Die griechische Höhlenwelt

Kaum ein Land in Europa bietet so viele touristische Möglichkeiten wie Griechenland. Im Rahmen verschiedener Blogartikel wurde schon verschiedentlich auf den sich entwickelnden Thementourismus hingewiesen. So z.B. in dem Blogartikel vom 30. Mai 2013
„Reisen nach Griechenland 2013 im Aufwind!“
Von einem „Höhlentourismus“ war dabei zwar bisher noch nicht die Rede. Ich glaube jedoch, dass Griechenland für Speläologen sowie generell für Höhleninteressierte ein reiches Informations- und Betätigunghsfeld bietet.
Zwei Drittel der Landfläche sind Gebirge – bekannt sind der Gebirgszug des Olymp in Thessalien, das Parnass-Gebirge in Mittelgriechenland und das Taygetos-Gebirge auf dem Peloponnes, um nur einige zu nennen.
Die geologische Zusammensetzung dieser Gebirge, ihre Materialien wie Kalk, Marmor, Ton etc. sind sehr vielgestaltig. Durch Auswaschungen und tektonische Vorgänge entstanden zahlreiche Karstgebilde.
Die Hellenic Speleological Society, Athen, ist „Herrscher“ über das griechische Höhlensystem und gleichzeitig auch Mitglied der International Union of Speleology.
Nach Erkenntnissen der Hellenic Speleological Society sind in Griechenland bis jetzt 7500 karstische Formationen (Höhlen, Schluchten etc.) bekannt. Im Hinblick auf wissenschaftliche und touristische Gesichtspunkte sind etwa 100 Höhlen interessant. Viele Höhlen sind für Besucher freigegeben. Jede Höhle hat ihre eigenen Besonderheiten und Schönheiten.
Hier einige Beispiele:

Peloponnes

Eine der bekanntesten Höhlen befindet sich auf dem Peloponnes auf der Halbinsel Mani – die Höhle Glyfada, auch Pyrgos Dirou genannt. Auf einer Länge von 1300 m können die Besucher die Gänge mit Booten befahren.
Gleichfalls auf dem Peloponnes findet man die Höhle Kastania und das Drakos-Selinitsa-Höhlensystem.

Kefalonia

Eine andere interessante Höhle, die Höhle Drongorati, befindet sich auf der Insel Kefalonia. Die Höhle besteht eigentlich aus zwei Teilen. Ein Teil der Höhle ist durch den Einbruch der Decke offen und bildet eine Art Schlucht, der andere Teil ist die eigentliche Höhle.
Der Eingangsbereich ist 44 m lang, danach kommt man in eine Halle von ca. 1000 m².

Chios

Auf der Insel Chios gibt es drei Höhlen, von denen jedoch nur die Tropfsteinhöhle Sykias für Besucher zugänglich ist. Die griechische Gesellschaft für Höhlenforschung hat diese Höhle 1985 erforscht.
Archäologische Funde wurden nicht gemacht, sehenswert sind jedoch die
Tropfsteinbildungen.

Chalkidiki

Auf der Halbinsel Chalkidiki, 60 Km südöstlich von Thessaloniki liegt die Tropfsteinhöhle von Petralona. Die Höhle wurde 1959 zufällig von einem Schäfer entdeckt. Bei weiteren Erkundungen durch die Dorfbewohner fand man den Schädel eines Urzeitmenschen, der teilweise durch Tropfsteingebilde bedeckt war.
Detaillierte Informationen über Höhlen und deren Besichtigungsmöglichkeiten erhält man bei den örtlichen Touristinformationen.
Erwähnt werden soll noch, dass es nicht gestattet ist, Höhlen im Alleingang ohne vorherige Anmeldung zu besichtigen!
Empfehlenswert ist es, sich eine Tour zusammenzustellen und entweder mit Mietwagen oder dem eigenen Pkw eine Tour durch die griechische Höhlenwelt durchzuführen.
Eine geeignete Unterkunft zu finden, ist überhaupt kein Problem.
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Kategorie: Reisen Griechenland