Syros – Vergangenheit und Gegenwart einer Kykladeninsel (1/2)

Kanal von Corinth

Syros und seine Vergangenheit
Städte wie Athen, Thessaloniki und Volos bringt man heute selbstverständlich in Verbindung mit pulsierendem Leben, Wirtschaft, Handel und Kultur – aber Inseln wie z.B. Syros?
Syros ist eine Kykladeninsel mitten in der Ägäis – 84 Km² und ca.25000 Einwohner.
Hauptort ist die Stadt Ermoupoli (s.auch Artikel vom 20.Mai 2011 Tinos-Insel der nördlichen Kykladen, ein Reisetipp)

Die Insel wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. durch die Phönizier besetzt.
Die bedeutungsvolle Entwicklung von Syros begann Angang des 19.Jahrhunderts. Mehr als 100 Unternehmen entwickelten sich – Getreidemühlen, Glasbrennereien, Webereien und Schiffswerften wie die 1861 gegründete NEORION-Werft. Diese Werft war eine der größten im damaligen Griechenland. Die Insel hatte bedeutende Handelsverbindungen, so mit Russland (Getreide), England (Eisen) , Deutschland (Stoffe). Mitte des 19. Jahrhunderts wurden etwa 70% des gesamten griechischen Geldverkehrs durch Ermoupoli abgewickelt. In Ermoupoli gab es Griechenlands erste Volksschule und auch das erste Telegrafenamt sowie viele Zeitungen.
Als der Wittelsbacher Prinz Otto von Bayern erster griechischer König wurde, kamen viele Baumeister mit nach Griechenland, die nicht nur das architektonische Bild von Athen sondern auch von Ermopouli prägten.
So z. B. Ernst Ziller, er baute das Rathaus von Ermopouli oder Johann Erlacher, der verschiedene Villen und die Molenanlage im Hafen baute.
Ende des 19. Jahrhunderts begann dann der Niedergang. Durch die Inbetriebnahme des Kanals von Korinth 1893 entwickelte sich Piräus zum Zentrum der Schifffahrt. Die reichen Familien verließen Syros, die Insel verfiel in die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutungslosigkeit.

Kommentieren

Bitte die Rechnung vervollständigen (Spamschutz)!

Werbung
Link-Empfehlung
Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland