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Reiseziel Epirus

Im Nordwesten Griechenlands befindet sich die Region Epirus mit der Hauptstadt Ioannina.
Der Verwaltungsbezirk umfasst eine Fläche von 9200 Km². Er grenzt im Norden an Albanien und im Westen an das Ionische Meer.

Epirus

ist vom internationalen Tourismus noch nicht entdeckt. Es ist deshalb ein Eldorado für den individuellen Urlauber. Hier gibt es noch unberührte Waldgebiete mit Bären und Wölfen, verschiedene Raubvogelarten und eine Flora und Fauna, die man sonst nirgendwo in Europa findet.
Erreichbar ist das Gebiet über den Fährhafen Igoumenitsa, per Flug nach Ioannina oder mit Bussen der Organisation KTEL ab Athen und Thessaloniki. Wenn man mit dem Fährschiff aus Deutschland in Igoumenitsa ankommt, bietet die Autobah A 2 die beste Verbindung. (s. Blogartikel vom 1. November 2012 „Die griechische Autobahn A 2 – ihr Verlauf“).
Beeindruckend ist die Bergwelt des Epirus – das Pindos-Smolikas (2637 m) und das sich anschließende Grammos-Massiv. Durch diese Region führt auch der Europäische Fernwanderweg E 6.
Die grüne Landschaft des Epirus wird von vielen Flüssen durchzogen – dem Acheloos, der mit
255 Km der zweitlängste Fluss Griechenlands ist, den Flüssen Acheron und Arachthos, um nur die bedeutendsten zu nennen. Im Delta dieser Flüsse sind bis heute noch aus der Antike herrührende Moorstellen erhalten.
Große Gebietsteile des Epirus stehen heute unter Naturschutz bzw. sind Bestandteil des 1973 gegründeten Nationalparks Vikos-Aoos mit der berühmten Vikos-Schlucht. 1700 Pflanzen und 182 Tierarten sollen hier beheimatet sein.
Interessante Zeugen vergangener Zeiten sind auch die über die Flüsse führenden alten Bogenbrücken, z.B. die Brücke von Arta über den Fluss Arachthos oder die Templa-Steinbrücke über den Fluss Acheloos.
Berühmt ist die Provinz Epirus auch für die 46 uralten aus dem 14. Jahrhundert stammenden Zagora-Bauerndörfer, wie z.B. Monodendi ( 39 km von Ioannina entfernt). Auch Ioannina selbst bietet verschiedene Sehenswürdigkeiten, Volkskunstmuseen, Minarette, byzantische Kirchen und natürlich der Pamvotida-See, dessen Fläche 23 Km² mißt.
Sportarten vielfältigster Art sind im Epirus möglich:
– Reiten
– Kajak
– Rafting
– Wandern
– Bergsteigen
– Jeep-Safari
– Mountain Bike
Eine Unterkunft zu finden ist unproblematisch. Oftmals sind die Hotels und Pensionenin alten Natursteinhäusern untergebracht.
Details für die Urlaubsplanung sind hier hier erhältlich.
 

Die Flora Griechenlands

Akropolis, April 2009

Es ist natürlich verwegen,sich in einem kurzen Blogartikel zur Pflanzenwelt Griechenlands zu äußern. Aber der Tourist kann sich bei seinen Reisen selbst einen Überblick verschaffen
(s. auch eBook Faszination Griechenland).
Wer einen Urlaub in Griechenland verbringt und eine subtropische Pflanzenwelt erwartet, wird enttäuscht sein, denn die gibt es nicht. Fliegt man z.B. Mykonos an oder erreicht per Schiff die Insel Hydra hat man den Eindruck einer kahlen Landschaft. Das ist jedoch nur der erste Eindruck, denn bei näherem Betrachten stellt man fest, auch hier ist eine vielfältige Pflanzenwelt entstanden.
Durch den hohen Anteil an Gebirgen, Tälern, Meeresbuchten und Inseln konnten sich zahlreiche Pflanzen ungestört entwickeln. Man hat ermittelt, dass es heute in Griechenland mehr als sechstausend Pflanzenarten gibt. Will man diese Pflanzenwelt entdecken, ist der Frühling die schönste Jahreszeit – für einige Wochen sind die Wiesen grün und mit einem bunten Blütenteppich versehen.
In den Gebirgen, wie dem Parnass, hat sich eine alpine Flora erhalten.
Bereits in der Antike spielte die Pflanzenwelt eine wichtige Rolle für die Menschen. Besonders die Kraft der Heilkräuter wurde als göttliches Geschenk angesehen.
Der Waldbestand – leider durch zahlreiche Brände vielerorts dezimiert – war Voraussetzung für den Bau von Häusern, Palästen (so wurde festgestellt, dass die Palastbauten von Knossos auf der Insel Korfu, Holzsäulen gehabt hatten), Arbeitsgeräten und Kriegsschiffen.
Philosophen, Ärzte und Naturwissenschaftler des antiken Griechenland beschäftigten sich eingehend mit der Natur und den Wechselbeziehungen zum menschlichen Leben.
Zum Beispiel Hippokrates. Er wurde auf der Ägäisinsel Kos geboren und war der berühmteste Arzt des Altertums. Intensiv befasste er sich mit der Verwendung von Pflanzen für die Heilung von Krankheiten.
Oder Theophrast von Eressos, der sich in seinem Buch „Naturgeschichte der Gewächse“ mit der Pflanzenwelt beschäftigte.
Frühzeitig erkannte man, dass viele der Gewächse den Menschen als Nahrung dienen können:
– Früchte des Johannisbrotbaumes
– Lupinien
– Feigen, Wein, Oliven
Aber auch fremdländische Kulturen aus anderen Erdteilen haben in Griechenland Fuß gefasst – Agaven, Palmen, Eukalyptus.
Griechenlands reiche Pflanzenwelt – ein Erlebnis für die Sinne!

Wandern im Pindos-Gebirge

Griechenland bietet auf Grund seiner Eigenschaft als Gebirgsland zahlreiche Möglichkeiten für ausgedehnte Wander- und Klettertouren. Fast 78% der Landfläche sind gebirgig. Zahlreiche Berge sind über 2000m. Ein ausgedehntes Gebirgsmassiv befindet sich im Norden des Landes – das Pindos-Gebirge (s. eBook „Faszination Griechenland“. Mit einer Länge von 160Km erstreckt es sich bis nach Süd-Albanien. Der höchste Berg ist mit 2637m der Mount Smolikas. Im Pindos gefriert im Winter förmlich das Leben. In einigen Dörfern, wie z.B. den Dörfern Spileo und Smixi, bleiben nur noch Wächter zurück. Bären, Wildkatzen und Wölfe sind dann keine Seltenheit. Einige Gästehäuser sind jedoch für die Touristensaison, die man bis Oktober rechnen kann, auch hier vorhanden. Inmitten des Pindos liegt die Hochebene von Ioannina, die von der westlich liegenden Hafenstadt Igoumenitsa über die neue Autobahn A 2, die Egnatia Odos (führt weiter bis Istanbul), erreichbar ist. Für Wander- und Klettertouren ist die Gegend ideal. Es gibt eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt, uralte steinerne Bogenbrücken. Besonders der Vikos Nationalpark eignet sich für ausgedehnte Wandertouren. Die Vikos-Schlucht soll lt. Guiness Buch der Rekorde die tiefste Schlucht der Welt sein. In diesem Gebiet liegen auch die Dörfer der Zagoria, deren Entstehung teilweise bis ins 10. Jh. zurückgehen soll.
Trekkingtouren werden von vielen Veranstaltern angeboten. Man kann sowohl eigene Touren machen oder sich aber – was weniger geübten Wanderern zu empfehlen ist – geführten Wanderungen anschließen. Die Schwierigkeitsgrade können entsprechend den eigenen Möglichkeiten gewählt werden. Entsprechend der verfügbaren Zeit ist es auch empfehlenswert, die Trekkingtour auf den Olymp und die Meteoraklöster auszudehnen. Informationen zu Trekkingrouten und -anbietern und Listen der Wanderführer kann man sich beim Griechischen Bergsteiger-Verband EOOA (Hellenic Federation of Mountaineering and Climbing) oder den Tourismusbüros vor Ort einholen. Zum Wandern auf dem Olymp wird auf den Blog-Artikel vom 4. Mai 2012
Ein Reisetipp-Wandern auf dem Olymp verwiesen.

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Kategorie: Reisen Griechenland