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City Break – Kavala

Bereits in dem Blogartikel „City Break – Athen“ vom 13. Juli 2013 wurde auf das wachsende Interesse an Städtereisen hingewiesen. Aus besonderem Anlass wird sich in Kürze für geschichtsinteressierte Touristen eine Städtereise nach Kavala/Amfipolis empfehlen.
Kavala ist eine Hafenstadt in Nordgriechenland, Ostmakedonien, mit etwa 70000 Einwohnern. Sie schmiegt sich an den 694 m hohen Mt. Symvolo, einen Gebirgszug, der zu den West-Rhodopen gehört und liegt am Golf von Thasos. Erreichbar ist Kavala per Schiff, Flugzeug und natürlich auch per Auto über die Nationalstraße 2 und die Europastraße 90. Die Geschichte Kavallas geht bis in das 7. Jahrhundert vor Christi zurück. Die Stadt besitzt viele touristische Sehenswürdigkeiten – das alte Türkenviertel, ein Kastell, ein römisches Äquadukt, das Tabakmuseum, den alten Leuchtturm. Ideal für einen City Break ist Kavala neben diesen Sehenswürdigkeiten auch deshalb, weil der Mt. Symvolo interessante Mountain Bike Routen bietet und die langen Sandstrände zwischen Kavala und Amfipolis zum Baden einladen – also sind vielfältige touristische Möglichkeiten vorhanden. Wie eingangs angedeutet, wird es aber in Kürze möglich sein, die touristischen Attraktionen zu erweitern.
Einem gestern in der Leipziger Volkszeitung veröffentlichten Pressebericht ist zu entnehmen, dass Archäologen in der Ortschaft Amfipolis einen außerordentlich bedeutsamen Grabungsfund gemacht haben – es wurde ein mazedonisches Königsgrab entdeckt. Fachleute glauben, dass es sich um eine Grabstätte für Mitglieder der Familie Alexander des Großen handelt. Vielleicht sogar um Alexander den Großen selbst oder um seine Frau Roxane. Die Bedeutsamkeit, die dem Fund zugemessen wird, kann man auch daraus ablesen, dass der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras seinen Unrlaub unterbrochen und der Grabungsstelle einen Besuch abgestattet hat. Die Archäologen wollen zunächst weiter in das Innere des Grabes vordringen und sich erst äußern, wenn endgültige Gewissheit besteht.

Die griechische Autobahn A 2 – ihr Verlauf

Hafen Igoumenutsa

Die A 2 ist die erste Autobahn in Nordgriechenland. Sie verbindet die Hafenstadt Igoumenitsa mit Alexandroupoli und geht weiter bis zur türkischen Grenze. Diese Autobahn ersetzt die alte Nationalstraße 6.
Ich habe sie kurz nach ihrer Freigabe 2009 befahren und war von der landschaftlich interessanten Strecke begeistert.

Der Verlauf

Sie führt durch die Bergregion des Pindos-Gebirges und ist in ihrer gesamten Länge Bestandteil der Europastraße E 90 (von Lissabon bis zur türkisch-irakischen Grenze).
Igoumenitsa ist nach Vertiefung der Hafenbecken der wichtigste Hafen für Verbindungen nach Westeuropa. Für aus Deutschland mit dem Pkw anreisende Touristen aber auch deshalb interessant, weil es tägliche Fährschiffverbindungen von Italien nach Igoumenitsa gibt. Innergriechisch werden die Häfen Patras, Korfu und Paxos angelaufen. Die Strecke ab hier bis Alexandroupoli bietet für Touristen die Möglichkeit interessanter Zwischenstopps.

Die Sehenswürdigkeiten

Mit dem Pkw von Igoumenitsa kommend fährt man in einigen Kilometern Entfernung an Ioannina, Hauptstadt der Region Epirus, vorbei. Interessant ist das alte Zentrum der Stadt.
Über Ioannina fahrend erreicht man nach ca. 50 Km die berühmte Vikos-Schlucht im Pindos-Gebirge.
Wieder auf der A 2 ist das nächste interessante Ziel das Bergdorf Metsovo. Auf dieser Strecke wird die 540 km lange Metsovo-Brücke überfahren, die eine 120 m tiefe Schlucht überspannt.
Nach dem Dorf Metsovo die A 2 in Richtung Kalmpaka verlassend, befinden sich in einer Entfernung von ca. 60 km die weltberühmten Meteora-Klöster.
Im weiteren Verlauf der Strecke wird allerdings empfohlen, direkt nach Grevena auf der Nationalstraße 15 zu fahren und erst dort weiter auf der A 2, da diese Route kürzer ist. Am Abzweig Kozani dann wechseln auf die Autobahn A 72 nach Ptolemaida. Hier befindet sich das Energiezentrum Griechenlands mit großen Kraftwerken auf Braunkohlebasis. Die Tagebaugeräte wurden in den 1970er/1980er Jahren von deutschen Firmen in Kooperation mit griechischen Firmen geliefert und montiert. Nicht unbedingt für jeden Touristen interessant, wohl aber für Technikbegeisterte. Hier soll übrigens auch eines der weltgrößten Solarkraftwerke entstehen.
Wieder zurück auf der A 2 kann man über die Abfahrt nach Veria auf der Nationalstraße 4 das bekannte Weinanbaugebiet Naoussa erreichen
(24 km). Hier befinden sich die Weingüter Boutari und Tsantali. In Veria fließt auch der längste Fluss Griechenlands, der Aliakmonas.
Auf der A 2 weiter kommt man über Thessaloniki nach Kavala, Hafenstadt am Golf von Thassos. Verschiedene Sehenswürdigkeiten sind hier für den Touristen interessant – eine Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert, ein römisches Äquadukt sowie das alte Türkenviertel mit seinen engen Gassen.
Das Ziel dieser West-Ost-Querung Griechenlands ist Alexandroupoli, 1871 gegründete Hafenstadt mit knapp 70000 Einwohnern.
Natürlich konnten hier nur einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten erwähnt werden.
Weitere Details sind dem eBook Faszination Griechenland zu entnehmen.
Ersichtlich wird durch diese zusammengefassten Schilderungen aber auch, dass der Autobahnbau nicht nur unmittelbaren Nutzen für Industrie und Landwirtschaft, sondern auch für den Tourismus hat!

Die Heilige Insel Patmos

Seit 1946 gehört die aus zwölf Inseln bestehende Inselgruppe der Dodekanes zu Griechenland. Die Dodekanes liegen in der östlichen Ägäis, und eine dieser Inseln ist die Heilige Insel Patmos. Eine kleine Insel mit einer Fläche von nur 34 km² und etwa 3000 Einwohnern. Inselhauptort ist Chora. Die Insel ist nur per Schiff erreichbar über Kos und Samos, und auch die Anbindung an das nationale bzw. internationale Flugnetz ist nur über diese Inseln möglich. In Bezug auf die Landschaft ist die Insel eigentlich uninteressant. Interessant ist die Insel in erster Linie für Pilger, ebenso wie übrigens auch die kleine Nachbarinsel Lipsi. Auf Patmos befindet sich eines der wichtigsten griechisch-orthodoxen Klöster, das 1088 gegründetete Kloster des heiligen Apostel Johannes. Man nimmt an, dass hier die Offenbarung des Johannes, letztes Buch des christlichen Neuen Testaments, entstand. Sehenswert ist die Johannesgrotte mit uralten Ikonen. Überall auf der Insel findet man kleine Kapellen. Die Insel wurde zum staatlichen Heiligtum erklärt, was zur Folge hat, dass man wegen eingeschränkter Beherbergungskapazitäten keinen Massentourismus findet. Hauptsaison für Besucher der Insel Patmos ist die Zeit von Mai bis Oktober, wobei Juli und August mit 26°C bzw. 27°C die heißesten Monate sind. Ein gut ausgebautes Straßennetz sowie Buslinien, Taxis und Fahrzeugvermietungen sind günstige Voraussetzungen zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten. Interessant ist auch die kleine 16 Km² große Nachbarinsel Lipsi mit etwa 700 Einwohnern. Die Insel diente in früheren Zeiten vielen Eremiten als Rückzugsort. Besichtigen kann man mehrere Kirchen sowie ein Volkskundemuseum.

Studie zu neuem Infrastrukturprojekt in Griechenland

Die Verbindung der griechischen Ägäis-Häfen Kavala und Alexandroupolis mit dem Schwarzen Meer und dem dortigen Hafen Burgas ist derzeit nur über die Bosporus Meerenge möglich, eine der weltweit bedeutendsten Wasserstraßen. Der Bosporus hat eine Länge von 30Km, ist sehr stark befahren und weist auch starke Strömungen auf. 45000 Schiffe passieren den Bosporus jährlich. Die gesamte geographische Situation bringt für den internationalen Schiffsverkehr eine Reihe notwendiger Einschränkungen und Sonderregelungen mit sich. Deshalb plant auch die Türkei einen zweiten „Bosporus“, nordwestlich der jetzigen Meerenge. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti titelt am 24.7.2012: „Mega Projekt – Türkei plant zweiten Bosporus“. Der Kanal soll 40-50Km lang sein und 2023 fertiggestellt werden. Um den Schiffsweg zu umgehen, ist in Griechenland schon lange eine Eisenbahnverbindung zwischen den o.a. Häfen im Gespräch. Nunmehr hat lt. Nachrichtenagentur in.gr die EU eine Vorstudie für eine elektrifizierte Bahnverbindung genehmigt. Inwieweit diese Studie umgesetzt wird, kann z.Zt. noch nicht gesagt werden.

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Kategorie: Reisen Griechenland