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Ithaka und Homer

In den Prospekten der großen Reiseveranstalter findet man die Ionische Insel Ithaka nicht.
Nach der 2011 durchgeführten Volkszählung des Statistischen Amtes Griechenland (EL.STAT) lebten auf der Insel gerade einmal 3000 Einwohner.

Als der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann (s.auch eBook „Faszination Griechenland)
1868 die Insel besuchte, waren es noch über 12000 Einwohner.

Der wichtigste Ort und gleichzeitig Hafen ist Vathy. Erreichbar ist die Insel mit Fährschiffen von Patras und Kefalonia. Berühmtheit erlangte die kleine Insel durch Homer, den berühmtesten Dichter der Antike. Ob Ithaka allerdings der Geburtsort von Homer ist, ist umstritten. Aber hier soll nach Homer der mythologische Held Odysseus gelebt haben. Er verließ Ithaka mit zwölf Schiffen und tausend Ithakern.

Schliemann glaubte, bei seinem o.e. Besuch auch die Reste des Palastes von Odysseus entdeckt zu haben – aber auch das ist umstritten.
Wenn man Patras als Ausgangspunkt für die Überfahrt nach Ithaka wählt, ist es empfehlenswert, in Patras einen Zwischenaufenthalt einzuplanen und Olympia, den Ort der antiken olympischen Wettspiele, zu besuchen.

Griechischer Goldschmuck

Eule in Goldelfenbeintechnik

Eine Reise nach Griechenland ist immer ein Erlebnis. Das interessante Land, die herrliche Natur und die jahrtausendealte Kultur hinterlassen bei dem Urlauber die vielfältigsten Eindrücke. Warum also nicht ein Souvenir mitnehmen? Die Angebote sind kaum zu überschauen – Keramik, Pelz- oder Lederwaren, Nachbildungen antiker Funde, deren Originale in den Museen ausgestellt sind oder Goldschmuck.
Als

Juweliere

weisen die Griechen eine große Tradition auf. Die Geschichte des griechischen Goldschmucks geht bis weit in die Antike zurück.
Bekannt ist die goldene Totenmaske des Königs Agamemnon von Mykene aus dem 16.Jahrhundert v.Chr., die der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann 1876 bei seinen Grabungen in Mykene auf dem Peloponnes ans Tageslicht gebracht hatte (s. eBook Faszination Griechenland).
Diese Maske kann man heute in dem bedeutendsten griechischen Museum, dem Nationalmuseum Athen, besichtigen.
Leider nicht mehr zu besichtigen ist dagegen die Goldelfenbeinstatue der Athena Parthenos. Diese Statue hatte einen 12m hohen Holzkern, der mit 1200Kg Gold überzogen war, Arme und Gesicht bestanden aus Elfenbein. Die Statue befand sich auf der Akropolis in Athen. Leider ist sie um 550 v.Chr. verbrannt. Die Goldelfenbeintechnik war damals nur der Anfertigung von Götterstatuen vorbehalten.
In der Zeit des Hellenismus, also etwa ab 350 v.Chr. blühten in Griechenland Kunsthandwerk und Juweliergeschäfte auf (s. „Kulturgeschichte der Antike“, Akademie-Verlag, Berlin 1977).
Heute findet man überall in den Touristenzentren Juweliergeschäfte.
In dem eleganten Athener Stadtbezirk Kolonaki sowie im unmittelbaren Stadtzentrum in der Panepistimiou-Straße und der Stadiou-Straße haben bekannte Juweliere ihren Sitz – Ilias Lalaounis und Zolotas. Weltweite Niederlassungen repräsentieren die Geschicklichkeit und Kunst griechischer Juweliere.
Die Angebote sind vielfältig und haben oft Bezug zur Antike. So, wie z.B. der abgebildete Anhänger – eine goldene Eule mit Elfenbein, Verkörperung der antiken Goldelfenbeintechnik. Dieses Schmuckstück ist auch deshalb interessant, weil die Eule in der griechischen Mythologie als Symbol der Weisheit angesehen wurde.

Auszeichnung

Kategorie: Reisen Griechenland