Die Thermopylen-Gedanken an die antike Vergangenheit Griechenlands

Es gibt in Griechenland zahllose antike Monumente, die an sich allein schon eine Reise wert wären – die Akropolis, Olympia, Palast von Knossos – um nur einige zu nennen. Aber es gibt auch Ausgrabungen und Gedenkstätten, die etwas abseits von den großen Touristenrouten liegen und deshalb leider oftmals ein Schattendasein fristen.
So auch die

Thermopylen

Fährt man auf der Autobahn A1 (Europastraße E 75) von Athen in Richtung Norden wird der Regionalbezirk Fthiotida durchquert. Seit der Antike ist das Gebiet ständig besiedelt.
Es ist eine Landschaft, die durch Bergketten, Schluchten, zerklüftete Küsten und Heilquellen gekennzeichnet ist.
Insgesamt sieben Heilbäder befinden sich in Fthiotida.
Das Heilbad Kamena Vourla erreicht man nach etwa 180 Km, und nur zwanzig Kilometer weiter kommt man zu den Thermopylen. Der Name leitet sich von den hier befindlichen heißen Quellen ab.
Die Thermopylen sind ein sehr geschichtsträchtiges Gebiet.
Vor nunmehr etwa 2500 Jahren fand hier die bedeutungsvolle Schlacht zwischen den Persern und dem griechischen Heer unter seinem Feldherrn Leonidas I. statt. Der antike Geschichtsschreiber und Völkerkundler Herodot hat die Details dieses Kampfes niedergeschrieben. Die Thermopylen liegen am Golf von Malia auf der einen Seite und auf der anderen Seite am Fuße des Bergmassivs Kallidromo. Zwischen diesen beiden geographischen Gegebenheiten war in der Antike nur ein sehr schmaler Pfad vorhanden, der den Weg nach Athen freigab. Aber dieser Engpass war von besonderer Bedeutung für die Verteidigung gegen die von Norden einfallenden persischen Feinde. Im Zuge ihres Expansionsstreben in Europa führten die Perser mehere Kriege gegen die Griechen. Die Schlacht bei den Thermopylen fand im Jahr 480 v.Chr. statt. Nur wenige hundert griechische Kämpfer standen tausenden persischen Soldaten gegenüber. Die Schlacht dauerte drei Tage. Da ein Verräter die Perser über einen Bergpfad in den Rücken der Griechen führte und die dadurch umzingelt werden konnten, verloren die Griechen trotz heftigster Gegenwehr und heroischer Selbstaufopferung die Schlacht. Auch ihr Heerführer Leonidas I. fiel.
Bis heute hat sich der morphologische Zustand der Thermopylen wesentlich geändert – der historische Engpass ist nicht mehr zu erkennen. Das Meer hat sich zurückgezogen, und eine breite Landfläche ist entstanden.
Aber ein Denkmal des Leonidas erinnert an diese historische Schlacht.
Wer also einmal die beschriebene Strecke von Athen in nördliche Richtung fährt, sollte etwa zwanzig Kilometer nach Kamena Vourla am Denkmal der Thermopylen, am Denkmal des Heerführers Leonidas I. halt machen!

2 Kommentare zu „Die Thermopylen-Gedanken an die antike Vergangenheit Griechenlands“

  • Griechenland ist eines der schönsten Länder in denen ich je war. Wunderschöne Landschaften und tiefblaues, klares Meer. Leider habe ich nicht so viel Kulturelles und Geschichtliches unternommen. Aber das klingt alles sehr interessant, sodass ich Lust auf eine weitere Reise nach Griechenland habe.
    Vielen Dank für die tollen Reise-Tipps und Infos.
    Viele Grüße, Katja

    • Hallo, Katja, wenn Sie eine weitere Reise vorbereiten wollen, können Sie sich auch in dem eBook „Faszination Griechenland“ interessante Anregungen holen. Gute Reise!

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Kategorie: Reisen Griechenland