Griechenland – einige Empfehlungen für den Touristen

Bewohner des Bergdorfes Metsovo

Das griechische Volk ist in seinen Traditionen und dem über die Jahrtausende gewachsenen Brauchtum tief verwurzelt. Uralte Sitten und Bräuche haben sich bis heute erhalten. Sprichwörtlich ist vor allen Dingen die griechische Gastfreundschaft. Jeder Gast ist gern gesehen und wird freundlich und höflich empfangen. Natürlich sollten sich auch die Gäste auf ihre Gastgeber etwas einstellen und wenigstens in typischen Alltagssituationen die griechischen Gepflogenheiten respektieren. Jeder Grieche freut sich auch, wenn man als Tourist einige Worte der Landessprache versteht.

Was sollte man als Tourist also beachten, um den berühmten Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden?

Ähnlich wie in Deutschland begrüßt man sich mit Handschlag und mit „Sie“. Nur bei sehr engen freundschaftlichen Beziehungen ist ein angedeuteter leichter Kuß auf die Wange gestattet. Man sollte also auch hierbei die Höflichkeiten im Ausland pflegen.
Ein Tavernenbesuch ist ja eine Selbstverständlichkeit. Dabei sollte man bedenken, dass es als ungehörig angesehen wird, sich ohne Aufforderung an einen bereits belegten Tisch zu setzen. Die Griechen essen und genießen ihre Speisen in Ruhe und sehen dies als ein gewisses Ritual an, um auch der Geselligkeit zu frönen. Ist man als Gast zu einem solchen Tavernenbesuch eingeladen, ist Schnelligkeit beim Essen nicht zu empfehlen.
Anders als in Deutschland stellt der Kellner oftmals die Rechnung für den gesamten Tisch aus. Wird das nicht erwünscht, sollte man den Kellner vorher darauf aufmerksam machen. Obwohl in der Regel in der Rechnung ein Bedienungsgeld bereits enthalten ist, wird ein zusätzliches Trinkgeld (5%-10% des Rechnungspreises) mit Freude angenommen.
Politische Diskussionen sollte man vermeiden. Unverfänglicher sind Gespräche über die geschichtliche Vergangenheit des Landes, dessen Schönheit und die antiken Schätze.
Wie auch bei uns üblich, sollte man seinen griechischen Gastgeber nicht unangemeldet aufsuchen. Schon gar nicht zwischen 14 Uhr und 17 Uhr, diese Zeit – in der übrigens auch die meisten Geschäfte geschlossen sind, bleibt der persönlichen Ruhepause vorbehalten. Über ein kleines Geschenk freut sich der Gastgeber, zumal wenn es aus Deutschland mitgebracht wurde.
Die vielfältigen Motive, die die griechische Landschaft bietet, zwingen regelrecht dazu, zum Fotoapparat zu greifen. Aber Achtung bei Aufnahmen in Kirchen, Klöstern oder von Personen. Man muss sich vorher erkundigen, ob es gestattet ist. Und einen Griechen kann man gerne ansprechen, so wie ich es in dem Gebirgsdorf Metsovo im Pindos-Gebirge getan habe (s. Foto).
Oft besucht, weil sehenswert die herrlichen alten Klöster und Kirchen.
Beim Besuch von heiligen Stätten muß man sich angemessen verhalten und auch kleiden. So verlangen verbindliche Vorschriften, dass die Frauen beim Besuch eines Klosters von den Schultern bis zum Knie durchgehend bedeckt sein müssen und über Hosen ggf. noch einen Rock tragen. Da nicht jeder Tourist in seiner Kleidung darauf eingestellt ist, werden an den Eingängen zum Kloster Tücher zur Bedeckung von Blößen bzw. zur Umwicklung als Rock kostenlos bereitgestellt. Für Männer gibt es keine speziellen Regelungen, aber generell gilt, dass keine betont freizügige bzw. provokante Kleidung getragen werden sollte.
Nun noch ein letzter Ratschlag zu „Handzeichen“. Niemals „Daumen hoch“, „Victory-Zeichen“ oder „Handfläche nach außen“ – das sind für den Griechen schwere Beleidigungen!
Also, viel Spaß in Griechenland und „chérete“.

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Bitte die Rechnung vervollständigen (Spamschutz)!

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Kategorie: Reisen Griechenland