Ein Streifzug durch den nördlichen Pindos-Nationalpark


Kokori´s Brücke

Fast 80 % der griechischen Landfläche sind von Gebirgszügen bedeckt. Die daraus entspringende Reichhaltigkeit und Einmaligkeit der Natur veranlasste die griechische Regierung, insgesamt 12 Nationalparks einzurichten. Im Norden Griechenlands, in der Region Epirus, befindet sich der fast 2000 Km² große Pindos-Nationalpark (Angaben gemäß Infobroschüre der Präfektur Trikala). Es ist der größte Nationalpark des griechischen Festlands, er erstreckt sich bis in die Region von Grevena. Der Pindos selbst ist ein gewaltiges Gebirgsmassiv von etwa 250 Km Länge mit dem nach dem Olympmassiv zweithöchsten Berg Griechenlands, dem Smolikas (2637 m).
Diesen Nationalpark zu durchstreifen ist ein einmaliges Erlebnis. Er ist gekennzeichnet durch tiefe Schluchten, schroffe Berghänge und undurchdringliche Wälder. Hier leben Wölfe, Bären, Wildziegen, Steinadler, und es gibt eine reichhaltige Flora.
Bekannt sind im Nord-Pindos die 46 Zagorochoria-Dörfer, die etwa um 1400 entstanden. Aus grauen Steinen erbaut, mit Schieferplatten gedeckt, ist es eine für uns ungewöhnliche Architektur. Die engen Gassen haben noch ihre ursprüngliche alte Steinpflasterung. Ganzjährig sind nur die wenigsten Häuser bewohnt. Abgesehen von einigen Wächtern sind die „Winterbewohner“ Wölfe und Bären. Vielfach findet man auch noch die alten steinernen Bogenbrücken.
Die Gegend ist touristisch wenig erschlossen. Aber nach und nach werden einige der ehemaligen Herrenhäuser (Archontiko) in Hotels bzw. Pensionen umgebaut.
Der Nationalpark ist ein für Individualtouristen zu empfehlendes Reiseziel.
Neben den o.e. Dörfern ist auch die Vikos-Schlucht sehenswert. Sie ist 10 Km lang und bis zu 900m tief, im Guiness-Buch der Rekorde als tiefste Schlucht der Welt eingetragen. Im Frühjahr und Sommer ein ideales Wandergebiet. Unter dem Aspekt der Durchwanderung der Vikos-Schlucht sollte man das Dorf Monodendri, was auch über gute Hotels/Pensionen verfügt, als Ausgangspunkt nehmen.
Wenn man mit dem Auto von Ioannina anreist, wird empfohlen, bei Aspraggeli das Informationszentrum der Ranger aufzusuchen und sich dort das Kartenmaterial des Nationalparks geben zu lassen. Hier erhält man auch jederzeit freundliche und hilfsbereite Auskünfte über den nördlichen Pindos-Nationalpark!

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Kategorie: Reisen Griechenland