Peloponnes – Landschaft und Sehenswürdigkeiten (II/II)

Die Sehenswürdigkeiten des Peloponnes

Kloster Mega Spileon
Wie bereits aus im vorigen Artikel erwähnt, ist der Peloponnes reich an Sehenswürdigkeiten. Wem sind nicht Namen wie Olympia, Sparta, Mykene oder Korinth bekannt (s. eBook „Faszination Griechenland“)? In diesem Artikel sollen aber einige Sehenswürdigkeiten vorgestellt werden, die etwas abseits von den großen Touristenströmen liegen. Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, den Peloponnes zu erreichen – von Athen kommend ist Korinth das „Eingangstor“, vom Norden kommend ist Patras, also die Präfektur Achaia, der Ausgangspunkt für die Erkundung des Peloponnes.
So auch bei der Beschreibung der folgenden Sehenswürdigkeiten.

Kalavrita

Die Präfektur ist überwiegend gebirgig. So liegt das Reiseziel Kalavrita auf einer Höhe von 750 m. Kalvrita ist mit dem Fahrzeug erreichbar oder mit der Zahnradbahn von Diakofto. Wir nutzten die Zahnradbahn und waren begeistert von der Fahrt durch zunächst eine tiefe Schlucht bis wir schließlich an der Endstelle der Bahn ankamen. Sehenswert sind die beiden berühmtesten Klöster Griechenlands. Das Kloster Mega Spileon wurde in eine Felshöhlung des Gebirges Helmos gebaut. Die Klosterkirche mit schönen Wandmalereien stammt aus dem 17. Jahrhundert. Etwa 5 Km von Kalavrita entfernt ist das Kloster Agia Lavra. Das Kloster wurde 961 gegründet. Von dem damaligen Kloster ist
allerdings nur noch die Kirche erhalten, die anderen Klostergebäude stammen aus dem Jahr 1689. Dieses Kloster ist eine der bedeutendsten Gedenkstätten Griechenlands. Hier begann 1821 der Kampf der Griechen gegen die osmanische Herrschaft. Auch das Wintersportzentrum im Helmos-Gebirge ist von Kalavrita aus zu erreichen.
Fährt man von Kalavrita in südlicher Richtung weiter kommt man nach etwas mehr als 80 Km zu dem Bergdorf

Dimitsana

.
Dieser Ort hat uns beeindruckt, es ist ein einsam gelegenes Bergdorf im Bergland von Arkadien der Mitte des Peloponnes auf einer Seehöhe von 1000 m. Nur etwa 600 Einwohner bevölkern dieses Dorf. Wie in vielen Dörfern ist es auch hier so, dass die Jugend wegzieht und die Alten bleiben. In den letzten Jahren hat sich jedoch auch hier ein Wandel vollzogen – immer mehr Menschen kehren zurück, sanieren die alten Häuser und nutzen sie als Wochenenddomizil. Dimitsana ist in mehrerlei Hinsicht interessant. Zum Einen wegen seiner Lage oberhalb der imposanten Lousios-Schlucht und zum Anderen wegen des Klosters Johannes des Täufers welches an den Fels gebaut ist. In diesem Kloster kann man auch in den Zellen übernachten.
Wenn man Arkadien in südlicher Richtung verlässt und die Präfektur Lakonien durchfährt, erreicht man nach etwa 200 Km die

Halbinsel Mani

Die Hauptstadt von Mani ist Sparta, bekannt durch seine spartanische Militärmacht. Die südlichste Spitze der Mani ist das Kap Tenaro, der südlichste Festlandspunkt Europas. Auch auf der Mani findet man zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten.
Die Mani ist eigentlich eine unwirtliche Landschaft – geprägt durch karges Land, nackten Fels und steinerne Wohntürme.
Besonders zwei Sehenswürdigkeiten sollen hervorgehoben werden.
In Südost-Lakonien befindet sich Monemvassia, der ehemalige Burgberg der Byzantiner. Festungsmauern und Reste der Burgen, enge gepflasterte Gassen und Herrenhäuser prägen das Bild des Ortes.
Die bedeutungsvollste Sehenswürdigkeit ist aber die Ruinenstadt Mistras in Zentral-Lakonien. Mistras war zwei Jahrhunderte die Hauptstadt des Peloponnes. Man kann hier durch die engen und verwinkelten Gassen der toten Stadt laufen. Man geht vorbei an ehemaligen Wehrtürmen, verfallenen Herrenhäusern, Kirchen und Klöstern.
Um die Sehenswürdigkeiten des Peloponnes zu besichtigen, sollte man etwas mehr Zeit einplanen – es lohnt sich aber auch!

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Kategorie: Reisen Griechenland