Fastenzeit in Griechenland

Fastenzeiten gibt es in allen monotheistischen Religionen und auch in vielen weiteren Kulturkreisen wird über eine bestimmte Zeit gemeinsam Enthaltsamkeit geübt. Einige Wochen zu fasten ist sehr gesund, denn der Körper kann in dieser Zeit einmal besonders gründlich entschlacken. In Griechenland gibt es gleich zwei längere Fastenzeiten: die 49 Tage vor Ostern und die 40 Tage vor Weihnachten.
Die griechische Fastenzeit vor Ostern beginnt am Kathara Deftera, dem Sauberen Montag. Den gesetzlichen Feiertag nutzen Familien zu Ausflügen, auf denen die Kinder Drachen steigen lassen. Zahlreiche Haushalte backen das traditionelle Fastenbrot Lagana. Zu Beginn der griechischen Fastenzeit basteln Kinder eine siebenfüßige Frauenfigur, die Kyra Sarakosti. Nach jeder Woche
Fasten wird ein Fuß entfernt. Die griechisch-orthodoxe Kirche bestimmt den Beginn der Fastenzeit nach dem Julianischen Kalender, in Mitteleuropa zieht man den Gregorianischen Kalender zurate. Die wichtigste Fastenregel besagt, dass man auf Fleisch verzichten soll. Stattdessen stehen überwiegend Meeresfrüchte und Fisch auf dem Speiseplan. Zu den typischen Spezialitäten der griechischen Fastenzeit zählen auch Gerichte mit Schnecken, welche ebenfalls viel Eiweiß liefern. Rezepte mit nahrhaften Hülsenfrüchten erfreuen sich als Beilage und Hauptgericht ebenfalls besonders großer Beliebtheit.

Wer die Fastenbräuche wirklich streng befolgt verzichtet oftmals sogar auf das aus der griechischen Küche nicht wegzudenkende Olivenöl. Als Ersatz sind Tahini und Nüsse besonders beliebt. Zu den traditionellen Fastengerichten zählen auch süße Gerichte wie Chalvas, eine Grießspeise. Die meisten Menschen befolgen die Fastenregeln nicht mehr besonders streng, aus den sieben Wochen vor Ostern wird in vielen Fällen eine Woche.

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Kategorie: Reisen Griechenland