Artikel-Schlagworte: „Archontiko“

Volos als Reiseziel


Volos, Kirche Agios Konstantinos

Wenn die wichtigsten Städte Griechenlands erwähnt werden, muss man auch über Volos sprechen.

Mit etwa 85000 Einwohnern gehört die Stadt nicht zu den zehn größten Städten des Landes, ist aber trotzdem wirtschaftlich bedeutungsvoll.

Volos liegt am Pagasäischen Golf, auch als Golf von Volos bezeichnet und gleichzeitig auch am Fuß des Pilion-Gebirges (s. Blogartikel vom 3. April 2014 „Reiseziele im Pilion-Gebirge“).

In der mythologischen Geschichte Griechenlands sollen in diesem Gebirge die Zentauren, eine Mischung aus Pferd mit Menschenkopf, gelebt haben.

Verglichen mit anderen griechischen Städten gibt es in Volos leider keine historische Altstadt. Sie wurde bei einem Erdbeben 1955 zerstört. Heute findet man an dieser Stelle moderne Gebäude. Besonders deutlich wird das, wenn man die lange Uferpromenade entlang spaziert, an der sich ein Restaurant an das andere reiht. Hier genießt man zum frischen Fisch den bekannten Schnaps „Tsipouro“, der aus den Pressrückständen von Weintrauben gewonnen wird.

Dem Touristen bieten sich Möglichkeiten zur Besichtigung bzw. zum Besuch von Sehenswürdigkeiten
» Kirche Agios Konstantinos
» Türme und Mauerreste des Schlosses
» verschieden Museen
» der große direkt am Pagasäischen Golf gelegene Park
» der alte Bahnhof von Volos
» der Hafen (nur geeignet für Schiffe bis zu etwa 150m Länge).
» Pilionbahn (verkehrt nur im Sommer)

Der Tourist, der sich Volos als Reiseziel wählt, kann die Stadt sowohl per Bahn, Flug, Schiff oder Auto (Entfernung von Athen ca. 320 Km) erreichen. Das Interessante an diesem Reiseziel ist aber die Vielfalt der Erlebnismöglichkeiten. Neben der unmittelbaren Stadt findet man sowohl Strände als auch das Pilion-Gebirge mit seinen malerischen Dörfern und dem Skicenter. Das Gebiet ist vom Pauschaltourismus bisher verschont geblieben. Das liegt sicher auch daran, dass man, außer in Volos, keine größeren Hotels findet. Empfehlenswert ist es, eine Unterkunft in einem der wunderschön restaurierten malerischen Herrenhäuser (Archontiko) zu buchen.

Ein Streifzug durch den nördlichen Pindos-Nationalpark


Kokori´s Brücke

Fast 80 % der griechischen Landfläche sind von Gebirgszügen bedeckt. Die daraus entspringende Reichhaltigkeit und Einmaligkeit der Natur veranlasste die griechische Regierung, insgesamt 12 Nationalparks einzurichten. Im Norden Griechenlands, in der Region Epirus, befindet sich der fast 2000 Km² große Pindos-Nationalpark (Angaben gemäß Infobroschüre der Präfektur Trikala). Es ist der größte Nationalpark des griechischen Festlands, er erstreckt sich bis in die Region von Grevena. Der Pindos selbst ist ein gewaltiges Gebirgsmassiv von etwa 250 Km Länge mit dem nach dem Olympmassiv zweithöchsten Berg Griechenlands, dem Smolikas (2637 m).
Diesen Nationalpark zu durchstreifen ist ein einmaliges Erlebnis. Er ist gekennzeichnet durch tiefe Schluchten, schroffe Berghänge und undurchdringliche Wälder. Hier leben Wölfe, Bären, Wildziegen, Steinadler, und es gibt eine reichhaltige Flora.
Bekannt sind im Nord-Pindos die 46 Zagorochoria-Dörfer, die etwa um 1400 entstanden. Aus grauen Steinen erbaut, mit Schieferplatten gedeckt, ist es eine für uns ungewöhnliche Architektur. Die engen Gassen haben noch ihre ursprüngliche alte Steinpflasterung. Ganzjährig sind nur die wenigsten Häuser bewohnt. Abgesehen von einigen Wächtern sind die „Winterbewohner“ Wölfe und Bären. Vielfach findet man auch noch die alten steinernen Bogenbrücken.
Die Gegend ist touristisch wenig erschlossen. Aber nach und nach werden einige der ehemaligen Herrenhäuser (Archontiko) in Hotels bzw. Pensionen umgebaut.
Der Nationalpark ist ein für Individualtouristen zu empfehlendes Reiseziel.
Neben den o.e. Dörfern ist auch die Vikos-Schlucht sehenswert. Sie ist 10 Km lang und bis zu 900m tief, im Guiness-Buch der Rekorde als tiefste Schlucht der Welt eingetragen. Im Frühjahr und Sommer ein ideales Wandergebiet. Unter dem Aspekt der Durchwanderung der Vikos-Schlucht sollte man das Dorf Monodendri, was auch über gute Hotels/Pensionen verfügt, als Ausgangspunkt nehmen.
Wenn man mit dem Auto von Ioannina anreist, wird empfohlen, bei Aspraggeli das Informationszentrum der Ranger aufzusuchen und sich dort das Kartenmaterial des Nationalparks geben zu lassen. Hier erhält man auch jederzeit freundliche und hilfsbereite Auskünfte über den nördlichen Pindos-Nationalpark!

Werbung
Link-Empfehlung
Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland