Archiv für die Kategorie „Kultur“

Dion – Ausgrabungsstätte in Zentralmakedonien


Eine unserer letzten Reisen führte uns von Volos über die Autobahn A 1 nach dem Städtchen Litochoro in Zentralmakedonien.

Litochoro liegt am Fuße des Olymp
( s. Blogartikel „Das Kloster des Heiligen Dionysios“ vom 30. August 2014) und ist Ausgangspunkt für viele Touren in das Olymp-Massiv.

Nach einer kurzen Autofahrt von ca 14 Km erreicht man von Litochoro aus die interessante Ausgrabungsstätte.
Es ist empfehlenswert, sich zuvor über das Ausgrabungsgelände zu informieren, da die gesamte Fläche etwa 150 Hektar umfasst. Wie es natürlich überhaupt empfehlenswert ist, sich einer Führung – sofern vorhanden – anzuschließen.

Dion war das religiöse Zentrum des mazedonischen Königreichs im 4/5. Jahrhundert v. Chr. und durchlebte eine sehr wechselvolle Geschichte. Große sportliche und kulturelle Wettspiele fanden statt. Es gab Theater, ein Gymnasium, öffentliche Bäder und eine lange Hauptstraße. Die Stadt wurde in der damaligen Zeit durch eine fast 3 Km lange Mauer mit Türmen und mehreren Stadttoren geschützt.

Heute findet man auf der riesigen Fläche zahlreiche Grabungsfunde.
Die Reste der aufwändigen Bauwerke wurden im Wesentlichen durch Grabungen der Universität Thessaloniki im 20. Jh. ans Licht gebracht.

Die Besichtigungstour gliedert sich eigentlich in zwei Bereiche – zum Einen in das archäologische Grabungsfeld und zum Anderen in den Besuch des Archäologischen Museums.

Das Bolschoi – Ballet in Athen

Nicht nur für badehungrige Touristen ist Griechenland ein Mekka, auch Kultur- und Kunstliebhaber kommen voll auf ihre Kosten.
In dem Blogartikel „Das Festival von Athen“ vom 29. Mai 2015 wurde auf die vielen Festivals, die an den verschiedensten Orten in Griechenland stattfinden, hingewiesen.
Die bekannteste antike Festspielstätte in Athen ist das altehrwürdige Odeon des Herodes Attikus am Fuße der Akropolis.
Es ist ein einmaliges Ereignis in diesem Theater, das einstmals 5000 Zuschauer aufnahm, ein Konzert zu erleben.
Wer sich im Zeitraum September/Oktober in Athen oder nahe der Hauptstadt aufhält, sollte unbedingt versuchen, für eine der Veranstaltungen im Odeon des Herodes Attikus Karten zu bekommen.
So finden demnächst folgende Veranstaltungen statt:
19.9. und 20.9.2017 Aufführung des Bolschoi-Balletts
21.9. und 22.9.2017 Classic-Rock mit dem Prager Symphonie Orchester
05.10.2017 Vanessa Mae Konzert
10.10.2017 Carmen

Das Kloster Kaisariani


Gemäß der griechischen Verfassung ist das Orthodoxe Christentum Staatsreligion.
Etwa 98 % der griechischen Bevölkerung sind orthodox.

So ist es erklärlich, dass die Klöster eine bedeutende Rolle in der Geschichte des Landes spielen.
Und das nicht nur als gemeinschaftliche Wohn-, Gebets- und Arbeitsräume für die Mönche bzw. Nonnen.
Sondern auch im täglichen Leben als Orte der Besinnung und Zuflucht für die Bevölkerung.

Herausragende Bedeutung erlangten Klöster wie z.B. in Kalavryta/Peloponnes auch im Zusammenhang mit den griechischen Befreiungskämpfen gegen die Osmanische Herrschaft und die Besetznung durch deutsche Truppen 1943.

Viele der Klöster sind heute nicht mehr bzw. nur von wenigen Mönchen/Nonnen bewohnt.
Sehenswert sind aber sowohl die Ruinen als auch die noch bewohnten Klöster.

Eines der beliebtesten Ausflugsziele der Athener ist das Kloster Kaisariani.

Das Kloster Kaisariani ist 7 km vom Stadtzentrum entfernt. Es ist eines der ältesten und wichtigsten Klöster Attikas. Erbaut wurde es im 11. Jahrhundert .

Zu dem Kloster gehören neben dem Refektorium noch eine Mühle, ein Bad und ein Backhaus.
In der Kirche findet man sehenswerte Wandmalereien.

Das Kloster liegt am Hang des 1027 m hohen Berges Hymettos inmitten von Zypressen und Platanen.

Eine herrliche Landschaft, die ausserdem noch einen schönen Blick auf die Stadt bietet.
Bei guter Sicht kann man im Westen bis nach Piräus schauen, im Norden bis zum Parnis-Gebirge und im Osten sieht man die Penteli- Berge.

Einen interessanten Überblick kann man auch dem eBook „Faszination Griechenland“entnehmen.

Das Tempi – Tal in Thessalien


.
Wenn man von Athen in Richtung Norden auf der Autobahn A 1 unterwegs ist, führt der Weg durch das Tempi-Tal.
Auch die Eisenbahnlinie Athen – Thessaloniki führt durch dieses Tal.

Es ist ein etwa 8 Km langes tiefeingeschnittenes Tal im nordwestlichen Teil des Ossa Gebirgskomplexes und eine sehr reizvolle und immergrüne Strecke.

Beim Befahren ist aber besondere Vorsicht geboten. Zum Einen da es im Tal je Fahrtrichtung nur eine Spur gibt und zum Anderen da sehr hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen ist.

Auf Grund der geologischen Situation war das Tal seit jeher von wichtiger strategischer Bedeutung. Sowohl im antiken Griechenland als auch im zweiten Weltkrieg fanden hier Kämpfe statt.

Es gibt nur eine Stelle, wo sich ein Parkplatz befindet.
Von diesem Parkplatz erreicht man über eine Hängebrücke die Höhlenkirche Agia Paraskevi.

Das Tal wird vom Fluß Pinios durchzogen.
Der Pinios ist mit 217 Km der zweitlängste Fluß Griechenlands.

Die Olympiasportstätten Athens


.

Am 6. April 1896 wurden im Panathinaiko-Stadion von Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit eröffnet.

Aber dieses Stadion war nicht das erste olympische Stadion.

Das erste Stadion wurde 330 v.Chr. am Ardittos-Hügel in Athen gebaut. Es war zunächst nur eine einfache Laufbahn ohne Sitzreihen für die Zuschauer.

Zwischen 139 und 144 n. Chr. ließ dann Herodes Atticus ein neues Stadion bauen. Der weiße Marmor für die Sitzreihen wurde aus dem nahegelegenen Berg Penteli gebrochen.
50000 Zuschauer fanden Platz.

Jahrhunderte wurde das Stadion nicht genutzt, die Natur überwucherte es.

Erst 1870 begann Ernst Ziller das Stadion wieder freizulegen.
Es wurde vermessen und für die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 hergerichtet, die hier auf Vorschlag des Franzosen Pierre de Coubertin durchgeführt wurden.

Heute ist dieses Stadion als Sportstätte nicht mehr in Betrieb – aber hier findet nach wie vor die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele statt, egal, in welchem Land die eigentlichen Spiele dann durchgeführt werden (s. Blogartikel „Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Athen“ vom 22. Februar 2017 sowie eBook „Faszination Griechenland“).

Eine Bewerbung Griechenlands um die Durchführung olympischer Spiele konnte jedoch nur erfolg haben, wenn geeignete moderne Sportstätten zur Verfügung stehen.

Also wurde ein neuer Sportkomplex gebaut, benannt nach dem ersten Marathonsieger der Olympischen Spiele – Spyridon Louis.

Er wurde 1982 eröffnet und von 2002 bis 2004 umfassend renoviert.

Hier fanden dann die Olympischen Spiele 2004 statt.
Mit fast 70000 Zuschauerplätzen, ist es eines der größten Stadien der Welt.

Das Stadion liegt etwa 9 Km nördlich des Stadtzentrums im Vorort Marousi und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
Insgesamt gibt es 5 verschiedene Wettkampfstätten.

Obwohl die Anlage heute noch genutzt wird für Fußballspiele, Leichtathletikveranstaltungen und Konzerte, ist der Verfall nicht mehr zu übersehen.

Sommerfestivals in Griechenland

Griechenland ist bekannt für seine noch aus der Antike herrührenden architektonischen Schätze – Ausgrabungen von Tempeln, ehemaligen Herrschersitzen, olympischen Sportstätten und eben auch Theatern.
In verschiedenen Blogartikeln wurden einige der antiken Theater vorgestellt, so z. B. im Artikel vom 20. August 2015 „Das antike Theater von Megalopolis“.

Es ist ein besonderes Ereignis, in einer warmen Sommernacht eine Theateraufführung oder ein Konzert zu erleben.
In der Regel finden die Festivals in den Monaten Juni bis August statt.
Die bekanntesten Sommerfestivals sind:

Athens and Epidaurus Festival
im Herodes Atticus Theater Athen, bzw. in dem antiken Theater von Epidaurus

Olympos Festival
in Dion, Zentralmakedonien
die Überbleibsel des griechischen Theaters der Antike werden heute für Aufführungen genutzt. Der Ort wurde im 4. Jahrhundert n. Chr. durch Erdbeben zerstört

Filippoi and Thassos Festival
in den antiken Theatern von Filippoi (Region Kavala/Ostmazedonien) und Thassos (Insel in der nördlichen Ägäis).

Über den Details zu den einzelnen Festivals sollte man sich beim Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr in Frankfurt am Main informieren.

Athen und seine Architektur


Athen, Hadrianstor

Wenn man einen Gesamtüberblick über die Stadt Athen haben will, sollte man sich auf den Gipfel des Berges Lykabettus begeben – entweder zu Fuß oder mit der durch den Berg verlaufenden Standseilbahn.
Der Lykabettus liegt im Herzen der Stadt und ist 277 m hoch.
Von hier aus betrachtet, ist die Stadt ein riesiges Häusermeer, der Blick reicht bis zum Saronischen Golf.
Im Prinzip kann man die Architektur der Stadt in vier Phasen einteilen:
Architektur der Antike, z. B. Akropolis, Panathinäisches Stadion
Bauwerke des Mittelalters, Kirche Kapnikarea
Architektur des Osmanischen Reichs, Tzisdaraki-Moschee
Architektur aus der Zeit der Gründung des griechischen Staates, Syntagma-Platz
Architektur des 20. Jahrhunderts, Flughafen Ellinikon
Details dazu kann man in dem eBook „Faszination Griechenland“ nachlesen.
Wenn man die Stadt vom Lykabettus aus betrachtet, fällt auf, dass mit einer Ausnahme keine Hochhäuser zu sehen sind.
Das ist damit begründet, dass die Dominanz der Akropolis nicht durch andere Bauten beeinträchtigt werden sollte.
Mit einer Ausnahme ist das auch so geblieben. Es ist der sogenannte Athens Tower an der Leoforos Mesogion. Das Gebäude ist 103 m hoch und wurde 1971 fertiggestellt.

Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Athen


Athen, Eröffnung der Olympiade 1976

Die Idee des sportlichen Kräftemessens in Disziplinen wie z. B. Laufen, Ringen und Boxen geht bis in das zweite Jahrtausend vor Christi zurück.
Nach dem Austragungsort Olympia auf der Halbinsel Peloponnes bezeichnete man diese Wettkämpfe als Olympische Spiele.
Heute nimmt man an, dass sie vermutlich im Jahr 393 letztmalig stattfanden. Die Sport- und Tempelanlagen verfielen.
Es gab verschiedene Versuche, diese Spiele später wiederzubeleben, so
z. B. in England im 17. Jahrhundert und später in Frankreich im 18.
Jahrhundert.
Aber es war schließlich Baron Pierre de Coubertin, der den olympischen Gedanken 1894 wieder zum Leben erweckte. Auf seine Anregung hin wurde beschlossen, die ersten olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen auszutragen.
Das dafür vorgesehene Stadion liegt am Rand des heutigen unmittelbaren Stadtzentrums von Athen.
Es diente im antiken Athen als Austragungsort der Panathenäischen Spiele, war über Jahrhunderte regelrecht zugewachsen und wurde dann wieder freigelegt.
1896 fanden hier die ersten olympischen Spiele der Neuzeit statt.
Das Stadion hat eine Hufeisenform und bietet etwa 50000 Zuschauern Platz.
Obwohl in diesem Stadion heute natürlich keine olympischen Wettkämpfe mehr stattfinden, spielt es eine wichtige Rolle bei der Eröffnung der Olympischen Spiele.
Die olympische Flamme wird im antiken Olympia entzündet und dann durch Läufer in dieses Stadion getragen.
Der Schlußläufer trägt die Fackel ins Stadion und entzündet damit ein Feuer welches in das Land übertragen wird, in welchem die Olympiade stattfindet.
Es ist eine beeindruckendes Erlebnis, diese Veranstaltung in dem vollbesetzten Stadion mitzuerleben.
Die abgebildeten Dokumente sind genau vierzig Jahre alt und beziehen sich auf die Zeremonie zur Eröffnung und Durchführung der Olympischen Spiele in Montreal/Kanada 1976.

Die unbekannten Inseln der Dodekanes (II/III)

Wie auch bei den in Teil I angeführten Inseln, gehören zu den folgenden mehrere kleine unbewohnte inseln, die in ihrer Gesamtheit dann eine Gemeinde bilden.

Halki

Nur etwa 500 Einwohner leben auf der Insel. Sie ist karg, bergig und dem Verfall heimgegeben. Es gibt nur einen Ort mit vielen leerstehenden Häusern, den Hafenort Emborios. Die einzige Einnahmequelle ist der Tourismus durch die von Rhodos kommenden Tagesausflügler.

Nissyros

Der Hauptort dieser Insel ist Mandraki mit vielen verwinkelten Gassen. Interessant ist bei Nissyros, dass es eine vulkanisch gebildetet Insel ist, in deren Zentrum sich ein Krater mit fast 4 km Durchmesser befindet. Vom Kraterrand kann man in den Vulkan hinabsteigen.
Mandraki ist eine wasserarme Insel, deshalb verfügen viele Haushalte über Zisternen zur eigenen Wasserversorgung. Inzwischen verfügt die Insel aber auch über eine Meerwasserentsalzungsanlage.
Erreichbar ist die Insel über Fähren von Piräus (Sommer zweimal pro Woche, Winter einmal pro Woche), Rhodos und Kos.
Interessant zu besichtigen ist im Dorf Nikia das Vulkanologische Museum.

Leros

Das imposante an Leros ist eine Festung aus dem 14. Jahrhundert, die über der Stadt thront, die Burg von Leros.
Weiterhin findet man sehenswerte Kirchen, Klöster und die Ruinen eines antiken Tempels auf dem Meeresgrund.
Die Liebhaber des Badevergnügens finden schöne naturstrände in Agia Marina und der Bucht von Gourna.
Leros ist sehr günstig über einen Flughafen und tägliche Fährverbindungen mit Piräus und anderen Inseln wie Kos und Rhodos zu erreichen.

Ein Streifzug durch Delphi (II/II)


Delphi, Schatzhaus der Athener

Empfehlenswert ist es, sich vor dem Besuch von Delphi mit der Geschichte und Bedeutung des Heiligtums zu befassen, da es ansonsten schwer ist, die einzelnen Grabungsfunde zuzuordnen.
Es ist beeindruckend, die Vielfalt der Relikte vergangener Jahrhunderte vor sich zu erblicken.
Betritt man das Heiligtum durch das Haupttor, hat man einen Gesamtblick auf das Ausgrabungsgelände, was sich auf übereinanderliegenden Terrassen erstreckt.

Vom Haupteigang führt die Heilige Straße zum Apollontempel.

An der Heiligen Straße befanden sich zahlreiche Schatzhäuser. Das noch am besten erhaltene ist das „Schatzhaus der Athener“.
Dieses Schatzhaus wurde von Athen 1903-1906 wiederhergestellt.
Insgesamt gab es in Delphi 32 Schatzhäuser. Gebaut wurden sie von einzelnen Kommunen. So z. B. das Schatzhaus der Siphnier, welches von den Bürgern der Insel Sifnos errichtet wurde. Aufbewahrt wurden in diesen Gebäuden wertvolle Weihegeschenke.

Geht man weiter bergauf, kommt man zu dem großen Tempel des Apollon. Apollon war der Sonnengott und gleichzeitig auch der Gott der Weissagung. In diesem Tempel befand sich auch das berühmte Orakel von Delphi.

Dem Weg weiter folgend erreicht man schließlich das einst etwa 5000 Zuschauer fassende Theater und das Stadion.
Kleine Details, die man schnell übersieht, findet man vielerorts. Z. B. im Stadion Vertiefungen, in denen die Läufer beim Start die Füße stützen konnten, Löcher für die Speere, Inschriften etc.

Vom ehemaligen Gymnasion, dem Ort sportlicher Wettkämpfe, sind nur noch einige Bruchstücke erhalten. Es war auf zwei Ebenen angelegt. Die obere diente den Laufwettkämpfen, die untere den Ringern.

Etwas unterhalb des o.e. Haupteingangs befindet sich ein weiteres Ausgrabungsfeld, nämlich das Heiligtum der Athena Pronaia, Göttin der Weisheit. Charakteristisch ist der marmorne Rundtempel (Tholos) mit den drei verbliebenen (rekonstruierten) Säulen aus dem 4. Jahrhundert v. Christi.

Viele Fundstücke kann man im Archäologischen Museum besichtigen.
Dieses Museum liegt unmittelbar am Ausstellungsgelände.
Der erste Bau von 1903 wurde ständig erweitert und verfügt jetzt über 14 Ausstellungsräume mit einer Fläche von etwa 2300 m².
Die bekanntesten Ausstellungsstücke sind die Bronzestatue des Wagenlenkers und die Sphinx der Naxier.

Werbung
Link-Empfehlung
Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland