Die griechische Autobahn A 2 – ihr Verlauf

Hafen Igoumenutsa

Die A 2 ist die erste Autobahn in Nordgriechenland. Sie verbindet die Hafenstadt Igoumenitsa mit Alexandroupoli und geht weiter bis zur türkischen Grenze. Diese Autobahn ersetzt die alte Nationalstraße 6.
Ich habe sie kurz nach ihrer Freigabe 2009 befahren und war von der landschaftlich interessanten Strecke begeistert.

Der Verlauf

Sie führt durch die Bergregion des Pindos-Gebirges und ist in ihrer gesamten Länge Bestandteil der Europastraße E 90 (von Lissabon bis zur türkisch-irakischen Grenze).
Igoumenitsa ist nach Vertiefung der Hafenbecken der wichtigste Hafen für Verbindungen nach Westeuropa. Für aus Deutschland mit dem Pkw anreisende Touristen aber auch deshalb interessant, weil es tägliche Fährschiffverbindungen von Italien nach Igoumenitsa gibt. Innergriechisch werden die Häfen Patras, Korfu und Paxos angelaufen. Die Strecke ab hier bis Alexandroupoli bietet für Touristen die Möglichkeit interessanter Zwischenstopps.

Die Sehenswürdigkeiten

Mit dem Pkw von Igoumenitsa kommend fährt man in einigen Kilometern Entfernung an Ioannina, Hauptstadt der Region Epirus, vorbei. Interessant ist das alte Zentrum der Stadt.
Über Ioannina fahrend erreicht man nach ca. 50 Km die berühmte Vikos-Schlucht im Pindos-Gebirge.
Wieder auf der A 2 ist das nächste interessante Ziel das Bergdorf Metsovo. Auf dieser Strecke wird die 540 km lange Metsovo-Brücke überfahren, die eine 120 m tiefe Schlucht überspannt.
Nach dem Dorf Metsovo die A 2 in Richtung Kalmpaka verlassend, befinden sich in einer Entfernung von ca. 60 km die weltberühmten Meteora-Klöster.
Im weiteren Verlauf der Strecke wird allerdings empfohlen, direkt nach Grevena auf der Nationalstraße 15 zu fahren und erst dort weiter auf der A 2, da diese Route kürzer ist. Am Abzweig Kozani dann wechseln auf die Autobahn A 72 nach Ptolemaida. Hier befindet sich das Energiezentrum Griechenlands mit großen Kraftwerken auf Braunkohlebasis. Die Tagebaugeräte wurden in den 1970er/1980er Jahren von deutschen Firmen in Kooperation mit griechischen Firmen geliefert und montiert. Nicht unbedingt für jeden Touristen interessant, wohl aber für Technikbegeisterte. Hier soll übrigens auch eines der weltgrößten Solarkraftwerke entstehen.
Wieder zurück auf der A 2 kann man über die Abfahrt nach Veria auf der Nationalstraße 4 das bekannte Weinanbaugebiet Naoussa erreichen
(24 km). Hier befinden sich die Weingüter Boutari und Tsantali. In Veria fließt auch der längste Fluss Griechenlands, der Aliakmonas.
Auf der A 2 weiter kommt man über Thessaloniki nach Kavala, Hafenstadt am Golf von Thassos. Verschiedene Sehenswürdigkeiten sind hier für den Touristen interessant – eine Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert, ein römisches Äquadukt sowie das alte Türkenviertel mit seinen engen Gassen.
Das Ziel dieser West-Ost-Querung Griechenlands ist Alexandroupoli, 1871 gegründete Hafenstadt mit knapp 70000 Einwohnern.
Natürlich konnten hier nur einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten erwähnt werden.
Weitere Details sind dem eBook Faszination Griechenland zu entnehmen.
Ersichtlich wird durch diese zusammengefassten Schilderungen aber auch, dass der Autobahnbau nicht nur unmittelbaren Nutzen für Industrie und Landwirtschaft, sondern auch für den Tourismus hat!

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Kategorie: Reisen Griechenland