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Griechenland und der medizinische Tourismus

Den alternativen Tourismus zu fördern ist Griechenland ja schon seit längerer Zeit bemüht. Bereits im Jahr 2011 hatte der Stellvertretende Minister für Kultur und Tourismus, Georgios Nikitiadis, den Thementourismus in den Vordergrund gestellt – Religionstourismus (s. Blogartikel vom 23. Juni 2011 Religionstourismus in Griechenland), Tauchtourismus, Wandertourismus und eben auch Kur- und Wellnessurlaub (s. auch hierzu die Blogartikel vom 19. und 22. Juli 2011 Wellness-Urlaub in Griechenland).
Die weltweit eingeschätzte positive Entwicklung des Tourismus bietet auch Griechenland viele Chancen, seine natürlichen Ressourcen und Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Die 1935 gegründete Hellenic Chamber of Hotels, der alle griechischen Hotels angehören, hat jetzt eine entsprechende Studie vorgelegt. Sowohl das Ministerium für Tourismus als auch das Ministerium für Gesundheit sind sich einig in dem Bestreben, den medizinischen Tourismus weiterzuentwickeln. Das brachte Mrs. Olga Kefalogiannidon, Ministerin für Tourismus, auf einer unlängst durchgeführten Konferenz in Athen zum Medizinischen Tourismus zum Ausdruck.
Wie aus den o.a. Blogartikeln ersichtlich, verfügt Griechenland über die entsprechenden Voraussetzungen, u.a. über etwa 700 heiße Quellen.
Bis Ende 2012 soll ein Gesetzentwurf vorgelegt werden. Dabei soll auch die Harmonisierung mit dem EU-Recht im grenzüberschreitenden Gesundheitswesen erreicht werden.
Der große Vorteil des medizinischen Tourismus besteht darin, den Urlaubsaufenthalt mit Wellness- oder medizinischen Anwendungen zu verbringen und trotzdem Badespaß zu haben oder antike Stätten zu besuchen. Griechenland verfügt sowohl über viele Hotels, die moderne Spa-Bereiche haben als auch über private Kliniken.
Derartige Einrichtungen sind inzwischen über das ganze Land verstreut – z.B. in Hotels in Kos, Rhodos, Santorini, Athen oder auf dem Peloponnes um nur einige Beispiele zu nennen. Aber auch Kurorte mit sehr guten Angeboten sind vorhanden – auf der Insel Euböa der Kurort Loutra Aidipsos oder der Kurort Kamena Vourla mit seinen heißen Quellen bei den Thermopylen.

Mariä Himmelfahrt in Griechenland

Kapelle in Mykonos

Der orthodoxe Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15. August geht auf ein Marienfest im
5. Jahrhundert zurück. Es ist der Glaube an die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel. Dieser Tag zählt auch in Griechenland zu den drei bedeutungsvollsten Feiertagen des Jahres. In orthodoxen Ländern wie Griechenland und Zypern aber auch in vielen überwiegend katholischen Ländern ist der 15. August ein Feiertag. In allen Kirchen und Klöstern finden feierliche Messen statt. Für den Touristen ist es interessant, an einer solchen Messe teilzunehmen, gleich ob in den großen Städten Athen, Thessaloniki, Volos oder auf den Inseln Rhodos, Santorin, Mykonos oder anderen. Wie auch bei den anderen großen kirchlichen Festen sind diese mit einer Fastenzeit verbunden. Erlaubt sind in der Fastenzeit Fisch und Meeresfrüchte, hingegen sind Fleisch und tierische Produkte, wie z.B. Milch und Eier, nicht gestattet. Diese Fastenregeln werden auch heute noch weitgehend befolgt.

Kredite der EIB – ein Hoffnungsschimmer für Griechenland?

Autobahn A2, Nordgriechenland

Die wirtschaftliche Situation Griechenlands ist nach wie vor ungewiß. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Griechenland seinen Reformverpflichtungen wahrscheinlich nicht nachkommen kann. Wie das griechische Statistikamt ELSTAT mitteilt, ist ein weiterer Einbruch der wirtschaftlichen Entwicklung zu verzeichnen. Das fünfte Jahr in Folge ist die wirtschaftliche Entwicklung rückläufig. Im vergangenen Jahr schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 6,9%. Im April 2012 wurden
1,2 Millionen Arbeitslose erfaßt. Eine alarmierende Situation, die dazu führen kann, dass sich der internationale Währungsfond IWF weigert, weitere finanzielle Mittel für Griechenland bereitzustellen. In den letzten Jahren flossen erhebliche Mittel der EU in das Land – für den Ausbau der Infrastruktur, wie z.B. der Autobahn, der Olympia-Sportstätten, des neuen Flughafens in Athen. Natürlich wirkte sich das positiv auf die Wirtschaft und den Tourismus aus. Sowohl Athen als auch die beliebten Inseln wie Rhodos, Santorin, Korfu, Kreta, Zakynthos verzeichneten wachsende Besucherzahlen. Das grundsätzliche Problem bestand jedoch darin, dass die Investitionen bzw. Gelder der EU nicht in den produzierenden Sektor flossen. Dadurch wurde keine industrielle Wertschöpfung erreicht die letztendlich zu erhöhten Steuereinnahmen des Staates geführt hätte. Die Wirtschaftskraft des Landes wurde dadurch nicht gestärkt. Der Anteil der Industrie am BIP beträgt nur etwa 14%, fast 80% des BIP kommen aus dem Bereich der Dienstleistungen.
Wie REUTERS jetzt informiert, wird die Europäische Investitionsbank EIB in den kommenden drei Jahren an kleine und mittelgroße griechische Unternehmen Kredite bis zu 1,44 Milliarden Euro vergeben und außerdem Hilfe beim Straßenbau und Privatisierungsmaßnahmen leisten.
So sollen verschiedene Autobahnprojekte, die z.Zt. wegen der Wirtschaftskrise gestoppt wurden, vollendet werden.
Das wäre zweifelsohne ein wesentlicher Schritt zur Ankurbelung der Wirtschaft.

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Kategorie: Reisen Griechenland