Archiv für die Kategorie „Gebirge“
Wanderurlaub in der Mani
Wandern in Griechenland heißt im Prinzip auch immer Begegnung mit der Geschichte des Landes. So auch bei Wanderungen in der Mani. Es ist eine wilde Gebirgslandschaft auf dem Peloponnes, schwer zugänglich und auch heute noch nur über unzählige Serpentinen und schroffe Gebirge zu erreichen (s. Foto). Die Mani liegt auf dem „Mittelfinger“ des Peloponnes und gehört zum Verwaltungsgebiet Lakonien. Sie endet am Kap Tenaro, dem südlichsten Punkt des europäischen Festlands. Geprägt wird das Gebiet durch das Taygetos-Gebirge mit dem 2407m hohen Berg Profitis Ilias.
Die Mani ist ein geschichtlich sehr interessantes Gebiet. Hier befindet sich die Stadt Sparta, in der Antike für ihre militärische Macht bekannt und Mystras, die ehemalige Bergfestung und heutige Ruinenstadt. Aber auch die Dörfer und Höhlen sind touristisch sehenwerte Orte. So z.B. das Dorf Pirgos Dirou mit seinen Wohntürmen und die Tropfsteinhöhle Dirou, die man mit einem Boot erkunden kann (s. eBook “Faszination Griechenland”). Es gibt zahlreiche Wanderrouten durch die Mani. Empfehlenswert ist die Wanderung z.B. von Gerolimenas zum Dorf Ochio mit seinen Wohntürmen. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt etwa 6 Km.
Detaillierte Informationen zu Wanderrouten bietet die Webseite von GPS-Tour.
Der Wanderer kann in Ruhe die Landschaft und Architektur vergangener Jahrtausende besichtigen und als Erinnerung auf Fotos festhalten. Die Fotos richtig in Szene setzt Prentu. Prentu bietet ein reichhaltiges Produktfolio exclusiver Fotoalben, Fotos auf Acrylglas, fertigt Wanddekorationen und Fotogeschenke an.
Die schönen Erinnerungen an die Mani werden so daheim wieder lebendig!
Frühling in Griechenland

Als eines der beliebtesten südeuropäischen Urlaubsländer ist Griechenland zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.
Besonders die Monate April und Mai sind für Aktivurlauber in Griechenland günstige Reisemonate. Die maximalen Temperaturen liegen zwischen 20° C und 23° C, Regentage sind sehr selten.
Der 20. März 2013 ist Frühlingsanfang. Es ist die Jahreszeit, in der die Natur erwacht.
Fast 6000 Pflanzen- und 200 Baumarten geben der Natur im Frühling ihren besonderen Reiz. Alles blüht und grünt – Anemonen, Olivenbäume, Pfingstrosen, Oleander, Hibiskus – man kann nicht alle Pflanzenarten aufzählen.
In diesem Jahr ist die Frühlingszeit für Touristen auch deshalb interessant, weil das griechische Osterfest erst Anfang Mai begangen wird. Es ist das wichtigste Fest in Griechenland.
Jeder Tourist ist herzlich eingeladen, gemeinsam mit den Griechen zu feiern (s. Blogartikel vom 2. April 2011 “2011 Ostern in Griechenland feiern”).
Der Reiseziele gibt es viele, zwei sollen wegen ihrer Gegensätzlichkeit vorgestellt werden.
Rhodos
-im Frühjahr ein wahres Blütenmeer – Hibiskus, Oleander, Pfingstrosen stehen in voller Blüte. Rhodos ist einer der Touristenmagnete Griechenlands. Es ist die Hauptinsel der Dodekanes-Inselgruppe in der südöstlichen Ägäis. An der Hafeneinfahrt stand einst eines der sieben Weltwunder der Antike – der Koloss von Rhodos. Heute werden die Touristen von der historischen Altstadt und der Kreuzritterburg angezogen. Es lohnt sich aber auch eine Fahrt in das Landesinnere. Eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten ist die Stadt Lindos mit der Akropolis. Die Ausgrabungen der antiken Stadt Kamiros an der Westküste der Insel sind ebenfalls sehenswert.
Von der Insel zum Gebirge.
In der Region Thessalien in Nordgriechenland liegt das
Pilion-Gebirge
Üppige Vegetation, dichtbewaldete Gebirge und mildes Klima zeichnen diese Gegend aus. Nicht nur Wintersportler lieben das Pilion-Gebirge (wegen des Skiressorts), auch für Urlauber, die zu Fuß oder auf dem Rücken der Pferde unterwegs sein wollen, ist es eine ideale Landschaft. Es gibt mehr als zwanzig alte Dörfer mit engen, gepflasterten Gassen. So z. B. das alte Dorf Milies mit seinen großen Apfelplantagen. Hier endet auch die heute als touristische Attraktion betriebene Bahnlinie, die sogenannte Pilion-Bahn
(s. Text und Foto im eBook “Faszination Griechenland”).
Sie kommt von Volos und überwindet einen Höhenunterschied von etwa 450 m. Bekannte Bergdörfer sind Makrinitsa, Zagora und das nur wenige Kilometer entfernte Choreftón. Im Frühjahr ist diese Gegend ein einziges Meer blühender Kirsch-, Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume.
Eine Unterkunft in Griechenland zu buchen, ist kein Problem. Hotels aller Kategorien, Pensionen und gemütliche Privatunterkünfte findet man überall. Günstig ist die Buchung von Last Minute Reisen.
Entdecken Sie die wahre Schönheit Griechenlands
Die Gestaltungsmöglichkeiten eines griechischen Urlaubs sind ausserordentlich vielfältig. Das ist zum Einen durch die natürlichen Gegebenheiten bedingt – zahllose Inseln, kilometerlange Sandstrände, hohe Gebirge und zum Anderen durch die unendliche Vielfalt antiker Stätten und interessanter Ausgrabungen.
Dass der Tourismus einer der bedeutendsten griechischen Wirtschaftszweige ist, ist allgemein bekannt. Die griechische Regierung ist deshalb bestrebt, alles zu tun, um möglichst vielen Touristen den Aufenthalt im Land so interessant und angenehm wie möglich zu gestalten – die Infrastruktur wird verbessert, Hotelkapazitäten werden erweitert und modernisiert, und neue spezielle Tourismusformen werden entwickelt. So z.B. der Religionstourismus, der medizinische Tourismus (s. Blogartikel vom 21. Oktober 2012 Griechenland und der medizinische Tourismus) und nunmehr der Landtourismus. Diese Tourismusform wendet sich mehr an den Individualurlauber. Sie zielt nicht auf den Massentourismus, den man in solchen Hochburgen wie Mykonos, Rhodos, Santorini vorfindet.
Es ist ein neues Konzept, welches in Griechenland eingeführt wird. Ausgewählt wurden traditionelle griechische Unterkünfte in besonders schöner landschaftlicher Umgebung – in Gebirgen, an der See, alten Dörfern, Olivenplantagen oder Weinanbaugebieten. Hier lernt man die traditionelle griechische Gastfreundschaft und das ursprüngliche Leben kennen. Die angebotene Kost ist typisch griechische Hausmannskost, hergestellt nach alten Rezepten.
Die Organisation, die dieses Konzept ins Leben gerufen hat und umsetzt, ist „Guest Inn“. Es ist ein Netz ausgewählter traditioneller griechischer Beherbergungsbetriebe. Die Mitglieder, die sich diesem Netzwerk angeschlossen haben, müssen spezifischen Qualitätsstandards bezogen auf Gastfreundlichkeit, Komfort und besondere landschaftliche Lage entsprechen. Für die Buchung einer Unterkunft in einem der Gästehäuser sollten sich die Urlauber an das elektronische Reservierungssystem Guest Inn wenden.
Guest Inn ist seit 2004 Mitglied im European Federation of Farm and Village Tourism.
Reiseziel Epirus
Im Nordwesten Griechenlands befindet sich die Region Epirus mit der Hauptstadt Ioannina.
Der Verwaltungsbezirk umfasst eine Fläche von 9200 Km². Er grenzt im Norden an Albanien und im Westen an das Ionische Meer.
Epirus
ist vom internationalen Tourismus noch nicht entdeckt. Es ist deshalb ein Eldorado für den individuellen Urlauber. Hier gibt es noch unberührte Waldgebiete mit Bären und Wölfen, verschiedene Raubvogelarten und eine Flora und Fauna, die man sonst nirgendwo in Europa findet.
Erreichbar ist das Gebiet über den Fährhafen Igoumenitsa, per Flug nach Ioannina oder mit Bussen der Organisation KTEL ab Athen und Thessaloniki. Wenn man mit dem Fährschiff aus Deutschland in Igoumenitsa ankommt, bietet die Autobah A 2 die beste Verbindung. (s. Blogartikel vom 1. November 2012 “Die griechische Autobahn A 2 – ihr Verlauf”).
Beeindruckend ist die Bergwelt des Epirus – das Pindos-Smolikas (2637 m) und das sich anschließende Grammos-Massiv. Durch diese Region führt auch der Europäische Fernwanderweg E 6.
Die grüne Landschaft des Epirus wird von vielen Flüssen durchzogen – dem Acheloos, der mit
255 Km der zweitlängste Fluss Griechenlands ist, den Flüssen Acheron und Arachthos, um nur die bedeutendsten zu nennen. Im Delta dieser Flüsse sind bis heute noch aus der Antike herrührende Moorstellen erhalten.
Große Gebietsteile des Epirus stehen heute unter Naturschutz bzw. sind Bestandteil des 1973 gegründeten Nationalparks Vikos-Aoos mit der berühmten Vikos-Schlucht. 1700 Pflanzen und 182 Tierarten sollen hier beheimatet sein.
Interessante Zeugen vergangener Zeiten sind auch die über die Flüsse führenden alten Bogenbrücken, z.B. die Brücke von Arta über den Fluss Arachthos oder die Templa-Steinbrücke über den Fluss Acheloos.
Berühmt ist die Provinz Epirus auch für die 46 uralten aus dem 14. Jahrhundert stammenden Zagora-Bauerndörfer, wie z.B. Monodendi ( 39 km von Ioannina entfernt). Auch Ioannina selbst bietet verschiedene Sehenswürdigkeiten, Volkskunstmuseen, Minarette, byzantische Kirchen und natürlich der Pamvotida-See, dessen Fläche 23 Km² mißt.
Sportarten vielfältigster Art sind im Epirus möglich:
- Reiten
- Kajak
- Rafting
- Wandern
- Bergsteigen
- Jeep-Safari
- Mountain Bike
Eine Unterkunft zu finden ist unproblematisch. Oftmals sind die Hotels und Pensionenin alten Natursteinhäusern untergebracht.
Details für die Urlaubsplanung sind hier hier erhältlich.
Kreta einmal anders erleben
Die größte griechische Insel Kreta ist eines der beliebtesten Reiseziele für ausländische Touristen. Kreta bietet die vielfältigsten Möglichkeiten für eine interessante Urlaubsgestaltung. Die Voraussetzungen sind gegeben – eine artenreiche Flora, die bewaldeten Gebirgszüge der Weißen Berge und des Ida-Gebirges, den an der Ostküste gelegenen Palmenstrand von Vai, antike Ausgrabungsstätten, ausgedehnte Strände und ca. 300 Tage Sonnenschein! Unterkunftsmöglichkeiten sind für jeden Anspruch vorhanden, vom Luxushotel bis zu den Mitatas.
Und auf Letzere soll die Aufmerksamkeit gelenkt werden.
In Zentralkreta befindet sich das Ida-Gebirge mit dem Mount Psiloritis und der Hochebene von Nida (1400m). Der Psiloritis ist nicht nur Skizentrum, er bietet auch sehr gute Wandermöglichkeiten. GPS-Tour beschreibt die „Tour #90700: Psiloritis (2459m)“, die auch über die Hochebene von Nida führt, auf der im Sommer Schafe gezüchtet werden. Deshalb findet man hier die Mitata-Käsehütten. Man bezeichnet sie auch als die Iglus des Mount Psiloritis. Es sind gewölbte Steinhütten mit einem Kuppeldach, die an die monoische Zeit erinnern. Die kleine Eingangstüre, einzige Öffnung der Hütte, ist immer gen Süden ausgerichtet, um einen Schutz gegen die kalten Nordwinde zu bieten. Die erste dieser Hütten soll 1841 gebaut worden sein, sie wird noch heute benutzt. Einige Mitatas dienen den heutigen Wanderern als Schutzhütten und bieten – wenn auch spartanisch – die Möglichkeit einer Übernachtung.
Die griechische Autobahn A 2 – ihr Verlauf
Die A 2 ist die erste Autobahn in Nordgriechenland. Sie verbindet die Hafenstadt Igoumenitsa mit Alexandroupoli und geht weiter bis zur türkischen Grenze. Diese Autobahn ersetzt die alte Nationalstraße 6.
Ich habe sie kurz nach ihrer Freigabe 2009 befahren und war von der landschaftlich interessanten Strecke begeistert.
Der Verlauf
Sie führt durch die Bergregion des Pindos-Gebirges und ist in ihrer gesamten Länge Bestandteil der Europastraße E 90 (von Lissabon bis zur türkisch-irakischen Grenze).
Igoumenitsa ist nach Vertiefung der Hafenbecken der wichtigste Hafen für Verbindungen nach Westeuropa. Für aus Deutschland mit dem Pkw anreisende Touristen aber auch deshalb interessant, weil es tägliche Fährschiffverbindungen von Italien nach Igoumenitsa gibt. Innergriechisch werden die Häfen Patras, Korfu und Paxos angelaufen. Die Strecke ab hier bis Alexandroupoli bietet für Touristen die Möglichkeit interessanter Zwischenstopps.
Die Sehenswürdigkeiten
Mit dem Pkw von Igoumenitsa kommend fährt man in einigen Kilometern Entfernung an Ioannina, Hauptstadt der Region Epirus, vorbei. Interessant ist das alte Zentrum der Stadt.
Über Ioannina fahrend erreicht man nach ca. 50 Km die berühmte Vikos-Schlucht im Pindos-Gebirge.
Wieder auf der A 2 ist das nächste interessante Ziel das Bergdorf Metsovo. Auf dieser Strecke wird die 540 km lange Metsovo-Brücke überfahren, die eine 120 m tiefe Schlucht überspannt.
Nach dem Dorf Metsovo die A 2 in Richtung Kalmpaka verlassend, befinden sich in einer Entfernung von ca. 60 km die weltberühmten Meteora-Klöster.
Im weiteren Verlauf der Strecke wird allerdings empfohlen, direkt nach Grevena auf der Nationalstraße 15 zu fahren und erst dort weiter auf der A 2, da diese Route kürzer ist. Am Abzweig Kozani dann wechseln auf die Autobahn A 72 nach Ptolemaida. Hier befindet sich das Energiezentrum Griechenlands mit großen Kraftwerken auf Braunkohlebasis. Die Tagebaugeräte wurden in den 1970er/1980er Jahren von deutschen Firmen in Kooperation mit griechischen Firmen geliefert und montiert. Nicht unbedingt für jeden Touristen interessant, wohl aber für Technikbegeisterte. Hier soll übrigens auch eines der weltgrößten Solarkraftwerke entstehen.
Wieder zurück auf der A 2 kann man über die Abfahrt nach Veria auf der Nationalstraße 4 das bekannte Weinanbaugebiet Naoussa erreichen
(24 km). Hier befinden sich die Weingüter Boutari und Tsantali. In Veria fließt auch der längste Fluss Griechenlands, der Aliakmonas.
Auf der A 2 weiter kommt man über Thessaloniki nach Kavala, Hafenstadt am Golf von Thassos. Verschiedene Sehenswürdigkeiten sind hier für den Touristen interessant – eine Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert, ein römisches Äquadukt sowie das alte Türkenviertel mit seinen engen Gassen.
Das Ziel dieser West-Ost-Querung Griechenlands ist Alexandroupoli, 1871 gegründete Hafenstadt mit knapp 70000 Einwohnern.
Natürlich konnten hier nur einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten erwähnt werden.
Weitere Details sind dem eBook Faszination Griechenland zu entnehmen.
Ersichtlich wird durch diese zusammengefassten Schilderungen aber auch, dass der Autobahnbau nicht nur unmittelbaren Nutzen für Industrie und Landwirtschaft, sondern auch für den Tourismus hat!
Die griechische Autobahn A 2 – ihre Geschichte (1/2)
Während in Deutschland die weltweit erste Autobahn, die AVUS im Berliner Grunewald – 1921 in Betrieb genommen wurde, setzte der Bau von Autobahnen in Griechenland erst Ende des 20. Jahrhunderts ein.
Das hatte verschiedene Gründe.
Während in Deutschland, England, Frankreich die sich entwickelnde Industrialisierung, die zunehmenden arbeitsteiligen Beziehungen und engeren Verflechtungen der Industriebetriebe geradezu eine Modernisierung des Transportwesens auf Schiene und Straße erforderten, befand sich Griechenland noch im Stadium eines landwirtschaftlich geprägten Wirtschaftssystems. Es gab also keine industriell bedingten Verflechtungen. Hinzu kam, dass Griechenland auch nicht so ein bedeutendes Transitland war, durch welches internationale Warenströme flossen. Der an der Westküste liegende Hafen Igoumenitsa ermöglichte nur das Einlaufen kleinerer Schiffe. Ein natürliches Hindernis für den Autobahnbau bildet darüberhinaus auch der 80%ige Anteil von Gebirgen an der Landesfläche Griechenlands.
Übergeordnete Fernstraßen
waren in Griechenland die Nationalstraßen. Die Straßen hatten eine Fahrbahnbreite von 14m und in jede Fahrtrichtung nur eine Spur. Mit Beginn der 1960er Jahre wurden diese Straßen ausgebaut.
Die Nationalstraße 1, heute Autobahn A 1, verläuft über 550Km von Evzoni im Norden nach dem Hafen Piräus im Süden. Sie führt durch die thessalische Tiefebene und verbindet die beiden größten Städte Griechenlands, Thessaloniki und Athen.
Die West-Ost-Verbindung wurde durch die Nationalstraße 6 ab Igoumenitsa erreicht.
Beginnend Ende des 20. Jahrhunderts wurden mit Hilfe von EU-Mitteln die Nationalstraßen in Autobahnen umgebaut und auch gleichzeitig neue Autobahnen gebaut. So z. B. die A 6 im Ballungsraum Athen und die mit 670 Km längste Autobahn Griechenlands, die A 2. In der griechischen Bezeichnung trägt sie den Namen „Egnatia Odos“. Sie wurde 2009 fertiggestellt.
Das heutige Autobahnnetz Griechenlands umfasst etwa 3300 Km.
Ein Herbsturlaub in Galaxidi
Täglich etwa sieben Stunden Sonnenschein bei 20°C Tagestemperatur – so zumindest die Mittelwerte – sind ideale Voraussetzungen, auch im Monat Oktober entspannte und erholsame Urlaubstage in der kleinen Hafenstadt Galaxidi zu verbringen.
Über Galaxidi
Galaxidi liegt in einer Bucht des Golfs von Korinth und gehört zur Präfektur Fokida. Wenn man die interessantesten Städte Griechenlands nennt, gehört Galaxidi einfach dazu.
Galaxidi war im 18./19. Jahrhundert eine der bedeutendsten Hafenstädte im Mittelmeerraum. Zeugen dieser Glanzzeit sind noch heute die schönen Kapitänshäuser, die liebevoll restauriert oft als Pensionen dienen. In gediegener Atmosphäre kann man sich hier wohlfühlen.
Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten findet der Besucher genug – die Kirche von Agios Nikolaos, das Museum für Volkskunst, das Schifffahrtsmuseum.
Enge Gassen, viele Tavernen, der Hafen mit seiner Promenade laden zum Bummeln und Verweilen ein.
Wie auch für viele andere Orte Griechenlands zutreffend, bietet die Umgebung zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten der aktiven Erholung.
Der Weg nach Galaxidi
Bei Anreise mit dem Fahrzeug von Athen hat man bis Galaxidi etwa 200 Km zurückzulegen. An der Strecke liegt das Bergdorf Arachova, bekannt durch seine traditionellen Feiern aus Anlass des Osterfestes und gleichzeitig Ausgangspunkt zum Parnassos-Skizentrum.
Weiter führt der Weg vorbei an Delfi, dem berühmten Orakel der Antike, welches am Fuss des Parnassos-Gebirges liegt. Dieses Gebirgsmassiv ist ein interessantes Ziel der Kletterer und Bergsteiger.
Bevor man Galaxidi erreicht, kommt man nach Itea, Hafen und Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe. Während der Liegezeit der Schiffe besteht die Möglichkeit, sich Delfi und seine Ausgrabungen anzusehen. Der antike Hafen von Delfi war übrigens Kirra, heute zu Itea gehörend und nur wenige Minuten vom heutigen Hafen entfernt. In der Nähe von Itea befindet sich die größte Anbaufläche von Oliven, es sollen 500000 Bäume sein.
Die letzten etwa 16 Km der Strecke ab Itea bis Galaxidi führen an der Küste des Golfs entlang.
Fazit – eine Reise, viele Sehenswürdigkeiten!
Die Flora Griechenlands
Es ist natürlich verwegen,sich in einem kurzen Blogartikel zur Pflanzenwelt Griechenlands zu äußern. Aber der Tourist kann sich bei seinen Reisen selbst einen Überblick verschaffen
(s. auch eBook Faszination Griechenland).
Wer einen Urlaub in Griechenland verbringt und eine subtropische Pflanzenwelt erwartet, wird enttäuscht sein, denn die gibt es nicht. Fliegt man z.B. Mykonos an oder erreicht per Schiff die Insel Hydra hat man den Eindruck einer kahlen Landschaft. Das ist jedoch nur der erste Eindruck, denn bei näherem Betrachten stellt man fest, auch hier ist eine vielfältige Pflanzenwelt entstanden.
Durch den hohen Anteil an Gebirgen, Tälern, Meeresbuchten und Inseln konnten sich zahlreiche Pflanzen ungestört entwickeln. Man hat ermittelt, dass es heute in Griechenland mehr als sechstausend Pflanzenarten gibt. Will man diese Pflanzenwelt entdecken, ist der Frühling die schönste Jahreszeit – für einige Wochen sind die Wiesen grün und mit einem bunten Blütenteppich versehen.
In den Gebirgen, wie dem Parnass, hat sich eine alpine Flora erhalten.
Bereits in der Antike spielte die Pflanzenwelt eine wichtige Rolle für die Menschen. Besonders die Kraft der Heilkräuter wurde als göttliches Geschenk angesehen.
Der Waldbestand – leider durch zahlreiche Brände vielerorts dezimiert – war Voraussetzung für den Bau von Häusern, Palästen (so wurde festgestellt, dass die Palastbauten von Knossos auf der Insel Korfu, Holzsäulen gehabt hatten), Arbeitsgeräten und Kriegsschiffen.
Philosophen, Ärzte und Naturwissenschaftler des antiken Griechenland beschäftigten sich eingehend mit der Natur und den Wechselbeziehungen zum menschlichen Leben.
Zum Beispiel Hippokrates. Er wurde auf der Ägäisinsel Kos geboren und war der berühmteste Arzt des Altertums. Intensiv befasste er sich mit der Verwendung von Pflanzen für die Heilung von Krankheiten.
Oder Theophrast von Eressos, der sich in seinem Buch „Naturgeschichte der Gewächse“ mit der Pflanzenwelt beschäftigte.
Frühzeitig erkannte man, dass viele der Gewächse den Menschen als Nahrung dienen können:
– Früchte des Johannisbrotbaumes
– Lupinien
– Feigen, Wein, Oliven
Aber auch fremdländische Kulturen aus anderen Erdteilen haben in Griechenland Fuß gefasst – Agaven, Palmen, Eukalyptus.
Griechenlands reiche Pflanzenwelt – ein Erlebnis für die Sinne!
Wandern im Pindos-Gebirge
Griechenland bietet auf Grund seiner Eigenschaft als Gebirgsland zahlreiche Möglichkeiten für ausgedehnte Wander- und Klettertouren. Fast 78% der Landfläche sind gebirgig. Zahlreiche Berge sind über 2000m. Ein ausgedehntes Gebirgsmassiv befindet sich im Norden des Landes – das Pindos-Gebirge (s. eBook Faszination Griechenland). Mit einer Länge von 160Km erstreckt es sich bis nach Süd-Albanien. Der höchste Berg ist mit 2637m der Mount Smolikas. Im Pindos gefriert im Winter förmlich das Leben. In einigen Dörfern, wie z.B. den Dörfern Spileo und Smixi, bleiben nur noch Wächter zurück. Bären, Wildkatzen und Wölfe sind dann keine Seltenheit. Einige Gästehäuser sind jedoch für die Touristensaison, die man bis Oktober rechnen kann, auch hier vorhanden. Inmitten des Pindos liegt die Hochebene von Ioannina, die von der westlich liegenden Hafenstadt Igoumenitsa über die neue Autobahn A 2, die Egnatia Odos (führt weiter bis Istanbul), erreichbar ist. Für Wander- und Klettertouren ist die Gegend ideal. Es gibt eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt, uralte steinerne Bogenbrücken. Besonders der Vikos Nationalpark eignet sich für ausgedehnte Wandertouren. Die Vikos-Schlucht soll lt. Guiness Buch der Rekorde die tiefste Schlucht der Welt sein. In diesem Gebiet liegen auch die Dörfer der Zagoria, deren Entstehung teilweise bis ins 10. Jh. zurückgehen soll.
Trekkingtouren werden von vielen Veranstaltern angeboten. Man kann sowohl eigene Touren machen oder sich aber – was weniger geübten Wanderern zu empfehlen ist – geführten Wanderungen anschließen. Die Schwierigkeitsgrade können entsprechend den eigenen Möglichkeiten gewählt werden. Entsprechend der verfügbaren Zeit ist es auch empfehlenswert, die Trekkingtour auf den Olymp und die Meteoraklöster auszudehnen. Informationen zu Trekkingrouten und -anbietern und Listen der Wanderführer kann man sich beim Griechischen Bergsteiger-Verband EOOA (Hellenic Federation of Mountaineering and Climbing) oder den Tourismusbüros vor Ort einholen. Zum Wandern auf dem Olymp wird auf den Blog-Artikel vom 4. Mai 2012
Ein Reisetipp-Wandern auf dem Olymp verwiesen.




eBook über Griechenland 