Archiv für die Kategorie „Schifffahrt“

Fährüberfahrten zum griechischen Osterfest


Fährüberfahrt mit Minoan Lines

Da das griechische Osterfest nach dem Julianischen Kalender bestimmt wird, differiert es in der Regel zwischen einer und fünf Wochen zu unserem Osterfest.
Die Bedeutung dieses Festes für die Griechen wurde ja bereits im Blogartikel vom 2. April 2011 „2011 Ostern in Griechenland feiern“ dargestellt.
Während wir Ostern vom 3. April 2015 bis 6. April 2015 feiern, beginnt das griechische Osterfest eine Woche später, also am 10. April 2015.
Fast fünf Wochen Zeitunterschied bestehen 2016, und erst 2017 fallen die Feiertage in beiden Ländern auf das gleiche Datum.
Ostern ist für die Griechen das bedeutendste Fest, was in der Regel jeder Grieche bei seiner Familie im Heimatort feiert.
Das hat zur Folge, dass vor den Feiertagen sowohl im Land als auch vom Ausland nach Griechenland eine rege Reisetätigkeit einsetzt.
Wer zu diesem Fest mit dem Auto nach Griechenland fahren will, ist gut beraten, rechtzeitig eine Fährüberfahrt zu buchen. Die größten Gesellschaften, die die Route Italien-Griechenland und zurück bedienen, sind Minoan-Lines und ANEK-Superfast. Aufgrund der langen Fahrzeit ab Ancona/Italien ist die Buchung einer Kabine zu empfehlen.

Weiterer Ausbau der Athener Verkehrsinfrastruktur (I/II) – die METRO


Grabungsfunde U-Bahnbau Athen

Auch wenn offiziell die Einwohnerzahl Athens mit unter einer Million angegeben wird, leben im Ballungsraum Athen/Piräus nach offiziellen Angaben von 2009 2,8 Millionen Menschen. Durch die Lage am Saronischen Golf und die nach Osten, Norden und Westen angrenzenden Gebirge sind der flächenmäßigen Ausdehnung der Stadt Grenzen gesetzt. Die Folge ist eine hohe Einwohnerdichte. Schon immer hatte Athen deshalb Probleme mit der Verkehrsinfrastruktur.
Noch in den 1970er/1980er Jahren herrschte in der Stadt ein absolutes Verkehrschaos. Hunderte dieselgetriebene Busse, tausende Taxis und zahllose Lieferfahrzeuge sowie Pkw verstopften die Straßen.

Inzwischen hat sich die Situation jedoch entspannt – der Ausbau des U-Bahnnetzes wurde vorangetrieben, und auch ein Straßenbahnsystem aufgebaut (s.eBook Faszination Griechenland).
Für beide Verkehrssysteme gibt es langfristige Erweiterungspläne.
Größere Bedeutung hat dabei die Erweiterung des U-Bahnnetzes.
Bisher gibt es drei Linien
Linie 1 grün
Linie 2 rot
Linie 3 blau.
In den nächsten Monaten werden sieben neue Stationen auf verschiedenen Linien in Betrieb genommen. Die Linie 2 wird im April dieses Jahres in nördlicher Richtung bis zur Station Anthoupoli verlängert und bis Juli in südlicher Richtung bis zur Station Elliniko.
Die Linie 3 wird im September bis zur Station Agia Marina verlängert und bis 2017 bis zum Hafen Piräus.
Für den Bau dieser 2013 in Betrieb gehenden Stationen wurden etwa 700 Millionen Euro investiert.
Die positiven Ergebnisse liegen auf der Hand. Man geht von folgenden Schätzungen aus:
– die Station Agia Marina wird täglich 30000 weitere Passagiere abfertigen, von dieser Station aus   ist dann der Flughafen Eleftherios Venizelos über den Syntagma-Platz in 40 Minuten zu erreichen
– durch Inbetriebnahme der Station Elliniko werden zusätzlich 80000 Passagiere abgefertigt und   50000 Fahrten mit Autos reduziert
– die Fahrtdauer mit der Metro von der Station Elliniki bis zur Station Syntagma im Zentrum Athens   beträgt 14 Minuten, mit dem Pkw abhängig von der Verkehrsdichte ca. 1 Stunde.
Aber auch weitere positive Ergebnisse bringt der Ausbau der Infrastruktur, z.B. Verringerung der Luftverschmutzung, Einbindung weiterer Stadtteile in ein modernes Infrastruktursystem.
Der Generalplan für den Ausbau des U-Bahnnetzes in den nächsten Jahrzehnten sieht insgesamt 8 Linien mit einer Streckenlänge von
220 Km und 200 Stationen vor.
In Planung befindet sich derzeit der Bau der Linie 4 orange. Die Linie wird 29 Stationen haben und ein Streckennetz von von 33 Km Länge umfassen. Sie durchquert die Stadt in einer U-Form. Die ermittelten Investitionskosten liegen bei 3,3 Milliarden Euro.
Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Fest steht aber, dass nach Inbetriebnahme auch dieser Linie Athen über ein modernes weitverzweigtes U-Bahnnetz verfügt, welches die wichtigsten und bevölkerungsreichsten Stadtbezirke einschließt.

Die bedeutendsten Kreuzfahrthäfen Griechenlands

Hafen der Insel Korfu

Das zur Zeit bereits frühlingshafte Wetter in Griechenland mit 18°C in Athen und über 20°C auf der Insel Kreta, hervorgerufen durch heiße Saharawinde, beflügeln erste Urlaubsgedanken. Warum also nicht dem allgemeinen Trend der wachsenden Beliebtheit von interessanten aber doch auch gleichzeitig entspannenden Kreuzfahrten folgen?
Und gerade Griechenland ist ein beliebtes Ziel.
Seine wichtigsten Kreuzfahrthäfen sind
Piräus
Iraklion/Kreta
Korfu.
Laut Nachrichtenmagazin Travelling News vom 25.1.2013 frequentierten 2012 insgesamt 2925711 Passagiere diese Häfen. Spitzenreiter mit einem Anteil von 74% war Piräus, 85% davon wiederum waren ausländische Passagiere.
Der Präsident des Hafens Piräus, George Anomeritis, rechnet damit, dass in diesem Jahr
710 Kreuzfahrtschiffe mit 2,2 Millionen Touristen in Piräus ankommen werden.
Piräus ist nicht nur der größte Passagierhafen im Mittelmeerraum, er ist gleichzeitig der weltgrößte Fährhafen. Das ergibt sich aus der Vielzahl der griechischen Inseln, von denen die bewohnten alle per Fährschiff erreichbar sind (s. eBook Faszination Griechenland).
Die Kapazitäten des Hafens Piräus für den Kreuzfahrttourismus sollen auch 2013 weiter ausgebaut werden. Eine Summe von 420 Millionen Euro steht dafür bereit.
Der griechische Finanzminister sieht die ersten Anzeichen einer Erholung. Nach seiner Einschätzung wird Griechenland gegen Ende dieses Jahres zum Wachstum zurückkehren – sicherlich unter der Voraussetzung, dass der IWF die bis 2016 noch vorhandene Finanzlücke von 9,5 Milliarden Euro schließt.

Piräus und seine Reeder

Hafen Piräus

Griechenland

ein Land auf drei Seiten von Meer umgeben, besitzt tausende Inseln und tausende Kilometer Küstenlänge. Schon in der Antike war es deshalb notwendig, sowohl zur Versorgung des Festlandes als auch der Inseln geeignete Transportmittel und Transportwege zu entwickeln. Die Schifffahrtsrouten befanden sich – auch aus navigatorischen Gründen – in Küstennähe.
Am Anfang der griechischen Schifffahrt stand deshalb der Bau von Handelsschiffen, erst später wurde der Bau von Kriegsschiffen zum Schutz des Landes und der Transportwege erforderlich. Einstmals in der Antike bedeutende Häfen, sind heute beliebte Touristenziele. So z.B. die Insel Delos, Nachbarinsel von Mykonos, Insel der Kykladen im Ägäischen Meer.
Delos wurde 168 v.Chr. zum Freihafen und war ein bedeutendes Handelszentrum. Auf vielen Inseln findet man noch heute prächtige Kapitänshäuser, die in Hotels umgebaut wurden. Die Touristikunternehmen bieten diese Unterkunftsmöglichkeiten an.
Im Lauf der Jahrhunderte hat sich dann Piräus, Hafen der Hauptstadt Athen, als Haupthafen entwickelt (s. auch eBook Faszination Griechenland).
Griechenland kontrolliert etwa 15% des Weltseehandels.

Piräus

ist mit jährlich 20 Millionen Passagieren der größte Passagierhafen Europas und bezogen auf den Containerumschlag einer der zehn größten Container-Häfen in Europa. Hier haben fast alle bedeutenden griechischen Reedereien ihren Sitz. Bekannte Personen wie Onassis, Niarchos sind Stellvertreter für große Reedereien. Zu den größten Tanker-Reedereien der Welt gehört die 1970 in Piräus gegründete Tsakos Shipping Trading S.A. (TST), eine weitere große Reederei ist die 1947 gegründete und in Piräus ansässige Angelicoussis Shipping Group Limited.
Vielen Touristen bekannt sind auch Reedereien wie ANEK-Lines, Minoan-Lines und Superfast-Ferries, die sowohl auf innergriechischen routen als auch im Ausland fahren.
Die Schaltzentrale all dieser Reedereien ist Piräus.
Einige beeindruckende (ca.-)Zahlen – es gibt in Griechenland 700 Reederfamilien, 3800 Schiffe, von denen nur 900 Schiffe unter griechischer Flagge fahren und insgesamt 200000 Beschäftigte. Daraus wird ersichtlich, dass neben dem Tourismus der Seehandel einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist. Abgesehen von den unter griechischer Flagge fahrenden Schiffen sind die Gewinne aus der internationalen Schifffahrt steuerfrei – ein mögliches großes Potenzial für Steuereinnahmen des Staates! Diese Steuerbefreiung rührt übrigens aus einer Verfassungsfestlegung her, die von den Putschisten 1967 getroffen wurde.
Zum weiteren Ausbau des Hafens Piräus wurde ein Investmentplan für die Jahre 2012 bis 2016 erarbeitet.
Details sind hier ersichtlich: Investmentplan 2012 – 2016.

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Ein Herbsturlaub in Galaxidi

Täglich etwa sieben Stunden Sonnenschein bei 20°C Tagestemperatur – so zumindest die Mittelwerte – sind ideale Voraussetzungen, auch im Monat Oktober entspannte und erholsame Urlaubstage in der kleinen Hafenstadt Galaxidi zu verbringen.
Über Galaxidi
Galaxidi liegt in einer Bucht des Golfs von Korinth und gehört zur Präfektur Fokida. Wenn man die interessantesten Städte Griechenlands nennt, gehört Galaxidi einfach dazu.
Galaxidi war im 18./19. Jahrhundert eine der bedeutendsten Hafenstädte im Mittelmeerraum. Zeugen dieser Glanzzeit sind noch heute die schönen Kapitänshäuser, die liebevoll restauriert oft als Pensionen dienen. In gediegener Atmosphäre kann man sich hier wohlfühlen.
Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten findet der Besucher genug – die Kirche von Agios Nikolaos, das Museum für Volkskunst, das Schifffahrtsmuseum.
Enge Gassen, viele Tavernen, der Hafen mit seiner Promenade laden zum Bummeln und Verweilen ein.
Wie auch für viele andere Orte Griechenlands zutreffend, bietet die Umgebung zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten der aktiven Erholung.
Der Weg nach Galaxidi
Bei Anreise mit dem Fahrzeug von Athen hat man bis Galaxidi etwa 200 Km zurückzulegen. An der Strecke liegt das Bergdorf Arachova, bekannt durch seine traditionellen Feiern aus Anlass des Osterfestes und gleichzeitig Ausgangspunkt zum Parnassos-Skizentrum.
Weiter führt der Weg vorbei an Delfi, dem berühmten Orakel der Antike, welches am Fuss des Parnassos-Gebirges liegt. Dieses Gebirgsmassiv ist ein interessantes Ziel der Kletterer und Bergsteiger.
Bevor man Galaxidi erreicht, kommt man nach Itea, Hafen und Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe. Während der Liegezeit der Schiffe besteht die Möglichkeit, sich Delfi und seine Ausgrabungen anzusehen. Der antike Hafen von Delfi war übrigens Kirra, heute zu Itea gehörend und nur wenige Minuten vom heutigen Hafen entfernt. In der Nähe von Itea befindet sich die größte Anbaufläche von Oliven, es sollen 500000 Bäume sein.
Die letzten etwa 16 Km der Strecke ab Itea bis Galaxidi führen an der Küste des Golfs entlang.
Fazit – eine Reise, viele Sehenswürdigkeiten!

Studie zu neuem Infrastrukturprojekt in Griechenland

Die Verbindung der griechischen Ägäis-Häfen Kavala und Alexandroupolis mit dem Schwarzen Meer und dem dortigen Hafen Burgas ist derzeit nur über die Bosporus Meerenge möglich, eine der weltweit bedeutendsten Wasserstraßen. Der Bosporus hat eine Länge von 30Km, ist sehr stark befahren und weist auch starke Strömungen auf. 45000 Schiffe passieren den Bosporus jährlich. Die gesamte geographische Situation bringt für den internationalen Schiffsverkehr eine Reihe notwendiger Einschränkungen und Sonderregelungen mit sich. Deshalb plant auch die Türkei einen zweiten „Bosporus“, nordwestlich der jetzigen Meerenge. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti titelt am 24.7.2012: „Mega Projekt – Türkei plant zweiten Bosporus“. Der Kanal soll 40-50Km lang sein und 2023 fertiggestellt werden. Um den Schiffsweg zu umgehen, ist in Griechenland schon lange eine Eisenbahnverbindung zwischen den o.a. Häfen im Gespräch. Nunmehr hat lt. Nachrichtenagentur in.gr die EU eine Vorstudie für eine elektrifizierte Bahnverbindung genehmigt. Inwieweit diese Studie umgesetzt wird, kann z.Zt. noch nicht gesagt werden.

Weitere Informationen zum Museum für Unterwasserantiquitäten in Piräus

Hafen Piräus, im Hintergrund das ehemalige Speichergebäude

Die Städte Athen und Piräus verschmelzen in den Gedanken der Urlauber oft zu einer Stadt. Und in gewissem Sinne könnte man das auch so sehen, denn Piräus liegt südwestlich von Athen und ist der historische Hafen dieser Stadt und dessen Zugang zum Meer (s.auch eBook Faszination Griechenland). Bereits in der Antike verbanden die etwa
7 Kilometer“Langen Mauern“ die beiden Städte. Sie wurden 479 v.Chr. errichtet und dienten einem sicheren Handelsweg. Piräus selbst ist eine runde bergige Halbinsel mir drei Hafenbecken. Das größte hafenbecken ist heute der Überseehafen, zwei kleinere dienen als Yachthafen und als Fischereihafen. Früher war in diesen Häfen auch die Kriegsmarine stationiert. Mit etwa 20 Millionen Passagieren hat Piräus den größten Passagierhafen Europas. Neben dem Überseeverkehr gehen von Piräus auch alle Inselverbindungen ab. International bedeutungsvoll ist auch der Containerhafen. Die beiden kleineren Häfen sind heute überwiegend dem Tourismus vorbehalten – eine malerische Kulisse mit den bunten Fischerbooten, vielen Fischtavernen, Souvenirgeschäften und Bars.
Nun sind die Weichen gestellt für ein neues spektakuläres Bauwerk – das Museum für Unterwasser-Antiquitäten in Piräus. Als Bauhülle dient ein ehemaliges Speichergebäude. Es wird ein auch nach internationalen Maßstäben gemessen einmaliges Projekt.
Ein Museum mit etwa 2000 Austellungsstücken, die in den letzten
35 Jahren gesammelt wurden. Sehenswerte Exponate wie z.B. Amphoren, Waffen, Schiffsausrüstungen, Werkzeuge, Ausrüstungen für den Fischfang aber auch Schriftwechsel zu den Unterwasseruntersuchungen betreffend die Seeschlacht von Salamis
480 v.Chr. zwischen den Griechen und Persern (s. Artikel vom 26.6.2012 Eine Insel abseits vom internationalen Tourismus) machen den Reiz dieses Museums aus. Es wird ein Magnet für den Tourismus, Piräus wird dann mit zu den weltweit interessantesten Häfen zählen. Günstig zu erreichen ist Piräus mit der Metrolinie 1 sowie Straßenbahn und Bus direkt ab Zentrum Athen.
Details zum Projekt findet man auf dieser Webseite:
Piraeus Cultural Coast.
Interessierte Bieter für das Projekt können ihre Angebote bis zum 23.Oktober 2012 einreichen. Der Preisträger wird im Januar 2013 bekanntgegeben.

49. Ägäische Segelregatta

Dass Griechenland und seine Bewohner auf Grund der geographischen Lage als Mittelmeeranrainerstaat eine besondere Beziehung zum Meer haben, ist verständlich. Das drückt sich nicht nur in unzähligen touristisch genutzten Inseln und tausenden Kilometern Küstenstreifen aus, sondern auch in zahlreichen Möglichkeiten des Wassersports. Darauf wurde auch im Blogartikel Wassersport in Griechenland vom 22.6.2012 hingewiesen. Wichtiger Bestandteil des touristischen Angebots ist auch Yachting. Es gibt zahlreiche Yacht-Vermieter und gut ausgestattete Marinas. Auch in internationalen Organisationen ist Griechenland vertreten. So auch der Hellenic Offshore Racing Club (HORC), der seit seiner Gründung 1961 Mitglied im International Offshore Committee des Mittelmeeres ist. Das Hauptbüro hat seinen Sitz in Piräus, im Hafen Mikrolimano. Der HORC organisiert jährlich nationale und internationale Regatten. Die International Aegean Sailing Rally ist die älteste Segelregatta in Griechenland. In diesem Jahr werden im Rahmen dieser Rally in der Zeit vom 14.7. bis 23.7.2012 drei Rennen durchgeführt:
-Milos – Cape Sounion
-Faliro – Chania und
-Chania – Milos.
Die Zeremonie der Preisverleihung findet in Piräus statt. Schirmherr der Veranstaltungen ist die Griechische Nationale Tourismusorganisation und das Generalsekretariat für Sport.

Griechenland und die Schifffahrt – Zahlen und Fakten

AmphoraWie auch im eBook Faszination Griechenland dargestellt, ist Griechenland eine Seefahrernation. Zu Griechenland gehören ca. 2500 Inseln. Das entspricht einem Fünftel der Landfläche. Die gesamte Küstenlänge (einschließlich der Inseln) wird mit ca. 15000Km angegeben. Kein Ort ist mehr als 90Km von einer Küste entfernt. Die Verbundenheit der Griechen mit dem Meer reicht bis weit in die Antike zurück. Schon damals spielte die Schifffahrt eine wichtige Rolle – zum Einen war sie ein Schlüsselelement der griechischen Wirtschaft, zum Anderen aber auch die einzige Möglichkeit, die Menschen auf den Inseln miteinander zu verbinden. Noch heute kann man alljährlich zum Weihnachtsfest in den Vorgärten der Häuser illuminierte Schiffsmodelle sehen. Und wer kennt nicht die Namen solcher berühmter Reeder wie Onassis oder Niarchos. Es gibt etwa 800 griechische Reeder, die ihre Kontore in der Schaltzentrale aller Reedereien in Piräus haben. Schwerpunkt ist die Handelsschifffahrt. Die nationale Fischereiflotte spielt eine untergeordnete Rolle. Griechische Reeder kontrollieren fast 47% des Handelsvolumens der EU-Flotte. Wie das 1835 in London gegründete Greek Shipping Cooperation Committee ermittelte, werden 70 Mio BRT griechischen Handelsvolumens unter EU-Flagge befördert und weitere 39 Mio BRT unter Nicht-EU-Flagge (z.B. Panama, Liberia). Übrigens wurde in der Antike die Ladekapazität eines Schiffes nicht nach Brutto Register Tonnen (BRT) bemessen, sondern nach Anzahl der Amphoren, in denen Wein oder Öl transportiert wurde.
Der Schwerpunkt der Handelsschifffahrt liegt auf dem Tankergeschäft. Ein Viertel aller Tanker weltweit werden von Griechen kontrolliert, das entspricht mehr als 22 Mio TDW. Bei den Containerschiffen hingegen kontrollieren die Griechen nur ca. 5% des Welthandelsvolumens.

Museum für Unterwasserantiquitäten in Piräus

Nach einstimmiger Entscheidung eines Fachgremiums hat das Ministerium für Kultur und Tourismus den Bau eines Museums für Unterwasserantiquitäten in Piräus genehmigt. Unter dem Projektnamen „Cultural Coast Piräus“ soll das erste Museum dieser Art in Griechenland gebaut werden. Als Bauhülle wird ein ehemaliger Getreidespeicher von 1930 genutzt. Etwa 2000 Ausstellungsstücke werden auf einer Fläche von 5000m² präsentiert. Die Reichtümer bisheriger archäologischer Unterwasseruntersuchungen finden hier ihre Heimstatt – Schiffswracks, Waffen, Werkzeuge, Statuen, Amphoren, Alltagsgegenstände etc. von der Antike bis zur Neuzeit.
Das Museum wird eine wertvolle Bereicherung des kulturellen und musealen Angebot Griechenlands sein.
Die Planungen werden jetzt zügig vorangetrieben.

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Kategorie: Reisen Griechenland