weiter über Dion (s. Blogartikel „Dion – Ausgrabungsstätte in Zentralmakedonien“ und das Gebirgsdorf Monodendri nach Dilofo.

Dilofo liegt im Pindos-Gebirge und gehört zur Gemeinschaft der Dörfer der Zagoria.
Es ist eine unbeschreibliche Natur, die sich dem Touristen hier offenbart.

Ein Großteil dieser Landschaft gehört zum Vikos-Aoos-Nationalpark und steht unter Naturschutz.

Neben der Natur ist die Architektur dieser Dörfer von einem besonderen Reiz – sehenswert die steinernen Bogenbrücken und die Herrenhäuser, die Archontiko.

Diese Herrenhäuser sind jahrhundertealte Bauwerke, die mit Unterstützung der griechischen Organisation für Tourismus (EOT), renoviert wurden und nun als moderne und trotzdem anheimelnde Hotels bzw. Pensionen genutzt werden.

Die Gassen und Häuser dieser Dörfer sind aus heimischem Gestein erbaut.
Aber auch Kirchen und Klöster bieten Einblick in vergangene Jahrhunderte und deren Geschichte.

Es ist eine Region, die von großen Touristenströmen noch nicht erfasst ist.
Viele Dörfer, wie z. B. das Dorf Chaliki, sind nur im Sommer bewohnt.
Auch Dilofo ist ein kleines Dorf mit nur 50 Häusern, ganzjährig bewohnt sind nur wenige.
Diese Dörfer haben alle ein Problem – die schwindende Einwohnerzahl.
Dilofo vezeichnet z.B. von 1991 zu 2011 einen Rückgang der Einwohner um fast ein Drittel, auf 253 Einwohner.

Deshalb ist es etwas seltsam, wenn in einem solchen fast verlassenen Dorf, eine moderne Telefonzelle der griechischen Telefongesellschaft OTE steht.

Mein Tipp – neben ausgedehnten Möglichkeiten für Trekkingtouren bieten die verlassenen Dörfer Griechenlands interessante Einblicke in vergangene Welten!

Die Ruinenstadt Mystrás



Nordwestlich von Sparta, der Hauptstadt von Lakonien auf dem Peloponnes, findet man die Ruinen der ehemaligen byzantinischen Stadt Mystrás.

Dieser südliche Teil des Peloponnes ist ab Athen nach ca. 250 Km über die E 94 günstig zu erreichen.

Das gesamte Gebiet bietet neben Mystrás viele weitere interessante Ausflugsziele – Burgbefestigung der Hafenstadt Methoni, Kloster Kalogreon bei Kalamata, Tropfsteinhöhle Pyrgos Dirou (s.auch Blogartikel „Die griechische Höhlenwelt“
vom 4. Juni 2013).

Mystrás liegt nur 5 Km von Sparta entfernt.
Die Besichtigung der toten Stadt ist wie ein Ausflug in die byzantinische Vergangenheit Griechenlands.
Die Entstehungsgeschichte der Stadt geht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück.
Unterhalb der Burg entstanden Ritterpaläste, mehrstöckige Bürgerhäuser, Kirchen, Klöster und Kapellen.
Mehrere zehntausend Einwohner soll die Stadt, die sich zum kulturellen Zentrum der Region entwickelt hatte, gezählt haben.
Im griechischen Freiheitskampf gegen die Herrschaft der Osmanen wurde die Stadt 1825 völlig zerstört.

Heute kann man durch die engen verwinkelten Gassen bis hinauf zur Oberburg wandern – überall findet man Ruinen. Es ist malerisch, aber fast auch etwas beklemmend.

Das Nonnenkloster Pantanassa ist das einzige noch bewohnte Gebäude.

Eine Besichtigung der Ruinenstadt Mystrás ist eine lohnenswerte Bereicherung der Urlaubsreise!

Euböa – der Wallfahrtsort Prokopi



Unsere Fahrt führte diesmal mit dem Auto von Arachova nach dem Kurort Loutra Edipsou auf die Insel Euböa.
Eine Strecke, die etwa 100 Km von West nach Ost quer durch das Land führt. Landschaftlich reizvoll, aber auch besonders deshalb, weil man dabei durch alte Bauerndörfer kommt, die man als Tourist sonst nicht berührt.

Euböa ist unter dem Aspekt des Wellness-Urlaubs besonders interessant.
Darauf wurde ja bereit in dem Artikel vom 22. Juli 2011 „Wellness – Urlaub in Griechenland“ hingewiesen.

Auf unserer Route kommend, erreicht man dann Loutra Edipsou günstig ab Arkitsa. Denn ab hier verkehrt eine Autofähre direkt zum Zielort – Fahrtdauer 40 Minuten.
Neben den hervorragenden Kurmöglichkeiten bietet die insel auch interessante Ausflugsziele, so den Wallfahrtsort Prokopi.

In Griechenland gibt es zahlreiche Pilgerstätten.
Eine der bekanntesten ist die Kirche von Prokopi. Hier sind die Gebeine des Heiligen Ioannis Rossos in einem silbernen Sarg beigesetzt.
Der 27. Mai ist sein Gedenktag. Tausende Pilger strömen dann nach Prokopi.

Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland