Die Flora Griechenlands

Akropolis, April 2009

Es ist natürlich verwegen,sich in einem kurzen Blogartikel zur Pflanzenwelt Griechenlands zu äußern. Aber der Tourist kann sich bei seinen Reisen selbst einen Überblick verschaffen
(s. auch eBook Faszination Griechenland).
Wer einen Urlaub in Griechenland verbringt und eine subtropische Pflanzenwelt erwartet, wird enttäuscht sein, denn die gibt es nicht. Fliegt man z.B. Mykonos an oder erreicht per Schiff die Insel Hydra hat man den Eindruck einer kahlen Landschaft. Das ist jedoch nur der erste Eindruck, denn bei näherem Betrachten stellt man fest, auch hier ist eine vielfältige Pflanzenwelt entstanden.
Durch den hohen Anteil an Gebirgen, Tälern, Meeresbuchten und Inseln konnten sich zahlreiche Pflanzen ungestört entwickeln. Man hat ermittelt, dass es heute in Griechenland mehr als sechstausend Pflanzenarten gibt. Will man diese Pflanzenwelt entdecken, ist der Frühling die schönste Jahreszeit – für einige Wochen sind die Wiesen grün und mit einem bunten Blütenteppich versehen.
In den Gebirgen, wie dem Parnass, hat sich eine alpine Flora erhalten.
Bereits in der Antike spielte die Pflanzenwelt eine wichtige Rolle für die Menschen. Besonders die Kraft der Heilkräuter wurde als göttliches Geschenk angesehen.
Der Waldbestand – leider durch zahlreiche Brände vielerorts dezimiert – war Voraussetzung für den Bau von Häusern, Palästen (so wurde festgestellt, dass die Palastbauten von Knossos auf der Insel Korfu, Holzsäulen gehabt hatten), Arbeitsgeräten und Kriegsschiffen.
Philosophen, Ärzte und Naturwissenschaftler des antiken Griechenland beschäftigten sich eingehend mit der Natur und den Wechselbeziehungen zum menschlichen Leben.
Zum Beispiel Hippokrates. Er wurde auf der Ägäisinsel Kos geboren und war der berühmteste Arzt des Altertums. Intensiv befasste er sich mit der Verwendung von Pflanzen für die Heilung von Krankheiten.
Oder Theophrast von Eressos, der sich in seinem Buch „Naturgeschichte der Gewächse“ mit der Pflanzenwelt beschäftigte.
Frühzeitig erkannte man, dass viele der Gewächse den Menschen als Nahrung dienen können:
– Früchte des Johannisbrotbaumes
– Lupinien
– Feigen, Wein, Oliven
Aber auch fremdländische Kulturen aus anderen Erdteilen haben in Griechenland Fuß gefasst – Agaven, Palmen, Eukalyptus.
Griechenlands reiche Pflanzenwelt – ein Erlebnis für die Sinne!

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Kategorie: Reisen Griechenland