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Die bedeutendsten Kreuzfahrthäfen Griechenlands

Hafen der Insel Korfu

Das zur Zeit bereits frühlingshafte Wetter in Griechenland mit 18°C in Athen und über 20°C auf der Insel Kreta, hervorgerufen durch heiße Saharawinde, beflügeln erste Urlaubsgedanken. Warum also nicht dem allgemeinen Trend der wachsenden Beliebtheit von interessanten aber doch auch gleichzeitig entspannenden Kreuzfahrten folgen?
Und gerade Griechenland ist ein beliebtes Ziel.
Seine wichtigsten Kreuzfahrthäfen sind
Piräus
Iraklion/Kreta
Korfu.
Laut Nachrichtenmagazin Travelling News vom 25.1.2013 frequentierten 2012 insgesamt 2925711 Passagiere diese Häfen. Spitzenreiter mit einem Anteil von 74% war Piräus, 85% davon wiederum waren ausländische Passagiere.
Der Präsident des Hafens Piräus, George Anomeritis, rechnet damit, dass in diesem Jahr
710 Kreuzfahrtschiffe mit 2,2 Millionen Touristen in Piräus ankommen werden.
Piräus ist nicht nur der größte Passagierhafen im Mittelmeerraum, er ist gleichzeitig der weltgrößte Fährhafen. Das ergibt sich aus der Vielzahl der griechischen Inseln, von denen die bewohnten alle per Fährschiff erreichbar sind (s. eBook Faszination Griechenland).
Die Kapazitäten des Hafens Piräus für den Kreuzfahrttourismus sollen auch 2013 weiter ausgebaut werden. Eine Summe von 420 Millionen Euro steht dafür bereit.
Der griechische Finanzminister sieht die ersten Anzeichen einer Erholung. Nach seiner Einschätzung wird Griechenland gegen Ende dieses Jahres zum Wachstum zurückkehren – sicherlich unter der Voraussetzung, dass der IWF die bis 2016 noch vorhandene Finanzlücke von 9,5 Milliarden Euro schließt.

Piräus und seine Reeder

Hafen Piräus

Griechenland

ein Land auf drei Seiten von Meer umgeben, besitzt tausende Inseln und tausende Kilometer Küstenlänge. Schon in der Antike war es deshalb notwendig, sowohl zur Versorgung des Festlandes als auch der Inseln geeignete Transportmittel und Transportwege zu entwickeln. Die Schifffahrtsrouten befanden sich – auch aus navigatorischen Gründen – in Küstennähe.
Am Anfang der griechischen Schifffahrt stand deshalb der Bau von Handelsschiffen, erst später wurde der Bau von Kriegsschiffen zum Schutz des Landes und der Transportwege erforderlich. Einstmals in der Antike bedeutende Häfen, sind heute beliebte Touristenziele. So z.B. die Insel Delos, Nachbarinsel von Mykonos, Insel der Kykladen im Ägäischen Meer.
Delos wurde 168 v.Chr. zum Freihafen und war ein bedeutendes Handelszentrum. Auf vielen Inseln findet man noch heute prächtige Kapitänshäuser, die in Hotels umgebaut wurden. Die Touristikunternehmen bieten diese Unterkunftsmöglichkeiten an.
Im Lauf der Jahrhunderte hat sich dann Piräus, Hafen der Hauptstadt Athen, als Haupthafen entwickelt (s. auch eBook Faszination Griechenland).
Griechenland kontrolliert etwa 15% des Weltseehandels.

Piräus

ist mit jährlich 20 Millionen Passagieren der größte Passagierhafen Europas und bezogen auf den Containerumschlag einer der zehn größten Container-Häfen in Europa. Hier haben fast alle bedeutenden griechischen Reedereien ihren Sitz. Bekannte Personen wie Onassis, Niarchos sind Stellvertreter für große Reedereien. Zu den größten Tanker-Reedereien der Welt gehört die 1970 in Piräus gegründete Tsakos Shipping Trading S.A. (TST), eine weitere große Reederei ist die 1947 gegründete und in Piräus ansässige Angelicoussis Shipping Group Limited.
Vielen Touristen bekannt sind auch Reedereien wie ANEK-Lines, Minoan-Lines und Superfast-Ferries, die sowohl auf innergriechischen routen als auch im Ausland fahren.
Die Schaltzentrale all dieser Reedereien ist Piräus.
Einige beeindruckende (ca.-)Zahlen – es gibt in Griechenland 700 Reederfamilien, 3800 Schiffe, von denen nur 900 Schiffe unter griechischer Flagge fahren und insgesamt 200000 Beschäftigte. Daraus wird ersichtlich, dass neben dem Tourismus der Seehandel einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist. Abgesehen von den unter griechischer Flagge fahrenden Schiffen sind die Gewinne aus der internationalen Schifffahrt steuerfrei – ein mögliches großes Potenzial für Steuereinnahmen des Staates! Diese Steuerbefreiung rührt übrigens aus einer Verfassungsfestlegung her, die von den Putschisten 1967 getroffen wurde.
Zum weiteren Ausbau des Hafens Piräus wurde ein Investmentplan für die Jahre 2012 bis 2016 erarbeitet.
Details sind hier ersichtlich: Investmentplan 2012 – 2016.

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Weitere Informationen zum Museum für Unterwasserantiquitäten in Piräus

Hafen Piräus, im Hintergrund das ehemalige Speichergebäude

Die Städte Athen und Piräus verschmelzen in den Gedanken der Urlauber oft zu einer Stadt. Und in gewissem Sinne könnte man das auch so sehen, denn Piräus liegt südwestlich von Athen und ist der historische Hafen dieser Stadt und dessen Zugang zum Meer (s.auch eBook Faszination Griechenland). Bereits in der Antike verbanden die etwa
7 Kilometer“Langen Mauern“ die beiden Städte. Sie wurden 479 v.Chr. errichtet und dienten einem sicheren Handelsweg. Piräus selbst ist eine runde bergige Halbinsel mir drei Hafenbecken. Das größte hafenbecken ist heute der Überseehafen, zwei kleinere dienen als Yachthafen und als Fischereihafen. Früher war in diesen Häfen auch die Kriegsmarine stationiert. Mit etwa 20 Millionen Passagieren hat Piräus den größten Passagierhafen Europas. Neben dem Überseeverkehr gehen von Piräus auch alle Inselverbindungen ab. International bedeutungsvoll ist auch der Containerhafen. Die beiden kleineren Häfen sind heute überwiegend dem Tourismus vorbehalten – eine malerische Kulisse mit den bunten Fischerbooten, vielen Fischtavernen, Souvenirgeschäften und Bars.
Nun sind die Weichen gestellt für ein neues spektakuläres Bauwerk – das Museum für Unterwasser-Antiquitäten in Piräus. Als Bauhülle dient ein ehemaliges Speichergebäude. Es wird ein auch nach internationalen Maßstäben gemessen einmaliges Projekt.
Ein Museum mit etwa 2000 Austellungsstücken, die in den letzten
35 Jahren gesammelt wurden. Sehenswerte Exponate wie z.B. Amphoren, Waffen, Schiffsausrüstungen, Werkzeuge, Ausrüstungen für den Fischfang aber auch Schriftwechsel zu den Unterwasseruntersuchungen betreffend die Seeschlacht von Salamis
480 v.Chr. zwischen den Griechen und Persern (s. Artikel vom 26.6.2012 Eine Insel abseits vom internationalen Tourismus) machen den Reiz dieses Museums aus. Es wird ein Magnet für den Tourismus, Piräus wird dann mit zu den weltweit interessantesten Häfen zählen. Günstig zu erreichen ist Piräus mit der Metrolinie 1 sowie Straßenbahn und Bus direkt ab Zentrum Athen.
Details zum Projekt findet man auf dieser Webseite:
Piraeus Cultural Coast.
Interessierte Bieter für das Projekt können ihre Angebote bis zum 23.Oktober 2012 einreichen. Der Preisträger wird im Januar 2013 bekanntgegeben.

Museum für Unterwasserantiquitäten in Piräus

Nach einstimmiger Entscheidung eines Fachgremiums hat das Ministerium für Kultur und Tourismus den Bau eines Museums für Unterwasserantiquitäten in Piräus genehmigt. Unter dem Projektnamen „Cultural Coast Piräus“ soll das erste Museum dieser Art in Griechenland gebaut werden. Als Bauhülle wird ein ehemaliger Getreidespeicher von 1930 genutzt. Etwa 2000 Ausstellungsstücke werden auf einer Fläche von 5000m² präsentiert. Die Reichtümer bisheriger archäologischer Unterwasseruntersuchungen finden hier ihre Heimstatt – Schiffswracks, Waffen, Werkzeuge, Statuen, Amphoren, Alltagsgegenstände etc. von der Antike bis zur Neuzeit.
Das Museum wird eine wertvolle Bereicherung des kulturellen und musealen Angebot Griechenlands sein.
Die Planungen werden jetzt zügig vorangetrieben.

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Kategorie: Reisen Griechenland