Griechische Inseln – abseits vom Massentourismus (II/III)

Windmühlen auf der Insel Mykonos

Die kleineren und unbekannteren Inseln Griechenlands, die jedoch oftmals wahre Juwelen sind, findet man nicht in den Katalogen der großen Reiseveranstalter. Sie sind deshalb auch das Ziel der Individualtouristen. Mehrmals werden aber auch diese Inseln wöchentlich in der Saison von Fährschiffen von Athen/Piräus oder Rafina, einer kleinen Stadt an der Ostküste der Halbinsel Attika, angelaufen. Teilweise gibt es sogar Flugplätze, die von Olympic Air angeflogen werden, so wie die nachfolgend dargestellten Inseln:

Astypálea

Es ist eine kleine Insel von etwa 110 Km² Fläche und ca. 1400 Einwohnern ( 2011). Sie ist die westlichste Insel der Dodekanes und von Amorgos (s. Blogartikel vom 12. Februar 2014 Griechische Inseln – abseits vom Massentourismus) nur 44 Km entfernt. Leider gibt es zwischen den beiden Inseln keine Fährschiffverbindungen. Die Insel ist bergig, höchste Erhebung ist der Berg Vardia mit 482 m. Oberhalb des Ortes Astypalea mit seinen weißen Kubushäusern liegt ein venezianisches Kastell, dessen Ruinen besichtigt werden können. Zu besichtigen ist auch die Kirche „Maria Himmelspförtnerin“. Wie auch in Mykonos findet man hier die typischen Windmühlen. Aber die wenigen Urlauber, die hierherkommen, zieht es an die schönen Strände von Kaminakia und Vatses. Kleine Boote an diese Strände legen in Pera Yalos und Maltezana ab. In Pera Yalos, dem alten Hafen, befindet sich auch ein moderner Yachthafen.

Ikaria

Mit 255 Km² und mehr als 8000 Einwohner ist die in der nördlichen Ägäis vor der türkischen Küste liegende Insel größer und bevölkerter als die Insel Astypalea. Wie Astypálea ist Ikaria per Fährschiff und Flugzeug erreichbar. Die Besiedelung der Insel ist bis ins 8. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar. Der Sage nach soll Ikarus bei seiner Flucht von Kreta hier ins Meer gestürzt sein. Ein Wermutstropfen in der reichen Geschichte der Insel ist die Tatsache, dass Ikaria 1947 Verbannungsort war (wie übrigens auch die Ägäis-Insel Gyáros, s. eBook „Faszination Griechenland). Die Insel wird wegen ihrer abwechslungsreichen Natur und der Ursprünglichkeit ihrer Landschaft geschätzt – ein von West nach Ost verlaufender 1000 m hoher Gebirgszug, grüne Täler und schöne Strände und eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 19° C. Für die Touristen interessant sind die bis zu 60° C heißen Thermalquellen, die Fischerdörfer Armenistis und Gialiskari und die dazwischenliegenden Sandstrände. Die Fundamente eines Tempels sowie ein Kloster im Inselinneren können besichtigt werden.

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Kategorie: Reisen Griechenland