Archiv für die Kategorie „Reisetipps“

Ferientage auf der Insel Euböa


Wenn man von Athen auf der E 75 Richtung Norden fährt, erreicht man nach etwas mehr als 110 Km die Insel Euböa.
Sie ist mit einer Fläche von 3700 Km² nach Kreta die zweitgrößte griechische Insel und wird durch den Golf von Euböa vom griechischen Festland getrennt.

Von Oropos kann man mit einer Fähre nach Erithrea übersetzen oder aber über zwei Straßenbrücken auf die Insel fahren.
Eine dieser Brücken überspannt mit nur 40 m Breite die schmalste Meerenge der Welt. Es ist interessant, an dieser Stelle die starke Strömung der Gezeiten zu beobachten.

Aber auch ab Rafina, einer kleinen Hafenstadt an der Ostküste der Halbinsel Attika, ist die Insel per Fährschiff zu erreichen.

Die Insel wird in ihrer gesamten Länge von einer Bergkette durchzogen, mit 1745 m ist der Dirphys die höchste Erhebung.

Euböa bietet vielfältige Möglichkeiten, interessante Urlaubstage zu verbringen – Wandern, Bergsteigen, Tauchen, Mountenbiking, Schwimmen etc.

Aber auch Ausflüge zu Zielen, wie z. B. das alte Bergdorf Stropones, die Wasserfälle in Drymona, die Arapi-Schlucht, der Wallfahrtsort Prokopi oder der Kurort Loutra Aidipsos ( s. Blogartikel vom 21. Oktober 2012 „Griechenland und der medizinische Tourismus“) um nur einige zu nennen.

Der Massentourismus hat Euböa noch nicht erfasst.
Die Insel ist deshalb für die Urlauber interessant, die am ursprünglichen griechischen Leben teilhaben wollen.

Unbeschwert kann man also Ferientage auf der Insel Euböa verbringen!

Die zweite Auflage des eBooks „Faszination Griechenland“ ist erschienen!


2. Auflage des eBooks

Nach einer Analyse des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist in Deutschland ein kontinuierlicher Anstieg des Umsatzes verkaufter eBooks zu verzeichnen. So wurden 2016 27 Millionen eBooks verkauft.
Damit hat sich der Anteil von eBook-Käufern seit 2010 mehr als verfünffacht. Den höchsten Anteil hat dabei die Warengruppe Belletristik.

Insofern ist auch das eBook „Faszination Griechenland“ in seiner zweiten Auflage ein interessantes Steinchen im eBook-Markt!

Neben einer Aktualisierung der im eBook angeführten Info-Adressen, Internet-Adressen, Preise liegt das Hauptaugenmerk vor allen Dingen auf der darstellung einer vierwöchigen Pkw-Rundreise.

Die Anreise zum Ausgangsort der Rundreise, dem Bergdorf Arachova im Regionalbezirk Böotien/Mittelgriechenland, erfolgte per Autofähre von Ancona nach Igoumenitsa und ab da mit dem Pkw entlang der griechischen Westküste bis nach Arachova.

Weitere sehr interessante Ziele waren Dimitsana – Bergdorf auf dem Peloponnes, Athen, die Inseln Mykonos und Santorini, Volos, die antike Stadt Dion, Ausgrabungsstätten, der Pindos-Nationalpark, um nur einige zu nennen.

Angaben zu Streckenrouten, Entfernungen, Hotels, Geschichte werden durch zahlreiches Bildmaterial ergänzt.
Wenn man einen Griechenlandurlaub plant, lohnt sich ein Blick in dieses
eBook auf jeden Fall.
Das eBook ist in den Formaten ePub und Mobipocket erschienen.

Der download ist über alle Buchhandlungen sowie natürlich auch über Google Books, Amazon.

Die unbekannten Inseln der Dodekanes (III/III)


Osterlamm

Das Brauchtum hat in Griechenland seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung
(s. auch eBook „Faszination Griechenland“).
Mehr als 95% der griechischen Bevölkerung gehören der griechisch-orthodoxen Religion an. Diese Konfession widerspiegelt sich auch in der griechischen Verfassung.
Es ist deshalb also nicht verwunderlich, dass die religiösen Festtage im Leben der Griechen eine große Rolle spielen.
Die Feierichkeiten sind in der Regel auch immer damit verbunden, die jeweils lokal unterschiedlichen Trachten zu tragen.
An solchen Feierlichkeiten teilzunehmen ist für die Touristen ein besonderes Erlebnis.
Die bedeutendste Feierlichkeit in Griechenland ist das Osterfest mit dem lukullischen Höhepunkt des auf Holzkohle gegrillten Osterlamms.
Besonderer Wert auf Tradition wird in dem Dorf Olimbos auf der Dodekanes-Insel Karpathos gelegt. Hier ist es üblich, dass die Frauen auch im Alltag ihre Trachtenkleidung tragen.

Das Osterfest in Olimbos zu erleben, bleibt unvergesslich.

Aber auch altes Handwerk ist interessant.

Olimbos ist ein kleiner Ort mit gerade einmal knapp 600 Einwohnern, der an einen Berghang gebaut wurde.
Malerisch sind die engen und verwinkelten Gassen sowie die an Mykonos erinnernden Windmühlen. Hier kann man übrigens eine der letzten noch betriebenen Windmühlen besichtigen (was in Mykonos nicht der Fall ist).
Sehenswert in Olimbos ist die im 15. Jahrhundert erbaute Pfarrkirche.

Die unbekannten Inseln der Dodekanes (II/III)

Wie auch bei den in Teil I angeführten Inseln, gehören zu den folgenden mehrere kleine unbewohnte inseln, die in ihrer Gesamtheit dann eine Gemeinde bilden.

Halki

Nur etwa 500 Einwohner leben auf der Insel. Sie ist karg, bergig und dem Verfall heimgegeben. Es gibt nur einen Ort mit vielen leerstehenden Häusern, den Hafenort Emborios. Die einzige Einnahmequelle ist der Tourismus durch die von Rhodos kommenden Tagesausflügler.

Nissyros

Der Hauptort dieser Insel ist Mandraki mit vielen verwinkelten Gassen. Interessant ist bei Nissyros, dass es eine vulkanisch gebildetet Insel ist, in deren Zentrum sich ein Krater mit fast 4 km Durchmesser befindet. Vom Kraterrand kann man in den Vulkan hinabsteigen.
Mandraki ist eine wasserarme Insel, deshalb verfügen viele Haushalte über Zisternen zur eigenen Wasserversorgung. Inzwischen verfügt die Insel aber auch über eine Meerwasserentsalzungsanlage.
Erreichbar ist die Insel über Fähren von Piräus (Sommer zweimal pro Woche, Winter einmal pro Woche), Rhodos und Kos.
Interessant zu besichtigen ist im Dorf Nikia das Vulkanologische Museum.

Leros

Das imposante an Leros ist eine Festung aus dem 14. Jahrhundert, die über der Stadt thront, die Burg von Leros.
Weiterhin findet man sehenswerte Kirchen, Klöster und die Ruinen eines antiken Tempels auf dem Meeresgrund.
Die Liebhaber des Badevergnügens finden schöne naturstrände in Agia Marina und der Bucht von Gourna.
Leros ist sehr günstig über einen Flughafen und tägliche Fährverbindungen mit Piräus und anderen Inseln wie Kos und Rhodos zu erreichen.

Die unbekannten Inseln der Dodekanes (I/III)

Rathaus von Rhodos
    
Die Inselgruppe der Dodekanes liegt in der östlichen Ägäis vor der Küste der Türkei.

Diese Inseln sind Touristenmagnete und über Flughafen und regelmäßige Fährverbindungen günstig zu erreichen.

Wer kennt z. B. nicht Rhodos (s. Blogartikel „Urlaub auf der Insel Rhodos“
vom 13. Oktober 2011), die größte Insel dieser Gruppe. Seine mittelalterliche Altstadt, Kreuzritterburg, byzantinische Kirchen, aber auch Massentourismus.

Darüberhinaus gibt es aber noch eine Reihe kleinerer, zum Teil weitgehend unbekannter Inseln, die zu den Dodekanes gehören und hier einmal kurz vorgestellt werden sollen.

Karpathos

mit über 6000 Einwohnern die zweitgrößte Insel der Dodekanes.

Diese Insel war Jahrhunderte vom Osmanischen Reich, aber auch von Italien besetzt. Erst 1948 wurde sie mit Griechenland vereinigt.

Vom Norden bis zur Inselmitte durchzieht ein Gebirge bis über 1200 m Höhe das Land.

Ein Flughafen und ein Fährhafen sind Garanten einer guten Erreichbarkeit ab Athen/Piräus und anderen Orten.
Dadurch ist die Insel auch ein beliebtes Pauschalreiseziel.
Der Süden bietet gute Bademöglichkeiten und besonders ideale Möglichkeiten für Windsurfing. Hier weht der Meltemi im Sommer oft wochenlang ohne Pause.

Interessant ist, dass in dem traditionsreichen Dorf Olimbos die Frauen die alten Trachten nicht nur an Feiertagen sondern auch im Alltag tragen.

Kássos

Es ist die südlichste der Inseln, 7 Km südwestlich von Karpathos.
Die Insel ist karg, verfügt aber über ausgedehnte grüne Terrassenfelder.
Die Strände sind nicht nennenswert. Da über Landwirtschaft und Fischfang nicht mehr genügend Ertrag erwirtschftat werden kann, wird verstärkt auf Individualtourismus gesetzt.
Viele der Häuser wurden deshalb im traditionellen Baustil restauriert.

Agathonissi

Agathonissi ist die nördlichste Insel bewohnte Insel der Dodekanes.
Es ist eine noch ursprüngliche Insel mit einer Fläche von lediglich 13Km².
Nur knapp 200 Einwohner bevölkern die Insel.
Auch hier werden Landwirtschaft und Fischfang immer mehr durch den sich entwickelnden Individualtourismus verdrängt.
Die Insel ist durch Fährverbindungen von der nur 20 Km entfernten Insel Samos zu erreichen.

Peloponnes – die Rio-Andirrio-Brücke

Patras, Rio-Andirrio Brücke

In verschiedenen Blogartikeln, z. B.„Peloponnes – Landschaft und Sehenswürdigkeiten“ wie auch in dem eBook „Faszination Griechenland“, wurde der Peloponnes als herausragendes Reiseziel dargestellt.

Es ist eine Halbinsel, die am besten auf einer Autorundreise zu erkunden ist.

Vom italienischen Hafen Ancona sollte man mit der Fähre bis zum griechischen Hafen Igoumenitsa fahren. Ab da auf der E 55 bis Andirrio.
Es ist eine schöne Strecke, die größtenteils an der Küste verläuft.

Nach etwa 260 km erreicht man Andirrio.
Ab hier verbindet eine fast 2900 m lange Schrägseilbrücke das griechische Festland mit der Halbinsel Peloponnes.

Erste Ideen zum Bau einer Brückenverbindung zwischen dem Peloponnes und dem griechischen Festland gab es bereits 1880. Sie waren damals jedoch aus technischen Gründen nicht umsetzbar.

Erst 1998 wurde dann mit dem Bau der Brücke begonnen.

Es entstand eine beeindruckende Konstruktion. Nach einer Bauzeit von fünf Jahren wurde die Brücke 2004 von Otto Rehagel, deutscher Trainer der griechischen Fußballnationalmannschaft, für den Verkehr freigegeben.
Es ist die längste Brücke dieser Bauart in Europa.

Der Bau der Brücke stellte an die Konstruteure und Baufirmen große Anforderungen – Wassertiefe bis 65 m, nicht tragfähiger Boden, Erdbebengebiet, jährliche tektonische Verschiebungen des Peloponnes vom Festland. Aber das Meisterwerk ist gelungen.

Die bisherige Verbindung des Peloponnes mit dem Festland mittels Schiffen wurde nunmehr durch diese Brücke ersetzt. Fährüberfahrten sind aber trotzdem noch möglich.
Die Fahrt über die Brücke (Mautpflichtig) ist ein Erlebnis. Nach Überfahren der Brücke erreicht man Rio, östlicher Vorort von Patras.

So ist der Peloponnes heute an zwei Orten mit dem griechischen Festland verbunden – in Patras und in Korinth.
Ab Patras kann man dann den Peloponnes erkunden.
Über die E 65/E 94 überquert man den Kanal von Korinth und erreicht nach etwas mehr als 200 Km Athen.

Anafiotika – das „Insel“ – Stadtviertel Athens


Anafiotika, Akropolis

Als Prinz Otto von Bayern mit 16 Jahren zum König von Griechenland ernannt wurde, residierte er in der damaligen Hauptstadt Griechenlands Nafplion (s. eBook „Faszination Griechenland“).
1832 aber wurde Athen als neue Hauptstadt festgelegt. Die Stadt hatte damals etwa 4000 Einwohner und war auf die Funktion als Hauptstadt auch in städtebaulicher Hinsicht nicht vorbereitet.
Die Folge war eine einsetzende rege Bautätigkeit.

Der Syntagma-Platz mit dem Schloß, die Gebäude der Universität (1842) und Akademie (1891) und das Zappeion (1888, Multifunktionsgebäude für Tagungen und Kongresse) entstanden im klassizistischen Stil.

Zwei Baumeister und weitere Zuwanderer von der Kykladeninsel Anafi, die erst 1830 Griechenland angeschlossen wurde, waren mit den Bauarbeiten beschäftigt.
In aller Eile errichteten sie ihre eigenen Häuser am Nordhang der Akropolis. Gebaut wurde im Würfelstil der Kykladenarchitektur. Deshalb für dieses Stadtviertel der abgeleitete Name Anafiotika.
Es wird gesagt, dass die Eile beim Bau der kleinen Häuschen daher rührte, dass nach einer damaligen Bestimmung der neuen Hauptstadt ein fertiges Gebäude nicht abgerissen werden durfte.

So ist uns bis heute ein einmaliges Stadtviertel vergangener Jahrhunderte erhalten geblieben.
Kleine weiße kubische Häuser mit farbigen Haustüren in engen Gassen, viel Blumen und teilweise Gärten. Auch drei kleine im Kykladenstil erbaute Kirchen schmücken die Siedlung.

Leider sind viele Häuser in einem schlechten Zustand und nur noch wenige bewohnt. Das Leben hier ist sicher auch nicht einfach – die Häuser sind nicht per Auto erreichbar, und der Bedarf für das tägliche Leben muss mühsam aus der Stadt nach oben getragen werden. Hinzu kommt, dass moderner Wohnkomfort nicht zu erwarten ist.

Trotzdem ist es ein besonderes Erlebnis durch Anafiotika zu bummeln und wird deshalb jedem Touristen empfohlen.

Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass ein ruhiger sonniger Sonntagmorgen dazu die beste Gelegenheit bietet.

Hellenische Entspannung: Ein Kurztrip nach Griechenland

Nicht jeder ist in der glücklichen Lage zwei, drei oder mehr Wochen verreisen zu können. Der Trend geht zum Kurzurlaub und Griechenland bietet alles, um sich zu erholen und zu entspannen.
Die griechische Gastfreundlichkeit ist unerschütterlich.
Wenn es um Entschleunigung und Wellness geht, denkt nicht jeder sofort an Griechenland. Aber über achthundert Mineral- und Thermalquellen sprechen für sich. Das Griechenland, wie es nicht jeder kennt, ist eine der attraktivsten Natural-Spa- und Health-Destinations der Welt. Speziell auf dem Peloponnes, der beliebten Halbinsel im Süden des Landes, gibt es ein umfangreiches Angebot an Wellness- und Spabehandlungen.

Die Wiege der Demokratie

Kein anderes Land vereint so beeindruckend Kultur, Geschichte und Erholung wie Griechenland. Entspannen am Strand, aktiv beim Sport oder ein historischer Streifzug bis in die Antike – beim Kurzurlaub in Griechenland ist alles möglich. Bei www.kurzurlaubspezialist.com finden Sie noch mehr schöne Reiseziele für eine kurze Auszeit vom Alltag. Als Geheimtipp wird Kaiafas an der Westküste gehandelt. Die massiven Sanddünen sind ein beliebtes Fotomotiv und in den Tavernen wird schmackhaftes Essen serviert.

Die Gelassenheit spüren

Türkisblaues Meer, Inseln, lange Sandstrände, der Duft von Obst und Gemüse und die Gelassenheit der Bevölkerung machen den Aufenthalt in Griechenland unvergesslich. Entscheiden muss man sich nur, ob man Urlaub auf einer der zahlreichen Inseln oder doch lieber am griechischen Festland machen will. Bei den atemberaubenden Inseln einer den Vorzug zu geben, wäre ungerecht. Kreta überzeugt mit romantischen Buchten, langen Stränden und klarem Wasser, buntes Treiben herrscht auf Rhodos und Kos hat das angenehmste Klima des Mittelmeeres.

Als Resümee kann man ziehen:

Egal ob auf einer der zahlreichen Inseln oder auf dem Festland, Griechenland lohnt sich auch für eine Kurzreise, denn ein Sprung ins blaugrüne Meer, ein duftender Kaffee im Schatten der Pinienwälder oder das Wandeln auf den Spuren der Antike bergen höchstes Erholungspotential.

Reiseziele auf der Insel Kreta (II/II)


Kreta, Windmühlen auf der Hochebene von Lassithi

Touristische Sehenswürdigkeiten sind über die ganze Insel Kreta verteilt.
70 Km von Iraklion entfernt erreicht man die Stadt Aghios Nikolas. Sie ist die Hauptstadt des Regierungsbezirks Lassithi und ein belebter Tourismusort. Über eine Passstraße erreicht man die
Hochebene von Lassithi.
Ein Ausflug nach hier lohnt sich auf jeden Fall. Die Ebene liegt auf etwas über 800 m und ist von Bergen umgeben. Ein interessantes Schauspiel sind tausende Windmühlen, die in der Sommerzeit die Hochebene bewässern. In der Nähe des Dorfes Psychro befindet sich die Höhle des Zeus. In dieser Höhle soll der Sage nach der Göttervater Zeus geboren worden sein.
Weiter 90 Km in nordöstlicher Richtung und zwar direkt an der Spitze der Insel befindet sich der bekannteste Strand von Kreta, der
Palmenstrand von Vai.
Hier fühlt man sich wie in einer afrikanischen Oase.

Ein weiterer Ausgangspunkt für Ausflüge ist die Stadt Chania.
Wenn man Iraklion als Ausgangspunkt nimmt und in westliche Richtung fährt, erreicht man nach 160 km die Stadt Chania. Die Stadt besitzt einen Flughafen und wird übrigens auch von der Fluggesellschaft Ryanair angeflogen.
Neben der Landwirtschaft hat sich der Tourismus als weiterer wichtiger Wirtschaftszweig etabliert.
Verschiedene Ausflüge bieten sich von Chania aus an. Die
Ebene von Chania
ist bewachsen von Zitrusbäumen, die Tausende Tonnen Orangen tragen. Man spricht von den Orangendörfern, wie z.B. Mesklá.
Einer der schönsten Ausflüge ist aber zweifellos die Fahrt und das Durchwandern der etwa 18 Km langen
Samaria-Schlucht,
die sich in den Weißen Bergen, dem größten Gebirgsmassiv auf Kreta, befindet.
Kreta bietet in den
Weißen Bergen
zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten, wie z. B. die uralten, fast unzugänglichen Dörfer, in denen die alten kretischen Traditionen und Gebräuche gepflegt werden.

Reiseziele auf der Insel Kreta (I/II)


Knossos, Thron des Königs Minos (Replik)

Die Insel Kreta ist eines der beliebtesten griechischen Reiseziele.
Dieser hohe Beliebtheitsgrad hat vielerlei Ursachen.
Die Insel, gelegen zwischen der Ägäis und dem Libyschen Meer, bietet einen Reichtum an Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung wie wohl kaum eine andere der tausenden griechischer Inseln.
Von West nach Ost durchzieht eine mehr als 2000 m hohe Gebirgskette die Insel. Der höchste Berg ist mit 2456 m der Psiloritis (s. auch eBook „Faszination Griechenland“).
Während an der Ostküste der Massentourismus Fuß gefasst hat, ist die Südküste davon noch weitgehend verschont.
Der Urlauber hat die Qual der Wahl bei der Festlegung der Art seines Aufenthalts – Baden, Bootsausflüge, Wandern, Bergsteigen, Besichtigung antiker Stätten und alter Dörfer.
Nach meiner Erfahrung ist eine Kombination all dieser Möglichkeiten auf einer Rundreise die effektivste Möglichkeit, die Insel kennenzulernen.
Reist man von Piräus kommend mit dem Auto per Fähre nach Kreta ist man nach einer Fahrzeit von etwa 9 Stunden am frühen Morgen gegen 6 Uhr in Iraklion. Iraklion ist aber natürlich auch per Flug ab Athen erreichbar.
Es ist die viertgrößte Stadt Griechenlands und insofern interessant, als in einer Entfernung von nur etwa 5 Km der

Palast von Knossos

des legendären Königs Minos zu besichtigen ist.
Die Besichtigung dieser Ausgrabungsstätte ist ein MUSS!
Es ist eine sehr weitläufige Anlage, und man schätzt, dass sie bis zu 1400 Räumen gehabt haben muß.
Dieser Palast war Zentrum einer Stadt mit ca. 100000 Einwohnern.

Von Iraklion aus bieten sich weitere interessante Ausflüge an:

Festos

spielte im minoischen Kreta ebenfalls eine wichtige Rolle. Es soll der Sitz des Bruders von König Minos gewesen sein. Wie auch Knossos wurde es um 1400 v. Chr. durch ein gewaltiges Erdbeben zerstört. Im Gegensatz zur Ausgrabungsstätte von Knossos findet man hier nur noch Grundmauern. Er ähnelte jedoch dem Palast von Knossos im Hinblick auf die Größe und technischen Anlagen.

Ein drittes empfehlenswertes Reiseziel ab Iraklion ist

Gortys.

Gortys konkurrierte einst mit Knossos und Festos um die Vorherrschaft auf Kreta.
Hier kann man die „Große Inschrift“ besichtigen. Es ist das Stadtrecht von Gortys und soll das bekannteste und älteste europäische Gesetz sein. Die Buchstaben wurden in Steinblöcke gehauen.

Viele Ausstellungsstücke der Grabungen kann man auch im archäologischen und historischen Museum in Iraklion besichtigen.

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Kategorie: Reisen Griechenland