Piräus und seine Reeder

Hafen Piräus

Griechenland

ein Land auf drei Seiten von Meer umgeben, besitzt tausende Inseln und tausende Kilometer Küstenlänge. Schon in der Antike war es deshalb notwendig, sowohl zur Versorgung des Festlandes als auch der Inseln geeignete Transportmittel und Transportwege zu entwickeln. Die Schifffahrtsrouten befanden sich – auch aus navigatorischen Gründen – in Küstennähe.
Am Anfang der griechischen Schifffahrt stand deshalb der Bau von Handelsschiffen, erst später wurde der Bau von Kriegsschiffen zum Schutz des Landes und der Transportwege erforderlich. Einstmals in der Antike bedeutende Häfen, sind heute beliebte Touristenziele. So z.B. die Insel Delos, Nachbarinsel von Mykonos, Insel der Kykladen im Ägäischen Meer.
Delos wurde 168 v.Chr. zum Freihafen und war ein bedeutendes Handelszentrum. Auf vielen Inseln findet man noch heute prächtige Kapitänshäuser, die in Hotels umgebaut wurden. Die Touristikunternehmen bieten diese Unterkunftsmöglichkeiten an.
Im Lauf der Jahrhunderte hat sich dann Piräus, Hafen der Hauptstadt Athen, als Haupthafen entwickelt (s. auch eBook Faszination Griechenland).
Griechenland kontrolliert etwa 15% des Weltseehandels.

Piräus

ist mit jährlich 20 Millionen Passagieren der größte Passagierhafen Europas und bezogen auf den Containerumschlag einer der zehn größten Container-Häfen in Europa. Hier haben fast alle bedeutenden griechischen Reedereien ihren Sitz. Bekannte Personen wie Onassis, Niarchos sind Stellvertreter für große Reedereien. Zu den größten Tanker-Reedereien der Welt gehört die 1970 in Piräus gegründete Tsakos Shipping Trading S.A. (TST), eine weitere große Reederei ist die 1947 gegründete und in Piräus ansässige Angelicoussis Shipping Group Limited.
Vielen Touristen bekannt sind auch Reedereien wie ANEK-Lines, Minoan-Lines und Superfast-Ferries, die sowohl auf innergriechischen routen als auch im Ausland fahren.
Die Schaltzentrale all dieser Reedereien ist Piräus.
Einige beeindruckende (ca.-)Zahlen – es gibt in Griechenland 700 Reederfamilien, 3800 Schiffe, von denen nur 900 Schiffe unter griechischer Flagge fahren und insgesamt 200000 Beschäftigte. Daraus wird ersichtlich, dass neben dem Tourismus der Seehandel einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist. Abgesehen von den unter griechischer Flagge fahrenden Schiffen sind die Gewinne aus der internationalen Schifffahrt steuerfrei – ein mögliches großes Potenzial für Steuereinnahmen des Staates! Diese Steuerbefreiung rührt übrigens aus einer Verfassungsfestlegung her, die von den Putschisten 1967 getroffen wurde.
Zum weiteren Ausbau des Hafens Piräus wurde ein Investmentplan für die Jahre 2012 bis 2016 erarbeitet.
Details sind hier ersichtlich: Investmentplan 2012 – 2016.

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Kategorie: Reisen Griechenland