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Meteora-Klöster in Thessalien( II/III)

Meteorakloster Metamorphosis-Klosterkirche

Es ist eine besondere Stimmung, die dem Besucher eines Klosters entgegenweht. In der Stille der heiligen Räume fühlt man sich in vergangene Jahrhunderte versetzt. Es versteht sich von selbst, dass man sich dort mit Respekt und Achtung bewegt und u. a. auch die Kleiderordnung einhält. Männer dürfen keine kurzen Hosen tragen, Frauen keine Miniröcke und schulterfreie Oberteile.

Kloster Metamórphosis

Dieses Kloster ist eine der imposantesten Klosteranlagen. Es steht auf dem größten Felsen von Meteora etwa 474 m über der Thessalischen Tiefebene. In früheren Jahrzehnten erreichten die Mönche das Kloster über eine Strickleiter bzw. wurden sie mittels einer Seilwinde in einem Netz hochgezogen. Der heutige Besucher gelangt über eine gewundene Treppenanlage, die in die Felswand gehauen wurde, in das Kloster. Die Anlage wurde 1923 gebaut.
Trotzdem ist der Aufstieg gerade für ältere Personen recht anstrengend. Aber es lohnt sich. Zum Einen hat man einen spektakulären Blick in die Thessalische Tiefebene, und zum Anderen ist das Kloster selbst natürlich sehenswert. Die Klosterkirche Metamorphosis wurde 1380 erbaut.
Berühmt sind die Wandmalereien und die Sakristei des Klosters. Hier findet man goldene Becher, viele Silberwaren und eine große Bibliothek mit über 500 Bänden. Eindrucksvoll auch die Kammer mit den Totenköpfen ( s. eBook „Faszination Griechenland“).

Kloster Vaarlam

Dieses Kloster befindet sich in der Nähe des Klosters Metamorphosis. Die Vorgängerbauten des heutigen Klosters wurden 1350 n. Chr. von dem Mönch Vaarlam errichtet, nach dessen Tod jedoch zerstört. Die heutigen Klosterbauten entstanden etwa Mitte des 16. Jahrhunderts. Auch in dieser Sakristei kann man wertvolle priesterliche Gewänder, goldbestickte Grabtücher und auch eine große Büchersammlung besichtigen.

Meteora-Klöster in Thessalien( I/III)

Meteorakloster Metamorphosis

Im Rahmen des Blogartikels „Religionstourismus in Griechenland“ vom 23. Juni 2011 wurden die Meteora-Klöster bereits einmal erwähnt.

Aber gerade die geschichtliche Bedeutung dieser Klosteranlagen ist es wert, etwas detaillierter darauf einzugehen.
Durchquert man die thessalische Tiefebene von Süden kommend Richtung Norden sieht man vor sich die gewaltigen Bergzüge Zentralgriechenlands. Und unmittelbar steht man vor den Meteora-Felsen mit ihren Klöstern.

An derem Fuss liegt die Stadt Kalambaka.
Kalambaka ist sowohl mit der Eisenbahn als auch günstig mit dem Auto über die Autobahn A 1 von Athen kommend (350 Km) bzw. über die Autobahn A 2 von Thessaloniki kommend (250 Km) zu erreichen.

Die Felsformationen selbst kann man als ein Naturphänomen bezeichnen.
Zu deren Entstehung gibt es verschiedene Theorien, aber bis jetzt gibt es keine allgemein anerkannte Erklärung zur Entstehungsgeschichte.
Auch zum Zeitpunkt der Ansiedlung gibt es keine genauen Hinweise. Man geht vom Zeitraum des 10. bis 11. Jahrhundert aus.

Wie der Besucher noch heute feststellen kann, sind die einzelnen Klöster sehr schwer zugänglich. Das war aber beabsichtigt, denn sie sollten den Mönchen ja Schutz bieten. Der Zugang heute ist natürlich über Treppen möglich. An einigen Klöstern, wie z. B. dem Kloster Metamorphosis, kann man noch die Seilwinden sehen, mittels deren Hilfe die Mönche früher Personen und Waren in großen Netzen nach oben gezogen haben.

Insgesamt gibt es vierundzwanzig Klöster, davon sind jedoch nur noch sechs bewohnt und können besichtigt werden.

Das sind die Klöster
– Metamorphosis
– Vaarlam
– Roussanou
– Aghios Stephanous
– Aghios Triádos ( Heilige Dreifaltigkeit)
– Aghios Nikolas Anapafsas

In folgenden Artikeln werden einige der Klöster etwas näher vorgestellt.

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Kategorie: Reisen Griechenland