Archiv für die Kategorie „Wirtschaft“

Zweite Gourmet Oliven Ausstellung in Thessaloniki


Griechenland ist in Europa einer der Hauptproduzenten von Olivenöl.
Und so gehören die Oliven und das aus ihnen gewonnene Olivenöl untrennbar zum griechischen Leben und zur griechischen Küche.

Schon in der Antike spielte der Olivenbaum oder auch Ölbaum, eine wichtige Rolle.
Er galt als Symbol der Weisheit und des Friedens (s. auch Blogartikel „Die Zeit der Olivenernte in Griechenland“ vom 13. Dezember 2014 ).
Der Olivenbaum ist ein verzweigtes knorriges Gewächs und kann mehrere hundert Jahre alt werden.

Die bekanntesten griechischen Oliven sind die Kalamata-Oliven. Sie wachsen auf dem Peloponnes in einer Höhe von etwa 500 m.
Sie sind doppelt so groß wie die anderen Olivensorten, können aber natürlich nicht direkt vom Baum gepflückt und gegessen werden.

Dazu ist erst noch ein Entbitterungsprozeß erforderlich.
Bis die Oliven die gesamte Bearbeitungsprozedur hinter sich haben und dann verzehrt werden können, vergehen etwa 10 Monate.

In diesem Jahr findet nun zum zweiten Mal in Thessaloniki im Cultural Center die „Gourmet Olive Exhibition & Delicacies“ statt.
Vom 2.5. – 5.5.2017 öffnen sich die Türen im Kulturzentrum Lab’Attoir.
Teilnehmer aus 17 Ländern sind gelistet.

Zahlreiche Gourmetprodukte und Rezepte werden präsentiert, begleitet von diversen Veranstaltungen.

Ein Besuch dieser Oliven-Ausstellung ist zu empfehlen. Die Ausstellung ist von 11 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

Die Zeit der Olivenernte in Griechenland


Olivenbaum auf dem Peloponnes

Wie beim Ernten jeder Frucht, muss auch bei der Olive der beste Reifegrad abgewartet werden. Das ist dann der Fall, wenn sich die Olive von Grün in Violett verfärbt. In der Regel ist das der Zeitraum Ende Oktober bis Anfang Dezember, manchmal sogar bis in den März.
Entscheidend für die Qualität des später aus der Olive gewonnenen Öls sind zwei Faktoren – der richtige Erntezeitpunkt und die Art und Weise der Ernte.

In Europa ist Griechenland neben Italien und Spanien eines der Hauptproduzenten von Olivenöl.
Die Ernte und Verarbeitung der Oliven ist mit einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Griechenlands.
Die größten Anbaugebiete findet man auf dem Peloponnes, der Insel Kreta, der Halbinsel Chalkidiki sowie in vielen anderen Gebieten.

Schon in der Antike spielte der Olivenbaum oder auch Ölbaum, eine wichtige Rolle. Er galt als Symbol der Weisheit und des Friedens.

Neben der Verwendung als Nahrungsmittel ( s. Blogartikel vom 26. Februar 2012 „Spezialitäten der griechischen Küche – Oliven“ ) wird das Olivenöl auch für Wellnessanwendungen und die Körperpflege genutzt.

Die Ernte der Oliven kann auf verschiedene Art erfolgen – manuell oder maschinell.

Die manuelle Ernte, d.h. das Pflücken der Oliven, ist zwar die schonendste Art der Ernte, gleichzeitig aber auch die aufwendigste. Der Vorteil besteht darin, dass die Früchte nicht verletzt und gleich beim Erntevorgang auch aussortiert werden. Diese aufwändige Art erfolgt in der Regel nur für die Herstellung eines besonders wertvollen Öls bzw. für die Herstellung von Tafeloliven. Sind die Oliven schon sehr reif, werden sie auch mit Stöcken von den Bäumen geschlagen.

Die überwiegend angewendete Art ist jedoch die maschinelle Ernte.
Dabei kommen Rüttelmaschinen zum Einsatz, die von Traktoren gezogen werden. Ein Greifarm umfasst den Stamm des Baumes und erreicht durch rüttelnde Bewegungen, dass sich die Olive vom Stamm löst und in die auf dem Erdboden ausgebreiteten Netze fällt. Eine Beschädigung der Frucht tritt dabei nicht ein. Diese Methode ist natürlich nur auf ebenem Gelände anwendbar.

Da auch im Spätherbst Griechenland viele interessante Reiseziele bietet, lohnt es sich, einmal bei der Olivenernte und der folgenden Verarbeitung zuzusehen.

Einige Aspekte zum griechischen Tourismus 2014

Gegenwärtig findet in Berlin die ITB 2014 statt. Es ist die weltgrößte Messe auf dem Gebiet des Tourismus. Unter den zahlreichen Teilnehmern ist auch Griechenland.
Der Präsident der griechischen Touristikunternehmen SETE, Herr Andreas Andreadis, machte in seiner Erklärung deutlich, dass sich die griechische Tourismusbranche auf dem weiteren Weg der Stabilisierung befindet. Die Branche ist bestrebt, durch höhere Standards und bessere Qualität den Tourismus nachhaltig zu fördern. Damit werden die 2013 erzielten Einnahmen aus dem Tourismus in Höhe von etwa 11,6 Milliarden Euro weiter gesteigert.
Er schätzte ein, dass 2014 bis zu 2,7 Millionen Touristen aus Deutschland erwartet werden. Zahlreiche Einzelmassnahmen wurden festgelegt,
So z. B. sind die wichtigsten Museen und archäologischen Stätten vom April bis 31. Oktober 2014 von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Modernisierungsmassnahmen touristischer Anlagen werden vorgenommen – ab 1. April wird das in dem mehr als 2000 m hohen Gebirgsmassiv des Parnass gelegene Ski-Center umfangreich modernisiert und ausgebaut. Fast 30 Millionen Euro sollen bis zur Fertigstellung im November 2014 investiert werden. Auch die großen Reiseveranstalter wie TUI haben das im griechischen Markt schlummernde Potential erkannt. Ein Treffen mit der grichischem
Tourismusministerin Frau Olga Kefalogianni in Berlin im Rahmen der Tourismusmesse ITB bestätigte den beabsichtigten Ausbau der Zusammenarbeit.
Interessant ist auch das Angebot von Ryan-Air, im April und Mai 2014 mehrmalige Flüge pro Woche ab Athen nach Rhodos, Chania/Kreta und Thessaloniki zu einem absoluten Billigpreis von 15 Euro für den Einwegflug anzubieten.

Reisen nach Griechenland 2013 im Aufwind!

Bereits im April dieses Jahres hatte der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras seinen Optimismus darüber ausgedrückt, dass sich die Zeichen mehren, dass die jahrelange Rezession einem Ende entgegengeht. Ein Zeichen sei u.a. die Tatsache, dass im März erstmals die Zahl der Neueinstellungen von Beschäftigten über der der Entlassungen lag.
Auch die international tätige Rating Agentur „Fitch Ratings“, die die Kreditwürdigkeit von Unternehmen aber auch Staaten, beurteilt, hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands um eine Stufe erhöht.
Die Haupterwartungen liegen dabei auf dem Tourismussektor, dem zweitgrößten Wirtschaftssektor des Landes.
Die Anstrengungen der griechischen Regierung durch nationale wie auch internationale Massnahmen zeigen positive Wirkungen. So wird im Jahr 2013 mit einer deutlichen Zunahme von Touristen gerechnet – Chinesen, Inder und auch wieder Deutsche. In einem vom ZDF am 29. Mai 2013 ausgestrahlten Beitrag über Rhodos im Rahmen der Sendereihe „Auslandsjournal – Der Sommer der Hoffnung, Griechenland setzt auf deutsche Urlauber“ ist die Rede davon, dass 2013 etwa 15% mehr deutsche Urlauber als 2012 das Land bereisen werden.
Insgesamt soll der Tourismus 12 Milliarden Euro in die Staatskasse spülen.
Neben verbessertem Service und weiter ausgebauter Infrastruktur bieten auch die günstigen Hotelpreise erhebliche Anreize. In 4- und 5-Sterne-Hotels sind die Preise zwischen 15% und 20% gesunken.
Etwa 50000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.
Im Rahmen des Thementourismus (z.B. Religions-, Wander- und Tauchtourismus) entwickelt sich auch der Hochzeitstourismus.
Ein besonderes Augenmerk legt das Ministerium für Tourismus auf die Entwicklung des maritimen Tourismus, hier wiederum auf den Yachttourismus. Da besteht noch ein großes Entwicklungspotenzial. Obwohl Griechenland für diese Tourismusart über beste Voraussetzungen verfügt, liegt es bezüglich der Infrastruktur weit hinter anderen Ländern zurück. Auf dem Posidonia See Tourismus Forum in Athen stellte der Präsident der Hellenic Chambre of Shipping folgende Zahlen gegenüber:
– Küstenlänge Griechenland 16000 Km,        14400 Liegeplätze
– Küstenlänge Frankreich       6300 Km,      226000 Liegeplätze.
Allein diese Zahlen machen das noch vorhandene Potenzial deutlich (s.Internetportal „Travelling News“ vom 30.5.2013).
Beliebteste Reiseziele sind natürlich Inseln wie Rhodos, Mykonos, Kreta, Kos, denen auch die ARD und Sat1 Beiträge widmen werden (Info s. oben).
Das wachsende Interesse deutscher Urlauber an Reisen nach Griechenland nimmt auch die Fluggesellschaft Germanwings zur Kenntnis und eröffnet 2013 neue Flugrouten ab Hamburg nach Kos, Iraklion und Korfu sowie ab Hannover nach Thessaloniki.

Weiterer Ausbau der Athener Verkehrsinfrastruktur (I/II) – die METRO


Grabungsfunde U-Bahnbau Athen

Auch wenn offiziell die Einwohnerzahl Athens mit unter einer Million angegeben wird, leben im Ballungsraum Athen/Piräus nach offiziellen Angaben von 2009 2,8 Millionen Menschen. Durch die Lage am Saronischen Golf und die nach Osten, Norden und Westen angrenzenden Gebirge sind der flächenmäßigen Ausdehnung der Stadt Grenzen gesetzt. Die Folge ist eine hohe Einwohnerdichte. Schon immer hatte Athen deshalb Probleme mit der Verkehrsinfrastruktur.
Noch in den 1970er/1980er Jahren herrschte in der Stadt ein absolutes Verkehrschaos. Hunderte dieselgetriebene Busse, tausende Taxis und zahllose Lieferfahrzeuge sowie Pkw verstopften die Straßen.

Inzwischen hat sich die Situation jedoch entspannt – der Ausbau des U-Bahnnetzes wurde vorangetrieben, und auch ein Straßenbahnsystem aufgebaut (s.eBook Faszination Griechenland).
Für beide Verkehrssysteme gibt es langfristige Erweiterungspläne.
Größere Bedeutung hat dabei die Erweiterung des U-Bahnnetzes.
Bisher gibt es drei Linien
Linie 1 grün
Linie 2 rot
Linie 3 blau.
In den nächsten Monaten werden sieben neue Stationen auf verschiedenen Linien in Betrieb genommen. Die Linie 2 wird im April dieses Jahres in nördlicher Richtung bis zur Station Anthoupoli verlängert und bis Juli in südlicher Richtung bis zur Station Elliniko.
Die Linie 3 wird im September bis zur Station Agia Marina verlängert und bis 2017 bis zum Hafen Piräus.
Für den Bau dieser 2013 in Betrieb gehenden Stationen wurden etwa 700 Millionen Euro investiert.
Die positiven Ergebnisse liegen auf der Hand. Man geht von folgenden Schätzungen aus:
– die Station Agia Marina wird täglich 30000 weitere Passagiere abfertigen, von dieser Station aus   ist dann der Flughafen Eleftherios Venizelos über den Syntagma-Platz in 40 Minuten zu erreichen
– durch Inbetriebnahme der Station Elliniko werden zusätzlich 80000 Passagiere abgefertigt und   50000 Fahrten mit Autos reduziert
– die Fahrtdauer mit der Metro von der Station Elliniki bis zur Station Syntagma im Zentrum Athens   beträgt 14 Minuten, mit dem Pkw abhängig von der Verkehrsdichte ca. 1 Stunde.
Aber auch weitere positive Ergebnisse bringt der Ausbau der Infrastruktur, z.B. Verringerung der Luftverschmutzung, Einbindung weiterer Stadtteile in ein modernes Infrastruktursystem.
Der Generalplan für den Ausbau des U-Bahnnetzes in den nächsten Jahrzehnten sieht insgesamt 8 Linien mit einer Streckenlänge von
220 Km und 200 Stationen vor.
In Planung befindet sich derzeit der Bau der Linie 4 orange. Die Linie wird 29 Stationen haben und ein Streckennetz von von 33 Km Länge umfassen. Sie durchquert die Stadt in einer U-Form. Die ermittelten Investitionskosten liegen bei 3,3 Milliarden Euro.
Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Fest steht aber, dass nach Inbetriebnahme auch dieser Linie Athen über ein modernes weitverzweigtes U-Bahnnetz verfügt, welches die wichtigsten und bevölkerungsreichsten Stadtbezirke einschließt.

Ausbau des Tourismus mit Russland

Die wirtschaftliche Situation zwingt Griechenland dazu, zahlungskräftige Investoren aber auch Touristen zu suchen. Nachdem China bereits 2008 in den Containerhafen Piräus 4,8 Milliarden Euro investiert hat (s. eBook Faszination Griechenland) und die Zahl chinesischer Touristen anwächst, konzentrieren sich die Bemühungen auch zunehmend auf Russland. Hier ist zu beobachten, dass vermögende Russen Hotels kaufen, Landhäuser in der Ägäis erwerben und wie das Handelsblatt am 11.2.2013 mitteilt, auch griechische Gasunternehmen erwerben wollen (Gasversorger Depa und Netzbetreiber Desfa).
Am gestrigen Sonntag, 10.2.2013, fand im Akropolis-Museum in Athen das Griechisch-Russische Tourismusforum statt. Es war eine Veranstaltung der Hotelkammer Griechenlands in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Tourismus. Hochrangige Persönlichkeiten beider Seiten, z.B. der Bürgermeister von Athen sowie der russische Botschafter und die Vertreter von 48 führenden russischen Tourismusunternehmen nahmen an den Beratungen teil. Gegenstand der dreitägigen Veranstaltung war der Ausbau der touristischen Beziehungen beider Länder im Hinblick auf die Steigerung der Zunahme russischer Touristen. Nach Angaben der Bank von Griechenland haben 2012 875000 russische Touristen Griechenland besucht (2010 wurden 368700 russische Touristen gezählt). Das entsprach 9,6 Millionen Übernachtungen. Griechenlands Anstrengungen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Tourismus konzentrieren sich auf eine Verbesserung der Infrastruktur in Häfen, Flughäfen und archäologischen Stätten sowie auf vereinfachte Verfahren für die Visaerteilung für russische Touristen (Quelle: Travelling News).

Die bedeutendsten Kreuzfahrthäfen Griechenlands

Hafen der Insel Korfu

Das zur Zeit bereits frühlingshafte Wetter in Griechenland mit 18°C in Athen und über 20°C auf der Insel Kreta, hervorgerufen durch heiße Saharawinde, beflügeln erste Urlaubsgedanken. Warum also nicht dem allgemeinen Trend der wachsenden Beliebtheit von interessanten aber doch auch gleichzeitig entspannenden Kreuzfahrten folgen?
Und gerade Griechenland ist ein beliebtes Ziel.
Seine wichtigsten Kreuzfahrthäfen sind
Piräus
Iraklion/Kreta
Korfu.
Laut Nachrichtenmagazin Travelling News vom 25.1.2013 frequentierten 2012 insgesamt 2925711 Passagiere diese Häfen. Spitzenreiter mit einem Anteil von 74% war Piräus, 85% davon wiederum waren ausländische Passagiere.
Der Präsident des Hafens Piräus, George Anomeritis, rechnet damit, dass in diesem Jahr
710 Kreuzfahrtschiffe mit 2,2 Millionen Touristen in Piräus ankommen werden.
Piräus ist nicht nur der größte Passagierhafen im Mittelmeerraum, er ist gleichzeitig der weltgrößte Fährhafen. Das ergibt sich aus der Vielzahl der griechischen Inseln, von denen die bewohnten alle per Fährschiff erreichbar sind (s. eBook Faszination Griechenland).
Die Kapazitäten des Hafens Piräus für den Kreuzfahrttourismus sollen auch 2013 weiter ausgebaut werden. Eine Summe von 420 Millionen Euro steht dafür bereit.
Der griechische Finanzminister sieht die ersten Anzeichen einer Erholung. Nach seiner Einschätzung wird Griechenland gegen Ende dieses Jahres zum Wachstum zurückkehren – sicherlich unter der Voraussetzung, dass der IWF die bis 2016 noch vorhandene Finanzlücke von 9,5 Milliarden Euro schließt.

Piräus und seine Reeder

Hafen Piräus

Griechenland

ein Land auf drei Seiten von Meer umgeben, besitzt tausende Inseln und tausende Kilometer Küstenlänge. Schon in der Antike war es deshalb notwendig, sowohl zur Versorgung des Festlandes als auch der Inseln geeignete Transportmittel und Transportwege zu entwickeln. Die Schifffahrtsrouten befanden sich – auch aus navigatorischen Gründen – in Küstennähe.
Am Anfang der griechischen Schifffahrt stand deshalb der Bau von Handelsschiffen, erst später wurde der Bau von Kriegsschiffen zum Schutz des Landes und der Transportwege erforderlich. Einstmals in der Antike bedeutende Häfen, sind heute beliebte Touristenziele. So z.B. die Insel Delos, Nachbarinsel von Mykonos, Insel der Kykladen im Ägäischen Meer.
Delos wurde 168 v.Chr. zum Freihafen und war ein bedeutendes Handelszentrum. Auf vielen Inseln findet man noch heute prächtige Kapitänshäuser, die in Hotels umgebaut wurden. Die Touristikunternehmen bieten diese Unterkunftsmöglichkeiten an.
Im Lauf der Jahrhunderte hat sich dann Piräus, Hafen der Hauptstadt Athen, als Haupthafen entwickelt (s. auch eBook Faszination Griechenland).
Griechenland kontrolliert etwa 15% des Weltseehandels.

Piräus

ist mit jährlich 20 Millionen Passagieren der größte Passagierhafen Europas und bezogen auf den Containerumschlag einer der zehn größten Container-Häfen in Europa. Hier haben fast alle bedeutenden griechischen Reedereien ihren Sitz. Bekannte Personen wie Onassis, Niarchos sind Stellvertreter für große Reedereien. Zu den größten Tanker-Reedereien der Welt gehört die 1970 in Piräus gegründete Tsakos Shipping Trading S.A. (TST), eine weitere große Reederei ist die 1947 gegründete und in Piräus ansässige Angelicoussis Shipping Group Limited.
Vielen Touristen bekannt sind auch Reedereien wie ANEK-Lines, Minoan-Lines und Superfast-Ferries, die sowohl auf innergriechischen routen als auch im Ausland fahren.
Die Schaltzentrale all dieser Reedereien ist Piräus.
Einige beeindruckende (ca.-)Zahlen – es gibt in Griechenland 700 Reederfamilien, 3800 Schiffe, von denen nur 900 Schiffe unter griechischer Flagge fahren und insgesamt 200000 Beschäftigte. Daraus wird ersichtlich, dass neben dem Tourismus der Seehandel einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist. Abgesehen von den unter griechischer Flagge fahrenden Schiffen sind die Gewinne aus der internationalen Schifffahrt steuerfrei – ein mögliches großes Potenzial für Steuereinnahmen des Staates! Diese Steuerbefreiung rührt übrigens aus einer Verfassungsfestlegung her, die von den Putschisten 1967 getroffen wurde.
Zum weiteren Ausbau des Hafens Piräus wurde ein Investmentplan für die Jahre 2012 bis 2016 erarbeitet.
Details sind hier ersichtlich: Investmentplan 2012 – 2016.

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Einige Bemerkungen zum griechischen Tourismus 2012

Dass Griechenland nach wie vor mit wirtschaftlichen und politischen Problemen und ihren Auswirkungen auf den Tourismus zu kämpfen hat, ist wohl unumstritten. Mehr Geld von der EU, weitere zwei Jahre Aufschub zum Sparen, ein eventueller Schuldenschnitt – all das wird sich aber positiv auf Wirtschaft und Tourismus auswirken.
Noch ist jedoch die Wirtschaftsleistung weiter im Sinkflug – 7,2 % liegt sie unter dem Vorjahres-Niveau. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Untersuchungsergebnissen des Informationsportals von Trivago wider.
Trivago ermittelte über eine Metasuchmaschine von weltweit 500000 Hotels die Preise. Im Ergebnis dessen wurde zur bevorstehenden Winterzeit eine fallende Hotelpreistendenz in den europäischen Ländern festgestellt.
Bezogen auf Griechenland trifft das auf fast alle bedeutenden Städte und auch auf die 19 Wintersportgebiete zu.
Die durchschnittlichen Übernachtungspreise für ein Doppelzimmer im Monat November 2012 wurden denen des November 2011 gegenübergestellt. So zeigten z.B. die Preise für Thessaloniki einen Rückgang von ca. 13 %, Athen ca. 8 % und Glyfada (s. eBook Faszination Griechenland), dem Nobelwohnviertel von Athen, sogar 19 %!
Diese Situation der gesunkenen Preise scheint sich andererseits jedoch positiv auf die Ankünfte internationaler Touristen auf den touristisch wichtigsten Flughäfen auszuwirken. Der Verband der Touristikunternehmens Griechenlands – SETE – hat in den ersten zehn Monaten 2012 steigende Ankünfte u.a. in Korfu mit plus 6% und Mykonos mit plus 7 % ermittelt.
Sorgenkind bleibt aber Athen mit minus 12 %. Hier könnte man annehmen, dass die aggressive Stimmung, Demonstrationen, Streiks, Krawalle die Touristen von einem Besuch der Hauptstadt abhalten. Schade, denn gerade Athen hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Interessant wird es sein, die Ergebnisse der internationalen Tourismus-Messe Philoxenia auszuwerten. Die Messe findet vom 22.-25. November 2012 im Thessaloniki International Exhibition Centre statt.

Die griechische Autobahn A 2 – ihre Geschichte (1/2)

Während in Deutschland die weltweit erste Autobahn, die AVUS im Berliner Grunewald – 1921 in Betrieb genommen wurde, setzte der Bau von Autobahnen in Griechenland erst Ende des 20. Jahrhunderts ein.

Das hatte verschiedene Gründe.

Während in Deutschland, England, Frankreich die sich entwickelnde Industrialisierung, die zunehmenden arbeitsteiligen Beziehungen und engeren Verflechtungen der Industriebetriebe geradezu eine Modernisierung des Transportwesens auf Schiene und Straße erforderten, befand sich Griechenland noch im Stadium eines landwirtschaftlich geprägten Wirtschaftssystems. Es gab also keine industriell bedingten Verflechtungen. Hinzu kam, dass Griechenland auch nicht so ein bedeutendes Transitland war, durch welches internationale Warenströme flossen. Der an der Westküste liegende Hafen Igoumenitsa ermöglichte nur das Einlaufen kleinerer Schiffe. Ein natürliches Hindernis für den Autobahnbau bildet darüberhinaus auch der 80%ige Anteil von Gebirgen an der Landesfläche Griechenlands.

Übergeordnete Fernstraßen

waren in Griechenland die Nationalstraßen. Die Straßen hatten eine Fahrbahnbreite von 14m und in jede Fahrtrichtung nur eine Spur. Mit Beginn der 1960er Jahre wurden diese Straßen ausgebaut.
Die Nationalstraße 1, heute Autobahn A 1, verläuft über 550Km von Evzoni im Norden nach dem Hafen Piräus im Süden. Sie führt durch die thessalische Tiefebene und verbindet die beiden größten Städte Griechenlands, Thessaloniki und Athen.
Die West-Ost-Verbindung wurde durch die Nationalstraße 6 ab Igoumenitsa erreicht.
Beginnend Ende des 20. Jahrhunderts wurden mit Hilfe von EU-Mitteln die Nationalstraßen in Autobahnen umgebaut und auch gleichzeitig neue Autobahnen gebaut. So z. B. die A 6 im Ballungsraum Athen und die mit 670 Km längste Autobahn Griechenlands, die A 2. In der griechischen Bezeichnung trägt sie den Namen „Egnatia Odos“. Sie wurde 2009 fertiggestellt.
Das heutige Autobahnnetz Griechenlands umfasst etwa 3300 Km.

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Kategorie: Reisen Griechenland