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Das Archäologische Museum in Iraklio

Wandmalerei im Palast von Knossos
Auch im Monat November ist die Insel Kreta durchaus noch eine Reise wert, speziell die Nordküste, an der Iraklio liegt. Hier ist das Klima trockenwarm, die Tagestemperaturen liegen zwischen 14°C und 20°C, die Wassertemperaturen betragen etwa 20°C. Kreta bietet ja eine Unmenge sehenswerter Schätze.
Die Anfänge der Besiedlung der Insel reichen bis 6000 v.Chr. zurück, 2000 v.Chr. wurden dann die ersten Palastanlagen errichtet. So der Palast von Knossos, etwas später die Paläste von Phaistos und von Malia.
Am bekanntesten und größten ist der Palast von Knossos, der etwa 4 Km von Iraklio entfernt ist. Wie auch fast alle anderen Paläste Kretas wurde er etwa 1700 v.Chr. durch ein schweres Erdbeben zerstört. Wahrscheinlich war das Beben die Folge des gewaltigen Vulkanausbruchs auf der Kykladeninsel Santorini. Die zerstörten Paläste wurden später wieder aufgebaut, und davon stammen die Ruinen, die noch heute besichtigt werden können.
Die Sehenswürdigkeiten der Insel bieten für jedes touristische Interesse etwas – die Hafenfestung Koules, den Morosini-Brunnen, das erst 2005 eröffnete Aquarium oder die Wohnhöhlen im Dorf Matala und natürlich die Badestrände. Neben den ehemaligen Palastanlagen selbst findet man wertvolle Ausstellungstücke in den Museen. Den besten Überblick über die minoische Kultur, die prägend für die Insel war, erhält man im Archäologischen Museum im Stadtzentrum an der Platia Eleftherias.
Nach Reorganisation der Sammlungen des Museums wurde am 4.11.2012 eine Ausstellung eröffnet, die Funde aus den Palästen und Villen zeigt, u.a. Wandmalereien im Hauptgebäude des Museums, Sammlungen von Skulpturen, Darstellung der minoischen Welt.
Bis Ende November werden jeden Donnerstag und Freitag kostenlose Führungen durch Archäologen angeboten. Eine günstige Gelegenheit, die man wahrnehmen sollte.

Kreta und die Russen

Kreter in Agios Nikolaos
Kreta, die größte Insel Griechenlands, ist ein herrliches Ferienparadies – Gebirge mit tiefen Schluchten und fruchtbaren Ebenen sowie sehenswerten Ausgrabungen wie die Paläste von Knossos und Phaistos und wird von Touristen aus aller Welt besucht. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen zwischen 15°C und 22°C, und selbst die Wintermonate sind noch eine angenehme Reisezeit ( s. Artikel vom 27.9.2012 Kreta-Sonniger Urlaub im Mittelmeer).
Es wundert deshalb nicht, dass Kreta diese günstigen Bedingungen in die Waagschale wirft, um den Tourismus anzukurbeln. Wie im Prinzip jede Region Griechenlands kämpft auch Kreta um wirtschaftlichen Aufschwung und stellt deshalb eine enge Verbindung zwischen Wirtschaft und Tourismus her. Auf dem diesjährigen Welttourismustag vom 27.9.2012 bis zum 29.9.2012 fanden in Iraklion und anderen Städten zahlreiche Veranstaltungen unter breiter Beteiligung von Bevölkerung, Künstlern, Tourismusorganisationen und Vertretern des Wirtschaftslebens statt (s. travelling news vom 2.10.2012). Gleichzeitig gab es erfolgreiche Gespräche und Verhandlungen zwischen kretischen und russischen Unternehmen, die am 1.10.2012 zu insgesamt vier über fünf Jahre laufenden Verträgen führten. Gegenstand ist die Lieferung kretischer Landesprodukte wie Honig, Olivenöl, Marmelade, Süßigkeiten. Auch der Tourismus von Russland nach Griechenland soll angekurbelt werden. Während sich die Einreise deutscher und britischer Touristen rückläufig entwickelt hat, sind die Zahlen russischer Touristen in den letzten Jahren rasant gestiegen. Waren es 2044 nur 140000 russische Touristen, erhöhte sich diese Zahl 2011 auf etwa 740000, und 2012 wird damit gerechnet, dass die Millionengrenze in Kreta überschritten wird.

Die Flora Griechenlands

Akropolis, April 2009

Es ist natürlich verwegen,sich in einem kurzen Blogartikel zur Pflanzenwelt Griechenlands zu äußern. Aber der Tourist kann sich bei seinen Reisen selbst einen Überblick verschaffen
(s. auch eBook Faszination Griechenland).
Wer einen Urlaub in Griechenland verbringt und eine subtropische Pflanzenwelt erwartet, wird enttäuscht sein, denn die gibt es nicht. Fliegt man z.B. Mykonos an oder erreicht per Schiff die Insel Hydra hat man den Eindruck einer kahlen Landschaft. Das ist jedoch nur der erste Eindruck, denn bei näherem Betrachten stellt man fest, auch hier ist eine vielfältige Pflanzenwelt entstanden.
Durch den hohen Anteil an Gebirgen, Tälern, Meeresbuchten und Inseln konnten sich zahlreiche Pflanzen ungestört entwickeln. Man hat ermittelt, dass es heute in Griechenland mehr als sechstausend Pflanzenarten gibt. Will man diese Pflanzenwelt entdecken, ist der Frühling die schönste Jahreszeit – für einige Wochen sind die Wiesen grün und mit einem bunten Blütenteppich versehen.
In den Gebirgen, wie dem Parnass, hat sich eine alpine Flora erhalten.
Bereits in der Antike spielte die Pflanzenwelt eine wichtige Rolle für die Menschen. Besonders die Kraft der Heilkräuter wurde als göttliches Geschenk angesehen.
Der Waldbestand – leider durch zahlreiche Brände vielerorts dezimiert – war Voraussetzung für den Bau von Häusern, Palästen (so wurde festgestellt, dass die Palastbauten von Knossos auf der Insel Korfu, Holzsäulen gehabt hatten), Arbeitsgeräten und Kriegsschiffen.
Philosophen, Ärzte und Naturwissenschaftler des antiken Griechenland beschäftigten sich eingehend mit der Natur und den Wechselbeziehungen zum menschlichen Leben.
Zum Beispiel Hippokrates. Er wurde auf der Ägäisinsel Kos geboren und war der berühmteste Arzt des Altertums. Intensiv befasste er sich mit der Verwendung von Pflanzen für die Heilung von Krankheiten.
Oder Theophrast von Eressos, der sich in seinem Buch „Naturgeschichte der Gewächse“ mit der Pflanzenwelt beschäftigte.
Frühzeitig erkannte man, dass viele der Gewächse den Menschen als Nahrung dienen können:
– Früchte des Johannisbrotbaumes
– Lupinien
– Feigen, Wein, Oliven
Aber auch fremdländische Kulturen aus anderen Erdteilen haben in Griechenland Fuß gefasst – Agaven, Palmen, Eukalyptus.
Griechenlands reiche Pflanzenwelt – ein Erlebnis für die Sinne!

Neue Ausgrabungen auf der Insel Kreta

Eine der beliebtesten griechischen Ferieninseln ist die größte Insel Kreta. Die Insel bietet viele Möglichkeiten, einen abwechslungsreichen Urlaub zu verbringen (s. auch ebook
Faszination Griechenland) – Strandurlaub, Surfen, Segeln. Beachten sollte man aber die hohen Temperaturen, die von Juni bis September zwischen 28°C und 32°C liegen. Kreta bietet aber vor allen Dingen viele kulturell interessante Entdeckungen und Ausgrabungen. Die bekannteste Ausgrabungsstätte ist ohne Zweifel der Palast von Knossos. Der britische Archäologe Arthur Evans hatte im Zusammenhang mit seinen Studien zur minoischen Kultur diesen Palast entdeckt und 1900 mit den Ausgrabungen begonnen.

Die Stadt Ierapetra

liegt im Südosten von Kreta. Sie ist die größte Stadt des Regionalbezirks Lasithi (bekannt durch die Windmühlen auf der Lasithi-Hochebene) und gleichzeitig die südlichste Stadt Europas.
Bei Ausgrabungen unter der Leitung der Universität von Athen wurde jetzt ein bedeutendes Gebäude der minoischen Zeit, mit der sich ja A. Evans befasst hatte (s. Travelling News, 22.August 2012), auf 900m Höhe freigelegt. In einem ersten Grabungsabschnitt wurde der Boden in zwei Räumen freigelegt. Nach jetzigem Kenntnisstand geht man davon aus, dass es sich um ein Herrenhaus aus der Zeit von 1600-1400 v.Chr. handelt. Nicht beantwortet sind jedoch noch viele Fragen, z.B.:
-was war der Grund für die Zerstörung
-warum nahmen die Bewohner ihre Gegenstände nicht mit?
-warum wurde das Haus auf dieser Höhe errichtet? Sechs ähnlicheHäuser wurden auf einer Höhe von nur 400m gefunden. Gab es dafür ökonomische Gründe?
Die Fortführung der Arbeiten in Kreta wird sicher zur Beantwortung der Fragen führen.

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Kategorie: Reisen Griechenland