Häfen & Ankerbuchten auf Kea

Kea ist die der Spitze Attikas am nächsten gelegene Insel. Nur 12 sm östlich von Kap Sounion gelegen, ist die hügelige und fruchtbare Insel vor allem Ausflugsziel der Athener. 80% der Touristen kommen aus der nahe gelegenen Millionenmetropole. Mit einer Yacht oder einem schnellen Speedboot erreicht man die Kykladeninsel in kürzester Zeit.
Wir geben einen Überblick über geschützte Liegeplätze und günstige Ankermöglichkeiten.

Ankerbuchten im Norden und Osten der Insel Kea

Alternativ zu der großen Bucht Ag. Nikolaos bietet sich die etwas weiter nördliche gelegene Bucht Otzias an. Die weitläufige Bucht ist bei nördlichen Winden immer ein wenig unruhig, es steht deutlich spürbar Schwell in die Bucht. Bei NO Winden ist die Bucht nicht haltbar und man muss sich früh genug nach Alternativen umsehen.
Die sichelförmige Bucht bietet Platz für eine ganze Reihe von Yachten, die hier auf sandigem Untergrund vor dem abgesperrten Schwimmbereich ankern. Wer nicht kochen möchte, findet an Land zwei Tavernen. Die Taverne „Annas“ ist ganzjährig geöffnet und bietet von der oberen Terrasse einen schönen Blick über die Bucht.
Im Nordosten schneidet die Ormos Kalydonychi in die steile Felsküste Keas ein. Bekannt ist die Bucht auch unter dem Namen Spathi, denn so heißt das nahe Kap. Die Bucht bietet guten Schutz vor dem Meltemi, auch wenn ein wenig Schwell hinein läuft und Böen durch das Flusstal einfallen können. Man ankert frei auf 3 – 8 Meter Wassertiefe über gut haltendem Sandgrund.
Im Südosten Keas liegt die Ormos Polais, eine landschaftlich sehr schöne Bucht, die jedoch ebenfalls nur unzureichenden Schutz gegen nördliche Winde bietet und sich deshalb nur bei ruhiger Wetterlage als Zwischenstopp eignet. In der Mitte der Bucht ist ein sichtbarer Felsen. Das flache Riff zwischen Felsen und Strand teilt die Bucht quasi in zwei Teile. Am Ufer liegt ein ca. 200 Meter langer Strand und zwei Kapellen.
Bekannt ist die Bucht wegen der Überreste eines Apollon- und Athene Tempels. In letzter Zeit wurden diese restauriert und wieder aufgebaut.

Ankerplätze auf der Westseite Keas

Auf der Westseite Keas gibt es eine Reihe weiterer geschützter Liegemöglichkeiten. Die bekannteste ist die Ormos Kavia bei Koundouros. Die ruhigsten Liegeplätze sind auf der westlichen Seite, wenn man Landleinen nach Nord ausbringt. Diese Plätze sind jedoch auch immer zuerst belegt. Nördlich schließt sich die Bucht von Pisses an.Die sichersten Plätze sind auf der nördlichen Seite mit Leinen zum Land.

Voukari und Korissia

Die große Bucht Ormos Ag. Nikolaos liegt im Nordwesten der Insel und besteht aus den beiden kleineren Buchten Ormos Leivadi im Südwesten und Ormos Vourkari im Osten. In Voukari liegt der gleichnamige Hafen, der bei Seglern beliebter ist, weil er gegen die vorherrschenden Winde noch besser geschützt ist und weniger Schwell steht als im Fährhafen von Korrisia. (Segel-)Yachten legen hier meist mit dem Bug voraus an, da Aufschüttungen direkt am Kai (tiefgehende) Ruderblätter beschädigen könnten. Damit der Ausstieg über den Bugkorb leichter fällt, haben einige Tavernen und ein kleiner Möbelhändler hölzerne Treppenstufen gebaut, die beim leichteren Ausstieg helfen.
Strom und Wasser gibt es direkt am Steg.
Vourkaria ist ein typisch griechischer Hafen mit Flair. Direkt an der Straße liegen ein paar Restaurants und diverse Bars. Besonders beliebt für seinen exzellenten Fisch ist die Taverne Aristos.
Wer keinen der begehrten Liegeplätze am Kai mehr ergattern konnte, lässt den Anker in der Bucht fallen. In der Nebensaison kann man frei ankern, wenn wenige Yachten in der Bucht sind, wobei das Wasser tief ist und der Grund nicht überall gut hält. Besser ist es, auf der dem Hafen gegenüberliegenden Seite, mit Buganker und Heckleinen festzumachen. Im Fels befinden sich eine Reihe von Fixierungspunkten für die Landleinen.
Als Alternative zu Vourkaria bietet sich der Hafen in Korissia an. Südlich des Fähranlegers haben ca. 20 Yachten Platz. Auch hier gibt es Strom und Wasser gegen einen kleinen Obolus. Die Karten gibt es am Kiosk direkt neben dem Restaurant „Magazes“. Christos, Inhaber und gute Seele des „Magazes“ hilft auch gerne, wenn man Probleme mit der Yacht hat und Hilfe braucht. Der Schutz im Hafen ist gut, es steht jedoch bei nördlichen Winden immer etwas Schwell in den Hafen, sodass es ratsam ist, so festzumachen, dass der eigene Mast von dem des Nachbarn versetzt ist.
Alle Informationen zu den beschriebenen Orten findest Du unter mySea-Discover new locations, dem digitalen Revierführer.

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Kategorie: Reisen Griechenland