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Die Heilige Insel Patmos

Seit 1946 gehört die aus zwölf Inseln bestehende Inselgruppe der Dodekanes zu Griechenland. Die Dodekanes liegen in der östlichen Ägäis, und eine dieser Inseln ist die Heilige Insel Patmos. Eine kleine Insel mit einer Fläche von nur 34 km² und etwa 3000 Einwohnern. Inselhauptort ist Chora. Die Insel ist nur per Schiff erreichbar über Kos und Samos, und auch die Anbindung an das nationale bzw. internationale Flugnetz ist nur über diese Inseln möglich. In Bezug auf die Landschaft ist die Insel eigentlich uninteressant. Interessant ist die Insel in erster Linie für Pilger, ebenso wie übrigens auch die kleine Nachbarinsel Lipsi. Auf Patmos befindet sich eines der wichtigsten griechisch-orthodoxen Klöster, das 1088 gegründetete Kloster des heiligen Apostel Johannes. Man nimmt an, dass hier die Offenbarung des Johannes, letztes Buch des christlichen Neuen Testaments, entstand. Sehenswert ist die Johannesgrotte mit uralten Ikonen. Überall auf der Insel findet man kleine Kapellen. Die Insel wurde zum staatlichen Heiligtum erklärt, was zur Folge hat, dass man wegen eingeschränkter Beherbergungskapazitäten keinen Massentourismus findet. Hauptsaison für Besucher der Insel Patmos ist die Zeit von Mai bis Oktober, wobei Juli und August mit 26°C bzw. 27°C die heißesten Monate sind. Ein gut ausgebautes Straßennetz sowie Buslinien, Taxis und Fahrzeugvermietungen sind günstige Voraussetzungen zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten. Interessant ist auch die kleine 16 Km² große Nachbarinsel Lipsi mit etwa 700 Einwohnern. Die Insel diente in früheren Zeiten vielen Eremiten als Rückzugsort. Besichtigen kann man mehrere Kirchen sowie ein Volkskundemuseum.

Studie zu neuem Infrastrukturprojekt in Griechenland

Die Verbindung der griechischen Ägäis-Häfen Kavala und Alexandroupolis mit dem Schwarzen Meer und dem dortigen Hafen Burgas ist derzeit nur über die Bosporus Meerenge möglich, eine der weltweit bedeutendsten Wasserstraßen. Der Bosporus hat eine Länge von 30Km, ist sehr stark befahren und weist auch starke Strömungen auf. 45000 Schiffe passieren den Bosporus jährlich. Die gesamte geographische Situation bringt für den internationalen Schiffsverkehr eine Reihe notwendiger Einschränkungen und Sonderregelungen mit sich. Deshalb plant auch die Türkei einen zweiten „Bosporus“, nordwestlich der jetzigen Meerenge. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti titelt am 24.7.2012: „Mega Projekt – Türkei plant zweiten Bosporus“. Der Kanal soll 40-50Km lang sein und 2023 fertiggestellt werden. Um den Schiffsweg zu umgehen, ist in Griechenland schon lange eine Eisenbahnverbindung zwischen den o.a. Häfen im Gespräch. Nunmehr hat lt. Nachrichtenagentur in.gr die EU eine Vorstudie für eine elektrifizierte Bahnverbindung genehmigt. Inwieweit diese Studie umgesetzt wird, kann z.Zt. noch nicht gesagt werden.

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Kategorie: Reisen Griechenland