Archiv für die Kategorie „griechische Küche“

Kefalonia – Inseljuwel im Ionischen Meer

An der Westküste Griechenlands liegt das Ionische Meer mit seinen Inseln.

Bekannt sind natürlich Inseln wie Korfu (s. Blogartikel „Korfu – grüne Insel im Ionischen Meer“ vom 23. April 2015) und Zakynthos (s. Blogartikel „Zakynthos – Insel der Schildkröten“ vom 10. September 2013).

Aber mit mehr als 734 Km² ist Kefalonia die größte der Ionischen Inseln.

Die Insel ist gebirgig. Es gibt 5 Berge über 1000 m, der höchste ist der im Süden liegende Megalos Soros mit 1626 m, der zum Ainos-Bergmassiv gehört und dicht bewachsen ist mit schwarzen Fichten (s. auch eBook „Faszination Griechenland“).

Inselhauptstadt und gleichzeitig der wichtigste Ort ist Argostóli.

Kefalonia ist touristisch gut erschlossen und sowohl per Fähre als auch Flugzeug gut erreichbar.
Touristen finden hier zahlreiche Möglichkeiten einer interessanten und abwechslungsreichen Urlaubsgestaltung – ausgedehnte Sandstrände, Olivenhaine, Überbleibsel antiker Stätten, Klöster und Tropfsteinhöhlen, wie z.B. die unterirdische Höhle Melissani, die mit Ruderbooten befahren werden kann.

Zwei Spezialitäten sollen noch genannt werden – zum Einen der bekannte Wein Robóla und zum Anderen der aus Kalbsfleisch hergestellte Sofigado-Gulasch.

Ein Besuch von „Kefaliona – Inseljuwel im Ionischen Meer“ – lohnt sich also auf jeden Fall!

Zweite Gourmet Oliven Ausstellung in Thessaloniki


Griechenland ist in Europa einer der Hauptproduzenten von Olivenöl.
Und so gehören die Oliven und das aus ihnen gewonnene Olivenöl untrennbar zum griechischen Leben und zur griechischen Küche.

Schon in der Antike spielte der Olivenbaum oder auch Ölbaum, eine wichtige Rolle.
Er galt als Symbol der Weisheit und des Friedens (s. auch Blogartikel „Die Zeit der Olivenernte in Griechenland“ vom 13. Dezember 2014 ).
Der Olivenbaum ist ein verzweigtes knorriges Gewächs und kann mehrere hundert Jahre alt werden.

Die bekanntesten griechischen Oliven sind die Kalamata-Oliven. Sie wachsen auf dem Peloponnes in einer Höhe von etwa 500 m.
Sie sind doppelt so groß wie die anderen Olivensorten, können aber natürlich nicht direkt vom Baum gepflückt und gegessen werden.

Dazu ist erst noch ein Entbitterungsprozeß erforderlich.
Bis die Oliven die gesamte Bearbeitungsprozedur hinter sich haben und dann verzehrt werden können, vergehen etwa 10 Monate.

In diesem Jahr findet nun zum zweiten Mal in Thessaloniki im Cultural Center die „Gourmet Olive Exhibition & Delicacies“ statt.
Vom 2.5. – 5.5.2017 öffnen sich die Türen im Kulturzentrum Lab’Attoir.
Teilnehmer aus 17 Ländern sind gelistet.

Zahlreiche Gourmetprodukte und Rezepte werden präsentiert, begleitet von diversen Veranstaltungen.

Ein Besuch dieser Oliven-Ausstellung ist zu empfehlen. Die Ausstellung ist von 11 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

Die Markthallen von Athen


Markthalle Athen, Fleischstand

Im Zentrum Athens treffen auf engem Raum zwei Welten aufeinander – der Okzident am Syntagma-Platz (Platz der Verfassung) und der Orient am Omonia-Platz (Platz der Einheit). Geht man vom Omonia westlich die Odon Athinas hinunter, erreicht man die Markthallen. Im antiken Athen war das Zentrum des öffentlichen Lebens die Agora, es war Versammlungsort, aber auch Marktplatz. Letzterem Zweck dienen auch diese uns heute bekannten Markthallen. Sie wurden 1886 in Betrieb genommen. In den großen mehrschiffigen Hallen werden Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst angeboten. Da sich im Athener Stadtzentrum keine Supermärkte wie bei uns befinden, dienen die Hallen der Versorgung der unmittelbar im Zentrum lebenden Bevölkerung. Bei einem Athen-Besuch ist ein Bummel durch diese Hallen auf jeden Fall zu empfehlen – ein besonderes Flair erwartet die Besucher. In den 1970er Jahren gab es noch in jeder Halle einen Stand mit einem Marktpolizisten. Hier konnten Beschwerden vorgebracht werden.
Das Leben in den Hallen erlischt jedoch nicht, wenn die Marktstände geschlossen werden. Drei Tavernen haben rund um die Uhr geöffnet. So kann man sich also auch nach Mitternacht nach einem Bummel durch die abendliche Plaka griechische Speisen, die man nicht überall bekommt, schmecken lassen. So z. B. die berühmte Patsá. Es ist eine mit Essig versetzte Kuttelsuppe, hergestellt aus den Innereien von Schaf und Rind. Gekocht wird die Suppe in großen Kesseln.
Weitere interessante Informationen zu Athen findet man in diesem eBook zu Griechenland
„Faszination Griechenland“
.

Entdecken Sie die wahre Schönheit Griechenlands

Makrinitsa im Pilion-Gebirge

Die Gestaltungsmöglichkeiten eines griechischen Urlaubs sind ausserordentlich vielfältig. Das ist zum Einen durch die natürlichen Gegebenheiten bedingt – zahllose Inseln, kilometerlange Sandstrände, hohe Gebirge und zum Anderen durch die unendliche Vielfalt antiker Stätten und interessanter Ausgrabungen.
Dass der Tourismus einer der bedeutendsten griechischen Wirtschaftszweige ist, ist allgemein bekannt. Die griechische Regierung ist deshalb bestrebt, alles zu tun, um möglichst vielen Touristen den Aufenthalt im Land so interessant und angenehm wie möglich zu gestalten – die Infrastruktur wird verbessert, Hotelkapazitäten werden erweitert und modernisiert, und neue spezielle Tourismusformen werden entwickelt. So z.B. der Religionstourismus, der medizinische Tourismus (s. Blogartikel vom 21. Oktober 2012 Griechenland und der medizinische Tourismus) und nunmehr der Landtourismus. Diese Tourismusform wendet sich mehr an den Individualurlauber. Sie zielt nicht auf den Massentourismus, den man in solchen Hochburgen wie Mykonos, Rhodos, Santorini vorfindet.
Es ist ein neues Konzept, welches in Griechenland eingeführt wird. Ausgewählt wurden traditionelle griechische Unterkünfte in besonders schöner landschaftlicher Umgebung – in Gebirgen, an der See, alten Dörfern, Olivenplantagen oder Weinanbaugebieten. Hier lernt man die traditionelle griechische Gastfreundschaft und das ursprüngliche Leben kennen. Die angebotene Kost ist typisch griechische Hausmannskost, hergestellt nach alten Rezepten.
Die Organisation, die dieses Konzept ins Leben gerufen hat und umsetzt, ist „Guest Inn“. Es ist ein Netz ausgewählter traditioneller griechischer Beherbergungsbetriebe. Die Mitglieder, die sich diesem Netzwerk angeschlossen haben, müssen spezifischen Qualitätsstandards bezogen auf Gastfreundlichkeit, Komfort und besondere landschaftliche Lage entsprechen. Für die Buchung einer Unterkunft in einem der Gästehäuser sollten sich die Urlauber an das elektronische Reservierungssystem Guest Inn wenden.
Guest Inn ist seit 2004 Mitglied im European Federation of Farm and Village Tourism.

Magiritsa, die griechische Ostersuppe

Am 15. April 2012 wird in Griechenland der >Ostersonntag gefeiert und damit das Ende der griechisch-orthodoxen Fastenzeit. Der Osterbraten – Lamm auf Holzkohle gegrillt – steht im Mittelpunkt der österlichen Völlerei. Eine Spezialität ist die Magiritsa, die traditionelle griechische Ostersuppe. Sie ist dicklich, schmeckt säuerlich und ist die erste Fleischspeise nach der Fastenzeit. Bestandteile der Suppe sind die Därme und Innereien des Lamms, wie Herz, Leber, Lunge sowie Gewürze und Fleischbrühe. Die Innereien werden sorgfältig gewaschen, einige Minuten in Essig eingelegt und zusammen mit den Kräutern gekocht. Nach dem mitternächtlichen Ostergottesdienst wird die Magiritsa am frühen Ostersonntag serviert. Obwohl die grundsätzlichen Bestandteile überall gleich sind, variiert die Zubereitung von Ort zu Ort. Aber gleich, ob man sie auf einer Insel, z.B. Kreta, in Athen oder in einem der Bergdörfer wie Arachova bei Delphi genießt – uns hat sie immer geschmeckt!

Spezialitäten der griechischen Küche – Oliven (3/3)

Der immergrüne Ölbaum mit seiner kirschenähnlichen Frucht, der Olive, zählt zu den wichtigsten und ältesten Kulturpflanzen des Mittelmeergebiets und ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor Griechenlands. Verbürgt ist die Verbindung des Baumes mit dem Götterkult. Ölbäume werden 400 Jahre und älter.
Seit jeher dienten die Früchte des Ölbaums der gesunden menschlichen Ernährung. Die Oliven und das aus ihnen gepresste Olivenöl sind ein Grund dafür, dass die Menschen in den Mittelmeerländern bessere Blutcholesterinwerte und weniger Herzerkrankungen aufweisen als in den anderen Ländern.
Als Frucht wird die Olive nach einer mehrmonatigen Behandlung in einer speziellen Lauge, als Salatbeilage oder auch als Einzelfrucht serviert. Besonders schmackhaft und fleischig sind die dunklen Kalamata-Oliven vom Peloponnes.
Der überwiegende Teil der Olivenernte wird jedoch zu Öl verarbeitet. Auf Kreta z.B. ist Olivenöl noch immer einer der wichtigsten Bestandteile der Nahrung. Es gibt vier Qualitätsstufen, das schmackhafteste und vollkommen natürliche ist das „Native Olivenöl extra“. Die meisten griechischen Gerichte kommen ohne Olivenöl nicht aus.
Es wird bei der Zubereitung von Vorspeisen, wie z.B.
Tsatsiki, Joghurtgericht
Fava, Erbsenpaste
Dakos, gehackte Tomaten
Bauernsalat
genauso verwendet wie bei Fleischgerichten, der griechischen Hühnersuppe Avgolémono oder frittierten Sardellen und Oktopus.
Alles um die Olive kann man sich im Olivenmuseum in Sparta anschauen (s. Blog-Artikel vom 18.1.2012).

Spezialitäten der griechischen Küche – Fleischgerichte (2/3)

Die griechische Küche ist reich an verschiedensten Fleischgerichten – und am besten schmecken sie in einer urigen Taverne. Leider findet man diese Tavernen zumindest in den größeren Städten Athen, Thessaloniki, Volos nur noch selten. Aber auf dem Land, in den Dörfern, gibt es sie noch. Da stört es auch nicht, wenn das Steak, sofern es der Wirt nicht über Holzkohle grillt, gleich auf der Herdplatte gebraten wird.
Am bekanntesten ist bei uns wohl der Gyros. Viele Fleischspeisen werden aber auch gekocht, und da gibt es wahre Spezialitäten. Neben dem Hauptbestandteil Fleisch (Rind,Kalb,Lamm) gehören immer dazu Knoblauch, Petersilie, Oregano, Zwiebel, manchmal auch Brot und natürlich Olivenöl.
Als Vorspeisen kennen wir die Hackfleischbällchen Bifteki (gefüllt mit Schafskäse) oder Keftedes (ohne Schafskäse). Die Hauptgerichte sind vielfältig. Auch bei uns bekannt und in griechischen Restaurants angeboten
Moussaka, ein Kartoffel-Auberginenauflauf
Kleftiko, Lammbraten aus dem Backofen
Stifado, Eintopf mit Lamm- Kalb- oder Rindfleisch und kleinen ganzen Zwiebeln.
Giouvetsi, Eintopf mit Nudeln in Reisform und Lammfleisch
Pastitsio, Nudelauflauf aus Makkaroni und Hackfleisch
Und zu all dem ein gutes Glas griechischen Wein!

Spezialitäten der griechischen Küche – Käse (1/3)

  Käse, Wein und Oliven sowie deren Öl zählen mit zu den wichtigsten Bestandteilen der griechischen Küche und sollen deshalb in drei Folgen etwas näher vorgestellt werden.
Neben den Franzosen haben die Griechen in Europa den höchsten Käsekonsum. Es gibt unzählige Käsesorten, die durch regionale Besonderheiten ihrer Herstellung und Lagerung gekennzeichnet sind.
Oftmals hergestellt in kleinbäuerlichen Betrieben nach traditionellen Verfahren, zeichnet alle Sorten aber eins aus – der gute Geschmack und die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten in der griechischen Küche.
20 griechische Käsesorten entsprechen den EU-Bestimmungen für die geschützte Herkunftsbezeichnung PDO (Protected Designation of Origin).
Der im aussergriechischen Raum wohl bekannteste Käse ist der Feta. Er wird aus Schafsmilch, manchmal auch Ziegenmilch hergestellt, reift in Salzlage und ist ein feuchter, rindenloser Käse.
Je nach geographischer Region werden unterschiedliche Käsesorten angeboten. Hier nur eine kleine Auswahl:
– Nordägäis    Käse Manoura, Sifnos
– Nordägäis    Käse Kalthaki, Limnos
– Dodekanes  Käse Krassotyri, Kos
– Kykladen     Käse Chloro, Santorini
– Kreta           Käse Graviera

Dass Käse gesund ist, ist sicher unbestritten, enthält er doch alle wichtigen Bestandteile der Milch. Das hohe Lebensalter der Kreter schreibt man u.a. auch dem Genuss von Graviera zu.
Ob zutreffend oder nicht, probieren Sie bei Ihrem nächsten Urlaub in Griechenland die Käsesorten Ihrer Urlaubsregion!

Werbung
Link-Empfehlung
Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland